Letzte Nachrichten
Zverev scheitert im Viertelfinale an Rekordsieger Djokovic
Alexander Zverev hat mit einer Niederlage gegen Superstar Novak Djokovic sein zweites Halbfinale bei den Australian Open verpasst. Die 23 Jahre alte deutsche Nummer eins unterlag in Melbourne dem Rekordsieger und Titelverteidiger mit 7:6 (8:6), 2:6, 4:6, 6:7 (6:8) Zverevs Traum vom ersten Grand-Slam-Titel ist vorerst geplatzt. Djokovic trifft im Halbfinale auf den russischen Qualifikanten Aslan Karazew.
Spahn kündigt kostenlose Schnelltests ab 1. März an
Kostenlose Corona-Schnelltests sollen ab dem 1. März für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung stehen. Das kündigte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Dienstag in Berlin an. Diese Tests können allerdings nur von geschultem Personal vorgenommen werden.
Weitere Anklage gegen Suu Kyi in Myanmar
Die Militärjunta in Myanmar hat den Druck auf die bisherige De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi verstärkt und eine weitere Anklage gegen die 75-Jährige erheben lassen. Der unter Hausarrest stehenden Friedensnobelpreisträgerin werde nun auch ein Verstoß gegen das "Gesetz zum Management von Naturkatastrophen" vorgeworfen, teilte ihr Anwalt Khin Maung Zaw am Dienstag mit. Die Militärmachthaber blockierten derweil erneut das Internet, die Polizei ging gewaltsam gegen Demonstranten vor.
"War eine unglaublich schöne Zeit": Alaba bestätigt Bayern-Abschied - Ziel offen
Abwehrchef David Alaba wird Klub-Weltmeister Bayern München wie erwartet nach 13 Jahren zum Saisonende verlassen. Wohin der österreichische Fußball-Nationalspieler wechseln wird, verriet er bei seiner Abschieds-Pressekonferenz am Dienstag allerdings nicht. Als heißester Kandidat auf die Verpflichtung des 28-Jährigen gilt der spanische Rekordmeister Real Madrid. Auch der FC Barcelona ist interessiert.
Zusätzliche Stellen und Befugnisse für Kontrolle des Lieferkettengesetzes
Zur Überprüfung der Vorgaben aus dem Lieferkettengesetz wird die zuständige Kontrollbehörde Bafa personell gestärkt und mit zusätzlichen Befugnissen ausgestattet. Wie aus dem Referentenentwurf für das sogenannte Sorgfaltspflichtengesetz hervorgeht, werden 65 zusätzliche Vollzeitstellen geschaffen. Außerdem darf das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) Menschen vorladen, während der Geschäftszeit Betriebsgrundstücke und Geschäftsräume betreten sowie entsprechende Unterlagen einsehen und prüfen.
Welthungerhilfe wegen neuer Heuschreckenplage am Horn von Afrika besorgt
Wegen einer erneuten Heuschreckenplage am Horn von Afrika droht der Region nach Einschätzung der Welthungerhilfe "eine Abwärtsspirale durch Hunger und Armut". Da eine neue Generation der Schädlinge brüte und schlüpfe, sei in Ländern wie Äthiopien, Somalia und Kenia die nächste Ernte bedroht, erklärte die Hilfsorganisation am Dienstag.
Biathlon: DSV-Frauen verpassen Medaillen erneut - Davidova überrascht
Historische Durststrecke statt erhoffter Medaille: Die deutschen Biathletinnen haben auch im WM-Einzel von Pokljuka das Podium verpasst. Franziska Preuß belegte über 15 km mit zwei Fehlern als beste Athletin des Deutschen Skiverbandes (DSV) den siebten Rang. Denise Herrmann musste sich mit Rang 15 zufrieden geben. Auch im sechsten Rennen der Titelkämpfe in Slowenien ging das deutsche Team damit leer aus, das gab es in der WM-Historie noch nie.
