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Chinese gibt Wirtschaftsspionage gegen Monsanto in USA zu
Ein chinesischer Staatsangehöriger hat in den USA Wirtschaftsspionage gegen den mittlerweile zum deutschen Bayer-Konzern gehörenden Agrarriesen Monsanto zugegeben. Der 44-jährige Bildgebungswissenschaftler Xiang Haitao bekannte sich laut US-Justizministerium am Donnerstag der Verschwörung zur Wirtschaftsspionage im Namen Chinas für schuldig. Nach Angaben des Justizministeriums stahl Xiang eine von Monsanto entwickelte Software, die Landwirten helfen sollte, ihre Ernteerträge zu verbessern.
Lauterbach verteidigt sinnvolle 2G-Plus-Regel für Gaststätten
Vor der Bund-Länder-Konferenz über neue Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie am Freitag hat Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) die geplanten Zugangsbeschränkungen für Gaststätten verteidigt. "Die Gastronomie ist ein Problembereich, da sitzt man ohne Maske oft für Stunden", sagte Lauterbach dem Sender RTL am Donnerstagabend. Kritik kam von der Gaststätten-Lobby. Unterdessen kamen Zweifel auf, ob die steigenden Infektionszahlen die Coronatest-Infrastruktur in Deutschland überfordern könnte.
Dehoga kritisiert Pläne für 2G-Plus in der Gastronomie
Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) hat die Pläne von Bund und Ländern kritisiert, in der Gastronomie bundesweit die 2G-Plus-Regel einzuführen. Die Hauptgeschäftsführerin des Verbandes, Ingrid Hartges, sagte der "Bild" (Freitagsausgabe): "Flächendeckend 2G-Plus wäre eine Katastrophe für Kneipen und Restaurants." Hartges warnte, Wirte dürften nicht die Leidtragenden sein, wenn die Regierung "offenbar Anreize für die dritte Impfung" schaffen wolle.
Trumps Internetplattform soll im Februar starten
Der Medienkonzern des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump will seine lange versprochene Internetplattform im Februar starten. Eine "Truth Social"-App werde voraussichtlich am 21. Februar verfügbar sein, heißt es im App-Store von Apple. Sie soll ähnliche Funktionen haben wie die Programme von Facebook. Trump hatte die Gründung eines eigenen Online-Netzwerks angekündigt, nachdem er nach der Erstürmung des US-Kapitols vergangenes Jahr von Twitter, Facebook und Youtube ausgeschlossen worden war.
Inflation im Dezember so hoch wie zuletzt Juni 1992
Die Verbraucherpreise sind zum Jahresende so stark gestiegen wie seit Juni 1992 nicht mehr: Die Inflationsrate kletterte im Dezember 2021 auf voraussichtlich 5,3 Prozent im Jahresvergleich, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Erneut stiegen vor allem die Energiepreise, auch Nahrungsmittel wurden deutlich teurer. Für den Ökonomen Sebastian Dullien vom IMK der Hans-Böckler-Stiftung dürfte der Höhepunkt der Inflationsentwicklung nun aber überschritten sein. Die Inflation war seit Mitte vergangenen Jahres stetig gestiegen. Im November übersprang sie die Fünf-Prozent-Marke und erreichte 5,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, im Dezember stieg sie nun noch einmal leicht an. Für das gesamte Jahr 2021 ergibt sich den Statistikern in Wiesbaden zufolge eine durchschnittliche Teuerungsrate von 3,1 Prozent zum Vorjahr - das ist der höchste Wert seit 1993. Besonders stark stiegen im Dezember wie auch in den Vormonaten die Energiepreise: Ihr Anstieg betrug 18,3 Prozent, wie das Statistikamt aufgrund vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilte. Nahrungsmittel wurden demnach im Jahresvergleich um 6,0 Prozent teurer, Dienstleistungen um 3,1 Prozent. Zu diesen zählen auch Mieten, diese stiegen um 1,4 Prozent an. Im Vergleich zum November legten die Verbraucherpreise den Angaben zufolge um 0,5 Prozent zu. Bei den Gründen für die Entwicklung verwies das Bundesamt unter anderem auf Basiseffekte durch