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Nur eine Million Corona-Impfungen in Deutschland verabreicht
In Deutschland haben inzwischen mehr als eine Million Menschen eine erste Impfdosis gegen das Coronavirus erhalten. 1.048.160 Impfungen wurden bislang verabreicht, wie aus einem am Samstag veröffentlichten Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Innerhalb eines Tages seien deutschlandweit 79.759 neue Impfungen gemeldet worden.
Neue Proteste gegen Bolsonaro in Brasilien wegen dramatischer Lage in Kliniken
Dramatische Zustände in den Krankenhäusern im Bundesstaat Amazonas haben neue Proteste gegen den brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro ausgelöst. In Millionenstädten wie Rio de Janeiro, São Paulo oder Brasília gingen am Freitagabend zahlreiche Menschen auf ihre Balkone, schlugen mit Löffeln auf Töpfe und riefen "Bolsonaro, tritt zurück". Ähnliche Proteste hatte es zuletzt Mitte 2020 auf dem ersten Höhepunkt der Corona-Krise gegeben.
Ein Toter bei Messerstecherei in Gelsenkirchen
Bei einer Messerstecherei in Gelsenkirchen ist am späten Freitagabend ein 19-jähriger Mann getötet worden. Zwei weitere Beteiligte wurden schwer verletzt, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Sie wurden in Krankenhäuser gebracht.
RKI: 18.000 Corona-Neuinfektionen und 980 Todesopfer
Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) mehr als 18.000 Corona-Neuinfektionen und knapp tausend weitere Todesopfer gemeldet. Wie das RKI am Samstagmorgen mitteilte, stieg die Zahl der Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus binnen 24 Stunden um 18.678 auf 2.019.636 Fälle. Die Zahl der Corona-Toten stieg um 980 auf 45.974 Fälle. Am Donnerstag war ein neuer Tageshöchstwert von 1244 Corona-Toten gemeldet worden. Von den mehr als zwei Millionen Menschen, bei denen in Deutschland eine Corona-Infektion nachgewiesen wurde, sind laut RKI inzwischen etwa 1.657.900 genesen. Die Sieben-Tage-Inzidenz betrug 139,2 Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner. Ziel der Bundesregierung ist es, die Inzidenz auf unter 50 zu drücken. Angesichts anhaltend hoher Fallzahlen und der Bedrohung durch offenbar deutlich ansteckendere Sars-CoV-2-Varianten werden die Rufe nach einer Verschärfung des Lockdowns lauter. Bund und Länder zogen ihre Beratungen über weitere Restriktionen auf kommenden Dienstag vor. Ein Hoffnungsschimmer ist die Corona-Impfkampagne, die Ende Dezember in Deutschland angelaufen war. Bis Freitag erhielten laut RKI aber erst 1,16 Prozent der Bevölkerung die erste von zwei Impfdosen. (O. Larsen--BTZ)
Mega-Impfkampagne gegen das Coronavirus in Indien gestartet
In Indien mit seinen 1,3 Milliarden Einwohnern ist am Samstag eine Mega-Impfkampagne gegen das Coronavirus angelaufen. In 3000 Impfzentren sollten allein am ersten Tag rund 300.000 Menschen geimpft werden, beteiligte Krankenhäuser waren mit Blumen und Luftballons geschmückt. Als erstes sollen in dem Schwellenland 30 Millionen Mitarbeiter im Gesundheitswesen und aus anderen Risikobereichen geimpft werden. Danach folgen bis Juli rund 270 Millionen Menschen über 50 Jahren und Risikopatienten.
Biontech: Impfstoff-Lieferungen für Europa schon ab 25. Januar wieder planmäßig
Das Mainzer Unternehmen Biontech hat nach der Ankündigung wochenlanger Lieferverzögerungen bei den Corona-Impfdosen für Europa durch seinen Partner Pfizer eine schnellere Normalisierung der Lieferungen zugesichert. "Ab der Woche vom 25. Januar werden wir wieder zum ursprünglichen Zeitplan für die Lieferungen zurückkehren", erklärte Biontech am Freitag in Mainz. Nachdem dann zunächst 100 Prozent der Europa zugesicherten Impfdosen geliefert werden könnten, würden die Auslieferungen ab dem 15. Februar sogar gesteigert.
