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Bundeswehr bringt Hilfsgüter zum Kabuler Flughafen
Die Bundeswehr hat am Sonntagabend Hilfsgüter zur Versorgung der am Kabuler Flughafen wartenden Menschen in die afghanische Hauptstadt gebracht. Eine mit Hilfsgütern beladene Transportmaschine vom Typ A440M startete in der usbekischen Hauptstadt Taschkent und landete am späten Abend in Kabul, wie die Bundeswehr im Onlinedienst Twitter mitteilte. Auf dem Rückflug nahm das Flugzeug demnach 213 Menschen aus Kabul mit.
Taliban schicken "hunderte Kämpfer" ins Pandschirtal
Nach ihrer Machtübernahme in Afghanistan wollen die radikalislamischen Taliban nun auch das als Widerstandshochburg bekannte Pandschirtal in ihre Gewalt bringen. "Hunderte Kämpfer" seien auf dem Weg in die Provinz Pandschir, "um sie unter Kontrolle zu bringen, nachdem örtliche Regierungsvertreter sich geweigert haben, sie friedlich zu übergeben", schrieben die Taliban am Sonntag auf Twitter.
USA verpflichten private Airlines zu Hilfe bei Evakuierungen aus Afghanistan
Die USA haben eine Beteiligung ziviler Fluggesellschaften an ihrer Rettungsaktion für zehntausende Staatsbürger und Afghanen aus Kabul angeordnet. Wie das Pentagon am Sonntag mitteilte, aktivierte Verteidigungsminister Lloyd Austin in einem äußerst seltenen Schritt die sogenannte zivile Reserve-Luftflotte (CRAF). Demnach sollen 18 Passagierflugzeuge von US-Fluggesellschaften wie Delta und American Airlines die Armee beim Weitertransport von aus Kabul geretteten Menschen unterstützen.
Bundeswehr-Kommandeur Arlt bezeichnet Lage am Kabuler Flughafen als "dramatisch"
Die Lage am Kabuler Flughafen gestaltet sich nach Angaben der Befehlshabers der Bundeswehr vor Ort "dramatisch". Die Schließung von Zugangstoren am Samstag habe unter den vor dem Flughafen ausharrenden Menschen zu Panik und "heillosem Chaos" geführt, sagte Brigadegeneral Jens Arlt am Sonntag in einer von der Bundeswehr organisierten Telefonschaltkonferenz mit Journalisten.
Virtueller G7-Gipfel zu Afghanistan am Dienstag
Die Staats- und Regierungschefs der Gruppe der sieben wichtigen Industriestaaten (G7) werden am Dienstag auf einem virtuellen Krisengipfel über die Lage in Afghanistan beraten. Dies teilte der britische Premierminister Boris Johnson am Sonntag auf Twitter mit. Es sei von "entscheidender Bedeutung, dass die internationale Gemeinschaft zusammenarbeitet, um sichere Evakuierungen zu gewährleisten, eine humanitäre Krise zu verhindern und dem afghanischen Volk zu helfen, die Fortschritte der letzten 20 Jahre zu schützen".