niedrige Preise 2020, unter anderem wegen der Mehrwertsteuersenkung. Daneben gebe es zunehmend "krisenbedingte Effekte" wie die anhaltenden Lieferprobleme in der Wirtschaft und damit verbundene Steigerungen bei den Erzeugerpreisen. Detaillierte Ergebnisse veröffentlicht das Statistische Bundesamt am 19. Januar. Dullien, wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Böckler-Stiftung, rechnet bereits im Januar mit einem deutlichen Rückgang der Inflationsrate "auf spürbar weniger als fünf Prozent". Im Laufe des Jahres werde die Teuerung dann weiter nachgeben und im Durchschnitt schließlich unter drei Prozent betragen. Der Ökonom verwies zur Erklärung ebenfalls auf auslaufende Sonderfaktoren - geht aber von einem weiter bestehenden Preisdruck durch gestörte Lieferketten aus. Auch dort dürfte sich die Lage jedoch "ganz allmählich entspannen". Die Linke forderte einen raschen Inflationsausgleich für "Arbeitslose und Armutsrentner". So sei unter anderem der Energiemarkt "völlig aus dem Ruder gelaufen". Energiepreise müssten wieder reguliert und Stromsperren verboten werden, forderte die Haushaltsexpertin Gesine Lötzsch. (A. Walsh--BTZ)
"Ampel" will eine rasche Entlastung bei Energiekosten
Finanzminister Christian Lindner (FDP) hat angesichts der hohen Gas- und Energiepreise finanzielle Hilfen für ärmere Haushalte in Aussicht gestellt. Die Bundesregierung prüfe entsprechende Maßnahmen, sagte Lindner am Donnerstag beim Dreikönigstreffen der FDP in Stuttgart. Aus den Reihen der Ampel-Parteien gibt es weitere Vorschläge, wie steigende Energiekosten künftig sozial abgefedert werden und Gelder an die Bürgerinnen und Bürger zurückfließen könnten. Lindner sagte: "Die hohen Gas- und Energiepreise belasten natürlich auch viele Familien." Langfristig sollten Haushalte über andere Maßnahmen entlastet werden, beispielsweise bei der EEG-Umlage und mit dem Klimageld. "Aber wir müssen auch kurzfristig handeln", sagte Lindner. Die Bundesregierung prüfe deshalb Maßnahmen, mit denen Menschen geholfen werden könne, die einen überproportionalen Anteil ihres verfügbaren Einkommens beispielsweise für die gestiegenen Heizkosten aufwenden müssten. "Ich sage zu, mit den Möglichkeiten, die ich habe, dass wir eine solche solidarische Unterstützung der Menschen, die besonders betroffen sind von den gestiegenen Kosten beim Heizen, dass wir die auch finanzieren werden", sagte Lindner. BERLINER TAGESZEITUNG erfuhr am Donnerstag, die Bundesregierung wolle noch in diesem Monat grünes Licht für einen Extra-Zuschuss für Heizkosten geben. Der einmalige Zuschuss für Wohngeld-Bezieher solle am 26. Januar 2022 beschlossen werden, berichtete die Zeitung. Spätestens im Sommer solle der Zuschuss ausgezahlt werden. Die exakte Höhe sei noch unklar. Im Koalitionsvertrag von SPD- Grünen und FDP heißt es: "Wir werden das Wohngeld stärken, eine Klimakomponente einführen und kurzfristig einen einmalig erhöhten Heizkostenzuschuss zahlen." Außerdem wollen die Ampel-Parteien laut Koalitionsvertrag den kompletten Wegfall der EEG-Umlage. Sie sank zwar zum Jahreswechsel von 6,5 Cent auf gut 3,7 Cent pro verbrauchter Kilowattstunde, macht aber noch immer mehr als ein Zehntel des Strompreises aus. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Timon Gremmels sagte nach Information von BERLINER TAGESZEITUNG, in einem Interview, die erste Absenkung der EEG-Umlage um knapp drei Cent werde "wohl von den steigenden Energiepreisen aufgefressen". Deshalb müsse die Regierung zügig, "das heißt noch dieses Jahr", dafür sorgen, dass wenigstens einkommensschwache Gruppen bei den Energiekosten entlastet werden. Der FDP-Finanzexperte Frank Schäffler sprach sich inach Informationen von BERLINER TAGESZEITUNG für eine "Klimadividende" von 300 Euro je Haushalt aus. Diese sei "jetzt möglich", sagte er der Zeitung. Das Geld solle schnell an die Haushalte fließen. Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Dieter Janecek plädierte dafür, eine Rückzahlung nach Schweizer Vorbild vorzunehmen. "In der Schweiz gibt es bereits ein pro Kopf ausgezahltes Klimageld, um den Wandel sozial abzufedern. Auch über solche Instrumente werden wir sprechen." Auch der Präsident des Eigentümerverbands Haus&Grund, Kai Warnecke, forderte: "Jeder sollte in diesem Jahr ein gleich hohes Klimageld in Höhe von 100 Euro bekommen." Das Geld solle aus Einnahmen der CO2-Bepreisung kommen, sagte er dem Blatt. Das Umweltbundesamt hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass der Bund aus dem Zertifikatehandel mit Verschmutzungsrechten im vergangenen Jahr eine Rekordsumme eingenommen hat. Die Einnahmen aus dem europäischen und dem nationalen Emissionshandel beliefen sich 2021 auf insgesamt rund 12,5 Milliarden Euro. Die Gelder fließen vollständig in den Energie- und Klimafonds (EKF) - ein Sondervermögen des Bundes, das über den Bundeshaushalt hinaus Investitionen ermöglichen soll, etwa zur energetischen Gebäudesanierung oder für die Elektromobilität. Linken-Bundesgeschäftsführer Jörg Schindler forderte 200 Euro Soforthilfe für "alle 13 Millionen Menschen", die in Deutschland weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens beziehen, "also offiziell als arm gelten". Zudem sei "ein Wintermoratorium für Stromsperren, die deutlich Anhebung von Hartz IV sowie die Erstattung der tatsächlichen Energiekosten für Menschen, die die Grundsicherung beziehen" nötig. (D. Wassiljew--BTZ)
Studie: Deutsche gaben 2020 pro Kopf rund 800 Euro für Online-Shopping aus
Verbraucher in Deutschland haben einer Erhebung zufolge im Jahr 2020 im Schnitt 813 Euro pro Kopf beim Online-Shopping ausgegeben. In den Landkreisen Starnberg, München, dem Hochtaunuskreis sowie der Stadt München waren die durchschnittlichen Ausgaben mit rund 1000 Euro pro Kopf deutschlandweit am höchsten, wie das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) am Donnerstag erklärte. Insgesamt wurden 2020 in Deutschland im Onlinehandel demnach 72,8 Milliarden Euro Umsatz gemacht.
Massive Umsatzeinbrüche für Gastgewerbe und Einzelhandel
Handelsunternehmen und das Gastgewerbe beklagen aufgrund der geltenden Corona-Regeln teils "katastrophale" Umsatzverluste im wichtigen Weihnachts- und Silvestergeschäft. Der Umsatz im Gastgewerbe sei im Dezember um die Hälfte gegenüber Dezember 2019 eingebrochen, erklärte der Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga), Guido Zöllick, am Donnerstag. Auch der Handelsverband Deutschland (HDE) beklagte hohe Umsatzeinbußen. Der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen forderte indes eine flächendeckende Schließung der Gastronomie.
Hotel- und Gaststättenverband beklagt katastrophale Umsatzverluste im Dezember
Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) beklagt die "katastrophalen" Umsatzverluste der Branche im besonders wichtigen Weihnachts- und Silvestergeschäft. Der Umsatz im Gastgewerbe sei im Dezember um die Hälfte gegenüber Dezember 2019 eingebrochen, erklärte Dehoga-Präsident Guido Zöllick am Donnerstag. Laut aktueller Umfrage sehen 55,7 Prozent der Unternehmer ihren Betrieb aktuell in seiner Existenz gefährdet.
Verbraucherschützer nominieren Kandidaten für "Mogelpackung des Jahres"
Verbraucherinnen und Verbraucher können wieder über die "Mogelpackung des Jahres" abstimmen. Die Verbraucherzentrale Hamburg nominierte fünf Kandidaten, die durch "besonders raffinierte Füllmengenänderungen" im vergangenen Jahr deutlich teurer wurden. Auf der Liste finden sich Kitkat von Nestlé, Kekse von Bahlsen und von Griesson-de Beukelaer sowie Soßen von Knorr und von Homann. Die Abstimmung im Netz läuft bis zum 24. Januar.
