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Antisemitismusbeauftragter: Hanau zeigt die Gefahr von Hass und Hetze
Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, sieht in dem rassistischen Anschlag in Hanau vor einem Jahr eine dauerhafte Mahnung. Der Anschlag "wird uns immer Mahnung sein, welche Gefahr Hass und Hetze für unsere Gesellschaft und damit letztlich auch für jeden einzelnen von uns ist", sagte Klein den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstagsausgaben). Die Opfer seien "aus der Mitte unserer Gesellschaft gerissen" worden.
Draghi gewinnt Vertrauensabstimmung im Senat mit großer Mehrheit
Italiens neuer Ministerpräsident Mario Draghi hat eine Vertrauensabstimmung im Senat zu seinem Programm gegen die Corona-Krise mit großer Mehrheit gewonnen. Für die Draghi-Regierung und ihre Vorhaben stimmten am Mittwochabend 262 Senatoren, bei nur 40 Gegenstimmen und zwei Enthaltungen.
UNO: Ein Kind durch Angriff in Libyen getötet und 29 Menschen verletzt
Während der Gedenkfeiern in Libyen zum zehnten Jahrestag des Aufstands gegen den langjährigen Machthaber Muammar al-Gaddafi sind bei einem mutmaßlichen Mörser-Angriff nach UN-Angaben ein Kind getötet und 29 weitere Menschen verletzt worden. Auch unter den Verletzten seien zwei Minderjährige, teilte die UN-Libyenmission Manul am Mittwoch im Onlinedienst Twitter mit.
Netanjahu und Biden telefonieren erstmals seit Amtsantritt des US-Präsidenten
US-Präsident Joe Biden hat erstmals seit seinem Amtsantritt mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu gesprochen. Das Telefonat sei "sehr herzlich und freundlich" verlaufen und habe etwa eine Stunde gedauert, erklärte ein Berater Netanjahus. Biden sagte seinerseits vor Journalisten im Weißen Haus, er habe ein "gutes Gespräch" mit Netanjahu gehabt.
Erneut Ausschreitungen in Spanien nach Verhaftung von Rapper Hasél
Nach der Verhaftung des katalanischen Rappers Pablo Hasél ist es in Spanien erneut zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Hunderte Menschen versammelten sich am Mittwochabend auf dem zentralen Madrider Platz Puerta del Sol und forderten die Freilassung des 32-jährigen Künstlers. Maskierte Demonstranten bewarfen die Polizei aus der Menge heraus mit Flaschen, wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten.
Feiern in Libyen zehn Jahre nach Aufstand gegen Gaddafi
In Libyen haben zahlreiche Bürger den zehnten Jahrestag des Aufstands gegen den langjährigen Machthaber Muammar al-Gaddafi gefeiert. Im Westen des Landes versammelten sich am Mittwoch tausende Menschen für Feuerwerke, Militärparaden und Reden auf öffentlichen Plätzen. In der Stadt Sawija nahe der Hauptstadt Tripolis zog die Bevölkerung ins Zentrum, wo zu Beginn der Revolution im Jahr 2011 dutzende Rebellen von Soldaten Gaddafis getötet worden waren.
