Letzte Nachrichten
Kein Dax-Chef redet so schön wie Nikolai Setzer von Continental
"Investment-Grade-Ratings", "Travel-Retail-Bereich" oder "Markenpurpose": Die Geschäftsführer der deutschen Dax-Konzerne drücken sich nicht immer sehr verständlich aus. Ein Positivbeispiel ist laut einer aktuellen Studie von Wissenschaftlern der Stuttgarter Universität Hohenheim der Geschäftsführer des Autozulieferers Continental, Nikolai Setzer. Insgesamt waren die Reden der Spitzenmanager weniger verständlich als im letzten Jahr, kritisierten die Experten am Donnerstag.
Geschäftsführer Mintzlaff bleibt bis 2026 bei RB Leipzig
Oliver Mintzlaff lenkt auch in Zukunft die Geschicke des Fußball-Bundesligisten RB Leipzig. Der Geschäftsführer und der Klub gaben am Donnerstag die vorzeitige Vertragsverlängerung um zwei weitere Jahre bis 2026 bekannt.
Umweltbundesamt mahnt bei Klimaanpassung zur Eile
Das Umweltbundesamt (UBA) mahnt bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels in Deutschland zur Eile. Insbesondere wenn es nicht gelingen sollte, die Erderwärmung weltweit auf zwei Grad zu begrenzen - was für Deutschland voraussichtlich plus 2,4 Grad bedeuten würde -, müsse schnell gehandelt werden, um hohe oder sehr hohe Risiken für unterschiedliche Regionen noch wirksam vermindern zu können, warnte die Behörde am Donnerstag.
Streifenwagen rollt während Festnahme weg und verursacht hohen Sachschaden
In Hessen ist während einer Festnahme ein Streifenwagen der Polizei weggerollt und hat einen hohen Sachschaden verursacht. Das Einsatzfahrzeug und ein Wohnhaus wurden erheblich beschädigt, teilten die zuständigen Beamten in Offenbach am Donnerstag mit. Demnach wollten Polizisten am späten Mittwochabend in Schöneck im Main-Kinzig-Kreis einen offenbar alkoholisierten Autofahrer stoppen.
60-Jähriger stirbt in Bayern bei Betriebsunfall in Silo
Ein 60-Jähriger ist in Bayern bei einem Betriebsunfall in ein Silo gestürzt und ums Leben gekommen. Der Mann fiel in einem landwirtschaftlichen Betrieb in Legau im Landkreis Unterallgäu mehr als drei Meter tief und erstickte, wie die Polizei in Kempten am Donnerstag mitteilte.
Israel weiht Vertretung in Marokkos Hauptstadt Rabat ein
Nach der Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen mit Marokko im vergangenen Jahr hat Israel am Donnerstag seine Vertretung in Rabat eröffnet. "Historischer Moment - Wir haben die israelische Vertretung in Marokko eingeweiht", schrieb der israelische Außenminister Jair Lapid auf Twitter. Lapid war bei der Zeremonie in Marokkos Hauptstadt Rabat anwesend und sprach von einem "historischen Besuch".
Renommierter russischer Hyperschall-Forscher wegen Hochverrats festgenommen
Der russische Geheimdienst hat nach Medieninformationen einen renommierten Wissenschaftler des Landes festgenommen, der Spezialist auf dem Gebiet der Hyperschall-Forschung ist. Alexander Kuranow werde "Hochverrat" vorgeworfen, berichteten am Donnerstag die Nachrichtenagenturen Tass und Interfax. Der 73-Jährige werde verdächtigt, "geheime Informationen" an einen "ausländischen Staatsbürger" weitergegeben zu haben. Aus welchem Land der "ausländische Staatsbürger" kommen soll, wurde zunächst nicht bekannt.
Bestimmte Beweismittel im Wirecard-Skandal bleiben geheim
Der Wirecard-Untersuchungsausschuss des Bundestags ist vor dem Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe mit dem Antrag gescheitert, bestimmte Beweismittel veröffentlichen zu lassen. Der Ermittlungsrichter des BGH habe den Antrag auf Aufhebung des Geheimhaltungsgrads "geheim" am 6. August als unzulässig verworfen, teilte der BGH am Donnerstag auf Anfrage mit. Zuerst hatte die "Süddeutsche Zeitung" (Freitagsausgabe) berichtet, dass der BGH die Veröffentlichung eines Berichts über die Arbeit der Wirtschaftsprüfer abgelehnt habe.