Danke USA - NATO
Das westliche Militärbündnis NATO hat die radikalislamischen Taliban aufgefordert, die laufenden Evakuierungen aus Afghanistan nicht zu behindern. "Wir erwarten von den Taliban, dass sie allen ausländischen Staatsangehörigen und Afghanen, die das Land verlassen wollen, die sichere Ausreise ermöglichen", sagte NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Freitag nach einer Sondersitzung der Außenminister der NATO-Staaten. Es sei die "höchste Priorität" des Bündnisses, Menschen in Sicherheit zu bringen. In diesen Stunden leisten die Soldaten aller NATO-Staaten, allen voran die Soldaten der Vereinigten Staaten von Amerika (USA) - übermenschliches - um Menschen vor den kriminell, perversen und asozialen Terror-Bestien der radikal-islamistischen Taliban, mittels einer Luftbrücke aus Kabul in Sicherheit zu bringen.Dafür gebührt all diesen Soldaten der USA, der deutschen Bundeswehr und allen NATO-Staaten ein großes DANK, welches mit dem positiven KNORKE-Preis von BERLINER TAGESZEITUNG verbunden wird! ________________________________ Erklärung des KNORKE Preises:Knorke ist ein Wort der Umgangssprache und bedeutet so viel wie "gut", "ausgezeichnet", "zufrieden", ähnlich dem heutigen Gebrauch von cool. KNORKE ist als Wort seit 1916 in Berlin nachgewiesen und wurde rasch zum beliebten Modewort des Zeitungsjournalismus. Um 1956/57 hatte die Berliner Bekleidungsfirma Leineweber unter Berliner Schulkindern einen Wettbewerb ausgeschrieben, um einen Namen für etwas ganz Besonderes zu finden. Der Siegername war KNORKE, begründet wurde dies mit der Wortbedeutung "toll", "klasse". "KNORKE" ist Bestandteil des "Berliner Dialekt" (auch als Berliner Mundart, Berlinisch oder Berlinerisch bezeichnet) eine Mundart, welche im Großraum Berlin-Brandenburg gesprochen wird. Im Zusammenhang mit einem oft derben, aber herzlichen Humor wird diese Ausdrucksweise auch als "Schnauze mit Herz" bezeichnet. BERLINER TAGESZEITUNG vergibt den "KNORKE Preis" wöchentlich, für ganz besonders gute Leistungen, wobei dieser BTZ-Preis im "sehr positiven Sinne" und als HERVORRAGEND gewertet werden darf!
Merkel: Russland darf Gas nicht als "geopolitische Waffe" gegen Kiew einsetzen
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Russland davor gewarnt, Gaslieferungen nach Europa als "geopolitische Waffe" gegen die Ukraine einzusetzen. Die Bundesregierung sei sich mit den USA einig, "dass Gas nicht als geopolitische Waffe benutzt werden soll", sagte Merkel am Sonntag nach einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Kiew.
Taliban-Terror-Bestien
"Es sind islamistische Bestien, Tiere in Menschengestalt, ein asozial kriminelles Pack welches mordet, vergewaltigt und plündert, nur ein toter Taliban ist ein guter Taliban", so beschreiben die Bürger von Kabul die radikal-islamistischen Terroristen der Taliban, mit denen in Zukunft kein zivilisierter Staat unseres Planeten Geschäfte machen darf, denn in der drittgrößten afghanischen Stadt Kandahar soll es bereits öffentliche Hinrichtungen im Stadion vor Tausenden Zuschauern gegeben haben. "Menschen werden zu Tode gepeitscht, Diebe geteert und 12-jährige Mädchen zwangsverheiratet – die Taliban fallen mit ihren typisch islamistisch mittelalterlichen Methoden über ganz Afghanistan her und terrorisieren das Land, der Islam zeigt aktuell in Afghanistan sein wahres schmutzig perverses Gesicht einer vollkommen asozialen Religion von geisteskranken Terroristen", sagen Bürger zu Journalisten in Kabul in diesen Stunden!