Australischer Premier entschuldigt sich nach Vergewaltigungsskandal im Parlament
Der australische Regierungschef hat nach einem mutmaßlichen Vergewaltigungsfall im Parlament um Entschuldigung gebeten. "Das hätte nicht passieren dürfen. Und ich bitte um Entschuldigung", sagte Scott Morrison am Dienstag vor Journalisten in Canberra. Eine ehemalige Regierungsmitarbeiterin hatte der Website news.com.au berichtet, sie sei 2019 von einem Kollegen in einem Ministerbüro im Parlament vergewaltigt worden, und hatte den unangemessenen Umgang ihrer Vorgesetzten mit dem Vorfall beklagt.
Rheinland-pfälzischer Justizminister: Lockerungen im Land verfassungsrechtlich zwingend
Der rheinland-pfälzische Justizminister Herbert Mertin (FDP) hält baldige Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen in seinem Bundesland für verfassungsrechtlich zwingend geboten. Bei einem "stabilen Unterschreiten der Schwelle" von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen müssten laut deutschem Infektionsschutzgesetz "substantielle Öffnungsschritte" eingeleitet werden, erklärte Mertin am Dienstag. In Rheinland-Pfalz liegt die Sieben-Tage-Inzidenz laut den neuesten Daten des Landesuntersuchungsamts vom Montag bei 48,7.
Russlands reichster Mann ist noch reicher geworden
Russlands reichster Mann Wladimir Potanin, Großaktionär des Bergbau-Riesen Norilsk Nickel (Nornickel), hat laut "Forbes" einen neuen Vermögensrekord aufgestellt: Potanin besitze mehr als 30 Milliarden Dollar (24,65 Milliarden Euro), berichtete "Forbes" am Dienstag - laut russischen Medien ist Potanin der erste Russe mit einem so hohen Vermögen. Potanin hält knapp 35 Prozent an Nornickel.
Soloselbstständige können Neustarthilfe von bis zu 7500 Euro beantragen
Von der Corona-Krise hart getroffene Soloselbstständige können jetzt einen einmaligen Zuschuss von bis zu 7500 Euro erhalten. Das Antragsportal dafür sei am Dienstag freigeschaltet worden, sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) nach einem Treffen mit Vertretern von über 40 Verbänden. Diese "Neustarthilfe" könne "jetzt sehr schnell und zügig beantragt werden".
Kasachstan stellt russischen Impfstoff Sputnik V nun selbst her
Die ehemalige Sowjetrepublik Kasachstan hat als erstes Land von Russland die Genehmigung erhalten, den russischen Corona-Impfstoff Sputnik V lokal herzustellen. Wie das Unternehmen Karaganda Pharmaceutical Complex (KPC) am Dienstag im Messerngerdienst Telegram mitteilte, erhielt es von der kasachischen Regierung ein Zertifikat, dass es das Vakzin herstellen dürfe.
Ältere vermissen Solidarität zwischen den Generationen
59 Prozent der Deutschen im Alter ab 50 Jahren glauben, dass es heute weniger Solidarität zwischen den Generationen gibt als früher. Ein Viertel denke dagegen, dass sich nichts verändert habe, erklärte das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) am Dienstag unter Verweis auf eine Befragung unter 3030 Menschen mit. "Der hohe Anteil älterer Personen, die heute Solidarität zwischen den Generationen vermissen, ist überraschend", erklärte DIA-Sprecher Klaus Morgenstern.
Pelosi kündigt Untersuchungskommission zu Kapitol-Erstürmung an
Nach dem Sturm auf das US-Kapitol Anfang Januar hat die demokratische Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, die Einsetzung einer unabhängigen Untersuchungskommission angekündigt. Diese werde Vorgänge und Ursachen des "inländischen Terroranschlags" am 6. Januar mit fünf Toten untersuchen, erklärte Pelosi am Montag (Ortszeit) in Washington.