Festnahmen wegen Zwangsprostitution von zwei 16-jährigen Frauen in Hamburg
In Hamburg haben Spezialkräfte der Polizei zwei Männer wegen mutmaßlicher Zwangsprostitution von Minderjährigen gefasst. Ein weiterer Beschuldigter in dem Fall befand sich ohnehin bereits wegen des Verdachts auf ein Drogendelikt in Untersuchungshaft, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Die Männer sollen im vergangenen Jahr zwei 16-jährige Frauen zur Prostitution gezwungen haben. Laut Ermittlern gehören die Verdächtigen zur einschlägigen organisierten Milieukriminalität.
Polizei in Mecklenburg-Vorpommern findet zweimal nacheinander Waffen bei Verdächtigem
Bei gleich zwei Einsätzen bei einem einzigen Verdächtigen hat die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern zahlreiche Waffen und Munition entdeckt. Der 39-jährige Deutsche soll zunächst seinen Bruder bedroht haben, woraufhin die Polizei am Mittwoch seine Hütte im Ort Pampow durchsuchte, wie die am Donnerstag in Ludwigslust mitteilte. Dabei seien unter anderem eine mutmaßlich scharfe Schrotflinte, vier Luftgewehre und zwei Macheten gefunden worden.
Swiss Re schätzt Schäden durch Naturkatastrophen im ersten Halbjahr auf 40 Milliarden Dollar
Der Schweizer Rückversicherer Swiss Re schätzt die versicherten Schäden aus Naturkatastrophen weltweit im ersten Halbjahr auf 40 Milliarden Dollar (34 Milliarden Euro). Dies sei die zweithöchste Summe seit dem ersten Halbjahr 2011, teilte Swiss Re am Donnerstag mit. Winterstürme, starke Hitzewellen und schwere Überschwemmungen rund um den Globus signalisieren demnach weiterhin die wachsenden Risiken durch Gefahren, die durch die rasante Stadtentwicklung und den Klimawandel angeheizt werden.
Tierschützer verzeichnen 59 Fälle von Tiersammelsucht
Im vergangenen Jahr haben Tierschützer 59 Fälle von Tiersammelsucht verzeichnet. Insgesamt waren mehr als 3600 Tiere betroffen, wie der Deutsche Tierschutzbund am Donnerstag mitteilte. Pro Woche gab es damit mindestens einen Fall. 2019 hatte die Fallzahl noch bei 50 gelegen. Der Dachverband geht nach eigenen Angaben von einer hohen Dunkelziffer aus.
Mindestens neun Tote bei schweren Überschwemmungen im Norden der Türkei
Bei den schweren Überschwemmungen in der türkischen Schwarzmeer-Region sind mindestens neun Menschen ums Leben gekommen. Die Suche nach einem weiteren Vermissten in der Stadt Bartin dauere noch an, teilte das Katastrophenschutzministerium am Donnerstag mit. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan telefonierte nach Angaben eines Sprechers mit den führenden Politikern der betroffenen Regionen und versprach, jede verfügbare staatliche Unterstützung bereitzustellen.
Mindestens fünf Tote bei schweren Überschwemmungen im Norden der Türkei
Bei den schweren Überschwemmungen in der türkischen Schwarzmeer-Region sind inzwischen mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Die Suche nach einem weiteren Vermissten in der Stadt Bartin dauere noch an, teilte das Katastrophenschutzministerium am Donnerstag mit. Rettungskräfte verteilten in den betroffenen nördlichen Regionen Lebensmittel und brachten tausende Menschen in Studentenwohnheimen unter.
Experten rechnen wegen coronabedingter Einnahmeausfälle mit Anhebung der Grundsteuer
Experten der Unternehmensberatung EY rechnen wegen der coronabedingten Einnahmeausfälle der Kommunen mit einer deutlichen Erhöhung der Grundsteuer in den kommenden Jahren. Im Krisenjahr 2020 habe bundesweit bereits jede zehnte Kommune die Grundsteuer erhöht, ein Prozentpunkt mehr als im Vorjahr, teilte EY am Donnerstag mit. Für die Bürgerinnen und Bürger stieg der durchschnittliche Betrag damit von 169 auf 172 Euro jährlich.
