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Zwei Jahre Haft für früheren engen Vertrauten von Carlos Ghosn gefordert
Im Prozess um die Veruntreuung von Firmengeldern in Millionenhöhe beim Autobauer Nissan hat die Staatsanwaltschaft zwei Jahre Haft gegen den früheren engen Vertrauten des Automanagers Carlos Ghosn, Greg Kelly, gefordert. Für den Autobauer Nissan, der mit angeklagt ist, verlangten die Ankläger in Tokio am Mittwoch zudem Strafzahlungen in Höhe von 200 Millionen Yen (1,54 Millionen Euro).
Gut ein Viertel der Supermärkte bietet nicht mehr makelloses Obst und Gemüse günstiger an
Braune Flecken auf der Banane, eine Delle im Apfel: Immer mehr Supermärkte bieten ihren Kunden nicht mehr makelloses Obst und Gemüse zu günstigeren Preisen an. Die Verbraucherzentrale Brandenburg besuchte im Rahmen einer Stichprobe insgesamt 25 Supermärkte, wie die Verbraucherschützer am Mittwoch erklärten. Ergebnis: 28 Prozent der Läden bieten Verbraucherinnen und Verbrauchern preisreduziertes Obst und Gemüse an.
IMK-Konjunkturexperten erwarten abgeschwächtes Wirtschaftswachstum
Angesichts des Rohstoffmangels haben die Wirtschaftsexperten des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) ihre Wachstumsprognose für Deutschland deutlich abgesenkt. "Wir erleben einen Aufschwung mit angezogener Handbremse", erklärte der wissenschaftliche Direktor des IMK der Hans-Böckler-Stiftung, Sebastian Dullien, am Mittwoch. Demnach senkten die Experten ihre Wachstumsprognose für 2021 deutlich um 1,9 Prozentpunkte auf nun 2,6 Prozent. Im kommenden Jahr rechnen die Experten allerdings mit einem starken Wachstum von 5,1 Prozent.
Importpreise steigen so stark wie seit 40 Jahren nicht mehr
Die Importpreise sind im August im Vorjahresvergleich so stark angestiegen wie zuletzt während der zweiten Ölkrise im Jahr 1981. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte, waren die Importpreise im August um 16,5 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Gegenüber dem Vormonat Juli stiegen sie um 1,4 Prozent. Grund für den Preisanstieg waren demnach insbesondere teurere Energieimporte.
United Airlines feuert fast 600 Mitarbeiter wegen Verweigerung von Corona-Impfung
Die US-Airline United Airlines will fast 600 Beschäftigte wegen der Verweigerung einer Covid-19-Impfung entlassen. Das Luftfahrtunternehmen sprach am Dienstag von einer "unglaublich schwierigen Entscheidung", jedoch habe es oberste Priorität, "unser Team zu schützen". United Airlines hatte Anfang August mitgeteilt, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den USA künftig einen Impfnachweis oder eine Ausnahmeerlaubnis vorlegen müssen.
United Airlines entlässt fast 600 Beschäftigte wegen Verweigerung einer Impfung
Die US-Airline United Airlines will fast 600 Beschäftigte wegen der Verweigerung einer Covid-19-Impfung entlassen. Das Luftfahrtunternehmen sprach am Dienstag von einer "unglaublich schwierigen Entscheidung", jedoch sei es stets oberste Priorität gewesen, "unser Team zu schützen". United Airlines hatte Anfang August mitgeteilt, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den USA künftig einen Impfnachweis oder eine Ausnahmeerlaubnis vorlegen müssen.
Ifo-Umfrage: Materialmangel in der Industrie erneut verschärft
Der Materialmangel in der Industrie hat sich nach Einschätzung des Ifo-Instituts weiter verschärft. Wie die Münchner Forscher am Mittwoch mitteilten, berichteten im September 77,4 Prozent der Industriefirmen in Deutschland über Engpässe und Probleme bei der Beschaffung von Vorprodukten und Rohstoffen. Damit sei der Rekord vom Vormonat "nochmal übertroffen" worden. Im August lag der Anteil in der Ifo-Umfrage bei gut 69 Prozent.
