Letzte Nachrichten
US-Richter blockiert Verbot der Behandlung transsexueller Jugendlicher in Arkansas
Ein US-Richter hat ein Verbot von Hormonbehandlungen oder geschlechtsangleichende Operationen für transgender Jugendliche im Bundesstaat Arkansas vorerst blockiert. Richter James Moody erließ am Mittwoch eine einstweilige Verfügung, bis über eine Klage von vier transsexuellen Jugendlichen, deren Eltern und zwei Ärzten gegen das Verbot entschieden ist.
US-Energieversorger will Leitungen in Kalifornien unter die Erde verlegen
Nachdem eine defekte Stromleitung den folgenschwersten Waldbrand in der jüngsten Geschichte Kaliforniens ausgelöst hatte, will ein US-Energieversorger einen Teil seiner Kabel künftig unter die Erde verlegen. In den am meisten gefährdeten Gebieten Kaliforniens sollten 16.000 Kilometer Stromleitungen vergraben werden, um künftige Waldbrände zu verhindern, kündigte das Unternehmen Pacific Gas and Electric (PG&E) am Mittwoch an.
Mars-Rover "Perseverance" soll mit Sammlung von Proben beginnen
Der Mars-Rover "Perseverance" der US-Raumfahrtbehörde Nasa soll in den kommenden zwei Wochen mit der Sammlung von Gesteinsproben beginnen. Seit seiner Landung auf dem Roten Planeten im Februar habe sich der Rover rund einen Kilometer Richtung Süden fortbewegt und befinde sich jetzt in einem Gebiet mit wesentlich älterem Gestein, sagte der Nasa-Wissenschaftler Ken Farley am Mittwoch (Ortszeit). Dort solle er Gesteinsproben sammeln.
Pele adelt Marta: "Viel mehr als eine Fußballerin"
Die brasilianische Fußball-Legende Pele hat Landsfrau Marta nach deren Gala im Auftaktspiel der Olympischen Spiele in Japan geadelt. Die 35-Jährige, so der dreimalige Weltmeister, sei "viel mehr als nur eine Fußballerin", Marta sei eine "Inspiration", die mit ihrem Talent zu einer "besseren Welt" beitrage, "in der Frauen mehr Platz bekommen".
Streit um US-Untersuchungausschuss zur Kapitol-Erstürmung
Im US-Repräsentantenhaus ist ein Parteienstreit um die Besetzung des Untersuchungsausschuss zur Erstürmung des US-Kapitols entbrannt. Die Präsidentin des US-Repräsentantenhauses, die Demokratin Nancy Pelosi, lehnte zwei von den Republikanern benannte Abgeordnete als Ausschussmitglieder ab. Grund seien Äußerungen und Verhalten der Parlamentarier Jim Jordan und Jim Banks in der Vergangenheit und die Sorge um die "Integrität der Untersuchung", erklärte Pelosi am Mittwoch (Ortszeit).
Tausende Griechen demontrieren gegen Impfpflicht für Gesundheitskräfte
Tausende Menschen haben in Griechenland gegen die geplante Corona-Impfpflicht für Beschäftigte im Gesundheits- und Pflegebereich protestiert. Insgesamt gingen nach Polizeiangaben am Mittwochabend etwa 5000 Menschen gegen die geplanten Corona-Regelungen der Regierung auf die Straße, allein in der Hauptstadt Athen waren es 3000. Am Donnerstag stimmt das Parlament über die Maßnahme ab.
CL-Quali: Doppelpacker Götze glänzt bei Eindhovens Hinspiel-Erfolg
Der ehemalige Fußball-Weltmeister Mario Götze hat beim spektakulären Hinspiel-Erfolg der PSV Eindhoven in der dritten Qualifikationsrunde für die Champions League als Doppeltorschütze geglänzt. Der 29-Jährige trumpfte beim 5:1 (2:1)-Sieg gegen den türkischen Topklub Galatasaray Istanbul als Spielmacher auf und verhalf seinem Team zu einer Top-Ausgangsposition für das Rückspiel.
Offiziell wegen Corona: Guinea sagt Teilnahme an Olympischen Spielen ab
Guinea verzichtet aufgrund der Corona-Pandemie kurzfristig auf die Teilnahme an den Olympischen Spielen. Das teilte Sportminister Sanoussy Bantama Sow am Mittwoch mit. Guinea wollte ursprünglich mit fünf Athleten in Tokio an den Start gehen.
