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UN-Biodiversitätsgipfel erneut verschoben
Wegen der Corona-Pandemie wird der Präsenz-Teil der internationalen Artenschutzkonferenz erneut verschoben. Wie die Vereinten Nationen am Mittwoch mitteilten, soll der COP15-Gipfel zwar wie geplant am 11. Oktober offiziell eröffnet werden - allerdings nur virtuell. Die persönlichen Verhandlungen über ein UN-Artenschutzabkommen sollen nun erst Ende April 2022 im südchinesischen Kunming stattfinden.
Bundeswehr hat bislang 500 Menschen aus Afghanistan ausgeflogen
Die Bundeswehr hat bisher infolge der Machtübernahme der radikalislamischen Taliban in Afghanistan rund 500 Menschen aus der Hauptstadt Kabul ausgeflogen. Es habe bislang fünf Bundeswehrflüge von Kabul in die usbekische Hauptstadt Taschkent gegeben, sagte Außenminister Heiko Maas (SPD) am Mittwoch in Berlin. "Wir wollen das in den kommenden Tagen auch in der Quantität weiterführen. Es kann nur der Anfang sein."
Sieg gegen Switolina: Kerber im Achtelfinale von Cincinnati
Angelique Kerber befindet sich knapp zwei Wochen vor Beginn der US Open in guter Form. In der zweiten Runde des WTA-Turniers in Cincinnati/Ohio bezwang die Kielerin die Olympia-Dritte Elina Switolina (Nr. 4) 7:5, 2:6, 6:4 und beendete damit ihre Negativserie gegen die Ukrainerin. Ihren bis dato letzten Sieg gegen Switolina hatte Kerber 2016 geholt - seitdem gab es in den sieben folgenden Aufeinandertreffen nur Niederlagen.
EU-Kommission fordert rasche Hilfe für "unmittelbar bedrohte" Afghanen
Die EU-Kommission hat die Mitgliedstaaten aufgefordert, gefährdete Menschen in Afghanistan schnell nach Europa zu holen. Afghanen, die nach der Machtübernahme der radikalislamischen Taliban in Kabul "unmittelbar bedroht sind, sollten in EU-Mitgliedstaaten umgesiedelt werden", sagte Innenkommissarin Ylva Johansson am Mittwoch nach einer Videokonferenz mit den EU-Innenministern. Abschiebungen abgelehnter Asylbewerber nach Afghanistan lehnte sie vehement ab.
Vuelta: Philipsen gewinnt vor Jakobsen - Elissonde in Rot
Einen Tag nach seinem bemerkenswerten Comeback-Sieg hat Radprofi Fabio Jakobsen (Deceuninck-Quick-Step) den nächsten Erfolg bei der Spanien-Rundfahrt knapp verpasst. Der Niederländer musste sich im Zielsprint der 5. Vuelta-Etappe nur dem Belgier Jasper Philipsen geschlagen geben. Das Rote Trikot des Gesamtführenden übernahm der Franzose Kenny Elissonde (Trek-Segafredo), Favorit Primoz Roglic (Slowenien/Jumbo-Visma) lauert mit fünf Sekunden Rückstand.
Nato-Außenminister halten Freitag Sondersitzung zu Afghanistan ab
Die Außenminister der Nato-Staaten wollen am Freitag eine Krisensitzung zur Situation nach der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan abhalten. Wie Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Mittwoch auf Twitter mitteilte, sollen die Minister bei der Videokonferenz über die "enge Koordination" und den "gemeinsamen Ansatz" des Militärbündnisses in dem Land diskutieren.
Polen wirft Belarus "Erpressung" mit Flüchtlingen vor
Polen hat Belarus "Erpressung" mit Flüchtlingen an seiner Grenze vorgeworfen. Die Migranten, die an der Grenze der beiden Länder feststeckten, würden vom belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko "ausgenutzt", sagte Polens Regierungschef Mateusz Morawiecki am Mittwoch. "Es kann nicht sein, dass Herr Lukaschenkos Erpressung uns dazu zwingt, irgendjemanden aufzunehmen."
Missbrauchsprozess gegen R&B-Star R. Kelly in New York hat begonnen
Begleitet von einem großen Medieninteresse hat am Mittwoch in New York der Missbrauchsprozess gegen den berühmten R&B-Musiker R. Kelly begonnen. Dem 54-jährigen Sänger des Welthits "I Believe I Can Fly" werden unter anderem sexueller Missbrauch Minderjähriger, Entführung und Bestechung in den Jahren 1994 bis 2018 vorgeworfen. Bei einer Verurteilung droht Kelly eine langjährige Haftstrafe.