(Eine Bewertung dieser Aussage, kann und darf BERLINER TAGESZEITUNG nicht abgeben, auch mit Blick auf geltende Gesetz, es handelt sich die Aussagen von Menschen, welche von den radikal-islamistischen Terroristen der Taliban bedroht werden) Wie man das Blatt jedoch dreht und wendet, fest steht, die Taliban waren und bleiben radikal-islamistische Terroristen, welche bereits in diesen Tagen wieder Menschen jagen, von daher bleibt nur ein Fazit übrig: "Keine Geschäfte mit den Taliban, umfassende Sanktionen und ganz gleich, wer schon morgen mit den Taliban sprechen will, ob Russland oder China, die Taliban sind Kriminelle und diesen Kriminellen darf man kein Platz an der internationalen Tafel geben - weshalb klar ist, Afghanistan ist und bleibt ein gescheiterter Staat! Vor diesem Hintergrund, auch wenn es diese radikal-islamistischen Bestien in Menschengestalt nicht stören wird, erhalten die Taliban den negativen MURKS-Preis der Woche von BERLINER TAGESZEITUNG, verbunden mit der Hoffnung, dass die internationale Gemeinschaft diese islamistischen Terror-Bestien ausgrenzt, wo immer es nur geht! ------ Erklärung des "MURKS Preis" von BERLINER TAGESZEITUNG:"MURKS" steht in der deutschen Umgangssprache für Pfusch und etwas Misslungenes - oder eben das Gefühl, wenn Dinge falsch laufen. Der Begriff wird in Sätzen wie „DAS ist ein totaler Murks“ synonym zu „Verpfuscht“ verwendet - oder auch als Verb: Du hast das vollkommen vermurkst/verpfuscht - ‚Du hast das völlig falsch gemacht‘. "MURKS" ist für BERLINER TAGESZEITUNG allerdings auch Bestandteil des "Berliner Dialekt" (auch als Berliner Mundart, Berlinisch oder Berlinerisch bezeichnet)eine Mundart, welche im Großraum Berlin-Brandenburg gesprochen wird. Im Zusammenhang mit einem oft derben, aber herzlichen Humor wird diese Ausdrucksweise auch als „Schnauze mit Herz“ bezeichnet. BERLINER TAGESZEITUNG vergibt den "MURKS Preis" wöchentlich, für ganz besonders schlechte Leistungen, wobei dieser Preis alles ist, aber ganz sicher kein "Preis" im "positiven Sinne" und als KRITIK gewertet werden darf!
Kabul: Tote aus Angst vor islamistischen Terror-Bestien
Im Gedränge vor dem Kabuler Flughafen sind sieben Afghanen ums Leben gekommen. Wie das britische Verteidigungsministerium am Sonntag mitteilte, versammelten sich erneut tausende Menschen vor dem Flughafen in der afghanischen Hauptstadt, um das Land nach der Machtübernahme der radikalislamischen Taliban zu verlassen. Ein Sprecher bezeichnete die Bedingungen vor Ort als "nach wie vor äußerst schwierig". "Unsere Gedanken sind bei den Familien der sieben afghanischen Zivilisten, die leider in der Menschenmenge in Kabul ums Leben gekommen sind", fügte der Sprecher hinzu. London bemühe sich, die Lage "so sicher wie möglich zu gestalten". Die Taliban waren nach einem raschen Eroberungsfeldzug am Sonntag der vergangenen Woche in Kabul einmarschiert und damit knapp 20 Jahre nach dem Einmarsch westlicher Truppen in Afghanistan an die Macht zurückgekehrt. Zehntausende Menschen versuchen derzeit, aus dem Land zu fliehen. Die US-Botschaft in Kabul hatte am Samstag auf ihrer Internetseite gewarnt: "Aufgrund potenzieller Sicherheitsbedrohungen vor den Toren des Flughafens Kabul raten wir US-Bürgern, derzeit nicht zum Flughafen zu reisen und die Tore des Flughafens zu meiden." Auch das Auswärtige Amt in Berlin beschrieb die Situation am Flughafen am Samstag als "gefährlich" und "volatil" und warnte davor, zu dem Airport zu kommen. Wie gefährlich und chaotisch die Lage rund um den Flughafen ist, zeigte sich auch daran, dass US-Soldaten am Freitag mit Hubschraubern losfliegen mussten, um 169 Menschen sicher zum Flughafen zu bringen. Grund sei eine "große Menschenmenge" vor dem Flughafen gewesen, sagte Pentagon-Sprecher John Kirby. (F. Burkhard--BTZ)
Altmaier rechnet nicht mit neuem Corona-Lockdown
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) rechnet trotz stark steigender Corona-Infektionszahlen nicht mit einem weiteren generellen Lockdown. "Nach allem, was wir heute wissen, können wir einen neuen Lockdown für Geimpfte und Genesene vermeiden", sagte Altmaier nach Information von BERLINER TAGESZEITUNG, in einem aktuellen Interview. Das heiße: "Restaurants und Geschäfte können im Winter offenbleiben." Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) äußerte Bedenken gegen Pläne einzelner Bundesländer, im Herbst Freiheiten nur für Geimpfte und Genesene zuzulassen. "Jeder Eingriff in Freiheitsrechte muss gut begründet und verhältnismäßig sein", sagte Lambrecht nach Information von BERLINER TAGESZEITUNG, in einem aktuellen Interview. "Ich sehe nicht, wie man eine derart schwerwiegende Beschränkung mit dem Infektionsschutz rechtfertigen könnte." Es mache einen Unterschied, ob ein Gastronom im Rahmen seiner Vertragsfreiheit nur noch Geimpfte und Genesene bedienen wolle, oder ob der Staat so etwas vorgebe, führte die Ministerin aus. Ein Arbeitgeber dürfe zudem keinen Mitarbeiter entlassen, sollte er sich einer Impfung verweigern. "Aber es ist durchaus vorstellbar, dass der Arbeitgeber diesen ungeimpften Beschäftigten andere Aufgaben zuweisen kann." Ein weiterer Lockdown oder die Wiederauflage der Bundesnotgrenze seien nicht mehr denkbar, sagte auch Lambrecht der Zeitung. "Ich kann mir einen neuen Lockdown nicht vorstellen. Er wäre auch kaum zu rechtfertigen, wenn ein großer Teil der Bevölkerung geimpft ist." Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz stieg derweil weiter an und lag am Wochenende erstmals seit Monaten wieder über 50. Am Sonntagmorgen erreichte sie laut Robert-Koch-Institut einen Wert von 54,5. Am Vortag hatte sie noch bei 51,6 Fällen pro 100.000 Einwohner gelegen, vor einer Woche bei 35. Bundesweit wurden 7050 Neuinfektionen sowie drei weitere Tote gemeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche an. Der Wert steigt in Deutschland seit Wochen stetig an. Das Land befindet sich nach Einschätzung des Robert-Koch-Instituts inzwischen am Beginn der vierten Corona-Welle. Auch jüngere Altersgruppen sind diesmal stark von Infektionen betroffen. (A. Walsh--BTZ)
Schwedens Regierungschef Löfven tritt im November zurück
Anderthalb Monate nach seiner Wiederwahl zum Regierungschef hat der schwedische Ministerpräsident Stefan Löfven seinen Rücktritt für November angekündigt. Er werde sein Amt dann niederlegen, sagte der Sozialdemokrat am Sonntag. Auch als Parteichef wolle er zurücktreten. Löfven begründete seine Entscheidung mit der Parlamentswahl im September 2022. Durch seinen Rücktritt wolle er seinem Nachfolger eine bessere Vorbereitung auf die Wahl ermöglichen.
Pro Asyl fordert Verschiebung von US-Truppenabzug aus Afghanistan
Die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) dazu aufgerufen, sich bei US-Präsident Joe Biden für eine Verschiebung des Truppenabzugs aus Afghanistan einzusetzen. "Der US-Einsatz muss verlängert werden", forderte Pro-Asyl-Geschäftsführer Günter Burkhardt am Sonntag. "Die verzweifelt vor dem Flughafen Ausharrenden brauchen eine Evakuierungsperspektive", sagte er mit Blick auf die dramatischen Zustände am Flughafen von Kabul.
Trittin: Merkel mit "leeren Händen" in Kiew
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) besucht die ukrainische Hauptstadt Kiew am Sonntag laut dem Grünen-Außenpolitiker Jürgen Trittin mit "leeren Händen". Wie Trittin der "Rheinischen Post" (Sonntagsausgabe) sagte, habe der russische Präsident Wladimir Putin ihr am Freitag in Moskau "kein Abschiedsgeschenk" für ihre Vermittlungsbemühungen im Konflikt mit der Ukraine um den Status als Transitland für russisches Gas mitgegeben.