Geschäft mit Büchern lief 2021 besser als vor der Corona-Pandemie
Das Geschäft mit Büchern ist auch im zweiten Corona-Jahr gut gelaufen: Der Umsatz lag 3,2 Prozent über dem des Vorjahres und sogar 0,8 Prozent über dem des Vorkrisenjahres 2019, wie der Börsenverein des Deutschen Buchhandels am Donnerstag mitteilte. Verlierer war allerdings der stationäre Buchhandel - hier ging der Umsatz im Vergleich zu 2019 um 11,5 Prozent zurück.
Auftragseingang in der Industrie im November deutlich gestiegen
Nach einem starken Rückgang im Oktober ist der Auftragseingang im verarbeitenden Gewerbe im November wieder deutlich gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte, war der Auftragseingang saison- und kalenderbereinigt 3,7 Prozent höher als im Oktober und 1,3 Prozent höher als im November 2020.
Studie: Insbesondere Ostdeutsche erhalten trotz Vollzeitjobs oft niedriges Gehalt
Wenig Geld trotz Vollzeitstelle: Knapp jeder oder jede fünfte Beschäftigte in Deutschland ist laut einer aktuellen Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung davon betroffen. Zwar ging der Anteil der betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zwischen 2011 und 2020 von 21,1 Prozent auf 18,7 Prozent zurück, wie das WSI am Donnerstag mitteilte. Insbesondere in Ostdeutschland blieb der Anteil der Geringverdienenden jedoch auf hohem Niveau.
Städtetag unterstützt Forderung nach rundem Tisch zur Windkraft
Der Deutsche Städtetag unterstützt die Forderung nach einem runden Tisch zur Umsetzung der Ausbauziele für die Windkraft an Land. "Nur wenn wir die erneuerbaren Energien rasch ausbauen, sind die Klimaziele auch für die Kommunen zu erreichen", erklärte der Hauptgeschäftsführer des Städtetags, Helmut Dedy, am Mittwoch. Dazu gehöre neben dem Ausbau der Windenergie auch der Bau von mehr Photovoltaikanlagen.
Regierung benennt neue Beauftragte für Mittelstand und Transparenz-Initiative EITI
Die Bundesregierung hat am Mittwoch neue Beauftragte und Koordinatorinnen im Geschäftsbereich von Wirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck (Grüne) benannt. Wie sein Ministerium mitteilte, kümmert sich der Parlamentarische Staatssekretär Michael Kellner künftig um den Bereich Mittelstand. Er repräsentiert damit die Mittelstandspolitik der Regierung, ist Ansprechpartner für die Unternehmen und vertritt deren Anliegen in der Politik.
Nur drei Viertel aller Fernverkehrszüge der Bahn waren 2021 pünktlich
Ein Viertel aller Fernzüge der Deutschen Bahn ist im vergangenen Jahr verspätet am Ziel angekommen. Wie die Bahn mitteilte, lag der Pünktlichkeitswert für 2021 im Fernverkehr bei 75,2 Prozent, im ersten Corona-Jahr 2020 waren es allerdings noch 81,8 Prozent. Im Regionalverkehr lag der Wert im Schnitt bei über 94 Prozent. Als pünktlich gilt ein Zug dann, wenn er mit maximal fünf Minuten Verspätung ankommt.
Coronabedingt deutlicher Rückgang bei Arbeitsunfällen im Jahr 2020
Die Anzahl der Arbeits- und Wegeunfälle ist im Corona-Jahr 2020 deutlich zurückgegangen. Dies geht aus dem Bericht über den Stand von Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit und über das Unfall- und Berufskrankheitsgeschehen für das Jahr 2020 hervor, den das Bundeskabinett am Mittwoch beschloss. Die durch Kurzarbeit reduzierte Zeit am Arbeitsplatz und auf dem Arbeitsweg spiegelte sich demnach auch deutlich in den Unfallzahlen wider.
