Deutsche Springreiter nach 16 Jahren wieder Weltmeister
Die deutschen Springreiter haben sich in Aachen erstmals seit 16 Jahren wieder zum Weltmeister gekrönt. Nach insgesamt drei Wertungsrunden blieb die Mannschaft von Bundestrainer Otto Becker auch im großen Finale unter Flutlicht vor 40.000 Menschen die beste Mannschaft auf dem Parcours.
Routinier Marcus Ehning, der 2006 mit dem Team an selber Stelle noch Bronze gefeiert hatte und 2010 beim letzten WM-Gold dabei war, legte stark vor. Als sich Sophie Hinners nur einen Zeitfehlerpunkt leistete, war bereits klar, dass Daniel Deußer den Titel vorzeitig perfekt machen könnte. Er bleib ebenfalls perfekt und qualifizierte sich wie seine Vorreiter dazu für den Showdown um den Einzeltitel.
In der Soers ging eine lange Zeit des Wartens zuende, den WM-Titel im Team gab es zuletzt 2010 bei den Weltreiterspielen im US-amerikanischen Lexington zu feiern. Im darauffolgenden Jahr folgte noch EM-Gold in Spanien - seither hatten die deutschen Reiter bei den größten Championaten stets die oberste Position auf dem Podium verpasst.
In die Pole Position hatte sich die Mannschaft vor der beeindruckenden Heimkulisse diesmal schon beim Zeitspringen am Mittwoch gebracht und diese Führung am Folgetag verteidigt. In der dritten Teilprüfung mussten im Aachener Hauptstadion, das die größte Reitsport-Bühne der Welt bietet, nur noch drei von vier Reitern fehlerfrei über die Ziellinie kommen - und Beckers Schützlinge behielten die Nerven, während die Konkurrenz reihenweise an Boden verlor. Ein Streichergebnis gibt es pro Tag.
Am Sonntag wird beim Finale der Heim-Wettkämpfe ein letzter Medaillensatz vergeben, die besten 25 Reiterpaare der ersten drei Tage dürfen für das Einzel-Finale (ab 14.20 Uhr) zurückkehren. Bis zum Titel stehen zwei weitere Umläufe auf dem Programm.
P. Rasmussen--BTZ