Letzte Nachrichten
BUND will "sofortigen Neubaustopp" für Autobahnen und Bundesstraßen
Die Umweltschutzorganisation BUND hat große Straßenbauprojekte der Bundesregierung als umweltschädlich und unwirtschaftlich kritisiert und einen Baustopp für Autobahnen sowie große Bundesstraßen gefordert. Diese seien nicht mehr zeitgemäß; die Proteste gegen den Ausbau der Autobahn 49 in Hessen hätten "diesen Konflikt deutlich aufgezeigt", erklärte der BUND-Vorsitzende Olaf Bandt am Dienstag. "Viele weitere klimaschädliche, naturzerstörende, überteuerte und unnötige Fernstraßenprojekte" könnten noch verhindert werden.
Kontaktminimierung statt Olympia-Flair: IOC veröffentlicht "Playbook" für Athleten
Kein Sightseeing, wenig Bewegungsfreiheit und Kontakte - und das alles auf eigene Gefahr: Die Teilnehmer an den Sommerspielen in Tokio müssen angesichts der Corona-Pandemie auf ganz viel vom einzigartigen Olympia-Flair verzichten. So sieht es zumindest die erste Version des offiziellen "Playbooks" für Sportler vor, die das Internationale Olympische Komitee (IOC) am Dienstag veröffentlichte.
Ägypten öffnet Grenze zu Gazastreifen auf unbestimmte Zeit
Ägypten hat seine Grenze zum unter israelischer Blockade stehenden Gazastreifen am Dienstag auf unbestimmte Zeit geöffnet. "Dies ist das erste Mal seit Jahren, dass der Rafah-Übergang unbefristet geöffnet wurde", sagte ein Vertreter aus Sicherheitskreisen am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. In der Vergangenheit sei die Grenzöffnung zum Gazastreifen in der Regel nur für drei oder vier Tage erfolgt.
Heftiger Schneefall in Großbritannien bremst Impfkampagne
In Großbritannien erschweren massive Schneefälle die Impfkampagne gegen das Coronavirus. Mehrere Impfzentren mussten am Dienstag wegen der Wetterbedingungen geschlossen bleiben, etwa in den Städten Ipswich und Colchester im Osten Englands. Auch mehrere Schulen, die noch für Notbetreuung während der Pandemie geöffneten waren, blieben geschlossen.
Ermittlungen zum Tod von argentinischer Fußball-Legende Maradona ausgeweitet
Gut zwei Monate nach dem Tod der argentinischen Fußball-Legende Diego Maradona hat die Justiz die Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung auf drei weitere Verdächtige ausgeweitet. Untersucht werde nun auch die Rolle eines Psychologen, eines Pflegers und einer Pflegerin, berichteten argentinische Medien am Montag unter Berufung auf eine Justizquelle. Die drei Verdächtigen sollen demnach noch in dieser Woche von der zuständigen Generalstaatsanwaltschaft in San Isidro befragt werden.
Umwelthilfe veröffentlicht geheimen Brief von Scholz zu Nord Stream 2
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat am Dienstag ein geheimes Schreiben von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) veröffentlicht, in dem dieser den USA im vergangenen Jahr Milliardenzahlungen im Gegenzug für einen Verzicht auf Sanktionen gegen die umstrittene Gaspipeline Nord Stream 2 in Aussicht gestellt haben soll. In dem Brief bietet Scholz demnach an, den Import von Fracking-Gas aus den USA mit einer Milliarde Euro aus deutschen Steuermitteln zu fördern.
Vor Bund-Länder-Gipfel zu Corona zeichnet sich weitere Lockdown-Verlängerung ab
Die Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland verlangsamt sich deutlich - ein baldiges Ende der Lockdown-Maßnahmen ist aber nicht in Sicht. Bereits vor den Spitzenberatungen von Bund und Ländern am Mittwoch bestand kein Zweifel daran, dass die Auflagen über den 14. Februar hinaus verlängert werden. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Länderchefs wollen sich in der Runde aber auch mit der Frage beschäftigen, wie eine längerfristige Öffnungsperspektive aussehen könnte - Vorrang sollen hier Kitas und Schulen haben.
Deutschlandweit weiterhin große Probleme durch extremes Winterwetter
Massiver Schneefall und eisige Kälte haben Deutschland auch am Dienstag weiter im Griff gehabt. Wegen des winterlichen Extremwetters waren unter anderem Autobahnen blockiert und der Bahnverkehr in vielen Teilen des Landes gestört. Durch den Zustrom kalter Polarluft breitete sich laut Wetterdienst derweil insbesondere in den nördlichen und östlichen Regionen teils strenger Frost aus.