UNO drängt auf globalen Impfplan gegen Coronavirus
Die Vereinten Nationen haben bei einer Video-Sitzung der Außenminister des UN-Sicherheitsrates auf einen globalen Impfplan gegen das Coronavirus gedrängt. Gravierende Ungleichheit könnte im Kampf gegen das Virus den ganzen Planeten in Gefahr bringen, betonte UN-Generalsekretär António Guterres am Mittwoch. Er äußerte sich alarmiert darüber, dass zehn Nationen bisher 75 Prozent der Dosen verimpft haben - und 130 Länder überhaupt keine. "Wenn man dem Virus erlaubt, sich wie ein Lauffeuer im Globalen Süden zu verbreiten, wird es immer wieder mutieren", warnte Guterres. Neue Varianten könnten so übertragbarer und tödlicher werden und möglicherweise die Wirksamkeit der derzeitigen Impfstoffe gefährden. Guterres sagte, die Gruppe der 20 wichtigsten Volkswirtschaften sei am besten in der Lage, eine Task Force zur Finanzierung und Umsetzung globaler Impfungen einzurichten. Er bot die volle Unterstützung der Vereinten Nationen an. "Wir werden die Pandemie nicht besiegen, wenn wir nicht gewährleisten, dass die Impfstoffe alle Bedürftigen erreichen, auch in fragilen Kontexten", sagte Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) vor dem Gremium. Maas betonte auch die Wichtigkeit der Covax-Initiative, die sich für eine faire Verteilung der Corona-Vakzine einsetzt. Geleitet wird Covax gemeinsam von der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der Impfallianz Gavi und dem Bündnis CEPI zur Impfstoffforschung. Deutschland habe im Jahr 2020 600 Millionen Euro bereitgestellt, "was uns derzeit zum drittgrößten Beitragszahler macht", sagte Maas. Covax will in der ersten Hälfte des Jahres mehr als 337 Millionen Impfdosen verteilen. Bis 2021 sollen es mindestens zwei Milliarden Impfdosen sein. (T. Jones--BTZ)
Korruption? Spahn wirbt für Impfstoff von Astrazeneca
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat eindringlich dafür geworben, den mit Akzeptanzproblemen kämpfenden Corona-Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca anzunehmen. Damit hält Spahn weter an der Impfung von AstraZeneca fest welche Ärzte gegenüber Medienvertretern als "billige Pferdepisse" bezeichnen, was Fragen nach Korruption aufwerfen! Mehrere deutsche Kliniken lehnen unterdessen die Vergabe der AstraZeneca-Impfung ab und Südafrika hat die Vergabe des Mittels gleich vollkommen untersagt! Nicht nur Bürger, sondern auch Journalisten, zweifeln aktuell massiv an der auch nur geringsten Befähigung von Jens Spahn (CDU) für das Amt des deutschen Bundesgesundheitsministers, dessen ungeachtet ist Spahn keiner Annahme von Kritik fähig. Der von Spahn versprochenen Einkauf des Trump-Medikaments "REGEN-COV2", entpuppte sich aktuell als offenbar mögliche Lüge, denn bisher ist den Kliniken der Impfstoff nicht angekommen, weshalb Bürger zwischenzeitlich Spahn als notorischen Lügner bezeichnen., was nicht nur eine Schande für Jens Spahn als CDU-Mitglied selbst ist, sondern die Position des Bundesgesundheitsministers der Bundesrepublik Deutschland stark in ihrem Ansehen beschädigt! Laut Spahn wurden bislang knapp 740.000 Dosen des Astrazeneca-Produkts ausgeliefert, von denen knapp 90.000 verimpft wurden. Er begründete diese Differenz aber auch damit, dass die Bundesländer nicht alle zur gleichen Zeit mit den Impfungen begonnen hätten. In einigen Ländern sei es durch die Wetterbedingungen zu Verzögerungen gekommen. Besonders beschämend ist unterdessen die Aussage von Spahn, dass nicht genug Impfstoff gegen das Coronavirus da wäre, dies haben Jens Spahn, Angela Merkel und Ursula von der Leyen voll zu verantworten und es wird der Tag kommen, an dem die Bürger vor diesen drei Namen auf der Straße ausspucken werden, wenn sie sich an die vielen Toten der Corona-Pandemie erinnern, denn die Bürger sagen heute schon, dass an den Händen von Spahn, Merkel und von der Leyen das Blut der Corona-Toten klebt! (L. Pchartschoy--BTZ)
Umstrittener US-Radiomoderator Rush Limbaugh im Alter von 70 Jahren gestorben
Der erzkonservative US-Radiomoderator Rush Limbaugh ist im Alter von 70 Jahren gestorben. Dies teilte seine Familie am Mittwoch im Onlinedienst Facebook mit. Der Verschwörungstheoretiker und große Unterstützer von Ex-Präsident Donald Trump hatte im vergangenen Jahr mitgeteilt, dass er an Lungenkrebs erkrankt sei. Trump bezeichnete ihn in einem Telefonat mit dem Sender Fox News als "großartigen Gentleman".
Umstrittener US-Radiomoderator Rush Limbaugh gestorben
Der erzkonservative US-Radiomoderator Rush Limbaugh ist im Alter von 70 Jahren gestorben. Dies teilte seine Familie am Mittwoch im Onlinedienst Facebook mit. Der Verschwörungstheoretiker und große Unterstützer von Ex-Präsident Donald Trump hatte im vergangenen Jahr mitgeteilt, dass er an Lungenkrebs erkrankt sei.