18-Jähriger bei antisemitischem Angriff in Köln schwer verletzt
In Köln ist ein 18-Jähriger bei einer antisemitischen Attacke schwer verletzt worden. Der Jugendliche sei in einem Park von einer Gruppe Heranwachsender geschlagen und getreten worden, teilte die Polizei am Samstagabend mit. Ein Täter raubte ihm die Kippa, außerdem wurde der Jugendliche antisemitisch beleidigt.
Lambrecht hält staatliche Einschränkungen für Ungeimpfte für verfassungswidrig
Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) hat Bedenken gegen Pläne einzelner Bundesländer geäußert, im Herbst Freiheiten nur für Geimpfte und Genesene zuzulassen. "Jeder Eingriff in Freiheitsrechte muss gut begründet und verhältnismäßig sein", sagte sie der "Welt am Sonntag". "Ich sehe nicht, wie man eine derart schwerwiegende Beschränkung mit dem Infektionsschutz rechtfertigen könnte."
US-Bürgerrechtsikone Jesse Jackson mit Covid-19 im Krankenhaus
Der bekannte US-Bürgerrechtler Jesse Jackson ist mit Covid-19 ins Krankenhaus gebracht worden. Obwohl der 79-Jährige gegen das Coronavirus geimpft sei, sei er positiv getestet worden, erklärten Sprecher der Bürgerrechtsikone am Samstag (Ortszeit). Auch Jacksons zwei Jahre jüngere Frau Jacqueline werde im Krankenhaus in Chicago behandelt, hieß es auf der Website von Jacksons Rainbow Push Coalition.
Bericht über Tote am Flughafen von Kabul
Im Gedränge am Flughafen der afghanischen Hauptstadt Kabul hat es einem Medienbericht zufolge mehrere Tote gegeben. Aufnahmen des britischen Fernsehsenders Sky News zeigten am Samstag, wie Soldaten mindestens drei Leichen mit weißer Plane abdeckten. Woran die Menschen starben, war zunächst unklar. Auch mehrere Verletzte waren zu sehen.
Mehr als 40 Verletzte bei Zusammenstößen an Grenze zum Gazastreifen
Bei Zusammenstößen zwischen palästinensischen Demonstranten und israelischen Sicherheitskräften an der Grenze zum Gazastreifen hat es am Samstag mehr als 40 Verletzte gegeben. Ein 13-jähriger palästinensischer Junge und ein israelischer Grenzpolizist wurden schwer verletzt, wie das Gesundheitsministerium in Gaza und die israelische Armee mitteilten.
Israelische Soldaten schießen auf Demonstranten am Grenzzaun zum Gazastreifen
Israelische Soldaten haben am Samstag auf palästinensische Demonstranten geschossen, die an der Grenze zum Gazastreifen Autoreifen anzündeten und Brandsätze über den Grenzzaun warfen. 24 Zivilisten, darunter zehn Minderjährige, seien dabei verletzt worden, teilte das Gesundheitsministerium in Gaza mit. Zwei der Verletzten schwebten demnach in Lebensgefahr, darunter ein 13-jähriger Junge, der am Kopf verletzt wurde.
Bundeswehr fliegt erneut mehr als 200 Menschen aus Kabul aus
Die Bundeswehr hat am Samstag mehr als 200 Menschen aus Kabul ausgeflogen. Ein erstes Transportflugzeug vom Typ A440M konnte zwar nur acht Menschen in die usbekische Hauptstadt Taschkent bringen, wie das Bundesverteidigungsministerium am Abend im Onlinedienst Twitter mitteilte. Ein zweiter Flieger brachte dann aber 205 Menschen aus Kabul in Sicherheit.