Französisches Baguette könnte Unesco-Kulturerbe werden
Das Baguette gehört zu Frankreich wie Rotwein, Camembert und Baskenmütze. Nun erwägt die französische Regierung, das Stangenweißbrot bei der UN-Kulturorganisation Unesco als immaterielles Kulturerbe anzumelden, wie es am Dienstag aus dem Kulturministerium in Paris hieß. Allerdings sind noch andere Kandidaten im Rennen.
BDI dringt auf Stufenplan für Pandemiebekämpfung und Lockerungen
Die Industrie hat anlässlich des Spitzentreffens mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) am Dienstag einheitlichere Corona-Schutzmaßnahmen und eine eindeutige Öffnungsstrategie für vom Lockdown betroffene Unternehmen gefordert. "Deutschland fährt bei der Pandemieeindämmung auf Sicht", heißt es in einem Positionspapier des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI). Das Verständnis für die Eindämmungsmaßnahmen sei groß, doch sie müssten "auch über mehrere Wochen hinweg berechenbar" sein.
Prozess gegen früheren Bundeswehrsoldaten wegen Anschlagsplanung beginnt im Mai
Der Prozess gegen den ehemaligen Bundeswehrsoldaten Franco A. wegen eines mutmaßlich geplanten Anschlags beginnt am 18. Mai in Frankfurt am Main. Die Anklage wirft ihm unter anderem die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vor, wie das Frankfurter Oberlandesgericht (OLG) am Dienstag mitteilte. Bis Ende Juni sind zehn Verhandlungstage angesetzt.
Gericht ordnet Aufhebung der nächtlichen Ausgangssperre in den Niederlanden an
Die wegen der Corona-Pandemie verhängte nächtliche Ausgangssperre in den Niederlanden ist einem Gerichtsurteil zufolge unrechtmäßig. Ein Gericht in Den Haag ordnete am Dienstag die sofortige Aufhebung der Maßnahme an. Die Ausgangssperre sei eine "weitreichende Verletzung" der Bewegungsfreiheit und der Privatsphäre, erklärte der Richter. Dieser ohne Einbeziehung des Parlaments verhängte Eingriff in die Grundrechte sei nicht gerechtfertigt gewesen.
Ungewöhnlicher Schnee in Athen und Umgebung sorgt für Verkehrschaos
Die Akropolis in Athen ist über Nacht mit einer Schneedecke überzogen worden. Der im fünften Jahrhundert vor Christus errichtete Parthenon in der antiken Festungsanlage war am Dienstag vor lauter Schnee kaum zu sehen, wie ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Der für Athen ungewöhnliche Schnee bot zwar einen schönen Anblick, sorgte aber für Beeinträchtigungen des Verkehrs und der Corona-Impfungen in der Region.
Beschäftigte der westdeutschen Textil- und Modeindustrie bekommen mehr Geld
Die rund 100.000 Beschäftigten der westdeutschen Textil- und Modeindustrie bekommen mehr Geld. Wie die Gewerkschaft IG Metall und die Arbeitgeber mitteilten, gelang nach langen Verhandlungen am frühen Dienstagmorgen die Einigung auf einen Tarifvertrag. Die Beschäftigten erhalten demnach in diesem Jahr eine steuer- und abgabefreie Corona-Prämie von 325 Euro sowie 2022 höhere Löhne.
Kölner Gericht bietet wegen hoher Nachfrage mehr Termine für Kirchenaustritt an
Wegen der anhaltend hohen Nachfrage nach Terminen für den Kirchenaustritt hat das Kölner Amtsgericht sein Angebot erheblich aufgestockt. Ab März sollen rund 500 zusätzliche Termine pro Monat zur Verfügung stehen, wie das Gericht am Dienstag mitteilte. Bisher waren monatlich tausend Kirchenaustrittstermine angeboten worden. Nach dem Bekanntwerden von Vertuschungsvorwürfen in einem Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche gab es bereits im Januar eine Welle von Austritten.
