Nein zu Olympia: Hamburg stimmt erneut gegen Bewerbung
Wieder "NOlympia" im hohen Norden: Hamburg hat sich erneut aus dem Rennen um eine deutsche Olympia-Bewerbung verabschiedet. Beim Referendum an der Elbe stand schon vor Auszählung aller abgegeben gültigen Stimmen eine Mehrheit von Nein-Stimmen fest. Im Vorfeld war von einem engen Rennen ausgegangen worden.
Laut Landeswahlleiter Oliver Rudolf waren 652.193 Stimmen abgegeben worden. Die Wahlbeteiligung lag bei 49,5 Prozent. 1.315.800 Menschen ab 16 Jahren waren stimmberechtigt.
Nach dem Aus für Hamburg wird sich der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) mit München, Berlin oder der Rhein-Ruhr-Region mit Köln als Zentrum beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) für Olympische und Paralympische Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 bewerben. Die Entscheidung fällt am 26. September im Rahmen einer außerordentlichen Mitgliederversammlung in Baden-Baden.
Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hatte vor dem Referendum bei den Hamburgern intensiv für ein "Ja" geworben und auf das nachhaltige Konzept mit kurzen Wegen verwiesen, dennoch entschieden sich die Hamburger erneut gegen die Olympia-Pläne ihrer Stadt. Bereits im November 2015 war eine Bewerbung der Hansestadt am "Nein" im Referendum gescheitert.
K. Berger--BTZ