Biden kündigt "tausende" neue Impfzentren an
Im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat der künftige US-Präsident Joe Biden die Einrichtung "tausender" Impfzentren im ganzen Land versprochen. Seine Regierung werde die Bundesressourcen für kommunale Impfzentren und mobile Gesundheitskliniken aufstocken, um die Impfkampagne zu beschleunigen, kündigte Biden am Freitag in seiner Heimatstadt Wilmington an. Sein Plan sieht außerdem die Finanzierung von 100.000 Mitarbeitern des öffentlichen Gesundheitswesens für die Impf-Aufklärung und Kontaktverfolgung vor.
Schwedisches Königspaar gegen Corona geimpft
Das schwedische Königspaar ist am Freitag gegen das Coronavirus geimpft worden. König Carl XVI. Gustaf und Königin Silvia erhielten die erste Dosis des Impfstoffs auf Schloss Stenhammar etwa 120 Kilometer südwestlich von Stockholm, teilte der Königspalast mit. "Ich hoffe, dass alle, die in den kommenden Monaten die Möglichkeit haben, sich impfen zu lassen, sich dafür entscheiden werden", richtete sich Carl XVI. Gustaf in einer Erklärung an seine Landsleute.
WHO drängt zu mehr Tempo bei Corona-Forschung und Impfkampagnen
Angesichts von weltweit mehr als zwei Millionen Corona-Toten drängt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die internationale Gemeinschaft zu mehr Geschwindigkeit bei Forschung und Impfkampagnen. Das Notfallkomitee der WHO mahnte nach einer Dringlichkeitssitzung an, die Sequenzierung der genetischen Codes des Coronavirus auszuweiten. Zudem sollen Wissenschaftler weltweit stärker zusammenarbeiten, um "schwerwiegende Wissenslücken" über die jüngst entdeckten Virusmutationen zu schließen. WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus forderte mehr Tempo bei den weltweiten Impfkampagnen.
WHO-Notfallkomitee gegen Corona-Impfnachweis für Reisen
Das Notfallkomitee der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sich vorerst gegen eine Corona-Impfbescheinigung als Bedingung für internationale Reisen ausgesprochen. Es gebe noch zu viele offene Fragen zur Wirksamkeit der Impfstoffe, die zudem weiter nicht in ausreichender Menge verfügbar seien, erklärte das Gremium am Freitag. Zudem rief das Notfallkomitee dazu auf, angesichts der zuletzt entdeckten Mutationen die Sequenzierung der genetischen Codes des Coronavirus weltweit auszuweiten.
Dieb flüchtet mit Tempo 15 in Streufahrzeug vor Polizei
Mit waghalsigen 15 Stundenkilometern hat ein von der Polizei ertappter Dieb eines Streufahrzeugs in Kiel einen Fluchtversuch unternommen. Wie die Beamten in der schleswig-holsteinischen Hauptstadt am Freitag erklärten, war dies die Höchstgeschwindigkeit des Gefährts. Allerdings ignorierte der Mann alle Anhaltesignale und rammte einen Streifenwagen, der sich vor ihn setzte und ihn ausbremsen wollte. Am Ende gelang dem Mann dann unerkannt die Flucht zu Fuß.
Iglu in Augsburger Park dient als verbotener Treffpunkt
In einem Park im bayerischen Augsburg haben Polizisten am Donnerstagabend ein verbotenes Treffen mehrerer Menschen in einem selbstgebauten Iglu gestört. Wie die Beamten am Freitag mitteilten, entdeckte eine Streifenwagenbesatzung die Behausung bei einer Kontrollfahrt in dem Park. Mehrere Menschen rannten beim Anblick der Polizisten in verschiedene Richtungen davon. Diesen gelang es aber, einen 22-Jährigen einzuholen.
Gericht: Keine Genehmigung für Abschuss von Wölfin im Eilverfahren
Der nordrhein-westfälische Kreis Wesel kann nicht im Eilverfahren dazu verpflichtet werden, die Genehmigung zur Tötung einer Wölfin zu erteilen. Den entsprechenden Antrag eines Schäfers lehnte das Verwaltungsgericht Düsseldorf ab, wie das Gericht am Freitag mitteilte. Im vorliegenden Fall geht es um die laut Medienberichten seit 2018 im Wolfsgebiet Schermbeck lebende Wölfin "Gloria". (Az. 28 L 2558/20)
Mehr als 40 Tote und hunderte Verletzte durch Erdbeben in Indonesien
Bei einem Erdbeben auf der indonesischen Insel Sulawesi sind mehr als 40 Menschen ums Leben gekommen, hunderte weitere wurden verletzt. Besonders schwer traf es Mamuju, die Hauptstadt der Provinz Westsulawesi. Dort stürzten bei dem Beben in der Nacht zum Freitag ein Krankenhaus und weitere Gebäude komplett ein, zahlreiche Menschen wurden unter den Trümmern begraben.