Tausende Menschen demonstrieren in London gegen Taliban
Tausende Menschen sind am Samstag in London auf die Straßen gegangen, um gegen die Machtübernahme der radikalislamischen Taliban in Afghanistan zu protestieren. Die Menschen zogen bei Regen durch das britische Regierungsviertel und an der Downing Street vorbei, wo die Regierung von Premierminister Boris Johnson ihren Sitz hat. Auf Schildern stand "Nein zu den Taliban", "Frieden in Afghanistan" und "Schützt die afghanischen Frauen".
US-Botschaft warnt vor Anreise zum Flughafen von Kabul
Inmitten der dramatischen Evakuierungsaktion aus Afghanistan hat die US-Botschaft am Samstag davor gewarnt, zum Flughafen von Kabul zu kommen. "Aufgrund potenzieller Sicherheitsbedrohungen vor den Toren des Flughafens Kabul raten wir US-Bürgern, derzeit nicht zum Flughafen zu reisen und die Tore des Flughafens zu meiden", hieß es auf der Website der Botschaft in Kabul.
Von der Leyen fordert EU-Länder zur Aufnahme von Afghanen auf
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat alle Mitgliedsländer zur Aufnahme schutzbedürftiger Afghanen aufgefordert. Die EU-Kommission werde finanzielle Unterstützung für die Länder zur Verfügung stellen, die den Flüchtenden eine neue Heimat böten, sagte von der Leyen am Samstag beim Besuch eines Erstaufnahmelager für vor den Taliban geflohene afghanische Ortskräfte der EU in Spanien.
Lapsus von Laschet: Kandidat spricht von GSG-9-Aktion in Landshut
Dem Unionskanzlerkandidaten Armin Laschet (CDU) ist in einer Wahlkampfrede am Samstag in Berlin eine fehlerhafte historische Einordnung unterlaufen. Laschet verwies in seiner Rede darauf, dass die Bundeswehr-Elitetruppe GSG9 im Jahr 1977 "Deutsche aus der entführten Lufthansa-Maschine in Landshut befreit" habe. In Wirklichkeit fand die Befreiungsaktion in der somalischen Hauptstadt Mogadischu statt, nicht im niederbayerischen Landshut. Nach Mogadischu hatten palästinensische Luftpiraten damals die Lufthansa-Maschine "Landshut" entführt - die Airline benennt ihre Flugzeuge oft nach deutschen Städten.
Mehr als tausend Menschen aus Afghanistan in Ramstein gelandet
Auf der US-Luftwaffenbasis Ramstein in Rheinland-Pfalz sind hunderte Menschen mit Rettungsflügen aus Afghanistan angekommen. Wie eine Sprecherin des Stützpunkts am Samstag sagte, seien Stand 11.15 Uhr insgesamt elf Maschinen mit rund 1150 Menschen an Bord gelandet. Die Menschen würden in Hangars und Zelten untergebracht und medizinisch versorgt. In Ramstein sollen die Evakuierten auf ihre "Weiterführung" in die USA warten. Das könne aber "ein paar Tage dauern".
Merkel räumt Fehleinschätzungen in Afghanistan ein
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Fehleinschätzungen im Zusammenhang mit der Lage in Afghanistan eingeräumt. "Die afghanische Regierung und Armee sind in einem atemberaubenden Tempo kollabiert", sagte Merkel am Samstag bei einer Wahlkampfveranstaltung von CDU und CSU. "Wir haben diese Widerstandskraft stärker eingeschätzt - das gehört zur Wahrheit." Die unerwartete Machtübernahme in Afghanistan habe gezeigt, "wie dramatisch sich die Dinge von einem Tag auf den anderen ändern können".
Union startet in Wahlkampffinale - Laschet warnt vor Linksruck
Unter dem Eindruck sinkender Umfragewerte ist die Union in die heiße Phase des Wahlkampfs gestartet. Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) attackierte auf einer Kundgebung am Samstag in Berlin vor allem SPD und Grüne und warnte vor einer Linksregierung nach der Bundestagswahl. CSU-Chef Markus Söder richtete eine Warnung an die Union: Ihr drohe der Machtverlust, wenn sie die Stimmung nicht mehr drehen könne. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) empfahl Laschet klar als ihren Nachfolger.