Versicherer: Containerschiffe verlieren auf hoher See Waren im Millionenwert
Containerschiffe verlieren auf hoher See immer wieder Ladung - und in den vergangenen beiden Jahren haben sich solche Fälle nach Angaben der Versicherungswirtschaft sogar "auffallend gehäuft". Allein im Winterhalbjahr von 2020 auf 2021 belief sich der Wert der verlorenen Ware auf "mehrere 100 Millionen Euro", wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Mittwoch mitteilte.
Bericht: Deutlich mehr Verfahren im Cum-Ex-Steuerskandal
Im Rahmen des Cum-Ex-Steuerskandals ermittelt die Staatsanwaltschaft in Köln einem Bericht zufolge in deutlich mehr Verfahren als bisher bekannt. Auch die Anzahl der Beschuldigten habe sich entsprechend erhöht, berichtete das "Handelsblatt" am Mittwoch. Demnach ermittelt die Behörde derzeit gegen insgesamt 1350 Beschuldigte in 105 Verfahren. Dies sind laut "Handelsblatt" rund ein Viertel mehr Ermittlungsverfahren als bislang bekannt.
Medien: Qantas-Piloten machen nach langer Pandemie-Pause mitunter fatale Fehler
Vergessene Bremsen und Verwirrung über Flughöhe und Geschwindigkeit: Zwei Jahre Corona-Pandemie und ein damit verbundener drastisch reduzierter Flugverkehr haben Spuren hinterlassen - auch bei der Erfahrung von Piloten und Pilotinnen. Australische Medien berichteten am Mittwoch über einen internen Bericht der Airline Qantas, der demnach offenlegt, dass Piloten nach langen Flugpausen mitunter fatale Fehler unterlaufen.
Bund erzielt 2021 mit Emissionshandel Rekordeinnahmen von über zwölf Milliarden Euro
Der Bund hat im Jahr 2021 mit dem Emissionshandel so viel Geld eingenommen wie niemals zuvor. Laut dem Umweltbundesamt (UBA) beliefen sich die Einnahmen aus dem europäischen und dem nationalen Emissionshandel auf insgesamt rund 12,5 Milliarden Euro, wie die Behörde am Mittwoch mitteilte. Die Gelder fließen laut UBA vollständig in den Energie- und Klimafonds (EKF).
Umfrage: Mehr als 60 Prozent würden für Tierwohl mehr Geld für Fleisch bezahlen
Eine deutliche Mehrheit der Bundesbürgerinnen und Bundesbürger ist laut einer Umfrage dazu bereit, höhere Preise für Fleisch zu bezahlen, wenn sich dadurch die Haltungsbedingungen der Tiere verbessern. 61 Prozent der Befragten unterstützen einen gesetzlichen Tierwohlaufschlag, wie die Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der "Augsburger Allgemeinen" (Mittwochsausgabe) ergab. Dagegen lehnen 32 Prozent einen verpflichtenden Preisaufschlag ab.
Polen hebt im Kampf gegen Inflation den Leitzins auf 2,25 Prozent an
Inmitten der anhaltend hohen Inflation in Polen hat die Zentralbank des Landes erneut den Leitzins angehoben. Die Notenbank setzte den Zinssatz am Dienstag auf 2,25 Prozent fest, zuvor lag er bei 1,75 Prozent. Damit erhöhte die polnische Zentralbank das vierte Mal in Folge binnen vier Monaten den Leitzins.
Deutsche Post verkauft Produktionsrechte für Elektrotransporter Streetscooter
Die Deutsche Post DHL Group verkauft die Produktionsrechte für den Elektrotransporter Streetscooter an das internationale Firmenkonsortium Odin Automotive mit Sitz in Luxemburg. Odin werde die beiden Modelle mit acht und 13 Kubikmetern Laderaum künftig bauen, teilte der Konzern am Dienstag mit. Er steigt als Minderheitsaktionär bei Odin ein.
Bundesverband Windenergie fordert runden Tisch zum Ausbau der Windenergie an Land
Der Bundesverband Windenergie (BWE) fordert einen sogenannten runden Tisch von Bund, Ländern und Kommunen zur Umsetzung der Ausbauziele für Windenergie an Land. "Die Energiewende findet vor Ort statt und muss vor Ort organisiert werden", erklärte BWE-Präsident Hermann Albers am Dienstag. Es sei daher unverzichtbar, die Kommunen mit einzubinden. "Ein Neustart der Kommunikation ist wichtig." Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) begrüßte den Vorschlag.
Elsässischer Einkaufswagenhersteller Caddie hat Insolvenz angemeldet
Der elsässische Einkaufswagenhersteller Caddie hat Insolvenz angemeldet. Unternehmenschef Stéphane Dedieu zeigte sich zuversichtlich, in den kommenden Wochen einen Käufer für das angeschlagene Übernehmen mit 140 Angestellten zu finden. "Im Moment haben wir noch keine Kandidaten, aber das Verfahren beginnt ja gerade erst", sagte er am Dienstag nach dem Gerichtstermin in Saverne.
IG BAU rechnet mit höherer Kaufkraft durch geplante Anhebung des Mindestlohns
Die von der Ampel-Koalition geplante Anhebung des Mindestlohns auf zwölf Euro pro Stunde könnte laut Berechnungen des Pestel-Instituts für die Gewerkschaft IG BAU die Kaufkraft in Deutschland deutlich stärken. "Insgesamt wird der gesetzliche Mindestlohn zu einem Kaufkraftzuwachs von rund 9,8 Milliarden Euro im Jahr führen", erklärte IG BAU-Chef Robert Feiger am Dienstag. Durch erhöhte Konsumausgaben könne so für eine "spürbare wirtschaftliche Belebung" gesorgt werden.
Bayer drohen wegen Monsanto-Übernahme Klagen in Milliardenhöhe in Deutschland
Dem Chemieriesen Bayer droht in Deutschland wegen der umstrittenen Übernahme des US-Unternehmens Monsanto ein Kapitalanleger-Musterverfahren. Die Anwaltskanzlei Tilp teilte am Dienstag mit, bis zur Verjährungsfrist am 30. Dezember hätten rund 320 Investoren Klagen auf Schadenersatz eingereicht. Sie werfen Bayer demnach Täuschung über die wirtschaftlichen Risiken der Monsanto-Übernahme vor; die Forderungen summieren sich auf rund 2,2 Milliarden Euro.
Ifo-Institut: Künftig mehr Wirtschaftsförderung in Westdeutschland
Gut 30 Jahre nach der Wiedervereinigung kann die Wirtschaftsförderung in einzelnen ostdeutschen Regionen laut dem Ifo-Institut zugunsten strukturschwacher Regionen in Westdeutschland zurückgefahren werden. "Vor allem das Umland von Berlin sowie die Gebiete rund um Dresden, Leipzig und Jena haben sich so gut entwickelt, dass die Förderung hier verringert werden kann", erklärte Ifo-Experte Joachim Ragnitz am Dienstag.
Heil verspricht Gesetzentwurf zum Mindestlohn in kommenden "Tagen, Wochen"
Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat einen zeitnahen Gesetzentwurf zur Erhöhung des Mindestlohns auf zwölf Euro pro Stunde versprochen. Für die Erhöhung des Lohns "sind wir gewählt worden und deshalb werden wir das dieses Jahr auch durchsetzen und umsetzen", sagte Heil am Dienstag in Berlin. Er werde "in einigen Tagen, Wochen dazu den Gesetzentwurf mit einem konkreten Zeitplan vorlegen".
Trotz Corona: Airline-Aktien an der Börse von London heben ab
Ungeachtet steigender Infektionszahlen in zahlreichen Ländern der Welt setzen viele Anleger bereits auf die Überwindung der Pandemie. An der Börse in London legten am Dienstag die Aktien von Airlines und Reisekonzernen kräftig zu. Analyst Richard Hunter von Interactive Investors erklärte: "Die Überzeugung setzt sich mehr und mehr durch, dass die Omikron-Variante, obwohl sie ansteckender ist, auch weniger tödlich ist, vor allem für Menschen mit einer dritten Impfung."
Hongkong: Aktien-Handel von Evergrande wieder aufgenommen
Ohne Erklärung ist der Handel mit Aktien des hochverschuldeten chinesischen Immobilienriesen Evergrande am Dienstag wieder aufgenommen worden. An der Börse in Hongkong legte der Kurs von Evergrande zunächst stark um mehr als zehn Prozent zu, bei Handelsschluss lag die Aktie 1,26 Prozent im Plus. Evergrande hatte den Handel ohne Angabe von Gründen am Montag ausgesetzt.