Berlusconi nach Behandlung wegen Herzproblemen wieder aus Krankenhaus entlassen
Der frühere italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat einen Tag nach der Behandlung seiner Herz-Rhythmus-Störungen das Krankenhaus wieder verlassen. Ein Sprecher seiner Partei Forza Italia bestätigte, dass der 84-Jährige am Freitag wieder aus dem Herz-Thorax-Zentrum in Monaco entlassen wurde. Berlusconi selbst hatte am Donnerstag auf Facebook von einer Routineuntersuchung berichtet und versichert, er sei bei "guter Gesundheit".
Pfizer warnt laut norwegischen Behörden vor Impfstoff-Lieferkürzungen für Europa
Der US-Pharmagigant Pfizer hat nach Angaben der norwegischen Behörden vor anstehenden Lieferkürzungen bei dem gemeinsam mit dem Mainzer Unternehmen Biontech entwickelten Impfstoff gegen das Coronavirus gewarnt. "Die vorübergehende Kürzung wird alle europäischen Länder betreffen", erklärte am Freitag das staatliche Gesundheitsinstitut in Oslo. Die Kürzungen würden "ab kommender Woche" erfolgen, Pfizer wolle in der Zeit seine Produktionskapazitäten verbessern.
Marianne Faithfull kann nach Covid-19-Erkrankung womöglich nie mehr singen
Die britische Sängerin und Schauspielerin Marianne Faithfull kann nach ihrer schweren Covid-19-Erkrankung womöglich nie mehr singen. Monate nach ihrer Infektion leide sie noch immer an den Auswirkungen der durch das Coronavirus ausgelösten Krankheit, sagte die 74-Jährige Ikone dem "Guardian" (Freitagsausgabe). "Meine Lunge funktioniert noch immer nicht richtig", sie müsse immer noch regelmäßig ans Sauerstoffgerät.
Offenbar weniger Sachschäden durch Feuerwerk zu Jahreswechsel
An Silvester und Neujahr hat es in Deutschland wahrscheinlich weniger Sachschäden durch Feuerwerk als in den Vorjahren gegeben. Das berichtete der "Spiegel" am Freitag unter Berufung auf Einschätzungen mehrerer großer Versicherungen. Ursache für den Rückgang sind demnach wohl die Corona-Maßnahmen.
Polizisten klingeln in Nürnberg an falscher Tür und finden ein Kilogramm Drogen
Durch Zufall hat die Polizei in Nürnberg ein Kilogramm Drogen in einer Wohnung gefunden. Die Beamten wollten einen Haftbefehl vollstrecken und klingelten an einer Tür, wie die Polizei Mittelfranken am Freitag mitteilte. Es stellte sich heraus, dass es die falsche Wohnung war - den Beamten fiel aber auf, dass aus dieser ein "erheblicher Geruch von Marihuana" drang.
Polizei löst illegales Treffen in Keller von Hamburger Shisha-Bar auf
Im Keller einer Hamburger Shishabar haben Polizisten am Donnerstagabend eine verbotene Versammlung aufgelöst. Insgesamt seien 18 Menschen angetroffen worden sowie mehrere glühende Pfeifen entdeckt worden, teilten die Beamten in der Hansestadt am Freitag mit. Auf das Geschehen aufmerksam wurden sie demnach bei einem größeren Kontrolleinsatz, bei dem Shishabars auf möglichen illegalen Betrieb überprüft wurden.
Mann im Ruhrgebiet fährt zufällig hinter seinem gestohlenen Pizzataxi her
Der Inhaber einer Pizzeria im Ruhrgebiet hat bei einer Autofahrt zufällig sein tags zuvor gestohlenes Pizzataxi entdeckt. Der 31-Jährige wählte am Donnerstagabend den Polizeinotruf und gab an, er fahre gerade hinter seinem am Vortag gestohlenen Wagen her, wie die Bochumer Polizei am Freitag mitteilte.