Dieselkäuferin kann von VW Ersatz der Wertminderung verlangen
Wer einen VW Diesel mit manipulierter Software gekauft hat, dem kann Schadenersatz zustehen - auch wenn er sein Auto behält. Der Bundesgerichtshof erklärte am Donnerstag, dass einer Passat-Käuferin ein sogenannter kleiner Schadenersatzanspruch zustehe. Dabei geht es um die Wertminderung des Fahrzeugs. (Az. VI ZR 40/20)
Mehr als 500 nächtliche Feuerwehr-Einsätze gegen Waldbrände in Italien
Mehr als 500 Waldbrände haben die Feuerwehr in Italien in der Nacht zum Donnerstag in Atem gehalten. In den vergangenen zwölf Stunden hätten Feuerwehrleute zu 528 Einsätzen ausrücken müssen, teilte die Feuerwehr am Donnerstagvormittag mit. Allein auf Sizilien rückte die Feuerwehr demnach 230 Mal aus. Mittlerweile sei die Situation auf der Insel aber "unter Kontrolle", führte die Feuerwehr aus.
Letzter überlebender Anführer der Roten Khmer will Berufung gegen Genozid-Urteil einlegen
Der letzte überlebende ranghohe Vertreter der Roten Khmer in Kambodscha will Berufung gegen seine lebenslange Haftstrafe wegen Völkermordes einlegen. Der 90-jährige ehemalige Staatschef Khieu Samphan werde in der kommenden Woche seine Verurteilung anfechten, kündigte sein Anwaltsteam am Donnerstag an. Ein Sprecher des Tribunals teilte mit, dass die Anhörung von Montag bis Donnerstag stattfinden werde.
Achtjähriger soll zwei Brände in bayerischer Kirche gelegt haben
Ein Achtjähriger soll zweimal in einer Kirche im bayerischen Bad Endorf Brände gelegt haben. Ermittlungen der Kriminalpolizei hätten eindeutig ergeben, dass für zwei Kleinbrände im April ein acht Jahre altes Kind verantwortlich sei, teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd am Donnerstag in Rosenheim mit.
Britische Polizei will Missbrauchsvorwürfe gegen Prinz Andrew erneut überprüfen
Nach einer Zivilklage in den USA will auch die britische Polizei die Missbrauchsvorwürfe gegen Prinz Andrew erneut überprüfen. Die Chefin der Londoner Polizei, Cressida Dick, sagte am Donnerstag im Radiosender LBC, sie habe ihre Kollegen gebeten, "sich das Material noch einmal anzusehen". "Niemand steht über dem Gesetz", fügte die Polizeichefin hinzu. Die Londoner Polizei, die bisher keine Ermittlungen gegen den Herzog von York aufgenommen hat, werde ihre Position daher "natürlich noch einmal überprüfen".
Mehr als 1500 Seeleute im Hamburger Hafen gegen Corona geimpft
Im Hamburger Hafen sind inzwischen mehr als 1500 Seeleute aus aller Welt von den Behörden gegen das Coronavirus geimpft worden. Das teilte der Senat der Hansestadt am Donnerstag mit. Hamburg hatte nach eigenen Angaben als eine der ersten Hafenstädte überhaupt vor etwa sechs Wochen begonnen, Crewmitglieder von Kreuzfahrt- und Frachtschiffen kostenlos zu impfen. Es gibt Termine beim Hafenärztlichen Dienst, zudem ist ein mobiles Impfteam in der Seemannsmission im Einsatz.
Britische Wirtschaft im zweiten Quartal um 4,8 Prozent gewachsen
Die britische Wirtschaft hat von den weitgehenden Lockerungen der Corona-Beschränkungen profitiert und ist im zweiten Quartal stark gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte von April bis Juni um 4,8 Prozent zum Vorquartal zu, wie am Donnerstag das britische Statistikamt mitteilte. Zum Vergleich: In Deutschland nahm das BIP im zweiten Quartal nur um 1,5 Prozent zu.
Auswärtiges Amt fordert Deutsche in Afghanistan dringend zur Ausreise auf
Wegen des schnellen Vorrückens der radikalislamischen Taliban in Afghanistan hat das Auswärtige Amt alle Deutschen in dem Land dringend zur baldigen Ausreise aufgefordert. In einer Mitteilung vom Donnerstag wurde die Verschärfung der bereits geltenden Ausreiseempfehlung mit der aktuellen Verschlechterung der Sicherheitslage begründet. Von "sehr, sehr bitteren Bildern" sprach Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU).
Nach Betrug mit falschen Polizisten fünf Geldabholer in München festgenommen
Nach einem Betrug mit falschen Polizeibeamten hat die bayerische Polizei in München fünf mutmaßliche Geldabholer festgenommen. Die Männer im Alter zwischen 17 und 58 Jahren kamen in der vergangenen Woche in Untersuchungshaft, wie das Polizeipräsidium Niederbayern am Donnerstag in Straubing mitteilte.