Flughäfen warnen vor massivem Arbeitsplatzverlust
Vor den für Mittwoch geplanten Gesprächen zur Lage der deutschen Verkehrsflughäfen in der Corona-Krise hat der Flughafenverband ADV erneut auf die existenzbedrohende Situation der Airports verwiesen und schnelles Handeln angemahnt. "Die wirtschaftlichen Nöte wachsen und damit die Gefahr wegbrechender Bruttowertschöpfung und der Verlust von zehntausenden Arbeitsplätzen", erklärte der ADV am Dienstag. "Akut bedroht" sei die Existenz von einem Viertel der über 180.000 Arbeitsplätze.
Supremes-Mitbegründerin Mary Wilson mit 76 Jahren gestorben
Die Mitbegründerin der Band The Supremes, Mary Wilson, ist Medienberichten zufolge im Alter von 76 Jahren gestorben. Die Motown-Sängerin sei am Montag in ihrem Haus in Las Vegas gestorben, sagte ihr Sprecher Jay Schwartz am Dienstag dem Promi-Portal "ET News". Zu den Todesumständen könne er keine Angaben machen.
Studie: Weltweit Millionen Tote jährlich durch Nutzung fossiler Brennstoffe
Weltweit einer von fünf Todesfällen bei Menschen ab 15 Jahren geht laut einer Studie auf die Luftverschmutzung durch die Verbrennung fossiler Energieträger zurück. Laut der am Dienstag in der Zeitschrift "Environmental Research" veröffentlichten Untersuchung starben 2018 mehr als acht Millionen Menschen ab 15 Jahren an den Folgen der Verbrennung von Kohle, Benzin, Diesel und anderer fossiler Brennstoffe.
Kritik an mangelndem Engagement von Rüstungsfirmen gegen Korruption
Die internationale Antikorruptionsorganisation Transparency International hat ein mangelndes Engagement deutscher Rüstungsunternehmen bei der Korruptionsbekämpfung kritisiert. In diesem Sektor sei die Gefahr von Bestechung oder Bestechlichkeit besonders hoch, erklärte der Verteidigungsexperte der Organisation, Peter Conze, am Dienstag in Berlin. Zugleich sei weltweit das Interesse bei den beteiligten Unternehmen gering, gegen Korruption vorzugehen.
Schwieriger Jahresstart: Voss-Tecklenburg will Problemen trotzen
Trotz der logistischen Einschränkungen und pandemiebedingten Personalprobleme geht Fußball-Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg das neue Länderspieljahr voller Ehrgeiz und Optimismus an. "Es sind noch immer schwierige Bedingungen. Aber wir sind auf einem tollem Weg und wollen uns mit Topteams messen, um zu sehen, wie weit wir in unserer Entwicklung sind", sagte Voss-Tecklenburg bei einer digitalen Pressekonferenz am Dienstag.
Historischer zweiter Impeachment-Prozess gegen Trump beginnt
Vor dem US-Senat beginnt am Dienstag der historische zweite Impeachment-Prozess gegen den früheren Präsidenten Donald Trump. Dem Republikaner wird wegen der Erstürmung des Kapitols vor gut einem Monat "Anstiftung zum Aufruhr" zur Last gelegt. Das Verfahren im Senat beginnt um 13.00 Uhr (Ortszeit; 19.00 Uhr MEZ). Eine Verurteilung Trumps, der dem Verfahren fern bleiben wird, gilt angesichts der Mehrheitsverhältnisse im Senat als extrem unwahrscheinlich.
Urteil: Ostsee-Ferienwohnung darf nicht an Geimpfte oder Genesene vermietet werden
Besitzer einer Ferienwohnung in Mecklenburg-Vorpommern dürfen derzeit nicht an geimpfte oder von Covid-19 genesene Touristen vermieten. Es sei nicht sicher, ob diese Menschen weiter das Virus übertragen könnten, begründete das Verwaltungsgericht Greifswald am Dienstag seine Entscheidung. Geklagt hatten die Eigentümer einer Wohnung in Heringsdorf an der Ostsee. (Az. 4 B 122/21 HGW)
US-Essenslieferdienst DoorDash schluckt Salat-Roboter-Startup
Der US-Essenslieferdienst DoorDash hat das Startup Chowbotics gekauft - einen Hersteller von Robotern, die in Windeseile Salate und andere Speisen zubereiten können. Bei DoorDash gelistete Anbieter sollen so ihre Menüs erweitern und neue Bereiche und Kunden erschließen können, "ohne in einen komplett neuen Laden investieren zu müssen", erklärte DoorDash am Montag. Wieviel Geld der Lieferdienst für das Roboter-Startup zahlte, wurde nicht bekannt.