US-Pharmafirmen sagen Zahlung von 26 Milliarden Dollar wegen Opioid-Krise zu
Im Zuge der juristischen Aufarbeitung der Opioid-Krise in den USA haben vier Unternehmen der Pharmabranche in Zahlungen von insgesamt 26 Milliarden Dollar (22 Milliarden Euro) eingewilligt. Im Rahmen einer Vereinbarung mit den Strafverfolgungsbehörden mehrerer US-Bundesstaaten sollen durch die Zahlungen rund 4000 vor Gerichten anhängige Schadenersatzforderungen beigelegt werden, wie die Generalstaatsanwältin des Bundesstaats New York, Letitia James, am Mittwoch mitteilte.
Harvey Weinstein plädiert bei Anhörung in Los Angeles auf "nicht schuldig"
Der wegen Sexualverbrechen verurteilte frühere Hollywood-Mogul Harvey Weinstein hat vor einem Gericht in Los Angeles angesichts weiterer Anklagen wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung von fünf Frauen auf "nicht schuldig" plädiert. Der 69-Jährige tauchte am Mittwoch in einem Rollstuhl im Gerichtssaal auf, ließ jedoch nur seinen Anwalt sprechen. Im Falle einer Verurteilung droht ihm eine Haftstrafe von bis zu 140 Jahren.
Washington und Berlin legen Streit um Nord Stream 2 bei
Die USA und Deutschland haben ihren Streit über die Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 beigelegt. Im Gegenzug soll der Gastransit durch die Ukraine "um bis zu zehn Jahre" verlängert werden, hieß es in der gemeinsamen Erklärung aus Washington und Berlin. Moskau wird darin mit Sanktionen gedroht, sollte Russland versuchen, "Energie als Waffe zu benutzen".
Federer und Osaka für US Open gemeldet
Tennis-Superstar Roger Federer ist nach seiner Olympia-Absage womöglich bei den US Open wieder am Start. Der 40-jährige Schweizer ist für das Major-Turnier gesetzt, teilten die Veranstalter am Mittwoch mit. Federer war in Wimbledon im Viertelfinale deutlich am Polen Hubert Hurkacz gescheitert und hatte daraufhin seinen Verzicht auf das olympische Turnier in Tokio verkündet.
Pegasus-Hersteller: "Macron war kein Ziel"
Die israelische Spionagefirma NSO hat eine Ausspähung des französischen Präsidenten Emmanuel Macron durch ihre Software Pegasus ausgeschlossen. "Ich kann Ihnen mit Sicherheit sagen, dass Präsident Macron kein Ziel war", sagte ein hochrangiger Mitarbeiter des Unternehmen am Mittwoch im israelischen Fernsehen. Die Firma bezeichnete sich als Opfer einer "bösartigen und verleumderischen" Kampagne und kündigte an, keine Fragen der Medien mehr beantworten.
Rabat will juristisch gegen Vorwürfe zu Pegasus-Spähsoftware vorgehen
Die marokkanische Regierung hat rechtliche Schritte gegen jeden angekündigt, der Rabat mit der Ausspähung durch die Software Pegasus in Verbindung bringt. Die Regierung in Rabat erklärte am Mittwoch, sie weise "kategorisch diese falschen und unbegründeten Anschuldigungen" zurück, dass ein staatlicher Sicherheitsdienst des nordafrikanischen Landes die Späh-Software genutzt habe. Marokko werde "international gegen jede Partei juristisch vorgehen, die diese falschen Anschuldigungen aufgreift".
Russland schickt neues Labor zur ISS
Russland hat ein neues Labor auf den Weg zur Internationalen Raumstation (ISS) geschickt. Vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan hob am Mittwoch eine Proton-M-Rakete mit dem Labor-Modul "Nauka" ab, wie die russische Weltraumbehörde Roskosmos mitteilte. Die Reise des 20 Tonnen schweren Labors bis zur ISS soll acht Tage dauern.
Spaniens Polizei nimmt Verdächtigen wegen Hackerangriffs auf Twitter-Konten fest
Spanische Polizisten haben einen Verdächtigen wegen des großangelegten Hackerangriffs auf Twitter-Konten zahlreicher Prominenter im vergangenen Jahr festgenommen. Wie das US-Justizministerium am Mittwoch mitteilte, handelt es sich bei dem Festgenommenen um einen 22-jährigen Briten. Er war per Haftbefehl gesucht worden.
Seit Wochen andauernder Hungerstreik von Migranten in Belgien vorerst beendet
In Brüssel haben rund 450 Migranten ohne Papiere ihren seit zwei Monaten andauernden Hungerstreik zur Durchsetzung ihres Bleiberechts vorerst beendet. Die Menschen hätten die Aktion "vorübergehend ausgesetzt", teilten Unterstützer am Mittwoch mit. Sie begrüßten, dass die Regierung "eine helfende Hand" gereicht habe.