Lagarde: EZB darf angesichts steigender Inflationsraten nicht "überreagieren"
Die Europäische Zentralbank (EZB) darf laut EZB-Ratspräsidentin Christine Lagarde angesichts steigender Inflationsraten nicht überreagieren. "Die zentrale Herausforderung ist es, dass wir nicht auf temporäre Angebotseinbrüche überreagieren", sagte Lagarde am Dienstag in Frankfurt am Main. Lieferengpässe und steigende Energiepreise hatten zuletzt zu steigenden Produktionspreisen geführt und die ohnehin stark angestiegen Inflationsrate weiter nach oben getrieben. Diese Faktoren hätten jedoch auf mittlere Sicht "keine Auswirkungen", sagte Lagarde weiter.
Französische Verbraucherschützer fordern weniger Zucker in Joghurts und Desserts
Die französische Verbraucherschutzorganisation CLCV hat die Hersteller von Joghurts und Desserts aufgefordert, weniger Zucker in ihren Produkten zu verwenden. "Die CLCV ruft alle Hersteller und Händler dazu auf, ihre Rezepte zu verbessern", erklärte die Organisation anlässlich der Veröffentlichung einer Studie zu den Nährwerten solcher Produkte am Dienstag. "Sie sollten die Verwendung von Zucker und Aromastoffen so stark wie möglich einschränken", erklärte die CLCV.
Studie: Milch aus ökologischer Weidehaltung ist besser für das Klima
Milch aus ökologischer Landwirtschaft mit Weidehaltung ist nicht nur besser für Kühe, sondern auch für die Umwelt. Zu diesem Schluss kommt eine am Dienstag veröffentlichte Studie im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA). Grund ist demnach vor allem der Anbau des Futters.
Verbraucherschützer wenden sich mit Musterklage gegen Inkassounternehmen
Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) geht mit einer Musterfeststellungsklage gegen das hauseigene Inkassounternehmen des Versandhändlers Otto vor. Verbraucherinnen und Verbraucher können ihre Ansprüche nun über ein Onlineportal anmelden, wie das Bundesamt für Justiz am Dienstag mitteilte. Der vzbv hatte im August Musterfeststellungsklage gegen das Otto-Tochterunternehmen EOS Investment vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht in Hamburg erhoben.
In China häufen sich die Stromausfälle
In China wird Privathaushalten und Unternehmen immer öfter der Strom abgeschaltet - auch großen Firmen, die für den Export produzieren. Die US-Investmentbank Goldman Sachs senkte deshalb ihre Prognose für das chinesische Wirtschaftswachstum in diesem Jahr von 8,2 auf 7,8 Prozent. Ursache für die Stromknappheit sind Lieferengpässe bei der Kohle, von der nach wie vor ein Großteil der chinesischen Stromerzeugung abhängt.
Verwaltungsgericht Wiesbaden wendet sich in Verfahren um Schufa-Eintragung an EuGH
Das Verwaltungsgericht Wiesbaden hat sich in einem Verfahren um die Eintragung einer Restschuldbefreiung bei der Schufa mit mehreren Fragen an den Europäischen Gerichtshof (EuGH) gewandt. Es sei fraglich, ob Eintragungen aus öffentlichen Verzeichnissen ohne weiteres in privat geführte Verzeichnisse wie die der Schufa übernommen werden könnten, teilte das Gericht am Dienstag mit. Auch die Frage, wann ein entsprechender Eintrag zu löschen sei, wurde an den EuGH gerichtet. (Az.: 6 K 226/21.WI)
Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch rückläufig
Der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch ist in den ersten neun Monaten des Jahres 2021 im Vorjahresvergleich deutlich zurückgegangen. Der Anteil sank von 48 Prozent auf 43 Prozent, wie der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) und das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) basierend auf vorläufigen Berechnungen am Dienstag mitteilten. Grund für den Rückgang waren demnach Sondereffekte der Corona-Pandemie.
Neuer Nachtzug verbindet Wien über München mit Paris
Von Wien nach Paris gibt es ab dem 13. Dezember eine neue Nachtzugverbindung mit Halt in München. Der Nightjet fährt dreimal wöchentlich, wie die Deutsche Bahn (DB) am Dienstag mitteilte. Die Verbindung wird gemeinschaftlich von der DB, den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) und der französischen SNCF angeboten.
ADAC: Leihräder in München im Großstadtvergleich am günstigsten
Ob Leihrad, E-Bike oder E-Scooter: Wer in der Großstadt mobil sein möchte, dem stehen verschiedene Optionen zur Verfügung. Der ADAC verglich die Angebote in den drei Metropolen Berlin, Hamburg und München, Ergebnis: Die Leihgebühren für elektrische Fahrräder sind meist mehr als doppelt so hoch wie für normale Räder.