FDP legt Stufenplan zum Ausstieg aus dem Lockdown vor
Vor den Bund-Länder-Beratungen über die Fortsetzung des Lockdown hat die FDP-Bundestagsfraktion einen eigenen Ausstiegsplan vorgelegt. Der Plan sieht im Kern vor, dass bundesweit einheitliche Maßnahmen ergriffen werden, wenn genau festgelegte Schwellenwerte bei der Ausbreitung der Infektion über- oder unterschritten werden. Eine Rückkehr von der gegenwärtigen Lockdown-Lage hin zur Normalität sollte den FDP-Vorstellungen zufolge in sechs Stufen erfolgen. Am Mittwoch berät der Bundestag über die Vorlage.
WHO-Expertenmission kann Ursprung der Corona-Pandemie nicht klären
Die Expertenmission der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat während ihres vierwöchigen Aufenthalts in China den Ursprung der Corona-Pandemie nicht klären können. Es sei weiter unbekannt, von welchem Tier der Erreger auf den Menschen übergegangen sein könnte, teilten die WHO-Experten mit ihren chinesischen Kollegen am Dienstag bei ihrer Abschluss-Pressekonferenz in Wuhan mit. Sie fanden keine Hinweise auf Corona-Infektionen vor Dezember 2019 und verwarfen weitestgehend die These eines Entweichens des Virus aus einem Labor in Wuhan.
WHO-Experten: Tier als Auslöser von Corona-Pandemie weiter nicht identifiziert
Die Expertenmission der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat während ihres mehrwöchigen Aufenthalts in China nicht klären können, wie das neuartige Coronavirus auf den Menschen übergegangen ist. Das Tier, auf das die Übertragung auf den Menschen vermutlich zurückzuführen sei, sei noch nicht gefunden worden, teilten die WHO-Experten und ihre ebenfalls an der Untersuchung beteiligten chinesischen Kollegen am Dienstag bei einer Abschluss-Pressekonferenz in Wuhan mit.
Minustemperaturen erhöhen Herzinfarktrisiko
Die derzeitigen Minustemperaturen erhöhen das Risiko für einen Herzinfarkt. Besonders gefährdet sind Herzpatienten, die daher bei Temperaturen unter null Grad Celsius besonders vorsichtig sein und große Anstrengungen wie Schneeschippen vermeiden sollten, wie die Deutsche Herzstiftung am Dienstag in Frankfurt am Main mitteilte.
Online-Finanzdienstleister Robinhood nach Suizid eines Nutzers unter Druck
Nach dem Suizid eines jungen Nutzers der App Robinhood hat die Familie des Opfers den US-Finanzdienstleister verklagt. Robinhood ziehe mit "aggressiven Taktiken und Strategien" junge unerfahrene Investoren an, damit diese "große Risiken für den Reiz verlockender Gewinne aufnehmen", heißt es in der am Montag in Santa Clara im Bundesstaat Kalifornien eingereichten Klage. Der 20-jährige Alex K. hatte sich im Juni vergangenen Jahres das Leben genommen.
Junger Fahrer ohne Führerschein bleibt auf Weg zu Restaurant im Schnee stecken
Ohne gültigen Führerschein hat sich ein junger Mann in Niedersachsen bei einem Ausflug zu einem Fastfoodrestaurant im Schnee festgefahren. Wie die Polizei in Diepholz erklärte, blieb der 20-Jährige in der Nacht zum Dienstag gegen 03.00 Uhr in Stuhr bei Bremen mit dem Auto seines Vaters liegen, das er sich für seine Fahrt zuvor ungefragt ausgeliehen hatte.
Enke sorgt sich um Sportler-Nachwuchs - Corona eine "Tragödie"
Teresa Enke sorgt sich in den schweren Zeiten der Corona-Pandemie besonders um die Psyche der jungen Sportler. Die 43-Jährige hatte 2010, im Jahr nach dem Freitod ihre Ehemannes Robert Enke, die gleichnamige Stiftung im Kampf gegen die Krankheit Depression gegründet. Gerade der Nachwuchs, sagt sie, habe im anhaltenden Lockdown darunter zu leiden.
Pentagon: US-Soldaten nicht mit Schutz von Öl-Quellen in Syrien beauftragt
Entgegen den Angaben des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump sollen US-Soldaten in Syrien vor allem die Überbleibsel der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bekämpfen und nicht Öl-Quellen schützen. Die Soldaten seien "nicht autorisiert, Unterstützung für private Firmen zu leisten", sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Montag in Washington. Trump hatte die US-Truppen in Syrien 2019 nach dem Zusammenbruch des IS-"Kalifats" drastisch reduziert und nur eine kleine Truppe zurückgelassen, um das Öl zu "schützen".