Bericht: Ende Juni war Evakuierung von Ortskräften aus Masar-i-Scharif geplant
Afghanische Ortskräfte und ihre Familien hätten laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" bereits Ende Juni aus dem nordafghanischen Masar-i-Scharif in Sicherheit gebracht werden können. Für den 25. August habe das Bundesverteidigungsministerium zwei Charterflugzeuge organisiert gehabt, berichtete das Blatt in seiner Donnerstagsausgabe. Die Operation sei damals aber an Streitigkeiten um Pass- und Visaanforderungen gescheitert.
Kreistag von Ahrweiler fordert vollständigen Rückzug von Landrat Pföhler
Fünf Wochen nach dem verheerenden Hochwasser im rheinland-pfälzischen Ahrtal hat der Kreistag des Landkreises Ahrweiler einen vollständigen Rückzug von Landrat Jürgen Pföhler (CDU) gefordert. Eine Resolution der SPD-Fraktion, in der er dazu aufgefordert wird, wurde von den Mitgliedern am Mittwoch in einer Sitzung einstimmig angenommen, wie ein Sprecher der Sozialdemokraten der Nachrichtenagentur AFP mitteilte.
Geflüchteter Präsident Afghanistans in Abu Dhabi untergekommen
Der aus Afghanistan vor der Machtübernahme der radikalislamischen Taliban geflohene Präsident, Aschraf Ghani, befindet sich in Abu Dhabi. Die Vereinigten Arabischen Emirate hätten Ghani und dessen Familie "aus humanitären Gründen" aufgenommen, kündigte das Außenministerium in Abu Dhabi laut der staatlichen Nachrichtenagentur WAM am Mittwoch an.
USA bieten allen Bürgern ab 20. September Corona-Auffrischungsimpfung an
Die USA werden von Mitte September an allen Bürgern eine Corona-Auffrischungsimpfung anbieten. Die US-Gesundheitsbehörden begründeten dies am Mittwoch mit einer über die Zeit nachlassenden Schutzwirkung der Impfstoffe und der Ausbreitung der Delta-Variante. Ab dem 20. September soll deswegen eine dritte Impfdosis mit den Vakzinen von Biontech/Pfizer oder Moderna angeboten werden. Die dritte Dosis kann acht Monate nach der zweiten Dosis verabreicht werden.
Daten von Millionen Kunden von Hackerangriff auf T-Mobile betroffen
Von dem großangelegten Hackerangriff auf die Deutsche-Telekom-Tochter T-Mobile US sind die Daten von dutzenden Millionen Menschen betroffen. Gestohlen worden seien nach bisherigen Erkenntnissen Kundendaten von 7,8 Millionen Vertragskunden, erklärte T-Mobile am Mittwoch. Die Hacker hätten zudem Daten von mehr als 40 Millionen früheren oder potenziellen Kunden erbeutet, die sich um einen Kredit bei T-Mobile beworben hatten. Betroffen sind demnach auch 850.000 Prepaid-Kunden.
Saison-Aus: Thiem kann Titel bei den US Open nicht verteidigen
Dominic Thiem kann seinen Titel bei den US Open nicht verteidigen. Der 27 Jahre alte Österreicher muss seine Saison aufgrund einer Handgelenkverletzung vorzeitig beenden. Dies teilte der Weltranglistensechste am Mittwoch in den Sozialen Netzwerken mit.
Anklage nach mutmaßlich rassistischem Überfall in Erfurt erhoben
Die Staatsanwaltschaft Erfurt hat Anklage gegen neun Männer und eine Frau wegen eines Angriffs auf drei Männer aus Guinea im August 2020 erhoben. Sie sollen "fremdenfeindlich motiviert" gehandelt haben, wie die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mitteilte. Die drei Guineer waren teils schwer verletzt worden, den Angeschuldigten wird gemeinschaftliche gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.
Scheuer macht Deutschlandtakt zur "Dringlichkeit"
Der sogenannte Deutschlandtakt wird für Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) zur Dringlichkeit: Nach Angaben seines Ministeriums wurden 181 zusätzliche Schienenprojekte mit einem vordringlichen Bedarf versehen - sie haben damit im Bedarfsplan für die Schiene nun die höchste Dringlichkeits-Kategorie, wie das Ministerium am Mittwoch ausführte. Für die Projekte mit einem Investitionsvolumen von 40 Milliarden Euro kann demnach nun die Planung vorbereitet werden.