Kritik an Laschet wegen Distanzierung von Corona-Messzahlen
CDU-Chef Armin Laschet ist mit skeptischen Äußerungen zur Bedeutung von Corona-Inzidenzzahlen auf Kritik bei SPD und Grünen gestoßen. "Wer wie Laschet von erfundenen Grenzwerten spricht, der zerstört Vertrauen in die Corona-Maßnahmen", schrieb SPD-Fraktionsvize Katja Mast am Dienstag im Internetdienst Twitter. Der NRW-Ministerpräsident war mit seinen Äußerungen auf deutliche Distanz zum Kurs von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gegangen.
Konjunkturerwartungen von Finanzexperten steigen deutlich
Mitten im Lockdown schauen deutsche Finanzexperten optimistisch in die Zukunft. Laut Umfrage des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) sind sie zuversichtlich, dass die deutsche Wirtschaft auf Sicht von sechs Monaten wieder auf Wachstumskurs sein wird. Der ZEW-Index stieg im Februar um 9,4 Punkte auf 71,2 Punkte, wie das Zentrum in Mannheim am Dienstag mitteilte.
Umfrage: Jeder Zweite schläft in Pandemie schlecht
Knapp zwei Drittel oder 64 Prozent der Deutschen haben einer Studie zufolge in der Corona-Pandemie andere Schlafgewohnheiten entwickelt. Über alle Altersgruppen hinweg leide die Schlafqualität, teilte die mhplus-Krankenkasse unter Berufung auf eine Umfrage unter mehr als tausend Deutschen mit.
Mindestens 37 Tote bei Busunfall in Zentralindien
Beim Sturz eines Busses in einen Kanal sind im zentralindischen Bundesstaat Madhya Pradesh mindestens 37 Menschen ums Leben gekommen. Der Bus mit mehr als 50 Insassen sei Dienstagfrüh in der Nähe des Dorfes Satna ins Schleudern geraten und in den Kanal gestürzt, sagte Dharamveer Singh von der örtlichen Polizei. Der Such- und Rettungseinsatz sei noch nicht abgeschlossen.
Peter Altmaier: Alle Tests können den Bürgern definitiv helfen
Vor dem Wirtschaftsgipfel mit mehr als 40 Verbänden zur schwierigen Lage vieler Branchen in der Corona-Krise hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) die Bedeutung von Schnelltests etwa für die Gastronomie hervorgehoben. "Die Tests können definitiv helfen", sagte Altmaier nach Information von BERLINER TAGESZEITUNG, in einem aktuellen Interview. Er hoffe auf eine möglichst schnelle Zulassung. Zugleich betonte er, dass die Wirtschaft nicht florieren könne, "wenn wir eine dritte Welle von Infektionen bekommen". Zusätzlich zu den Schnelltests zur Selbstanwendung gebe es "viele andere Stellschrauben und über all diese Dinge werden wir heute sprechen", sagte Altmaier. Das Ergebnis der Beratungen mit den Verbänden am Dienstag werde er unmittelbar danach mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder besprechen. Er sei "sehr gespannt, welche Änderungsvorschläge, welche Wünsche" von den Verbänden geäußert würden. "Das Ganze ist ja nicht ein Einbahnstraßenverkehr, dass der Minister Ansagen macht, sondern es ist ein Dialog, und wir werden gemeinsam alle Probleme besprechen." Altmaier äußerte "volles Verständnis" für die Probleme der Unternehmen, die in ihrer Existenz bedroht seien. "Es ist eine ganz schwere Zeit", sagte er. "Ich weiß, dass viele Geschäfte auch auf eine Öffnungsperspektive warten." Altmaier will per Videokonferenz mit mehr als 40 Verbänden über die schwierige Lage in der Pandemie sprechen. Im Vorfeld des Gipfeltreffens hatten unter anderem der Einzelhandel, das Gastgewerbe und auch die Baumarktbranche eine Öffnungsstrategie angemahnt. Kritik gab es auch an den bisherigen Corona-Hilfen. (L. Andersson--BTZ)
Europäische Verbraucherschützer klagen gegen die App Tiktok
Europäische Verbraucherschützer haben die besonders bei Jugendlichen beliebte App Tiktok ins Visier genommen und Klage gegen das soziale Netzwerk angekündigt. Wie die französische Organisation UFC-Que Choisir am Dienstag mitteilte, will der Europäische Verbraucherverband Klage bei der Europäischen Kommission wegen Vorwürfen von Rechtsverstößen und Datenmissbrauch einreichen. Die unter dem Verband gruppierten Verbraucherschutzorganisationen fordern demnach eine weitreichende Untersuchung der Tiktok-Praktiken.
