Wolfsburg will kein "FC Bayern der 2. Liga" sein
Aufsichtsratschef Sebastian Rudolph vom Fußball-Zweitligisten VfL Wolfsburg sieht seinen Klub nicht als "FC Bayern der 2. Liga". Zwar nehme der VfL die Favoritenrolle an, den Bayern-Vergleich wolle er jedoch nicht mittragen. "Der FC Bayern steht für Erfolg, harte Arbeit und höchste Ansprüche. Von den Vergleichen halte ich aber nichts, weil sie für jeden bequem sind, die uns in die Favoritenrolle schieben", sagte Rudolph der Sport Bild.
Der Anspruch müsse sein, oben mitzuspielen: "Aber wir tun anderen nicht den Gefallen, dass wir sagen, wir seien der FC Bayern der 2. Liga. Wir müssen erst beweisen, dass wir in dieser harten 2. Liga bestehen können." Die Niedersachsen starten am Samstag gegen den 1. FC Kaiserslautern (20.30 Uhr/RTL und Sky) in die Saison.
Der VfL nimmt das Projekt Wiederaufstieg mit einer wirtschaftlichen Überlegenheit gegenüber den Ligarivalen in Angriff. Rund 23 Millionen Euro sind bisher in neue Spieler geflossen, die Ausgaben übersteigen die aller restlichen 17 Zweitligisten zusammen. Insgesamt hat Wolfsburg aber ein deutliches Transferplus erzielt.
"Der Etat ist im Vergleich zur Bundesliga stark gesunken. Aber es stimmt: Wir nehmen viel Geld in die Hand. Aber wir haben auch etliche Transfererlöse", sagte Rudolph: "Wir wollten Erfahrung, Führung und Zweitliga-Stärke im Kader. Dafür sind uns sehr gute Transfers gelungen. Es macht mich froh, dass wir sie überzeugen konnten. Es ist nicht das Geld, das diese Spieler lockt, sondern das Projekt."
N. Nilsson--BTZ