Letzte Nachrichten
Feuerwalze bei Saint-Tropez vorerst gestoppt
Nach fünftägigem Kampf gegen die Flammen gibt es Hoffnung im Hinterland des französischen Badeortes Saint-Tropez: Am Freitag teilten die Präfektur und die Feuerwehr erstmals mit, der Waldbrand breite sich nicht weiter aus. Allerdings warnten sie zugleich vor wiedererstarkendem Wind bis zum Wochenende.
Britischer Außenminister wegen unterbliebenen Telefonats mit Kabul unter Druck
Der britische Außenminister Dominic Raab hat sich gegen Kritik wegen eines unterbliebenen Telefonats mit seinem afghanischen Kollegen verteidigt, in dem es um Hilfe für afghanische Ortskräfte gehen sollte. Das fragliche Telefonat sei an einen Mitarbeiter delegiert worden, aber wegen des raschen Vormarschs der Taliban nicht zustande gekommen, erklärte Raab am Freitag.
Aus Kabul gerettete Ortskräfte erreichen deutsche Bundesländer
Drei Tage nach Aufnahme der Luftbrücke aus Kabul kommt die Verteilung der aus Afghanistan geretteten Ortskräfte und ihrer Familien auf die Bundesländer in Schwung. In Niedersachsen landete nach Angaben der Landesinnenministeriums am Freitagmittag eine erste Maschine mit 190 Evakuierten am Flughafen Hannover. Ein zweiter Flug mit schätzungsweise 250 Menschen sollte im Tagesverlauf folgen.
Comic erzählt Leben von fast 97-jähriger Widerstandskämpferin in Paris
Sie hat die Folter der Gestapo überlebt, hat im Sommer 1944 mit hunderttausenden Parisern die Befreiung von den Nazis gefeiert und lebt noch heute im Alter von fast 97 Jahren in der französischen Hauptstadt: Das bewegte Leben der früheren französischen Widerstandskämpferin Madeleine Riffaud illustriert ein Comic, der am Freitag erschienen ist.
Bericht: Wolfsschäden gehen erstmals seit Jahren zurück
Die von Wölfen verursachten Schäden sind einem Bericht zufolge in Deutschland bis Mitte 2021 erstmals seit vier Jahren zurückgegangen. Zwischen Mitte 2020 und Mitte 2021 seien 530.000 Euro Ausgleichszahlungen für Wolfsschäden geleistet worden, berichtete das Nachrichtenportal "t-online" am Freitag unter Berufung auf Zahlen der Bundesländer. Die Zahl der Wölfe sei in dem Zeitraum um etwa 300 Tiere auf derzeit geschätzt 1531 gestiegen.
SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach kritisiert Zeitpunkt von Bahn-Streik
Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat den Zeitpunkt der Bahn-Streiks im Personenverkehr ab Montag kritisiert. "Dieser Streik kommt zur Unzeit", sagte Lauterbach am Freitag der "Bild"-Zeitung. "Wir befinden uns am Beginn einer fulminanten vierten Welle, die vor allem unsere Kinder und deren Eltern gefährdet". Die Mitarbeiter der Bahn hätten jedes Recht zu streiken, jedoch wäre ein späterer Zeitpunkt aus epidemiologischer Sicht besser, sagte er weiter.
EU-Spitzen besuchen Erstaufnahmelager für geflüchtete afghanische Ortskräfte
EU-Spitzenpolitiker wollen am Samstag ein Erstaufnahmelager für vor den Taliban geflohene afghanische Ortskräfte in Spanien besuchen. Dies gab der spanische Außenminister José Manuel Albares am Freitag im Radiosender Cadena Ser bekannt. Ratspräsident Charles Michel und Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen wollten zusammen mit dem spanischen Regierungschef Pedro Sánchez auf die Militärbasis Torrejón de Ardoz nahe Madrid kommen.
