Letzte Nachrichten
Boeing sieht "Wendepunkt" nach der Corona-Krise vor sich
Der US-Flugzeugbauer Boeing sieht dieses Jahr als "Wendepunkt" in der Corona-Krise. Im ersten Quartal 2021 machte Boeing noch 537 Millionen Dollar (445 Millionen Euro) Verlust, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. Noch sorge die Corona-Pandemie weltweit für einen "schwierigen Markt", erklärte Boeing-Chef Dave Calhoun. Doch mit Beschleunigung der Impfstoffverteilung werde das laufende Jahr "den Wendepunkt für unsere Branche" bringen.
Feuerwehr befreit mitten in der Nacht 15-Jährigen aus Packstation
Die Feuerwehr hat in Frankfurt am Main mitten in der Nacht einen 15-Jährigen aus einer Packstation befreit. Der Jugendliche blieb unverletzt, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Wie lange er eingesperrt war, war zunächst unklar. Die Einsatzkräfte gingen aber davon aus, dass er über eine Stunde lang in dem Fach gefangen war, wie eine Polizeisprecherin der Nachrichtenagentur AFP sagte.
EU-Chefdiplomat pessimistisch zu besserem Verhältnis zu Russland
Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell hat sich pessimistisch zu einer Verbesserungen der Beziehungen zu Russland gezeigt. "Ich glaube, dass wir uns auf eine lange harte Zeit in unseren Beziehungen mit Russland einstellen müssen", sagte er am Mittwoch im Europaparlament. Er verwies auf den jüngsten russischen Truppenaufmarsch an den Grenzen zur Ukraine, die Inhaftierung des Kreml-Kritikers Alexej Nawalny, die diplomatische Krise mit Tschechien und anhaltende Desinformation durch Moskau.
Berliner Polizei bereitet sich auf Großeinsatz zu Demonstrationen am 1. Mai vor
Die Berliner Polizei bereitet sich angesichts zahlreicher Demonstrationen zum Tag der Arbeit am 1. Mai auf einen Großeinsatz vor. "Wir haben derzeit 20 angemeldete Veranstaltungen", sagte eine Polizeisprecherin am Mittwoch. Unterstützung der Bundespolizei und Einsatzkräfte aus anderen Bundesländer seien angefordert. Aufgrund der Veranstaltungslage in anderen Bundesländern sei aber unklar, wie viele Beamte in die Hauptstadt kommen könnten.
Regierung sieht Nachholbedarf bei Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse
In Deutschland gibt es nach wie vor große Unterschiede zwischen Stadt und Land und zwischen armen und reichen Regionen - die Bundesregierung sieht deshalb weiteren Handlungsbedarf bei der Angleichung der Lebensverhältnisse. "Die Menschen sollen dort leben, wo sie leben wollen", sagte Bundesheimatminister Horst Seehofer (CSU) am Mittwoch bei der Vorstellung der Zwischenbilanz zur Politik für gleichwertige Lebensverhältnisse. Nötig dafür seien Verbesserungen etwa in der Verkehrsinfrastruktur, beim Arbeitsplatzangebot und bei der Digitalisierung.
ATP-Turnier in München: Zverev gewinnt Auftaktmatch
Alexander Zverev hat beim ATP-Turnier in München trotz einiger Schwächen sein erstes Match gewonnen. Der an Nummer eins gesetzte Hamburger besiegte den Litauer Ricardas Berankis mit 6:2, 6:4 und steht damit im Viertelfinale. Dort trifft er auf Ilja Iwaschka (Belarus), in der Weltrangliste derzeit auf Position 107 geführt.
Bischofskonferenz kritisiert Aufrufe zu Segnungsgottesdiensten für Homosexuelle
Die Deutsche Bischofskonferenz hat sich entschieden gegen einen bundesweiten Aufruf von katholischen Seelsorgern zu Segnungsgottesdiensten für homosexuelle Paare am 10. Mai gewandt. Öffentliche Aktionen dieser Art halte er angesichts innerkirchlicher Debatten zu dem Thema "nicht für ein hilfreiches Zeichen", erklärte der Konferenzvorsitzende und Limburger Bischof Georg Bätzing am Mittwoch in Bonn nach Beratungen im Ständigen Rat der Konferenz.
