14 Festnahmen und 50 Millionen beschlagnahmt: Razzia gegen Banden
Im Kampf gegen die Organisierte Kriminalität und Rockerbanden sind am Mittwoch mehr als tausend Einsatzkräfte gegen ein deutschland- und europaweit tätiges kriminelles Netzwerk vorgegangen. Bei den Razzien gegen insgesamt 71 Beschuldigte sollten 14 Haftbefehle vollstreckt und fast 50 Millionen Euro beschlagnahmt werden, teilte die federführende Staatsanwaltschaft Duisburg mit.
Die seit dem frühen Mittwochmorgen laufenden Razzien betreffen demnach vor allem Objekte in Nordrhein-Westfalen, dazu in drei weiteren Bundesländern sowie in Belgien, Bulgarien und den Niederlanden. Die Ermittlungsverfahren richten sich unter anderem gegen Verantwortliche eines bundes- und europaweit tätigen Geldwäschenetzwerks und hochrangige Mitglieder einer Rockergruppierung, so die Ermittler.
Strafrechtlich wird den Beschuldigten insbesondere die Bildung einer kriminellen Vereinigung, räuberische und gewerbsmäßige Erpressung, banden- und gewerbsmäßiger Betrug und gewerbsmäßige Geldwäsche vorgeworfen. Außerdem gehe es um Waffendelikte, Körperverletzung und Steuerhinterziehung.
Die Beschuldigten sollen durch professionelles Verschleiern erhebliche Geldbeträge einem künstlichen Wirtschaftskreislauf zugeführt haben. Durch Straftaten erlangtes Vermögen sollen sie in Firmen und Grundbesitz investiert haben.
U. Schmidt--BTZ