Start von Weltraummission mit deutschem Astronauten Maurer verzögert sich weiter
Der Start des deutschen Astronauten Matthias Maurer zur Internationalen Raumstation ISS verzögert sich immer weiter. Wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa am Donnerstag mitteilte, wird die Rakete mit der SpaceX-Raumkapsel wegen schlechten Wetters frühestens am Montagabend um 21.51 Uhr (Ortszeit; Dienstag 03.51 Uhr MEZ) vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida starten können. Am Samstag oder Sonntag sei ein Start wegen der Wetterbedingungen nicht möglich.
Unklar ist auch, wann vier derzeit auf der ISS stationierte Astronauten - unter ihnen der Franzose Thomas Pesquet - zur Erde zurückkehren können. Die Nasa prüft derzeit, ob diese "SpaceX Crew 2" vor dem Start der "Crew 3" um Maurer zur Erde zurückkehren könnte. Wird diese Option gewählt, wird sich Maurers Abflug noch weiter verzögern.
Der deutsche Astronaut hätte eigentlich am vergangenen Sonntag zur ISS fliegen sollen. Der Start wurde aber wegen eines Sturmtiefs auf Mittwoch verschoben. Am Montag erklärte die Nasa dann, der Flug müsse wegen einer "geringfügigen medizinischen Angelegenheit" bei einem Besatzungsmitglied aufgeschoben werden und könne frühestens am Samstagabend stattfinden. Nun erfolgte eine weitere Verzögerung.
Der Besatzung gehören neben dem deutschen ESA-Astronauten Maurer die Nasa-Astronauten Raja Chari, Tom Marshburn und Kayla Barron an. Die Astronauten sollen ein halbes Jahr lang auf der ISS leben und arbeiten.
Für den 51-jährigen Maurer ist es die erste Weltraummission. Der Saarländer ist nach Alexander Gerst der zweite Deutsche im europäischen Astronautenkorps und der erste deutsche Astronaut, der an Bord einer kommerziellen SpaceX-Raumkapsel zur ISS fliegt. Insgesamt ist er der zwölfte Deutsche, der ins All reist.
(W. Winogradow--BTZ)