Laschet warnt vor Linksruck in deutscher Politik
Unionskanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) hat zum Auftakt des Wahlkampfendspurt vor einer Linksregierung nach der Bundestagswahl gewarnt. "Ich werde kämpfen mit allem, was ich kann, dass dieses Land nicht von Ideologen übernommen wird", sagte Laschet am Samstag auf einer Kundgebung von CDU und CSU in Berlin. "In den kommenden 36 Tagen werden wir dafür kämpfen, dass die Union am 26. September stärkste Kraft wird."
Auswärtiges Amt: Gates am Flughafen Kabul derzeit geschlossen
Die Sicherheitslage am Kabuler Flughafen bleibt äußerst angespannt. Der Zugang zum Flughafen sei aufgrund der gefährlichen Lage häufig nicht möglich, teilte das Auswärtige Amt in Berlin am Samstag im Online-Dienst Twitter mit. "Nach unserem Kenntnisstand sind die Gates derzeit geschlossen." Auch die Bundeswehr schrieb bei Twitter von einer "momentan sehr schwierigen" Lage.
Unionskundgebung: Söder warnt vor Machtverlust
Zum Start der heißen Wahlkampfphase der Union hat CSU-Chef Markus Söder vor einem Verlust der Regierungsmacht gewarnt. Angesichts der sinkenden Umfragewerte gehe es für die Union nicht mehr nur um die Frage, wie und mit wem sie regieren wolle, sondern darum, ob sie überhaupt noch regieren werde, sagte Söder auf einer Wahlkampfkundgebung am Samstag in Berlin. Er fügte hinzu: "Ich habe keinen Bock auf Opposition." Der CSU-Chef sprach den Wahlkämpfern der Union Mut zu: "Wenn wir schon den Eindruck von Ängstlichkeit und Unsicherheit vermitteln - wie sollen die Bürgerinnen und Bürger uns dann vertrauen?", sagte er. "Lasst uns endlich vernünftigen Wahlkampf machen, nicht über Nebensächlichkeiten reden, welcher Lebenslauf gut und welcher Lacher passend war", sagte er weiter. In seiner Rede sprach sich Söder für den gemeinsamen Unionskandidaten Armin Laschet (CDU) als Kanzler aus. "In ernsten Zeiten braucht es klare Linie, klare Führung - und diese klare Führung kann weder Olaf Scholz noch Frau Baerbock geben: Die klare Führung kann nur die Union mit Armin Laschet etablieren", sagte Söder. Ausgiebig lobte Söder die Bilanz von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die vor ihm auf der Kundgebung im Berliner Tempodrom gesprochen hatte. "Die Bilanz einer überragenden Bundeskanzlerin spricht für sich", sagte Söder. "Wir haben 16 Jahre Angela Merkel, und das waren 16 außerordentlich gute Jahre für unser Land", sagte er - und fügte an Merkel gerichtet hinzu: "Das ist schon eine ganz große Ära von Dir." (V.Sørensen--DTZ)
Taliban-Bestie Baradar will Regierungsbildung in Kabul
Rund eine Woche nach der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan ist die Taliban-Bestien und Mitbegründer Mullah Abdul Ghani Baradar zu Gesprächen über eine Regierungsbildung in Kabul eingetroffen. Baradar, der Terrorist - will "mit Dschihadistenführern und Politikern zusammentreffen, um eine inklusive Regierung zu bilden", sagte ein hochrangiger Taliban-Beamter am Samstag nach Information von BERLINER TAGESZEITUNG, in einem aktuellen Interview. Das Führungsmitglied der Taliban war am Dienstag nach Afghanistan zurückgekehrt. Baradar wird als möglicher neuer Regierungschef gehandelt, die Taliban selbst haben jedoch noch keine genaueren Angaben zur geplanten Regierung gemacht. Der Taliban-Mitbegründer war im Jahr 2010 in Pakistan inhaftiert worden, bis er 2018 auf Druck der USA freigelassen und nach Katar überführt wurde. Baradar hatte zuletzt das politische Büro der Taliban in Katar geleitet. Er verantwortete unter anderem die Unterzeichnung eines Abkommens mit der Regierung des damaligen US-Präsidenten Donald Trump im Februar 2020, das den Abzug der US-Truppen aus Afghanistan regelte. (L. Pchartschoy--BTZ)