Alte Baseball-Sammelkarte für 5,2 Millionen Dollar versteigert
Eine Baseball-Sammelkarte aus dem Jahr 1952 ist in den USA für 5,2 Millionen Dollar (knapp 4,3 Millionen Euro) versteigert worden. Dies sei ein weltweiter Rekorderlös, teilte das Auktionshaus PWCC Marketplace am Donnerstag (Ortszeit) mit. Glücklicher neuer Besitzer der Sammelkarte, die Spieler-Legende Mickey Mantle zeigt, sei der Schauspieler und Geschäftsmann Rob Gough.
Rapper "Fler" erneut vor Berliner Amtsgericht
Vor dem Amtsgericht Berlin-Tiergarten hat am Freitag im zweiten Anlauf ein Prozess gegen den Rapmusiker "Fler" begonnen. Zu Beginn der Verhandlung wurde die Anklage erneut verlesen, wie eine Gerichtssprecherin sagte. Angeklagt ist der Musiker, der mit bürgerlichem Namen Patrick Losenský heißt, unter anderem wegen Beleidigung, Sachbeschädigung und Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Der erste Anlauf zu dem Prozesses war Ende November wegen einer Erkrankung des Musikers geplatzt.
Australische Experten retten vermeintliche Renntaube aus den USA vor dem Tod
Eine vermeintlich aus den USA bis ins australische Melbourne gereiste Renntaube steht vor ihrer Begnadigung: "Joe" sollte eigentlich wegen Missachtung der Quarantäneregeln am Freitag eingeschläfert werden, doch kurz davor fanden Experten nach eigenen Angaben heraus, dass der Vogel gar nicht aus den USA stammt. Bei dem Ring, der ihn als eine seit einem Flugwettbewerb im 15.000 Kilometer entfernten Alabama vermisste Brieftaube ausweist, ist demnach vermutlich ein aus dem Internet heruntergeladenes Imitat.
Zahl der Corona-Infektionen in Europa steigt auf über 30 Millionen
Die Zahl der Corona-Infektionen in Europa hat am Freitagmorgen die Schwelle von 30 Millionen überschritten. Dies geht aus einer auf Behördenangaben der einzelnen Länder beruhenden Zählung der Nachrichtenagentur AFP hervor. Damit ist Europa weltweit die Region mit den meisten Corona-Infektionen.
Polizei löst Hochzeitsfeier mit rund 30 Teilnehmern in NRW auf
Wegen Verstößen gegen die Corona-Auflagen hat die Polizei eine lautstarke Hochzeitsfeier mit rund 30 Teilnehmern im nordrhein-westfälischen Werdohl aufgelöst. Die Beamten wurden am Donnerstagabend über Partylärm in einem Wohnhaus informiert, wie die Polizei am Freitag in Iserlohn mitteilte. Bereits vor dem Haus versuchten mehrere Menschen demnach, die Polizisten am Betreten zu hindern.
Anklage gegen 55-Jährigen wegen Kindesmissbrauchs in Dresden
Die Staatsanwaltschaft Dresden hat wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern Anklage gegen einen 55-Jährigen erhoben. Der Mann soll unter anderem über vier Jahre hinweg einen Jungen missbraucht haben, wie die Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilte. Das Verfahren ist demnach Teil des Ermittlungskomplexes von Münster.
Anklage gegen 54-Jährigen wegen Kindesmissbrauchs in Dresden
Die Staatsanwaltschaft Dresden hat wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern Anklage gegen einen 54-Jährigen erhoben. Der Mann soll unter anderem über vier Jahre hinweg einen Jungen missbraucht haben, wie die Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilte. Das Verfahren ist demnach Teil des Ermittlungskomplexes von Münster.