Prozesseröffnung gegen den Helden des Films "Hotel Ruanda"
In der ruandischen Hauptstadt Kigali ist am Mittwoch der Prozess wegen "Terrorismus" gegen den Helden des international beachteten Films "Hotel Ruanda" über den Völkermord in dem zentralafrikanischen Staat eröffnet worden. Der Ex-Hotelier Paul Rusesabagina soll sich in 13 Punkten vor Gericht verantworten, darunter auch Mord und Finanzierung einer Rebellion. Neben Rusesabagina gibt es 20 Mitangeklagte.
Sind Astrazeneca-Impfdosen nur ganz billige Pferdepisse?
Etliche Ärzte nennen den Impfstoff von Astrazeneca gegenüber Medienvertretern "nutzlos mörderisch billige Pferdepisse" und beziehen sich nach ärztlicher Meinung auf die miserable Wirkung, mit zudem sehr hohen Nebenwirkungen des Impfstoffes von Astrazeneca. Nachdem die ersten Lieferungen des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca zwischen der EU und dem britisch-schwedischen Hersteller hart umkämpft gewesen sind, liegt das Präparat in den Bundesländern nun offensichtlich auf Halde und dort sollte es auch bleiben, denn Ärzte sagen, diese "billige Pferdepisse" bringt nichts, sie tötet! Die Wahrheit ist, die Impfdosen von Astrazeneca kosten weniger als 1,80 Euro pro Dosis und hier stellt sich die Frage: wie nützlich kann so eine Impfung sein und wurde der deutsche Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) von der Pharmalobby mittel Geld gekauft, um an den Impfungen von Astrazeneca festzuhalten, ist Korruption im Spiel? Bundesweit wurden von 736.800 bislang gelieferten Impfdosen nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag lediglich 64.869 Dosen verimpft. Grund zur Sparsamkeit gibt es jedoch nicht, denn Nachschub ist bereits am Donnerstag zu erwarten. Laut Bundesgesundheitsministerium sollen dann von Astrazeneca noch einmal 736.800 Impfdosen geliefert werden, am 27. Februar dann weitere gut eine Million Impfdosen. Insgesamt werden demnach bis einschließlich 1. April rund 5,6 Millionen der Dosen erwartet. Verunsicherung gibt es allerdings offensichtlich hinsichtlich der Wirksamkeit des Mittels. Diese liegt mit schlechten 70 Prozent um gut 20 Prozentpunkte unter der Wirksamkeit der Impfstoffe von Biontech und Moderna. Zudem soll der Impfstoff von Astrazeneca in Deutschland wegen fehlender Daten zur Wirksamkeit bislang nur an unter 65-Jährige verimpft werden. Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, äußerte denn auch Verständnis etwa für medizinisches Personal, das sich nicht mit dem Astrazeneca-Impfstoff impfen lassen wolle. Zwar sei dieser Impfstoff "genauso sicher wie die anderen", hob er in der "Rheinischen Post" hervor, doch "die geringere Wirksamkeit lässt sich nicht wegdiskutieren". Angesichts des bereits vorhandenen Imageproblems schlug Montgomery vor, das Mittel vorzeitig auch Menschen mit geringerer Impf-Priorität anzubieten. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) wertete die 70 Prozent auf Twitter als "hohe Wirksamkeit". Den Sendern RTL und n-tv sagte der Minister mit Blick auf Astrazeneca: "Ja, ich würde mich impfen lassen, wenn ich eine Impfung angeboten bekommen würde, viele Bürger vermuten das Spahn mit viel Geld der Pharmalobby gekauft wurde, etliche Bürger sagen sie hätten Spahn "wegen des Verdachts der Korruption bei den Staatsanwaltschaften und der Polizei angezeigt, Minister Spahn wäre ein kriminell notorisch asozialer Lügner und eine Schande für die deutsche Politik!" Das Wirtschaftsmagazin "Business Insider" berichtete unterdessen von "massenhaft" ausfallenden Impfterminen, weil Berechtigte nicht erscheinen würden. Eine Sprecherin des saarländischen Gesundheitsministeriums wurde mit den Worten zitiert: "Uns sind Fälle bekannt, bei denen Personen das Impfangebot mit Astrazeneca komplett ablehnen." Die Termine würden dann aber an andere