Gericht kippt vorläufig Tanzverbot für Geimpfte und Genesene in Berlin
Das Verwaltungsgericht Berlin hat das generelle Verbot von Tanzveranstaltungen in der Hauptstadt in einer Eilentscheidung gekippt. Veranstaltungen ausschließlich für geimpfte und von Corona genesene Menschen würden vorläufig zugelassen, teilte das Gericht am Freitag mit. Für ungeimpfte und lediglich getestete Menschen gelte das Verbot dagegen weiterhin, weil ein Test nur eine Momentaufnahme darstelle. (Az. VG 14 L 467/21)
Giffey soll auch bei Masterarbeit abgeschrieben haben
Die Berliner SPD-Spitzenkandidatin zur Abgeordnetenhauswahl im September, Franziska Giffey, soll einem Bericht zufolge auch bei ihrer Masterarbeit abgeschrieben haben. Sie habe "einfachste Grundsätze des wissenschaftlichen Arbeitens" verletzt, sagte der Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch nach Angaben vom Freitag dem Nachrichtenportal "t-online". Das sei das Ergebnis einer Untersuchung von Forschern der Freien Universität (FU) Berlin unter seiner Leitung.
Cyberangriff auf japanische Kryptowährungsbörse Liquid
Hacker haben bei einem Angriff auf die japanische Kryptowährungsbörse Liquid rund 97 Millionen Dollar (gut 83 Millionen Euro) erbeutet. Die in Tokio ansässige Handelsplattform teilte am Donnerstag mit, sie habe einen "unerlaubten Zugriff auf einige von Liquid verwaltete Portfolios" entdeckt. Die in London ansässige Firma Elliptic, die beim Aufspüren gestohlener Kryptowährung hilft, erklärte, erbeutet worden seien 97 Millionen Dollar.
Schluss für Rödl: Basketballer suchen neuen Bundestrainer
Bundestrainer Henrik Rödl und der Deutschen Basketball Bund (DBB) gehen nach vier Jahren getrennte Wege. Dies gab der Verband knapp zwei Wochen nach dem Ende der Olympischen Spiele in Tokio bekannt, wo die DBB-Auswahl im Viertelfinale ausgeschieden war. "Wir haben uns dazu entschlossen, trotz des Olympiaerfolges und im Hinblick auf die EuroBasket 2022 im eigenen Land neue, frische Impulse auf dieser Position zu setzen", sagte DBB-Vizepräsident Leistungssport Armin Andres.
Studie: Fledermaus-Nachwuchs brabbelt wie menschliche Babys
Nicht nur menschliche Babys brabbeln - auch der Nachwuchs bestimmter Fledermäuse tut es über Stunden hinweg mit Hingabe. Damit üben die Tiere, ähnlich wie die kleinen Menschen, ihre "Sprache". Dies stellten zwei Forscherinnen vom Berliner Naturkundemuseum fest, als sie die Stimmentwicklung von in Mittelamerika beheimateten Großen Sackflügelfledermäusen (Saccopteryx bilineata) untersuchten. Ihre Studie wurde am Freitag von der renommierten Fachzeitschrift "Science" veröffentlicht.
Galeria Karstadt Kaufhof startet Ende Oktober mit neuem Namen und Logo
Der Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof startet Ende Oktober unter neuem Namen und mit neuem Logo. Die Traditionsnamen Kaufhof und Karstadt fallen weg, stattdessen sollen künftig ein kleines "g" und der Zusatz "Galeria" auf den Filialen zu sehen sein, berichtete die "Wirtschaftswoche" am Freitag. Ab 27. Oktober solle das Logo erstmals offiziell zum Einsatz kommen, sagte Unternehmenschef Miguel Müllenbach dem Magazin.
Unbekannte beschmieren Rettungswagen in Kaiserslautern mit Hundekot
Unbekannte haben in Kaiserslautern einen Rettungswagen mit Hundekot beschmiert und Sanitätern eine eklige Überraschung bereitet. Der Wagen war an mehreren Stellen mit Fäkalien verdreckt, wie die Polizei in der rheinland-pfälzischen Stadt am Freitag mitteilte. Auch die Türgriffe wurden beschmiert.
Merkel wirbt für Dialog mit Russland trotz "tiefgreifender Differenzen"
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat in Moskau für eine Fortsetzung des Dialogs mit Russland trotz der aktuell "tiefgreifenden Differenzen" geworben. "Selbst wenn wir heute auch durchaus tiefgreifende Differenzen haben, so sprechen wir miteinander", sagte Merkel am Freitag zu Beginn eines Treffens mit Präsident Wladimir Putin. "Und das soll auch weiter so geschehen und die deutsch-russischen Beziehungen klassifizieren und qualifizieren."
Merkel zu Treffen mit Putin nach Moskau gereist
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist am Freitag inmitten angespannter Beziehungen zwischen Deutschland und Russland nach Moskau gereist. Nach einer Kranzniederlegung am Grabmal des unbekannten Soldaten in der russischen Hauptstadt steht ein Gespräch mit Präsident Wladimir Putin an. Eine gemeinsame Pressekonferenz von Merkel und Putin soll um 16.00 Uhr (Ortszeit; 15.00 Uhr MESZ) stattfinden.
Sogenannte Querdenker bedrängen Auto von Bundesgesundheitsminister Spahn
Sogenannte Querdenker haben nach einem Auftritt von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in Baden-Württemberg sein Auto beworfen und die Abfahrt behindert. Auf den Wagen des Ministers sei "mindestens" ein Ei geschleudert worden, teilte die Polizei am Freitag in Reutlingen mit. Außerdem hätten Einsatzkräfte "vereinzelt" Menschen abdrängen müssen, um den Weg für das Fahrzeug freizumachen.
Studie: Mietangebot brach während Geltungsdauer des Mietendeckels um gut die Hälfte ein
Die Anzahl der auf Wohnungsportalen angebotenen Mietwohnungen in Berlin ist während der Geltungsdauer des Berliner Mietendeckels um gut die Hälfte eingebrochen. Dies ist das Ergebnis einer Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), die AFP am Freitag vorlag. Die Mieten für vom Mietendeckel erfasste Wohnungen sanken demnach im Schnitt um zehn Prozent. Zuerst hatte der "Spiegel" über die Studie berichtet.
Der Fuß: Auch Nadal muss seine Saison vorzeitig beenden
Grand-Slam-Rekordchampion Rafael Nadal muss die Saison 2021 vorzeitig beenden und sagt nach Roger Federer und Titelverteidiger Dominic Thiem als nächster Topstar für die US Open (ab 30. August) ab. Grund dafür sind die anhaltenden Fußprobleme, die den 35-Jährigen zu einer Pause zwingen.
Ismail Sabri Yaakob zum neuen Regierungschef Malaysias ernannt
In Malaysia ist Ismail Sabri Yaakob am Freitag zum neuen Regierungschef ernannt worden. Wie der Königspalast mitteilte, stellte sich eine Mehrheit der Abgeordneten hinter Ismail Sabri. Daher sei er "in Übereinstimmung mit der Verfassung" als Regierungschef bestimmt worden.
Ein Toter durch Stromschlag auf Baustelle in Bayern
Bei einem Unfall auf einer Baustelle in Nürnberg haben mehrere Arbeiter einen Stromschlag erlitten. Ein 26-Jähriger kam dabei ums Leben, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Zwei Kollegen des Manns wurden schwer verletzt in Krankenhäuser gebracht.
Ministerien stritten offenbar monatelang über Aufnahme von Ortskräften
Die Bundesregierung hat offenbar monatelang über den Umgang mit afghanischen Ortskräften gestritten statt zu handeln. Das gehe aus internen Sitzungsprotokollen hervor, berichtete der "Spiegel" am Freitag vorab. Außenminister Heiko Maas (SPD) machte unterdessen den Bundesnachrichtendienst (BND) für die falschen Lageeinschätzungen zu Afghanistan und damit auch für das aktuelle Debakel und die chaotische Evakuierungsaktion verantwortlich.
Zwei Hubschrauber sollen ab Samstag Evakuierungen aus Kabul unterstützen
Für die Evakuierungsoperation am Kabuler Flughafen sollen bereits ab Samstag auch zwei leichte Hubschrauber des Typs H145M eingesetzt werden können. Wie ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums am Freitag in Berlin sagte, wurden die Helikopter bereits zum Transport nach Afghanistan verladen. Sie würden das Einsatzgebiet am Freitagabend oder Samtagfrüh erreichen. Diese Maschinen werden normalerweise durch die Bundeswehr-Eliteeinheit KSK eingesetzt.
Bundesverfassungsgericht will im Herbst über Bundesnotbremse entscheiden
Das Bundesverfassungsgericht will voraussichtlich im Oktober oder November über mehrere Verfassungsbeschwerden zur sogenannten Bundesnotbremse entscheiden. Mündlich verhandelt werden soll darüber "nach vorläufiger Einschätzung" nicht, wie das Gericht am Freitag in Karlsruhe mitteilte. Eine mündliche Verhandlung würde eine Entscheidung verzögern.
DB kritisiert GDL-Streik als "Kampf um Ausweitung und Einfluss" auf Rücken der Kunden
Die Deutsche Bahn (DB) hat die Ankündigung neuer Streiks der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) als "völlig überflüssige Belastung unserer Reisenden und unserer Kunden im Güterverkehr" verurteilt. Die GDL-Führung treibe damit ihren "gewerkschaftspolitischen Kampf um Ausweitung und Einfluss auf dem Rücken der Bahnkunden auf die Spitze", kritisierte DB-Personalvorstand Martin Seiler am Freitag. Der Lokführergewerkschaft gehe es um etwas anderes als um Lösungen.
Mann bei Streit an Bushaltestelle in Niedersachsen angezündet
Nach einer Auseinandersetzung an einer Bushaltestelle in Oldenburg ist ein 66-Jähriger angezündet worden. Der Mann schwebe in Lebensgefahr, teilte die Polizei in der niedersächsischen Stadt am Freitag mit. Der mutmaßliche Täter wurde demnach am Ort des Geschehens von Polizisten gefasst. Der 53-Jährige kam nach Rücksprache mit einem Arzt in eine Psychiatrie. Gegen ihn wird nun wegen versuchten Mordes ermittelt.
Tesla will Roboter für gefährliche oder langweilige Arbeiten bauen
Der US-Elektrobauer Tesla will künftig auch Roboter bauen, die gefährliche oder langweilige Arbeiten verrichten können. Tesla-Chef Elon Musk kündigte am Donnerstag einen menschenähnlichen Prototypen an, den "Tesla Bot": Er werde "Hände mit fünf Fingern" haben. Musk will den Prototypen bereits kommendes Jahr präsentieren.
Israel beginnt mit Auffrischungsimpfungen für Bürger ab 40 Jahren
Israel hat am Freitag mit Corona-Auffrischungsimpfungen für seine Bürger ab 40 Jahren begonnen. Ministerpräsident Naftali Bennett ließ sich im Meir-Krankenhaus der Stadt Kfar Saba eine dritte Dosis spritzen, nach Angaben war er damit der erste Regierungschef weltweit. Der 49-Jährige rief alle betroffenen Israelis dazu auf, "dieses einzigartige Privileg" zu nutzen und sich ein drittes Mal impfen zu lassen.
Lokführergewerkschaft bestreikt ab Montag erneut für zwei Tage den Personenverkehr
Bahn-Reisende müssen sich kommende Woche erneut auf massive Ausfälle und Verspätungen einstellen: Die Lokführergewerkschaft GDL kündigte Streiks ab Montagmorgen 02.00 Uhr bis Mittwochmorgen 02.00 Uhr an. Den Güterverkehr will sie bereits ab Samstagnachmittag bestreiken. Die Deutsche Bahn (DB) kritisierte, der GDL gehe es nicht um eine Lösung im Tarifstreit, sondern um die Ausweitung ihres Einflusses im Konzern.
Lokführergewerkschaft GDL bestreikt ab Montag erneut für zwei Tage Personenverkehr
Im Tarifstreit mit der Bahn bestreikt die Lokführergewerkschaft GDL ab Montag kommender Woche erneut den Personenverkehr. Die Arbeitsniederlegungen beginnen am Montagmorgen 02.00 Uhr und enden am Mittwochmorgen 02.00 Uhr, wie GDL-Chef Claus Weselsky am Freitag in Berlin sagte. Im Güterverkehr soll der Arbeitskampf bereits am Samstagnachmittag um 17.00 Uhr starten.
Welternährungsprogramm: "Jeder Dritte" in Afghanistan von Hunger bedroht
Das Welternährungsprogramm (WFP) der Vereinten Nationen warnt, dass "jeder dritte Mensch" in Afghanistan von Hunger bedroht ist. Wie die WFP-Leiterin in Afghanistan, Mary-Ellen McGroarty, der Nachrichtenagentur AFP sagte, zeichne sich 2021 bereits als "extrem schwieriges Jahr" ab. "Die Situation ist katastrophal", sagte McGroarty.
WM-Quali gegen Armenien: Freikarten beim Flick-Debüt als "Dankeschön"
Beim Heim-Debüt von Hansi Flick als Bundestrainer müssen die Fans keinen Eintritt zahlen. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) gibt für das WM-Qualifikationsspiel am 5. September (20.45 Uhr/RTL) in Stuttgart gegen Armenien nahezu alle zur Verfügung stehenden Tickets als Freikarten aus.