Deutschland: Nun zwei Millionen Corona-Infektionen
Die Zahl der Coronavirus-Infektionen in Deutschland seit Beginn der Pandemie hat die Marke von zwei Millionen Fällen überschritten. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Freitagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden innerhalb von 24 Stunden 22.368 neue Ansteckungsfälle registriert. Die Gesamtzahl der Infektionen wuchs damit auf 2.000.958. Laut RKI wurden zudem innerhalb eines Tages 1133 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion verzeichnet. Die Gesamtzahl der erfassten Corona-Toten in Deutschland seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 44.994. Am Donnerstag hatte das RKI mit 1244 Corona-Toten einen neuen Höchstwert bekanntgegeben. Gezählt werden dabei sowohl Menschen, die unmittelbar an der Erkrankung verstarben, als auch Menschen mit Vorerkrankungen, die mit dem Coronavirus infiziert waren und bei denen sich die genaue Todesursache nicht abschließend nachweisen lässt. Die Zahl der von einer Corona-Infektion genesenen Menschen in Deutschland bezifferte das RKI mit rund 1.641.200. Die Sieben-Tage-Inzidenz betrug am Freitag 146,1 und war damit etwas niedriger als am Vortag. Bei dem Wert handelt es sich um die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in diesem Zeitraum. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist ein wesentlicher Maßstab für die Verhängung und Lockerung von Maßnahmen gegen die Ausbreitung des neuartigen Virus. Ziel der Bundesregierung ist es, die Inzidenz auf unter 50 zu drücken. Wegen der hohen Infektionszahlen gilt seit Mitte Dezember in ganz Deutschland ein harter Lockdown, der vorerst bis zum 31. Januar befristet ist. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will aber bereits in der kommenden Woche den nächsten Corona-Krisengipfel mit den Länder-Regierungschefs abhalten, wie die Nachrichtenagentur AFP am Donnerstagabend von Teilnehmern einer CDU-Präsidiumssitzung erfuhr. Merkel plädierte demnach in der Sitzung auch für eine Verschärfungen der Restriktionen. RKI-Direktor Lothar Wieler hatte zuvor am Donnerstag den derzeitigen Lockdown als unzureichend bezeichnet. (I. Johansson--BTZ)
Tote und Verletzte bei Erdbeben (6,2) in Indonesien
Bei einem Erdbeben auf der indonesischen Insel Sulawesi sind mindestens über dreißig Menschen getötet und weitere 424 verletzt worden. Die Behörden fürchteten, dass nach dem Beben der Stärke 6,2 in der Nacht zum Freitag (Ortszeit) die Opferzahl noch steigen könnte. In der Stadt Mamuju in der Provinz West-Sulawesi stürzte ein Krankenhaus ein. Die Rettungskräfte suchten in Trümmern nach dutzenden vermissten Patienten und Hospital-Mitarbeitern. Die Einsatzkräfte bemühten sich fieberhaft auch um die Bergung einer achtköpfigen Familie, deren Haus kollabiert war. Auch ein Hotel wurde stark beschädigt. In ersten Angaben hatten die Behörden noch mitgeteilt, dass das Hotel komplett eingestürzt sei, was sich aber nicht als korrekt erwies. Das Epizentrum des Bebens lag nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS 36 Kilometer südlich von Mamuju. Das ganze Ausmaß der Schäden war zunächst noch nicht überschaubar. Von den Rettungsdiensten verbreitete Bilder zeigten die Ruinen völlig zerstörter Gebäude. "Straßen sind aufgeplatzt und viele Gebäude eingestürzt", sagte der 28-jährige Hendra, ein Einwohner von Mamuju. "Das Beben war sehr stark (...). Ich bin aufgewacht und mit meiner Frau fortgerannt." In Indonesien gibt es immer wieder starke Erdbeben. Der südostasiatische Inselstaat liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, wo sich mehrere Erdplatten treffen und die seismische Aktivität besonders hoch ist. Im Jahr 2018 waren bei einem Beben der Stärke 7,5 und einem Tsunami auf Sulawesi rund 4300 Menschen ums Leben gekommen. (A. Williams--BTZ)
Prozess gegen tagelang im Schwarzwald flüchtigen Yves R. in Offenburg begonnen
Vor dem Landgericht im baden-württembergischen Offenburg hat am Freitag der Prozess gegen den bewaffneten Waldläufer Yves R., nach dem im vergangenen Sommer tagelang gefahndet wurde. Der Mann hatte am 12. Juli vier Polizisten entwaffnet und wurde von Polizeihundertschaften im Schwarzwald bei Oppenau gesucht. Die großangelegte Suche, die auch zur Schließung von Schulen und Geschäften in Oppenau führte, sorgte bundesweit für Schlagzeilen.
Dakar: Französischer Motorrad-Pilot Cherpin (52 ✝)verstorben
Die 43. Rallye Dakar ist am Schlusstag von einem Todesfall überschattet worden. Der französische Amateur-Motorradfahrer Pierre Cherpin erlag am Freitag beim Transfer aus Dschidda in die Heimat seinen schweren Kopfverletzungen, die er sich bei einem Sturz auf der siebten Etappe zugezogen hatte. Das teilten die Veranstalter mit. Cherpin wurde 52 Jahre alt.