Barty startet furios - Asarenka nach Atemnot ausgeschieden
Die Weltranglistenerste Ashleigh Barty hat ihr Grand-Slam-Comeback für eine Machtdemonstration genutzt. Die 24-jährige Australierin erteilte der Montenegrinerin Danka Kovinic im Erstrundenduell der Australian Open beim 6:0, 6:0 in nur 44 Minuten die Höchststrafe.
Suche nach mehr als 170 Vermissten nach Gletscherabbruch in Indien fortgesetzt
Nach der offenbar durch einen Gletscherabbruch ausgelösten Sturzflut im indischen Himalaya ist die verzweifelte Suche nach den mehr als 170 Vermissten am Dienstag fortgesetzt worden. Hunderte Einsatzkräfte arbeiteten die ganze Nacht durch. Bis zum Morgen befreiten sie unterstützt durch einen riesigen Bagger 120 Meter eines verschütteten Tunnels von Schlamm und Felsen, wie die örtlichen Behörden im Onlinedienst Twitter mitteilten.
Landkreis scheitert mit Verfassungsbeschwerde wegen Sorgerechts für 13-Jährige
Das Bundesverfassungsgericht hat die Klage eines Landkreises wegen des Sorgerechts für eine 13-Jährige nicht zur Entscheidung angenommen. Der Landkreis könne die Rechte des Kinds nicht geltend machen und sich auch nicht auf die Verletzung eigener Rechte berufen, teilte das Gericht am Dienstag in Karlsruhe mit. Es ging um die Frage, ob das Mädchen bei seiner Mutter leben kann, deren Lebensgefährte wegen Kindesmissbrauchs verurteilt wurde. (Az. 1 BvR 1395/19)
Total in Corona-Krise mit Milliardenverlust
Der französische Mineralölkonzern Total ist wegen der Corona-Pandemie tief in die roten Zahlen gerutscht. Im vergangenen Jahr verzeichnete der Konzern einen Nettoverlust von 7,2 Milliarden US-Dollar (knapp sechs Milliarden Euro), wie Total am Dienstag in Paris mitteilte. Zuvor hatten auch die Konkurrenten Shell, BP und Exxon Mobil Milliardenverluste verkündet.
Australian Open: Barthel verhindert Debakel der deutschen Frauen
Mona Barthel hat mit ihrem Erstrundensieg bei den Australian Open ein Debakel der deutschen Tennisspielerinnen verhindert. Die 30-Jährige aus Neumünster schlug die Italienerin Elisabetta Cocciaretto 3:6, 6:4, 6:4 und kam als einzige deutsche Spielerin weiter. Zuletzt hatte 2004 in Wimbledon eine zweite Runde bei einem Grand-Slam-Turnier ohne eine Vertreterin des Deutschen Tennis Bundes (DTB) stattgefunden.
Barthel verhindert Debakel der deutschen Frauen
Mona Barthel hat mit ihrem Erstrundensieg bei den Australian Open ein Debakel der deutschen Tennisspielerinnen verhindert. Die 30-Jährige aus Neumünster schlug die Italienerin Elisabetta Cocciaretto 3:6, 6:4, 6:4 und kam als einzige deutsche Spielerin weiter. Zuletzt hatte 2004 in Wimbledon eine zweite Runde bei einem Grand-Slam-Turnier ohne eine Akteurin des Deutschen Tennis Bundes (DTB) stattgefunden.
CSU bringt mögliche Grenzschließung zu Österreich ins Gespräch
Angesichts der Corona-Lockerungen in Österreich bei gleichzeitig hohen Infektionszahlen wird in Bayern über eine Schließung der Grenzen nachgedacht. "Das, was Österreich macht, ist aus unserer Sicht unverantwortlich", sagte CSU-Generalsekretär Markus Blume am Dienstag in der Sendung "Frühstart" von RTL und n-tv. In dem Nachbarland breiten sich Virus-Mutanten aus Großbritannien und Südafrika stark aus, insbesondere in Tirol.
Justizministerium will den Hass in Messenger-Diensten stoppen
Das Bundesjustizministerium setzt im Kampf gegen Verschwörungstheorien und Hass im Internet auf eine europäische Lösung. Dies sei notwendig, da ganz Europa mit Hass, Hetze und gefährlichen Falschinformationen im Netz zu kämpfen habe, sagte Staatssekretär Christian Kastrop dem "Handelsblatt". Ein schnelleres nationales Vorgehen forderte dagegen gegenüber der Nachrichtenagentur AFP die Grünen-Rechtsexpertin Renate Künast.