Merkel "überzeugt" von Laschets Wahl zum Kanzler
Bei einer Kundgebung von CDU und CSU zum Start der heißen Wahlkampfphase hat Bundeskanzlerin Angela Merkel den Unionskandidaten Armin Laschet (CDU) als ihren Nachfolger empfohlen. Sie sei "zutiefst überzeugt", dass Laschet nach der Wahl Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland werde, sagte Merkel am Samstag in Berlin. Merkel hob in ihrer Rede vor allem die persönlichen Eigenschaften des Kandidaten hervor. "Ich habe Armin Laschet in all den Jahren als einen Menschen und Politiker erlebt, für den das C im Namen unserer Partei nicht irgendein Buchstabe ist, sondern bei allem, was er getan hat und tut, der Kompass war", sagte Merkel. Es sei Laschet "immer wichtig, auf der Grundlage unseres christlichen Menschenbildes den einzelnen Menschen mit seiner unantastbaren Würde in den Mittelpunkt zu stellen, zwischen den Menschen Brücken zu bauen." Merkel tritt bei der Wahl am 26. September nicht mehr an, ihr Amts als Bundeskanzlerin gibt sie ab. Im Wahlkampf ihrer Partei engagiert sie sich nur sporadisch. Nach ihrer Rede am Samstag ist nur noch ein weiterer Auftritt geplant zum Ende des Wahlkampfs. Seit ihrem Rücktritt als CDU-Chefin Ende 2018 hat Merkel kein Parteitamt mehr inne, sie nimmt nur noch wenige Partei-Termine wahr. "Ihr wisst ja, dass ich mich seit der Abgabe des CDU-Vorsitzes vor fast drei Jahren grundsätzlich aus Wahlkampfveranstaltungen heraushalte", sagte die Kanzlerin dazu auf der Kundgebung. "Amtsvorgänger, die ihre politische Arbeit beenden, sollten sich zurücknehmen, das ist meine Haltung und meine feste Überzeugung." Die Ausgangslage für den Wahlkampfendspurt ist denkbar schlecht für die Union: In den Umfragen hatte die Union zuletzt dramatisch verloren, während die SPD zulegte und zum Teil an den Grünen vorbei auf Platz zwei zog. In der Frage der Kanzlerpräferenz liegt SPD-Kandidat Olaf Scholz deutlich auf Platz eins. Laschets persönliche Umfragewerte haben pünktlich zum Auftakt der heißen Wahlkampf-Phase einen Tiefstwert erreicht. Merkel schloss ihre Rede mit einem Appell an die Wahlkämpfer der Partei: Es "lohnt sich, in den verbleibenden 35 Tagen zu kämpfen, jede Stunde dafür, dass die CDU und die CSU stark im Deutschen Bundestag sind, jede Stunde dafür, dass wir Deutschland gut gestalten und in eine gute Zukunft führen - und das natürlich mit Armin Laschet als unserem zukünftigen Bundeskanzler." Die CDU-Spitze schätzt die Lage intern als "ernst" und "schwierig" ein, und führende CSU-Politiker machten ihrem Unmut über den bisherigen Verlauf des Wahlkampfs in Interviews Luft. "Es herrscht in der Union eine große Unruhe, was angesichts der Umfragen verständlich ist", sagte etwa CSU-Chef Markus Söder nach Information von BERLINER TAGESZEITUNG, in einem aktuellen Interview. Die schlechten Umfragewerte führte Söder vor allem auf die schlechte bundespolitische Stimmungslage für die CDU zurück. (F. Schulze--BTZ)