Oxfam fordert EU-Regierungen zu Schutz gefährdeter Afghanen auf
Vor dem Treffen der EU-Innenminister am Mittwoch hat die Hilfsorganisation Oxfam die europäischen Regierungen aufgefordert, Flüchtlinge aus Afghanistan zu schützen. Der Migrationsexperte von Oxfam in Brüssel, Raphael Shilhav, forderte die Regierungen am Mittwoch auf, "dringend die Evakuierung aller gefährdeten Menschen aus Afghanistan sicherzustellen". Außerdem hätten sie die "Pflicht, jede Form erzwungener Rückkehr nach Afghanistan zu unterlassen und afghanischen Staatsangehörigen auf der Flucht Schutz zu gewähren".
19-Jährige startet in Belgien zu Solo-Flug um die Welt
Mit 19 Jahren allein um die Erde fliegen: Mit diesem Ziel ist am Mittwoch Zara Rutherford von Belgien aus in den Himmel gestartet. Insgesamt will der britisch-belgische Teenager 52 Länder durchreisen und die jüngste Frau werden, die die Solo-Flugumrundung der Erde schafft. Zunächst aber startete sie auf ihrer ersten Etappe mit ihrem Ultraleichtflugzeug von ihrer Heimatstadt Kortrijk nur zu einem kurzen "Sprung" über den Ärmelkanal nach England.
Produzent von K-Pop-Band BTS ist Südkoreas bestverdienender Angestellter
Die weltweiten Erfolge der K-Pop-Band BTS machen sich auch im Portemonnaie ihres Produzenten bemerkbar: Kang Hyo-won verdiente von Januar bis Juli dieses Jahres mehr als 40 Milliarden Won (rund 29 Millionen Euro) - und damit so viel, wie kein anderer Beschäftigter eines an der Börse notierten südkoreanischen Unternehmens. Diese Summe setze sich zusammen aus dem offiziellen Gehalt des 37-Jährigen, Aktienoptionen und Erfolgszuschlägen, heißt es in am Mittwoch veröffentlichten Unterlagen.
Mordfall Caruana Galizia: Staatsanwaltschaft fordert lebenslänglich für Unternehmer
Im Fall der Ermordung der Enthüllungsjournalistin Daphne Caruana Galizia in Malta hat die Staatsanwaltschaft eine lebenslange Haftstrafe für den mutmaßlichen Auftraggeber gefordert. Generalstaatsanwältin Victoria Buttigieg erhob am Mittwoch formell Anklage gegen den Unternehmer Yorgen Fenech wegen Beihilfe zum Mord und krimineller Verschwörung. In der Anklageschrift wird eine lebenslange Haftstrafe für den Mordvorwurf und eine Haftstrafe zwischen 20 und 30 Jahren für den Vorwurf der kriminellen Verschwörung gefordert.
Norwegischer Pensionsfonds macht fast 100 Milliarden Euro Gewinn
Der staatliche Pensionsfonds von Norwegen hat angesichts starker Entwicklungen an den Aktienmärkten im ersten Halbjahr 2021 fast hundert Milliarden Euro Gewinn gemacht. Dies erklärte am Mittwoch die norwegische Zentralbank, die den weltweit größten Staatsfonds verwaltet. Das ölreiche Norwegen legte den Fonds in den Neunzigerjahren auf, um die Wirtschaft gegen die Volatilität bei den Ölpreisen zu schützen und die umfangreichen Leistungen des norwegischen Sozialstaats zu finanzieren.
Als Umschlagplatz berüchtigtes Hongkong macht gegen Wildtierhandel mobil
Die Behörden im als Umschlagplatz berüchtigten Hongkong wollen verstärkt gegen den Wildtierhandel vorgehen: Das Parlament in der chinesischen Sonderverwaltungszone verabschiedete am Mittwoch ein Gesetz, wonach das Schmuggeln von geschützten Wildtieren und deren Produkten künftig unter den Strafbestand der organisierten Kriminalität fällt. Damit werden die möglichen Strafen deutlich erhöht, der Wildtierhandel steht auf einer Stufe wie Drogen- und Menschenhandel.
Mehr als neun Jahre Haft für riesigen Anlagebetrug über 164 Millionen Euro
Wegen großangelegten Anlagebetrugs in Höhe von rund 164 Millionen Euro ist ein 48-Jähriger am Mittwoch in München zu neun Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. Die Richter des Landgerichts München I sahen es laut einer Mitteilung als erwiesen an, dass der Angeklagte über viele Jahre hinweg ein ausgeklügeltes Schneeballsystem mit Fonds betrieb, in die private Anleger im Vertrauen auf Gewinnversprechen hohe Summen investierten.
