Martín reist aus Sepang ab - Márquez nutzt Chance im Sprint
Noch vor dem Qualifying warf Jorge Martín das Handtuch, nach seinem Handgelenkbruch machte eine Teilnahme des früheren Champions an den MotoGP-Rennen in Malaysia doch keinen Sinn. "Für die Effizienz auf der Strecke war das Risiko zu hoch. Es war die beste Option, aufzuhören", sagte der Spanier vor seiner vorzeitigen Abreise.
Ein schwerer Schlag für Martín im Kampf um den Weltmeistertitel, denn Spitzenreiter Marc Márquez wurde am Samstag im Sprint von Sepang Zweiter und baute den Vorsprung auf seinen Landsmann im Klassement auf 19 Punkte aus. Beim Grand Prix am Sonntag (08.00 Uhr MEZ/Sky) hat der Ducati-Pilot die Chance, sich noch weiter abzusetzen.
"Gestern war es schon wirklich hart", sagte Martín (Aprilia), der sich die schwere Verletzung eine Woche zuvor beim Sprint in Australien zugezogen hatte. Er habe mit dem Rückzug nach dem Training "einen schweren Sturz" vermeiden wollen. "Ich werde mich ausruhen und es in Katar wieder versuchen. Ich will bis zum Ende kämpfen", so Martín. Schon am kommenden Wochenende wird dort gefahren, es ist die drittletzte WM-Station.
Martín hatte am Donnerstag grünes Licht von den Rennärzten erhalten und danach trotz seiner Probleme an allen drei Trainings teilgenommen. Ins Qualifying ging der 28-Jährige am Samstag dann nicht mehr.
Im Kurzrennen verteidigte Márquez' jüngerer Bruder Alex (Ducati), Schnellster im Qualifying, zunächst Platz eins, schied aber nach einem Sturz in der dritten Runde aus. Pedro Acosta (Spanien/KTM) siegte vor Marc Márquez und Marco Bezzecchi (Italien/Aprilia).
Titelverteidiger Márquez hat jetzt 374 Punkte auf dem Konto, dahinter folgen Martín (355) und Bezzecchi (322). Von Katar geht es für den MotoGP-Zirkus nach Portugal (20. bis 22. November), das Saisonfinale findet in Valencia statt (27. bis 29. November).
C. Fournier--BTZ