Staatsanwaltschaft fordert Geldstrafe im Verleumdungs-Prozess gegen Nawalny
Die russische Staatsanwaltschaft hat im Verleumdungsprozess gegen Alexej Nawalny eine Geldstrafe von umgerechnet rund 10.600 Euro für den Kreml-Kritiker gefordert. Die Anklage verlangte am Dienstag außerdem, eine 2014 gegen Nawalny verhängte Bewährungsstrafe in eine Gefängnisstrafe umzuwandeln. Der Regierungsgegner war bereits Anfang Februar wegen angeblicher Verstöße gegen die Bewährungsauflagen aus dem Jahr 2014 zu fast drei Jahren Haft in einer Strafkolonie verurteilt worden.
Bericht: Spahn will Einreisebeschränkungen aus Mutationsgebieten verlängern
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will laut einem Bericht des "Spiegel" die geltenden Beschränkungen für Einreisen aus Coronavirus-Mutationsgebieten zunächst bis Anfang März verlängern. Demnach verschickte Spahn am Montagabend eine entsprechende Kabinettsvorlage an die übrigen Regierungsmitglieder. Darin schreibe Spahn, die Beschränkungen seien für weitere 14 Tage erforderlich.
Militärjunta in Myanmar stellt erneut Internet ab
Ungeachtet internationaler Proteste gegen ihr hartes Vorgehen gegen die Demokratiebewegung haben die Militärmachthaber in Myanmar erneut das Internet blockiert. Landesweit waren die Menschen in der Nacht zum Dienstag ohne Netzzugang. "Sie haben das Internet abgeschaltet, weil sie böse Dinge tun wollen", sagte der 44-jährige Win Tun aus der Wirtschaftsmetropole Rangun. "Wir haben die ganze Nacht nicht geschlafen, um zu sehen, was geschieht."
Deutschland im Verfahren um Kundus-Luftangriff 2009 entlastet
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat Deutschland vom Vorwurf entlastet, den verheerenden Nato-Luftangriff im afghanischen Kundus im Jahr 2009 nicht ausreichend aufgeklärt zu haben. Die Ermittlungen Deutschlands zu dem vom Bundeswehr-Oberst Georg Klein angeordneten Bombardement mit dutzenden zivilen Toten seien gründlich gewesen, entschieden die Straßburger Richter am Dienstag einstimmig. Geklagt hatte der afghanische Familienvater Abdul Hanan, der bei dem Angriff seine beiden jungen Söhne verloren hatte.
Menschenrechtsgericht entlastet Deutschland im Verfahren um Kundus-Angriff
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat Deutschland im Verfahren um den Nato-Luftangriff im afghanischen Kundus im September 2009 entlastet. Die Ermittlungen der deutschen Justiz zu dem Angriff seien ausreichend gewesen, Deutschland habe nicht gegen die Europäische Menschenrechtskonvention verstoßen, urteilten die Straßburger Richter am Dienstag. Geklagt hatte der afghanische Familienvater Abdul Hanan, dessen zwei Söhne bei dem Bombardement auf Befehl von Bundeswehr-Oberst Georg Klein getötet worden waren. Durch den Angriff waren etwa hundert Menschen ums Leben gekommen, darunter dutzende Zivilisten.