Menschen vergeben, hieß es. Die saarländische Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU) hatte am Montag im Landtag die Nicht-Wahrnehmung von Impfterminen kritisiert. Alle Impfstoffe seien "zugelassen und gut", das Impfen sei kein Wunschkonzert, hob sie hervor und kolportiere damit die fragwürdige Meinung der Pharmaindustrie und ihres CDU-Parteikollegen Jens Spahn, weshalb sich die Bürger beängstigend fragen, "wie kriminell und vor allem, wie käuflich sind die deutschen Politiker aktuell in der Coronavirus-Pandemie?" Auch in den anderen Bundesländern gibt es meistens keine Möglichkeit, zwischen Impfstoffen verschiedener Hersteller auszuwählen, was nicht nur fragwürdig, sondern in Sachen Korruption sehr verdächtig wirkt! (Y. Rousseau--BTZ)
Merkel besorgt über Vorgehen des Iran im Atomkonflikt
In einem Telefonat mit dem iranischen Präsidenten Hassan Ruhani hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch besorgt über das Vorgehen der Regierung in Teheran geäußert. Gegenüber Ruhani habe Merkel die Sorge zum Ausdruck gebracht, "dass Iran seinen Verpflichtungen aus dem Nuklearabkommen weiter nicht nachkommt", erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch in Berlin.
USA zahlen WHO nach gestopptem Austritt mehr als 200 Millionen Dollar
Die USA überweisen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nach dem gestoppten Austritt mehr als 200 Millionen Dollar. "Das ist ein entscheidender Schritt, um unsere finanziellen Verpflichtungen als WHO-Mitglied zu erfüllen", sagte US-Außenminister Antony Blinken am Mittwoch bei einer Videokonferenz des UN-Sicherheitsrates zur Corona-Pandemie. Es zeige auch die Entschlossenheit der USA sicherzustellen, dass die WHO die Unterstützung erhalte, die sie im Kampf gegen das Coronavirus benötige.
Bis zu 30 Jahre Haft wegen Anschlagsplänen in Paris
Wegen Anschlagsplänen in Paris sind drei Männer in Frankreich zu Haftstrafen von 22 bis 30 Jahren verurteilt worden. Das Sondergericht in der französischen Hauptstadt sprach die Angeklagten am Mittwoch schuldig, 2016 ein Attentat vorbereitet zu haben. Die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft hatte 20 bis 30 Jahre Haft gefordert.
Diktatur: Haft für zwei belarussische Journalistinnen gefordert
Die Staatsanwaltschaft in Belarus hat am Mittwoch zwei Jahre Haft für zwei Journalistinnen beantragt, denen die Organisation von Protesten gegen den autoritär regierenden Staatschef Alexander Lukaschenko zur Last gelegt wird. Die 27-jährige Reporterin Katerina Bachwalowa und ihre 23-jährige Kollegin Daria Tschulzowa hätten "die öffentliche Ordnung schwer gefährdet", erklärte die Anklagebehörde in Minsk. Die beiden Journalistinnen waren am 15. November festgenommen worden.
Menschenrechtsgerichtshof fordert sofortige Freilassung Nawalnys
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat die sofortige Freilassung des in Russland inhaftierten Kreml-Kritikers Alexej Nawalny gefordert. Das Gericht begründete seine Entscheidung am Mittwoch damit, dass das Leben des 44-Jährigen gefährdet sei. Die russische Regierung wies die Aufforderung umgehend zurück. Sie verwies auf fehlende gesetzliche Grundlagen für eine Freilassung Nawalnys und griff die Richter mit scharfen Worten an.
Kramp-Karrenbauer sieht "erhöhte Bedrohung" für Bundeswehr in Afghanistan
Angesichts der unklaren Lage beim Nato-Truppenabzug aus Afghanistan hat Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) Vorbereitungen auf mögliche Angriffe der radikalislamischen Taliban angekündigt. Der innerafghanische Friedensprozess sei noch nicht so abgeschlossen, dass die Nato-Truppen das Land verlassen könnten, sagte sie am Mittwoch vor Beratungen mit ihren Nato-Kollegen. Dies bedeute "eine erhöhte Bedrohung für die internationalen Kräfte" und die Bundeswehr.