Lego erzielt Rekordgewinn und steigert auch Halbjahresumsatz deutlich
Eine starke Nachfrage und die Wiederöffnung der Geschäfte haben Lego glänzende Geschäftszahlen beschert. Im ersten Halbjahr 2021 steigerte der dänische Hersteller seinen Nettogewinn um 140 Prozent auf 6,3 Milliarden Kronen (847 Millionen Euro). Der Umsatz legte auf 23 Milliarden Kronen zu - ein Plus von 46 Prozent, wie Lego am Dienstag mitteilte.
Forderungen in Großbritannien nach Bevorzugung systemrelevant Beschäftigter beim Tanken
In Großbritannien wird angesichts des Treibstoffmangels an den Tankstellen darüber diskutiert, bestimmte Berufsgruppen bei der Versorgung mit Benzin und Diesel zu bevorzugen. Der Vize-Vorsitzende des Ärzteverbandes, David Wrigley, sagte am Dienstag im Sender SkyNews: "Wir können nicht zwei oder drei Stunden in der Warteschlange stehen, wir müssen Patienten versorgen." Unison, die größte Gewerkschaft des öffentlichen Dienstes, forderte, systemrelevante Beschäftigte müssten vorrangig tanken können.
Angeklagte im Untreue-Prozess um Vergütung für VW-Betriebsräte freigesprochen
Im Untreue-Prozess um die Vergütungen für VW-Betriebsräte sind die vier Angeklagten freigesprochen worden. Das Landgericht Braunschweig verkündete am Dienstagvormittag sein Urteil in dem Prozess um Untreue im besonders schweren Fall, wie ein Pressesprecher mitteilte. Ein strafbares Verhalten sah das Gericht bei den vier angeklagten teils ehemaligen Personalchefs folglich nicht.
Lage am Arbeitsmarkt weiter positiv
Die Arbeitsagenturen in Deutschland erwarten eine weiterhin positive Entwicklung der Arbeitsmarktlage. Zwar hätten Lieferengpässe in der Industrie den Aufschwung etwas abgebremst, erklärte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesarbeitsagentur am Dienstag. Die Arbeitsagenturen erwarteten trotzdem, "dass die Arbeitslosigkeit weiter zurückgeht, aber nicht mehr so schnell wie in den letzten Monaten". Auch das Beschäftigungsbarometer des Ifo-Instituts stieg erneut.
Preise für Mietwagen steigen deutlich an
Mehr Nachfrage und weniger Angebot: Die Preise für Mietwagen sind zuletzt deutlich angestiegen. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag erklärte, stiegen die Preise für Mietwagen im August im Vergleich zum Vorjahresmonat um 53,4 Prozent. Die allgemeinen Verbraucherpreise stiegen im gleichen Zeitraum um 3,9 Prozent. Besonders deutlich war der Preisanstieg demnach zu Beginn der Sommerferien: Allein von Juni auf Juli stiegen die Preise um 35,8 Prozent.
Brasiliens größte Firmen drängen Regierung zu mehr Einsatz für Klimaschutz
Die größten Unternehmen Brasiliens haben die Regierung des Landes zu mehr Anstrengungen für den Klimaschutz gedrängt. Brasilien müsse ein zentraler "Akteur" bei den Gesprächen über das Klima sein, forderte die Gruppe von 107 Firmen, die zusammen 47 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Landes beitragen, am Montag in einem offenen Brief. Veröffentlicht wurde das Schreiben vom Unternehmensrat für nachhaltige Entwicklung rund einen Monat vor der nächsten UN-Klimakonferenz in Glasgow.
Immobilienwirtschaft warnt nach Volksentscheid in Berlin
Nach der Annahme des Berliner Volksentscheids zur Enteignung großer Wohnkonzerne hat die Immobilienwirtschaft vor teuren "Scheinlösungen" gewarnt. "Bezahlbares Wohnen lässt sich nicht durch Scheinlösungen wie Enteignung sichern", sagte der Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft, Axel Gedaschko, nach Information von BERLINER TAGESZEITUNG, in einem aktuellen Interview vom Dienstag. Das sei "eindeutig der falsche Weg".
Konsumklima steigt auf höchsten Wert seit eineinhalb Jahren
Die Stimmung der Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland hat sich im September spürbar gebessert. Der Optimismus steige, dass die vierte Corona-Welle weniger ausgeprägt sein werde als von vielen befürchtet, erklärte das Marktforschungsunternehmen GfK am Dienstag. Das GfK-Konsumklima stieg auf den höchsten Wert seit fast eineinhalb Jahren.
DIHK: Parteien müssen Interessen der Wirtschaft berücksichtigen
Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat die politischen Parteien nach der Bundestagswahl dazu gedrängt, bei den Koalitionsverhandlungen Rücksicht auf die Belange der deutschen Unternehmen zu nehmen. "In den Gesprächen werden die politischen Akteure wichtige Weichen auch für die Wirtschaft stellen", sagte DIHK-Chef Peter Adrian der "Rheinischen Post" vom Dienstag. "Dabei kommt es darauf an, dass sie die Herausforderungen für unsere Unternehmen in den Blick nehmen."
In Frankreich fallen künftig Steuern aufs Trinkgeld per Karte weg
Kellnerinnen und Barkeeper in Frankreich bekommen künftig mehr Geld: Präsident Emmanuel Macron persönlich kündigte am Montag beim Besuch einer Gastronomiemesse in Lyon an, dass die Steuer auf per Karte gezahltem Trinkgeld künftig wegfällt. Das stärke die Kaufkraft des im Gastgewerbe Beschäftigten, sagte der Präsident.
Berufungsurteil gegen Schweizer Bank UBS in Frankreich verschiebt sich
In Frankreich ist das Urteil im Berufungsprozess gegen die Schweizer Großbank UBS wegen Steuerbetrugs verschoben worden. Einer der Richter sei erkrankt, sagte der Vorsitzende Richter am Montag. Die Entscheidung soll nun am 13. Dezember fallen.
Mieterbund fordert nach Volksentscheid in Berlin rasche Gesetzesvorlage
Nach der Annahme des Berliner Volksentscheids zur Enteignung großer Wohnkonzerne hat der Deutsche Mieterbund eine zeitnahe Gesetzesvorlage gefordert. Die Entscheidung der Wahlberechtigten sei "deutlich" und er erwarte, dass der Berliner Senat "dieser Entscheidung nun folgt und zügig einen Gesetzesentwurf erarbeitet", sagte Mieterbunds-Präsident Lukas Siebenkotten am Montag den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Spätestens in der ersten Hälfte des kommenden Jahres sollte ein Gesetzesentwurf vorgelegt werden."
IG BAU ruft in Tarifkonflikt Schlichter an
Im Tarifkonflikt im Bauhauptgewerbe will die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) eine Schlichtung. Nach dem Scheitern der Verhandlungen vergangene Woche habe die Bundestarifkommission sich einstimmig dafür ausgesprochen, einen Schlichter anzurufen, teilte die Gewerkschaft am Montag mit. Es werde der Präsident des Bundessozialgerichts sein, Rainer Schlegel.
Aldi will in Großbritannien 2000 Jobs schaffen
Der Discounter Aldi will in Großbritannien weiter wachsen und im kommenden Jahr 2000 neue Jobs im Königreich schaffen. Wie das Unternehmen am Montag ankündigte, sind in den kommenden beiden Jahren Investitionen in Höhe von 1,3 Milliarden Pfund (gut 1,5 Milliarden Euro) geplant. Aldi beschäftigt in Großbritannien derzeit 41.000 Menschen und hat ein Netz von 920 Filialen.
Britische Tankstellenvereinigung führt Treibstoffknappheit auf Panikkäufe zurück
Die britische Tankstellenvereinigung PRA hat die Treibstoffknappheit in Großbritannien auf Panikkäufe zurückgeführt. Vor allem in den städtischen Gebieten sei zahlreichen Tankstellen der Treibstoff ausgegangen, sagte der PRA-Vorsitzende Brian Madderson am Montag. Britischen Medienberichten zufolge erwägt die Regierung, Soldaten zur Lieferung von Treibstoff im ganzen Land einzusetzen. Am Montag bildeten sich erneut lange Schlangen vor den Zapfsäulen.
Evergrande stoppt Pläne für Börsengang von E-Autotochter in Shanghai
Der schwer angeschlagene chinesische Immobilienkonzern Evergrande stoppt die Pläne für einen Börsengang seiner gleichnamigen Elektroautotochter in Shanghai. Am Börsenplatz Hongkong fiel der Aktienkurs von Evergrande New Energy Vehicle (NEV) daraufhin am Montag um mehr als zehn Prozent. Evergrande NEV hatte am Sonntag mitgeteilt, die finanziellen Schwierigkeiten des Mutterkonzerns hätten "nachteilige Auswirkungen" auf die geplante Massenproduktion von Elektroautos.