ADAC-Wissenstest für Radfahrer zeigt mangelnde Kenntnis von Verkehrsregeln
In einem deutschlandweiten Wissenstest des ADAC für Radfahrer haben viele Radler eine mangelnde Kenntnis der aktuellen Verkehrsregeln gezeigt. Nur ein Prozent der 4500 befragten Radfahrerinnen und Radfahrer ab 14 Jahren konnte fast alle Testfragen korrekt beantworten, wie der Automobilklub am Donnerstag mitteilte. Im Durchschnitt seien 60 Prozent der Antworten richtig gewesen.
Bundesgerichtshof will in kommender Woche über NSU-Verfahren informieren
Der Bundesgerichtshof (BGH) will in der kommenden Woche weitere Entscheidungen im NSU-Verfahren bekanntgeben. Voraussichtlich werde am Donnerstag über den weiteren Fortgang des Verfahrens informiert, teilte das Gericht am Donnerstag in Karlsruhe mit. Der BGH befasst sich mit den Revisionen der Angeklagten gegen das Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) München aus dem Juli 2018, auch die Bundesanwaltschaft legte in einem Fall Revision ein.
Umfrage: Ein Fünftel der Unternehmen will trotz Corona mehr unbefristete Stellen schaffen
Trotz der negativen Auswirkungen der Coronapandemie plant knapp ein Fünftel aller Unternehmen in Deutschland die Zahl der unbefristet Beschäftigten zu erhöhen: In einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) gaben 19,3 Prozent aller Unternehmen an, sie wollten in den nächsten zwölf Monaten mehr unbefristete Stellen schaffen. Befragt wurden im Spätherbst 2020 knapp 1300 Unternehmen.
Hafturteil gegen ICE-Attentäter von Allersberg und Berlin rechtskräftig
Der ICE-Attentäter von Allersberg und Berlin muss eine lebenslange Haftstrafe antreten. Das Oberlandesgericht Wien habe die Berufung des Verurteilten gegen das Urteil des Landgerichts Wien vom Dezember 2020 abgelehnt, teilten das bayerische Landeskriminalamt und die Generalstaatsanwaltschaft München am Donnerstag mit. Der Iraker hatte 2018 in Deutschland vier Versuche unternommen, ICE-Züge zum Entgleisen zu bringen.
Säugling in Baden-Württemberg stirbt nach mutmaßlichem Kontakt mit Schädlingsmittel
In Baden-Württemberg ist ein Säugling nach einem mutmaßlichen Kontakt mit Schädlingbekämpfungsmitteln gestorben. Es bestehe der Verdacht, dass es zwischen dem Zustand des Kinds bei Einlieferung in ein Krankenhaus und dem Einsatz eines Kammerjägers in der Wohnung der Familie einen Zusammenhang gebe, teilte die Polizei in Ravensburg am Donnerstag mit. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen fahrlässiger Tötung gegen Unbekannt.
Drei Jahre Haft für ehemaligen K-Pop-Star Seungri in Südkorea
In Südkorea ist der ehemalige K-Pop-Star Seungri wegen Prostitutions- und Glücksspielvorwürfen zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Ein Militärgericht sprach den über einen Sex- und Drogenskandal gestürzten Sänger am Donnerstag in allen neun Anklagepunkten schuldig, wie das Verteidigungsministerium in Seoul mitteilte. Das Ex-Mitglied der erfolgreichen Boyband Bigbang muss zudem 1,15 Milliarden Won (rund 750.000 Euro) Strafe zahlen.
China schließt Terminal am weltweit drittgrößten Frachthafen
Die chinesischen Behörden haben nach einem Corona-Fall ein Container-Terminal am drittgrößten Frachthafen der Welt geschlossen. Ein Arbeiter am Meishan-Terminal des Hafens Ningbo-Zhoushan an der Ostküste Chinas sei am Mittwoch positiv auf das Coronavirus getestet worden, teilte die Stadtverwaltung von Ningbo mit. An dem Terminal waren im Jahr 2020 fast 1,2 Milliarden Tonnen Güter umgeschlagen worden.
Umfrage: Immer mehr Unternehmen klagen über Fachkräftemangel
Immer mehr Unternehmen in Deutschland fällt es laut einer Umfrage schwer, geeignetes Personal zu finden. 34,6 Prozent der befragten Firmen gaben an, dass Fachkräftemangel für sie ein Problem sei, wie das Ifo-Institut am Donnerstag erklärte. Im April waren es noch 23,6 Prozent gewesen. Der Fachkräftemangel sei somit so ausgeprägt wie seit dem zweiten Quartal 2018 nicht mehr.