Kramp-Karrenbauer sieht "erhöhte Bedrohung" in Afghanistan
Angesichts der unklaren Lage beim Nato-Truppenabzug aus Afghanistan hat Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) Vorbereitungen auf mögliche Angriffe der radikalislamischen Taliban angekündigt. Der innerafghanische Friedensprozess sei noch nicht so abgeschlossen, dass die Nato-Truppen das Land verlassen könnten, sagte sie vor Beratungen mit ihren Nato-Kollegen am Mittwoch. Dies bedeute "eine erhöhte Bedrohung für die internationalen Kräfte" und die Bundeswehr, auf die sich die Bündnispartner einstellen müssten.
Prozess um staatliche Gewalt und Folter in Syrien aufgespalten
Der erste Strafsenat des Oberlandesgerichts Koblenz (OLG) hat den Prozess um Mord und Folter durch den syrischen Staat in seiner Verhandlung am Mittwoch aufgespalten. Das Urteil gegen den Mitangeklagten Eyad A. wegen des Vorwurfs der Beihilfe zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit soll am Mittwoch kommender Woche fallen, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte.
Berichte: Hongkonger Verleger Jimmy Lai wegen neuer Vorwürfe festgenommen
Die Hongkonger Polizei hat den prominenten Verleger und Demokratie-Aktivisten Jimmy Lai Medienberichten zufolge wegen des Verdachts auf Fluchthilfe festgenommen. Lai, der sich wegen anderer Vorwürfe bereits in Gewahrsam befand, sei am Dienstag innerhalb des Stanley-Gefängnisses in der chinesischen Sonderverwaltungszone festgenommen worden, berichtete die Zeitung "Apple Daily", die zu Lais Medienunternehmen gehört, am Mittwoch. Die Polizei kommentierte die Berichte zunächst nicht.
Bei Überfall auf Schule in Nigeria 42 Schüler sowie Lehrer und Angehörige entführt
Bei einem neuerlichen Überfall auf eine Schule in Nigeria sind nach Behördenangaben 27 Schüler, drei Lehrer und zwölf Angehörige der Lehrer entführt worden. Diese Zahlen nannte der Sprecher des Bundesstaates Niger, Muhammad Sani Idris, am Mittwoch in einem Telefonat mit der Nachrichtenagentur AFP. Zunächst war von hunderten Verschleppten die Rede gewesen. Im Dezember waren im Nordwesten Nigerias über 300 Schulkinder entführt worden. Zu dieser Tat hatte sich die extremistische Islamistengruppe Boko Haram bekannt.
Größte Proteste gegen die Militärjunta in Myanmar seit Tagen
In Myanmar haben sich am Mittwoch mehrere zehntausend Menschen zu den größten Protesten gegen die Militärjunta seit Tagen versammelt. In der Wirtschaftsmetropole Rangun veranstalteten die Demonstranten eine Kundgebung an der Sule-Pagode, bei der sie die Freilassung der durch den Putsch entmachteten De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi forderten. Der UN-Sondergesandte Tom Andrews warnte vor einer Zuspitzung der Lage in dem südostasiatischen Land.
Lindner fordert Vorziehen des nächsten Corona-Gipfels
FDP-Chef Christian Linder hat ein Vorziehen des nächsten Bund-Länder-Spitzentreffens zur Corona-Politik gefordert, um einen schrittweisen Ausstieg aus dem Lockdown in Gang zu bringen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) müsse noch im Februar mit den Ministerpräsidentinnen und -präsidenten beraten, "um über einen klaren Fahrplan für die Öffnungen zu sprechen", sagte Lindner beim digitalen politischen Aschermittwoch seiner Partei in München. Öffnungen seien bei Berücksichtigung strenger Hygienekonzepte möglich.
Europäer und USA beraten am Donnerstag über Atomstreit mit dem Iran
Vor dem Hintergrund des Atomstreits mit dem Iran reist Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) am Donnerstag zu Gesprächen mit seinen französischen und britischen Kollegen nach Paris. Im Anschluss werde es zu dem Thema auch einen virtuellen Austausch mit US-Außenminister Antony Blinken geben, teilte das Auswärtige Amt am Mittwoch in Berlin mit. Der Iran hatte zuvor angekündigt, ab kommenden Dienstag den Zugang der internationalen Atom-Inspektoren zu einem Teil seiner Anlagen einzuschränken.