Berlin und Washington erzielen Einigung zu umstrittener Pipeline Nord Stream 2
Deutschland und die USA haben ihren jahrelangen Streit um die Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 beigelegt. Wie die US-Spitzendiplomatin Victoria Nuland am Mittwoch in Washington sagte, besteht die Vereinbarung unter anderem darin, dass parallel zu Nord Stream 2 die Beförderung von russischem Gas durch die Ukraine um zehn Jahre verlängert werden soll. Die bisherigen Verträge laufen im Jahr 2024 aus.
Internationale Empörung über Erdogans Pläne für Geisterstadt Varosha auf Zypern
Die Pläne des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zur Wiedereröffnung der Geisterstadt Varosha auf Zypern haben international für Empörung gesorgt. Deutschland, Frankreich und die USA verurteilten die Ankündigung, einen Teil des ehemaligen Ferienortes in türkisch-zyprische Kontrolle zu überführen. Deutschland rief die Türkei am Mittwoch auf, sich an alle UN-Resolutionen zu halten und "die Kontrolle über den Ort der UN-Mission zu übertragen".
Macron verabschiedet Frankreichs Generalstabschef Lecointre
Mit militärischen Ehren hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron Generalstabschef François Lecointre verabschiedet. Beide nahmen am Mittwoch an einer Zeremonie im Ehrenhof des Pariser Invalidendoms teil. Der 59-jährige Lecointre übergibt seinen Posten an den bisherigen Chef der Landstreitkräfte, Thierry Burkhard.
Berlin und Paris fordern wegen EU-Klimaplänen Hilfe für Industrie
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und der französische Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire haben mit Blick auf die Klimapläne der EU Unterstützung für die Industrie angemahnt. Ansonsten drohe eine Abwanderung wichtiger Produktionszweige wie der Automobilindustrie in Länder mit weniger strengen Klima-Auflagen, sagte Altmaier am Mittwoch nach dem Treffen mit Le Maire in Paris. Das würde das "Scheitern" der ehrgeizigen EU-Pläne bedeuten, warnte er.
Salvini verteidigt Parteikollegen nach tödlichem Schuss auf Marokkaner
Der frühere italienische Innenminister Matteo Salvini hat nach einem tödlichen Schuss eines Lega-Politikers auf einen Marokkaner seinen Parteikollegen verteidigt. Der Chef der rechtsextremen Lega-Partei sprach in einem am Mittwoch im Onlinenetzwerk Facebook veröffentlichten Video von "legitimer Selbstverteidigung". Der Kommunalpolitiker Massimo Adriatici steht nach Angaben von Lokalmedien unter Hausarrest, nachdem er bei einem Streit in der norditalienischen Kleinstadt Voghera einem 39-jährigen Marokkaner in die Brust geschossen hatte.
Zahl der Todesopfer durch Hochwasser in Rheinland-Pfalz auf 123 gestiegen
Eine Woche nach dem verheerenden Hochwasser in Rheinland-Pfalz ist die Zahl der Toten dort auf 123 gestiegen. 155 weitere Menschen gelten weiterhin als vermisst, wie ein Sprecher der Einsatzleitung der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch sagte. Dies waren deutlich weniger als am Dienstag, als noch 876 Menschen vermisst wurden. Bei der Katastrophe wurden zudem 764 Menschen verletzt.
BGH: Käufer von Dieselautos mit manipuliertem Motor haben keinen Anspruch auf Neulieferung
Im Verfahren um die Neulieferung von Ersatzfahrzeugen nach dem Kauf eines Fahrzeugs von VW oder Audi mit dem manipulierten Dieselmotor EA 189 hat der Bundesgerichtshof (BGH) einen solchen Anspruch abgelehnt. Grundsätzlich könne ein Käufer zwar die Ersatzlieferung eines zwischenzeitlich hergestellten Nachfolgemodells verlangen, erklärte der BGH am Mittwoch. Der entsprechende Anspruch müsse gegenüber dem Verkäufer aber innerhalb von zwei Jahren nach Abschluss des Kaufvertrags geltend gemacht werden. (Az. VIII ZR 254/20 u.a.)