Stiftung Warentest: Menstruationstassen sind gute Alternative zum Tampon
Griechischer Neonazi widersetzt sich Auslieferung durch belgische Behörden
Der verurteilte griechische Neonazi Giannis Lagos hat sich der Überstellung an Griechenland durch die belgischen Behörden widersetzt. Lagos habe seine Auslieferung "nicht akzeptiert", erklärte die Brüsseler Staatsanwaltschaft am Mittwoch. "Der Ermittlungsrichter beschloss, ihn in Haft zu nehmen." Die Entscheidung über die Vollstreckung des Auslieferungsersuchens soll demnach innerhalb von 15 Tagen fallen.
Frankreich verschärft nach Tod von Polizistin Terrorgesetz
Wenige Tage nach dem Messerangriff auf eine Polizeiwache bei Paris mit einer Toten hat die französische Regierung ein verschärftes Gesetz gegen den Terrorismus auf den Weg gebracht. Regierungschef Jean Castex sagte am Mittwoch nach der Kabinettssitzung, es gehe um "neue Bedrohungen, die schwerer aufzuspüren sind". Unter anderem kann der französische Inlandsgeheimdienst mit der vom Kabinett gebilligten Gesetzesvorlage Rasterfahndungen über das Internet betreiben.
34 Wohnungen in Sachsen wegen Verdachts auf Kinderpornografie durchsucht
Wegen Verdachts auf Kinderpornografie haben mehr als 200 Polizisten am Mittwoch in mehreren sächsischen Städten insgesamt 34 Wohnungen durchsucht. Die Razzien in Dresden, Meißen und Pirna sowie angrenzenden Orten richteten sich gegen 30 Beschuldigte, wie Staatsanwaltschaft und Polizei in Dresden mitteilten. Bei der abgestimmten Polizeiaktion beschlagnahmten die Ermittler 78 Handys, 54 Computer und mehrere hundert Speichermedien, die nun ausgewertet werden.
Muslimisches Leben in Deutschland ist vielfältiger geworden
Die Zahl der muslimischen Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland ist seit 2015 um rund 900.000 Menschen gestiegen und hat das muslimische Leben in Deutschland vielfältiger gemacht. Das ist das Ergebnis der am Mittwoch veröffentlichten Studie "Muslimisches Leben in Deutschland 2020", die das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) im Auftrag der Deutschen Islam Konferenz (DIK) erstellte.
Gislason verzichtet in Bosnien und Herzegowina auf Quintett um Kohlbacher
Bundestrainer Alfred Gislason verzichtet beim EM-Qualifikationsspiel der deutschen Handballer in Bosnien und Herzegowina am Donnerstag (16.10 Uhr/ARD) auf ein Quintett um 2016er-Europameister Jannik Kohlbacher. Der DHB-Coach streicht neben dem Kreisläufer von den Rhein-Neckar Löwen außerdem Positionskollege Sebastian Firnhaber, Torhüter Silvio Heinevetter, Rechtsaußen Tobias Reichmann sowie Rückraumspieler Fabian Böhm aus dem Kader für den sportlich bedeutungslosen Tagestrip nach Bugojno.
Todesfälle nach Astrazeneca-Impfung - Pariser Justiz ermittelt
Todesfälle nach Impfungen mit dem Astrazeneca-Vakzin haben die französische Justiz auf den Plan gerufen. Die Pariser Staatsanwaltschaft eröffnete nach Anzeigen von Hinterbliebenen vorläufige Ermittlungen wegen "fahrlässiger Tötung" in drei Fällen, wie die Ermittler am Mittwoch ankündigten. Unter den Toten sind demnach zwei Frauen im Alter von 26 und 38 Jahren, die kurz nach der Impfung Thrombosen erlitten.
Boris Johnson bestreitet Fehlverhalten bei Renovierung seiner Dienstwohnung
Der britische Premierminister Boris Johnson hat Vorwürfe zurückgewiesen, die Renovierung seiner Dienstwohnung über private Spenden finanziert zu haben. "Ich habe mich strikt an den Verhaltens- und Amtskodex gehalten", sagte Johnson am Mittwoch vor dem Parlament in London. Er bekräftigte, er sei selbst für die Kosten der Modernisierung aufgekommen. Kurz zuvor hatte die Wahlkommission als zuständige Aufsichtsbehörde eine offizielle Untersuchung zu dem Fall angekündigt.
Olympia in Tokio: Tägliche Tests für alle Sportler
Knapp drei Monate vor Beginn der Olympischen Spiele in Tokio haben die Organisatoren neue und verschärfte Verhaltensregeln veröffentlicht. Unter anderem müssen sich demnach alle Sportler und ihr unmittelbaren Bezugspersonen täglich auf COVID-19 testen lassen. Ursprünglich waren die Untersuchungen alle vier Tage vorgesehen.