Versicherungen zahlen Vorschüsse von 700 Millionen Euro an Flutopfer aus
Nach der Unwetterkatastrophe in Deutschland sind nach Angaben der Versicherungswirtschaft bei den Betroffenen mittlerweile Vorschüsse in Höhe von 700 Millionen Euro für die versicherten Schäden angekommen. Wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Mittwoch mitteilte, entfallen davon gut 500 Millionen Euro auf Schäden im privaten Bereich, etwa Häuser und Autos, und knapp 200 Millionen Euro gingen an Versicherungskunden für gewerbliche Risiken.
Umweltverbände werfen Scholz Wählertäuschung vor
Die Umweltverbände BUND und Nabu haben SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz wegen seiner Absage an einen rascheren Kohleausstieg Wählertäuschung vorgeworfen. "Die im Juni beschlossenen Klimaziele werden so nicht erreicht", hieß es am Mittwoch in einer gemeinsamen Erklärung des BUND-Vorsitzenden Olaf Bandt und des Nabu-Präsidenten Jörg-Andreas Krüger. "65 Prozent weniger CO2 bis 2030 sind mit einem Kohleausstieg 2038 nicht realistisch."
Bundeswehr schützt Menschen vor Terror-Islamisten
Die Bundeswehr hat 176 weitere Menschen aus der afghanischen Hauptstadt Kabul ausgeflogen. Die Bundeswehrmaschine sei soeben in der afghanischen Hauptstadt gestartet, schrieb Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) am Mittwochvormittag im Onlinedienst Twitter. Die Menschen an Bord der Maschine vom Typ A400M werden nun in die usbekischen Hauptstadt Taschkent gebracht. Von dort sollen sie nach Deutschland ausgeflogen werden. Seit der Einrichtung der Luftbrücke seien damit mehr als 400 gefährdete Menschen in Sicherheit gebracht worden, teilte das Bundesverteidigungsministerium mit. Die Bundeswehr hatte am Dienstagabend 139 Menschen aus der afghanischen Hauptstadt nach Taschkent ausgeflogen. An Bord dieses dritten deutschen Evakuierungsflugs befanden sich nach Angaben des Auswärtigen Amts "deutsche, andere europäische und afghanische Staatsbürger". 131 Menschen, die zuvor aus Kabul in Sicherheit gebracht worden waren, landeten in der Nacht zum Mittwoch an Bord einer Lufthansa-Maschine in Frankfurt. Im Laufe des Mittwoch waren insgesamt vier Evakuierungsflüge nach Kabul geplant. Die Taliban waren am Sonntag in Kabul einmarschiert und damit knapp 20 Jahre nach dem Einmarsch westlicher Truppen in Afghanistan an die Macht zurückgekehrt. Die USA und andere westliche Staaten haben deshalb eine militärische Luftbrücke eingerichtet, um ihre Staatsbürger und Ortskräfte in Sicherheit zu bringen. Frankreich flog in der Nacht zum Mittwoch nach Regierungsangaben 216 weitere Menschen aus Afghanistan aus, unter ihnen 184 besonders schutzbedürftige Afghanen. Großbritannien brachte seit der Machtübernahme der Taliban bereits mehr als 2000 Afghanen sowie gut 300 britische Staatsangehörige außer Landes, wie Premierminister Boris Johnson am Mittwoch bei einer Dringlichkeitssitzung im Parlament sagte. Das US-Militär flog bis Dienstag mehr als 3200 Menschen aus Afghanistan aus. Insgesamt wollen die USA mehr als 30.000 Menschen in Sicherheit bringen. (P. Hansen--BTZ)
Kabul: Todesangst vor islamistischen Terror-Bestien
Das Patenschaftsnetzwerk insbesondere früher in Afghanistan eingesetzter Bundeswehrsoldaten sieht die dort zurückgelassenen einheimischen Ortskräfte in Kabul in der Falle. "Die Menschen sind in Todesangst und hoffen auf eine Rettung, die ja nun immer schwieriger wird", sagte der Koordinator des Netzwerks, Marcus Grotian, am Dienstagabend nach einem Treffen mit der Berliner Grünen-Spitzenkandidatin Bettina Jarasch. Kämpfer der radikalislamischen Taliban gingen von Ort zu Ort und suchten nach den früheren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ausländischer Streitkräfte und Institutionen, sagte Grotian. Diese versuchten, in der Hauptstadt Kabul unterzutauchen. Sie