Kirchen planen am Freitag gemeinsame Andachten für Opfer der Flutkatastrophe
Als Zeichen der Verbundenheit mit den Betroffenen der Flutkatastrophe werden am Freitag viele Kirchen in Deutschland ihre Glocken läuten und zu gemeinsamen Gebeten einladen. Am Mittwoch riefen unter anderem das katholische Bistum im hessischen Limburg und die Evangelische Kirche im Rheinland ihre Pfarreien und Gemeinden zur Teilnahme an der Aktion auf, um ein Zeichen der Solidarität an die Menschen in den westdeutschen Hochwassergebieten zu senden.
Spahn warnt vor explosionsartigem Steigen der Corona-Zahlen
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat vor einem abermaligen explosionsartigen Anwachsen der Corona-Ansteckungszahlen gewarnt. Sollte sich der derzeitige Anstieg der Inzidenzwerte unverändert fortsetzen, würde die Sieben-Tage-Inzidenz bis September auf 400 und bis Oktober auf 800 steigen, sagte Spahn am Mittwoch in Berlin.
Totalschaden am Viererkajak: Schock für deutsches Paradeboot
Schock für das Paradeboot des Deutschen Kanuverbandes (DKV): Das Kajak des Männer-Vierers wurde auf dem Weg nach Tokio schwer beschädigt und kann für die Olympischen Spiele nicht genutzt werden. Der K4 um Max Rendschmidt, Ronald Rauhe, Tom Liebscher, Max Lemke ist darauf angewiesen, dass das Vorbereitungsboot aus Duisburg nun sicher und pünktlich in der japanischen Hauptstadt ankommt.
Bundesregierung verlängert Quarantäneregeln für Rückkehrer bis September
Die Bundesregierung hat die Corona-Regeln für Einreisende aus dem Ausland über die Sommerferien hinaus verlängert. Die Verordnung, welche die Quarantänepflichten für Einreisende regelt, gilt nun bis zum 10. September, wie Vizeregierungssprecherin Martina Fietz am Mittwoch mitteilte. Ohne die Verlängerung wäre sie am 28. Juli ausgelaufen.
Porsche zahlt 40 Millionen Euro Bußgeld an Baden-Württemberg
Der Autohersteller Porsche zahlt 40 Millionen Euro Bußgeld an das Land Baden-Württemberg. Ein laufendes Verfahren wegen fahrlässiger Verletzungen der Aufsichtspflicht im Zusammenhang mit steuerlichen Erklärungspflichten für die Jahre 2009 bis 2016 sei damit rechtskräftig abgeschlossen, erklärte die Stuttgarter Staatsanwaltschaft am Mittwoch. Auch die Ermittlungen gegen ein ehemaliges Betriebsratmitglied wurden demnach nach Zahlung eines "mittleren sechsstelligen Betrags" an gemeinnützige Organisationen vorläufig eingestellt.
Niederländer nehmen Abschied von ermordetem Journalisten de Vries
Tausende Niederländer haben am Mittwoch Abschied von dem vor wenigen Tagen niedergeschossenen Investigativjournalisten Peter R. de Vries genommen. Bereits um 07.00 Uhr morgen bildete sich vor dem Königlichen Theater Carré in Amsterdam eine lange Schlange, wo der prominente Kriminalreporter in einem weißen Sarg mit roten Rosen aufgebahrt war. In einem Rahmen neben dem Sarg erinnerte ein Ajax-Trikot mit seinem Namen an die Begeisterung des 64-Jährigen für den Amsterdamer Fußballverein.
Thüringer Landtag entscheidet Freitag über AfD-Misstrauensantrag gegen Ramelow
Der Thüringer Landtag entscheidet am Freitag über den von der AfD-Fraktion angekündigten Misstrauensantrag gegen Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke). Die Abstimmung werde am Freitag nach der Mittagspause des Parlaments stattfinden, sagte Landtagspräsidentin Birgit Keller (Die Linke) am Mittwoch in der Plenarsitzung des Parlaments. Die AfD hatte am Montag ein konstruktives Misstrauensvotum gegen Ramelow beantragt; sie will ihren Fraktionschef Björn Höcke zur Wahl stellen.
Bangen um Saisonauftakt: Drei Coronafälle bei Darmstadt 98
Fußball-Zweitligist Darmstadt 98 muss wegen drei Coronafällen in der Mannschaft um die Austragung des Saisonauftakts am Samstag gegen Jahn Regensburg (13.30 Uhr/Sky) bangen. Nach Angaben der Hessen wurden die drei namentlich nicht genannte Spieler "mit sofortiger Wirkung isoliert und haben sich in häusliche Quarantäne begeben". Alle weiteren Ergebnisse der fraglichen Testreihe seien negativ ausgefallen.