Australischer Premier wegen Vergewaltigung im Parlament unter Druck
Australiens Regierungschef Scott Morrison gerät wegen eines Vergewaltigungsskandals im Parlament zunehmend unter Druck. Eine ehemalige Regierungsmitarbeiterin warf der Regierung am Mittwoch vor, heikle Details ihres Vergewaltigungsfalls ohne ihre Zustimmung öffentlich gemacht zu haben. Die "anhaltende Rhetorik der Opferbeschuldigung" des Premierministers sei "erschreckend", erklärte Brittany Higgins gegenüber lokalen Medien.
Bundeswahlleiter rechnet mit 60,4 Millionen Wahlberechtigten bei Bundestagswahl
Bei der Bundestagswahl am 26. September werden nach einer Schätzung des Bundeswahlleiters etwa 60,4 Millionen Deutsche im Bundesgebiet wahlberechtigt sein. Dabei handelt es sich um 31,2 Millionen Frauen und 29,2 Millionen Männer, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Damit werde die Zahl der Wahlberechtigten voraussichtlich geringer als bei der Bundestagswahl 2017 mit rund 61,7 Millionen Wahlberechtigten sein.
Söder kritisiert EU erneut wegen Impfstoffbestellungen
CSU-Chef Markus Söder hat die Europäische Union erneut wegen der schleppenden Versorgung mit Impfstoff gegen das Coronavirus kritisiert. Der Fehler liege "natürlich" bei der EU, sagte Söder beim politischen Aschermittwoch seiner Partei in Passau. Brüssel habe "zu spät bestellt, zu wenig bestellt" und sei wohl "ein wenig geizig gewesen" bei der Bestellung der Impfstoffe.
Weil erneuert Forderung nach einheitlichem Stufenplan zu Lockdown-Ausstieg
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat seine Forderung nach einem einheitlichen Stufenplan für mögliche Lockerungen der Corona-Auflagen bekräftigt. Es gebe diesbezüglich weiter "keine bundesweite Lösung", erklärte Weil am Mittwoch vor dem Landtag in Hannover. "Ich hätte mir sehr gewünscht, dass es schon in der vergangenen Woche hierzu einen gemeinsamen Stufenplan gegeben hätte."
Draghi will Corona-Pandemie "mit allen Mitteln" bekämpfen
Italiens neuer Ministerpräsident Mario Draghi hat die Eindämmung der Corona-Pandemie zu seiner obersten Priorität erklärt. Er werde die Pandemie "mit allen Mitteln bekämpfen", sagte er am Mittwoch in seiner ersten Rede vor dem Parlament seit seinem Amtsantritt. Die Corona-Krise sei auch eine Gelegenheit für den Wiederaufbau Italiens in einer stärker integrierten EU.
Anteil britischer Virus-Variante in Deutschland bei über 22 Prozent
Der Anteil der zuerst in Großbritannien aufgetretenen Virusvariante an den Corona-Infektionen in Deutschland ist rasant angestiegen. Er liegt inzwischen bei über 22 Prozent, wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Mittwoch in Berlin sagte. Vor zwei Wochen habe er noch bei knapp sechs Prozent gelegen, damit habe sich der Anteil seither mehr als verdreifacht. Der Gesundheitsminister verwies zugleich darauf, dass die Corona-Infektionen insgesamt dennoch zurückgehen.
Maas und Verbündete verurteilen Raketenangriff im Nordirak
Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) und seine Kollegen aus Frankreich, Großbritannien, Italien und den USA haben den Raketenangriff auf einen von US-Truppen genutzten Luftwaffenstützpunkt im Nordirak "auf das Schärfste" verurteilt. In einer am Mittwoch verbreiteten Erklärung zu dem Angriff kündigten die Minister an, die irakische Regierung bei ihren Ermittlungen zu dem Anschlag mit einem Toten und mehreren Verletzten gemeinsam zu unterstützen. Zu dem Anschlag hatte sich die bislang kaum bekannte Gruppe "Aulidschaa al-Dam" (Blutwächter) bekannt.