Spahn will Zugang zu digitalem Corona-Impfpass erleichtern
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) strebt eine Gesetzesänderung an, um den geplanten digitalen Corona-Impfpass möglichst schnell einsetzbar zu machen. Neben Arztpraxen und Impfzentren sollten "auch Apotheker für bereits Geimpfte den digitalen Impfpass ausstellen können", sagte Spahn dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Donnerstagsausgaben). Er wolle schon jetzt die Weichen dafür stellen, "damit im Sommer möglichst viele den digitalen Impfpass auch nutzen".
Spotify macht im ersten Quartal kleinen Gewinn
Der weltweit größte Musik-Streamingdienst Spotify hat im ersten Quartal einen kleinen Gewinn gemacht. Er betrug 23 Millionen Euro, wie Spotify am Mittwoch mitteilte. Es ist erst das fünfte Quartal überhaupt seit dem Börsengang im Jahr 2015, das Spotify einen Überschuss ausweist.
Bis 2025: Zingler bleibt Union-Präsident
Langzeit-Präsident Dirk Zingler wird auch in Zukunft dem Fußball-Bundesligisten Union Berlin vorstehen. Der 56-Jährige, der die Geschicke der Eisernen seit 2004 lenkt, wurde vom Aufsichtsrat für eine weitere Amtszeit bestellt. Sie beginnt satzungsgemäß am 1. Juli 2021 und endet am 30. Juni 2025.
"Bossnapping" bei Renault in Frankreich
In Frankreich hat erneut ein Fall von "Bossnapping" für Aufmerksamkeit gesorgt: Wütende Mitarbeiter eines Renault-Werks in dem bretonischen Ort Caudan hielten einen Tag lang Manager des Autokonzerns fest, um gegen den geplanten Verkauf der Fabrik zu protestieren. Sie werfen Renault "Verrat" vor. Inzwischen sind die Manager wieder frei, wie die Gewerkschaft CGT am Mittwoch bestätigte.
Nach der Saison: Hannover trennt sich von Trainer Kocak
Fußball-Zweitligist Hannover 96 und Trainer Kenan Kocak (40) gehen nach der Saison "getrennte Wege". Das gab der Tabellen-13. am Mittwoch bekannt - am Tag des 77. Geburtstages von Klubchef Martin Kind. Nach einer ausführlichen "Analyse der bisherigen" Saison seien der Klub und Kocak "beidseitig zum Entschluss gekommen, den bis 2023 laufenden Vertrag einvernehmlich zum Saisonende" aufzulösen, hieß es. Steffen Baumgart, der den SC Paderborn nach der Saison verlässt, soll Topkandidat für die Nachfolge sein.
Britische Wahlaufsicht untersucht Renovierung von Boris Johnsons Dienstwohnung
Die britische Wahlkommission wird eine offizielle Untersuchung zu der Frage einleiten, ob Premierminister Boris Johnson die Renovierung seiner Dienstwohnung über private Spenden finanziert hat. Es bestehe inzwischen ein "begründeter Verdacht", dass bei der Renovierung "ein oder mehrere Verstöße begangen worden sein könnten", erklärte die Kommission am Mittwoch nach der Auswertung von Dokumenten, die ihr von Johnsons Konservativer Partei zur Verfügung gestellt worden waren.
Berlin und Peking vereinbaren verstärkte Zusammenarbeit in der Wirtschafts- und Klimapolitik
Wirtschaftsfragen, die Klimapolitik und Uneinigkeit beim Thema Menschenrechte haben die sechsten deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen geprägt. Die Regierungen beider Länder berieten per Videokonferenz im Plenum und im bilateralen Format am Mittwoch über die künftigen Beziehungen. Mehrere Ministerien vereinbarten eine verstärkte Kooperation.
Merkel betont Meinungsverschiedenheiten mit China bei der Hongkong-Frage
Zum Auftakt der deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die unterschiedlichen Positionen beider Länder in der Hongkong-Frage betont: "Hier gibt es auch Meinungsverschiedenheiten, wenn wir an die Situation in Hongkong zum Beispiel denken", sagte Merkel bei dem virtuellen Treffen am Mittwoch. Sie wünsche sich, den Menschenrechtsdialog mit Peking wieder in Gang zu setzen.
Tödlicher Stromunfall in Bremer Arztpraxis durch unsachgemäße Handwerksarbeiten
Ein tödliches Drama um mehrere unter Strom stehende Türen in einer Bremer Arztpraxis geht laut Ermittlungen auf unsachgemäße Handwerksarbeiten zurück. Wie die Polizei in der Hansestadt am Mittwoch mitteilte, führte dies dazu, dass die Metallzargen der Türen unter Spannung standen. Vorangegangen waren demnach Renovierungsarbeiten in dem Gebäude. Gegen die Verantwortlichen liefen Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung. Es werde derzeit geprüft, wer genau bei der Sanierung welche Arbeiten ausführte.
Mann aus Rheinland-Pfalz stirbt nach Verzehr von Herbstzeitlosen
In Rheinland-Pfalz ist ein Mann nach dem Verzehr von Herbstzeitlosen gestorben. Der Mann aus dem Landkreis Mayen-Koblenz verwechselte die Pflanze mit Bärlauch und zog sich eine Vergiftung zu, wie die Polizei in Koblenz am Mittwoch mitteilte. Seine Frau musste wegen Vergiftungserscheinungen weiter stationär behandelt werden. Das Ehepaar hatte geglaubt, Bärlauch gesammelt zu haben.
Witwe wegen mutmaßlichen Mordes an Japans "Don Juan" verhaftet
In Japan ist eine junge Witwe nach dem Tod ihres wohlhabenden 77-jährigen Mannes wegen Mordverdachts verhaftet worden. Die 25-Jährige werde verdächtigt, den Immobilienmogul Kosuke Nozaki 2018 nur wenige Monate nach der Hochzeit umgebracht zu haben, berichteten örtliche Medien unter Berufung auf Polizeikreise am Mittwoch. Die Polizei bestätigte die Festnahme bislang nicht.
Zoll und Polizei warnen vor Cannabisprodukten mit synthetischen Wirkstoffen
Polizei und Zoll haben zuletzt vermehrt Cannabisprodukte entdeckt, die zusätzlich mit synthetischen Wirkstoffen versetzt wurden. Dabei handle es sich um "äußerst gefährliche Mischungen mit unkalkulierbarer Wirkung", warnten am Mittwoch das Zollkriminalamt in Köln und das Bundeskriminalamt in Wiesbaden. Allein im ersten Quartal beschlagnahmte der Zoll demnach mehr als 150 Kilogramm solcher Mischungen bei der Einfuhr aus der Schweiz und den Niederlanden.
Biontech: Eigener Corona-Impfstoff sollte auch gegen indische Mutante wirken
Der Impfstoff von Biontech und Pfizer dürfte nach erster Einschätzung der Unternehmen auch gegen die in Indien grassierende Corona-Mutation wirken. Biontech-Chef Ugur Sahin sagte am Mittwoch vor Journalisten in Berlin, die entsprechenden Tests liefen noch. Er sei aber "zuversichtlich", dass der von seinem Unternehmen gemeinsam mit dem Pharmakonzern Pfizer entwickelte Wirkstoff auch gegen die in Indien aufgetretene Variante wirke.
Gasaustritt aus Pelletslager Ursache von tödlicher Vergiftung bei Frau in Bayern
Weil unbemerkt Gas aus dem Pelletslager im Keller ihres Wohnhauses austrat, ist eine 68-Jährige im bayerischen Wernfeld gestorben. Das Gas sei durch Risse im Mauerwerk in das Schlafzimmer der Frau und ihres Ehemanns gelangt und habe den Tod der Frau verursacht, erklärte die Polizei in Würzburg am Mittwoch. Die Frau starb an einer Kohlenmonoxidvergiftung.
Karliczek gibt Startschuss für neue Nationale Bildungsplattform
Mit der Einrichtung einer Nationalen Bildungsplattform will die Bundesregierung die Digitalisierung der Bildung in Deutschland vorantreiben. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) stellte am Mittwoch ein 150 Millionen Euro umfassendes Förderprojekt vor. Die Plattform solle "für alle Menschen - vom Schulkind bis zum Rentner - in unserem Land den Zugang zu digital gestützten Bildungsangeboten erleichtern", erklärte die Ministerin.
Britische Studie: Bereits nur einmal Geimpfte sind deutlich weniger ansteckend
In der Diskussion um die Rechte von Geimpften in der Coronavirus-Pandemie hat eine britische Studie interessante Zahlen vorgelegt: Demnach sind bereits nur einmal Geimpfte, die sich selbst nach der ersten Dosis noch mit dem Coronavirus infizieren, deutlich weniger ansteckend für andere Haushaltsmitglieder als Ungeimpfte. Für die Studie wurden 24.000 Haushalte untersucht, in denen sich ein bereits einmal Geimpfter mit dem Virus infizierte.