hofften weiter auf Rettung, doch die Lage werde immer schwieriger. Das Patenschaftsnetzwerk hatte in Kabul für bedrohte Ortskräfte aus Spendengeldern mehrere "sichere Häuser" eingerichtet. "Die mussten wir auflösen, nachdem Kabul nun in die Hand der Taliban gefallen ist", sagte Grotian. Nur zwei Stunden später "standen Taliban vor der Tür", die dort "nach Ortskräften gesucht" hätten, die von ihnen als Verräter betrachtet würden. Grotian äußerte auch die Sorge, dass das Versagen der Bundesregierung beim Schutz der Ortskräfte das deutsche Ansehen in anderen Einsatzgebieten nachhaltig beschädigen dürfte. "Wer in Mali ein Handy hat, und das haben gerade viele, der kann sehen, wie wir mit unseren Ortskräfte umgehen", sagte er. Diese Menschen solle man mal fragen, ob nicht auch sie nun befürchteten, "dass, wenn wir da abziehen, dass man hinterher sie nicht irgendwelchen Terrororganisationen überlässt". Jarasch forderte nach dem Treffen mit Grotian die Bundesregierung auf, sie müsse nun über die von ihr eingerichtete Luftbrücke "Menschen rausholen, ohne Formalitäten, ohne Visa-Fragen vorher zu klären, ohne irgendwelche Formalitäten zu erledigen". All dies könne später geklärt werden, wenn die Menschen in Sicherheit sind, "das ist für mich die allerwichtigste Botschaft", sagte die Grünen-Spitzenkandidatin für die Abgeordnetenhaus-Wahl. (Y. Rousseau--BTZ)
Umfrage: Akzeptanz für Fleisch aus dem 3D-Drucker wächst
Ein Sechstel der Menschen in Deutschland (17 Prozent) ist laut einer aktuellen Umfrage bereit, künstlich erzeugtes Fleisch aus einem 3D-Drucker in den Speiseplan zu integrieren. 2019 lag der Wert lediglich bei einem Achtel der Bevölkerung (13 Prozent), wie der Digitalverband Bitkom am Mittwoch mitteilte.
Kritik an Maas vor Sondersitzung des Auswärtigen Ausschusses
Mitglieder des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages haben vor einer Sondersitzung des Gremiums am Mittwoch zur Lage in Afghanistan scharfe Kritik am Vorgehen der Bundesregierung geübt. In der Sitzung muss sich Außenminister Heiko Maas (SPD), dem schwere Versäumnisse bei der Rettung deutscher sowie afghanischer Bürgerinnen und Bürger gemacht werden, den Fragen der Abgeordneten stellen. Der Ausschussvorsitzende Norbert Röttgen (CDU) sprach vor der Sitzung von einer "politischen Katastrophe".
Sonderbeauftragter für Gastransit durch die Ukraine bestellt
Mit einem Sonderbeauftragten für den russischen Gastransit durch die Ukraine untermauert die Bundesregierung die Unterstützung des Transitlandes. Das Kabinett bestellte am Mittwoch Georg Graf Waldersee zum Sonderbeauftragten, der bereits 2019 diesen Posten innehatte. Mit dem Auftrag an Waldersee setzt die Bundesregierung eine Verpflichtung aus der Einigung mit den USA zur Beilegung des Streits um die Pipeline Nord Stream 2 um.
Eltern mit Lernangeboten von Schulen in Pandemie unzufrieden
Mehr als die Hälfte der Eltern ist mit den Lernangeboten der Schulen im vergangenen Corona-Schuljahr nicht zufrieden gewesen. Das geht aus einer Umfrage für den am Mittwoch veröffentlichten neuen Bildungsmonitor der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) hervor. Demnach waren 56 Prozent der Eltern schulpflichtiger Kinder mit den Angeboten der Schulen während des von Schulschließungen und weitreichenden Pandemiebeschränkungen geprägten Schuljahres unzufrieden oder sogar sehr unzufrieden.
Kabinett legt Grundlage für Warnsystem per Handy-Textnachricht
Die Bundesregierung hat am Mittwoch die Grundlage zur Einführung des so genannten Cell Broadcast gelegt. Damit können Warnungen, etwa vor Hochwasser, per Textnachricht an alle Handys geschickt werden, die in einer bestimmten Mobilfunkzelle eingewählt sind. "Die Warnung der Bevölkerung muss klappen, auf allen Kanälen", erklärte dazu Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU).