Letzte Nachrichten
Staat verbucht im ersten Halbjahr zweithöchstes Defizit seit Wiedervereinigung
Wegen der Coronakrise hat der deutsche Staat im ersten Halbjahr dieses Jahres mit einem Defizit von knapp 81 Milliarden Euro abgeschlossen. Das teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mit. Das war ein deutlich höheres Minus als im Vergleichsquartal des Vorjahres, als das Defizit bei annähernd 48 Milliarden Euro gelegen hatte. Es war zugleich das zweithöchste Defizit in einem ersten Halbjahr seit der Wiedervereinigung 1990.
Merz ärgert sich über Söder: CSU-Chef soll mit Sticheleien aufhören
Der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz hat dem CSU-Vorsitzenden Markus Söder vorgeworfen, der Union mit seinen Sticheleien gegen Kanzlerkandidat Armin Laschet gezielt zu schaden. Er erwarte nun, "dass Markus Söder jetzt mal aufhört und dass er auch den gemeinsamen Wahlsieg mit uns will - und er kämpft", sagte Merz laut "Tagesspiegel" vom Dienstag bei einer Veranstaltung in Sundern. "Ich habe ihm das auch gesagt", fügte Merz hinzu.
Deutsches BIP im zweiten Quartal wieder gewachsen - Konsum deutlich gestiegen
Die deutsche Wirtschaft dreht wieder auf: Nach einem Rückgang zum Jahresbeginn ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal um 1,6 Prozent verglichen mit dem Vorquartal gewachsen. Im Vergleich zum vierten Quartal 2019, bevor die Corona-Pandemie um sich griff, war die Wirtschaftsleistung allerdings noch 3,3 Prozent geringer, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) erklärte, die deutsche Wirtschaft werde künftig wieder "kräftig" wachsen.
Deutschland: Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 58,0
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist erneut gestiegen und liegt nun bei 58,0. Bundesweit wurden binnen 24 Stunden 5747 Neuinfektionen registriert, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Dienstagmorgen meldete. Die Zahl der Todesfälle in diesem Zeitraum lag bei 42. Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche an. Der Wert steigt in Deutschland seit Wochen wieder stetig an. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Ansteckungen in Deutschland seit Beginn der Pandemie erhöhte sich nach RKI-Angaben auf 3.877.612, die der Todesfälle auf insgesamt 92.022. Deutschland befindet sich nach Einschätzung des RKI inzwischen am Beginn der vierten Corona-Welle. Auch jüngere Altersgruppen sind diesmal stark betroffen. (A. Madsen--BTZ)
Neuseeland nimmt nicht an Eröffnungsfeier der Paralympics teil
Wegen steigender Corona-Infektionszahlen in der japanischen Hauptstadt Tokio werden Neuseelands Sportlerinnen und Sportler am Dienstag nicht an der Eröffnungsfeier der Paralympics teilnehmen. "Wir bleiben unseren Covid-19-Prinzipien und Richtlinien weiterhin verpflichtet, die unser Team so gut wie möglich schützen sollen", teilte das neuseeländische Paralympics-Team mit.
NBA - Brüdervereinigung perfekt: Moritz Wagner nun in Orlando
Erstmals laufen zwei deutsche Brüder in der Basketball-Profiliga NBA für das gleiche Team auf: Nationalspieler Moritz Wagner hat am Montag (Ortszeit) einen neuen Vertrag bei Orlando Magic unterschrieben und geht damit in Florida mit seinem jüngeren Bruder auf Korbjagd. Franz Wagner war Ende Juli vom Klub an achter Stelle gedraftet worden.
FedExCup: US-Profigolfer Tony Finau beendet Durststrecke
US-Profigolfer Tony Finau hat eine lange Durststrecke beendet und sich beim ersten Play-off-Turnier um den hochdotierten FedExCup an die Spitze des Rankings gesetzt. Fünf Jahre nach seinem bislang letzten Erfolg auf der US-Tour gewann der 31-Jährige in Jersey City/New Jersey im Stechen gegen den Australier Cameron Smith. Die Entscheidung fiel am ersten Extra-Loch.
Am zweiten Streiktag sollen rund 30 Prozent der Fernzüge fahren
Bei der Deutschen Bahn sollen auch am zweiten Tag des Streiks der Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) bundesweit rund 30 Prozent aller Züge im Fernverkehr fahren. Wie das Unternehmen am Dienstagmorgen mitteilte, sollen im Regional- und S-Bahnverkehr rund 40 Prozent der Züge verkehren.
Tennis: Dominik Koepfer (Furtwangen) zieht ins Achtelfinale ein
Dominik Koepfer (Furtwangen) ist beim ATP-Turnier in Winston-Salem nach hartem Kampf ins Achtelfinale eingezogen. Der an Nummer 16 gesetzte Koepfer besiegte nach einem Freilos in der ersten Runde den Italiener Marco Cecchinato 5:7, 6:4, 6:4.
Mysteriöser Tod von Familie in den USA - Ermittler sehr ratlos
Nachrichten über eine unter mysteriösen Umständen zu Tode gekommene Familie lassen derzeit viele US-Bürger gruseln. Auch eine Woche nach dem Fund von drei Leichen auf einem Wanderweg in Kalifornien sei völlig unklar, wie der 45-jährige John Gerrish, seine Frau, sein Kind sowie sein Hund zu Tode gekommen seien, sagte der Sheriff Jeremy Briese am Montag der Zeitung "San Francisco Chronicle".
Mihambo: "Wäre schön, wenn der Sport Perspektiven böte"
Weitsprung-Olympiasiegerin Malaika Mihambo wünscht sich in der Sportförderung eine bessere finanzielle Absicherung für Top-Talente. "Es wäre schön, wenn der Sport mehr Perspektive böte. Das Wichtigste ist, genug Optionen zu schaffen für junge Sportler, sich nicht entscheiden zu müssen", sagte die 27-Jährige bei einem Empfang ihres Heimatvereins TSV Oftersheim.
Persönliche Gegenstände von Al Capone unter dem Hammer
In Kalifornien sollen dutzende persönliche Gegenstände des berüchtigten Gangsterbosses Al Capone versteigert werden. Zu den insgesamt 174 Objekten, die am 8. Oktober im Auktionshaus Witherells unter den Hammer kommen, gehört der Lieblingsrevolver des legendären Verbrechers, ein Colt 45. Auch Familienfotos, ein persönlicher Brief, den Al Capone von der Gefängnisinsel Alcatraz an seinen Sohn schrieb, und das Ehebett des Gangsters können bei der Auktion erstanden werden.
Fußball: Shitstorm für Tansania nach jüngster Diskriminierung
Wegen diskriminierender Aussagen über Fußballerinnen ist Tansanias Staatspräsidentin Samia Suluhu Hassan in dem afrikanischen Land ins Kreuzfeuer der Kritik geraten. Besonders Vertreterinnen der politischen Opposition und aus Reformbewegungen empörten sich über abwertende Bemerkungen der 61-Jährigen zum äußeren Erscheinungsbild und angeblich fehlenden Heiratsanreizen von fußballspielenden Frauen.
Tunesiens Präsident verlängert die Parlaments-Suspendierung
Tunesiens Präsident Kaïs Saïed hat per Dekret die umstrittene Suspendierung des Parlaments verlängert. Die Aussetzung der parlamentarischen Arbeit sowie die Aufhebung der Immunität aller Abgeordneten blieben "bis auf weiteres" in Kraft, teilte die tunesische Präsidentschaft in der Nacht zum Dienstag im Online-Dienst Twitter mit. Die Entmachtung der Regierung und die Suspendierung des Parlaments durch Saïed Ende Juli hatten Tunesien in eine Verfassungskrise gestürzt.
"Proud Boys"-Anführer zu fünf Monaten Gefängnis verurteilt
Der bekannte Rechtsextremist Enrique Tarrio ist wegen des Verbrennens eines "Black-Lives-Matter"-Banners in den USA zu fünf Monaten Gefängnis verurteilt worden. Ein Gericht in Washington verurteilte den Anführer der Gruppierung "Proud Boys" am Montag zudem zu einer Geldstrafe von 1000 Dollar (rund 850 Euro). Zusätzlich muss der 37-Jährige eine Entschädigung in Höhe von 347 Dollar an die Kirche zahlen, an der das "Black-Lives-Matter"-Banner befestigt gewesen war.
USA: Johnson und Biden sprechen vor G7-Gipfel miteinander
Vor dem Krisengipfel der G7 zu Afghanistan haben Großbritanniens Premierminister Boris Johnson und US-Präsident Joe Biden miteinander gesprochen. Die Politiker hätten vereinbart, weiter daran zu arbeiten, dass alle Ausreiseberechtigten Afghanistan verlassen könnten, teilte die britische Regierung am Montag mit. London und andere Nato-Partner drängen die US-Regierung angesichts der laufenden Evakuierungsmission aus Kabul, den bis 31. August befristeten Einsatz zu verlängern.
Studie bestätigt Zusammenhang zwischen Klimawandel und Flut
Eine Studie internationaler Klimaforscher bestätigt den Zusammenhang zwischen der Erderwärmung und Hochwasserkatastrophen wie der an Ahr und Erft. Der Klimawandel habe die Wahrscheinlichkeit für solche extremen Überflutungen in Westeuropa um einen Faktor zwischen 1,2 und neun erhöht, heißt es in der am Dienstag veröffentlichten Studie der Forschungsinitiative World Weather Attribution. Außerdem habe die Intensität solcher Katastrophen durch den menschengemachten Klimawandel um drei bis 19 Prozent zugenommen.
Spahn schließt Lockdown für Geimpfte und Genesene aus
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat einen weiteren Lockdown für Geimpfte und Genesene ausgeschlossen. In den ARD-"Tagesthemen" antwortete der Minister am Montag auf die Frage, ob es im Herbst einen Lockdown geben wird: "Für Geimpfte und Genesene sicher nicht". Die 2G-Regel, nach der Geimpfte und Genesene gewisse Vorteile erhalten können, hält Spahn für einen "vernünftigen Weg". "Geimpfte und Genese sollen es durchaus leichter haben", betonte er.
Indigene versammeln sich zu großen Protesten gegen Bolsonaro
In traditioneller Tracht und mit Federschmuck auf dem Kopf haben tausende brasilianische Indigene sich am Montag zu Protesten gegen Präsident Jair Bolsonaro versammelt. Die Teilnehmer bauten in der Hauptstadt Brasília ein Zeltlager auf, wo bis zum Ende der Woche "Demonstrationen gegen die indigenenfeindliche Politik Bolsonaros" stattfinden sollen. Zu den Protesten aufgerufen hatte die Vereinigung der indigenen Völker (Apib).
Größter US-Bürger im Alter von 38 Jahren gestorben
Der größte Mann der USA ist tot. Der 2,35 Meter große Igor Vovkovinskiy starb am Freitag im Alter von 38 Jahren im US-Bundesstaat Minnesota an einem Herzleiden, wie seine Mutter auf Facebook mitteilte. Zeit seines Lebens litt Vovkovinskiy unter diversen Krankheiten.
Cuomo erneuert zum Abschied Vorwurf der politischen Kampagne gegen ihn
Der wegen Vorwürfen der sexuellen Belästigung scheidende New Yorker Gouverneur Andrew Cuomo hat sich in seiner Abschiedsrede erneut als Opfer einer politischen Kampagne dargestellt. Ein Bericht der New Yorker Generalstaatsanwaltschaft zu den Vorwürfen gegen ihn sei als "politischer Knallkörper über ein explosives Thema" entworfen worden, sagte Cuomo am Montag in einer Videobotschaft. "Und es hat funktioniert. Es gab eine politische und mediale Massenpanik. Aber ich bin zuversichtlich, dass mit der Zeit die Wahrheit herauskommen wird."
Fürth kann 50-Prozent-Auslastungsregel nicht ausschöpfen
Fußball-Bundesligist SpVgg Greuther Fürth kann die in Bayern formal auf 50 Prozent angehobene Auslastung von Stadien bei Großveranstaltungen nicht vollständig ausschöpfen. Nach Angaben des Aufsteigers dürfen zum nächsten Heimspiel am 11. September (Samstag/15.30 Uhr/Sky) gegen den VfL Wolfsburg lediglich 6700 Plätze und damit weiterhin weniger als die Hälfte des rund 16.600 Zuschauer betragenden Fassungsvermögens besetzt werden.
Pfizer/Biontech-Vakzin erhält in den USA vollständige Zulassung
Das Vakzin von Biontech/Pfizer hat in den USA als erster Corona-Impfstoff eine vollständige Zulassung erhalten. Die US-Arzneimittelbehörde FDA erklärte am Montag, die reguläre Genehmigung für Menschen ab einem Alter von 16 Jahren sei ein "Meilenstein" im Kampf gegen die Pandemie. Der Schritt könnte Impfskeptiker davon überzeugen, sich impfen zu lassen - diese Hoffnung äußerten auch die Hersteller selbst.
Britische Regierung bestellt 35 Millionen weitere Dosen des Biontech-Impfstoffs
Großbritannien stockt seine Impfstoff-Vorräte gegen das Coronavirus auf. Am Montag verkündete Gesundheitsminister Sajid Javid, dass seine Regierung 35 Millionen weitere Dosen des Impfstoffs von Pfizer/Biontech bestellt hat. "Dies ist Teil unserer soliden Vorbereitungen, um unser Impfstoffprogramm zukunftssicher zu machen", sagte Javid zum Vertragsabschluss.
Kanadas Premierminister spricht sich für Sanktionen gegen die Taliban aus
Kanadas Premierminister Justin Trudeau hat sich vor dem G7-Gipfel zur Lage in Afghanistan für Sanktionen gegen die radikalislamischen Taliban ausgesprochen. "Wir sind dabei, weitere Sanktionen in Betracht zu ziehen", sagte er am Montag. Die Taliban würden in Kanada bereits als terroristische Vereinigung eingestuft, "aber wir werden mit unseren G7-Partnern über die nächsten Schritte sprechen."
Erster Wachwechsel am Buckingham-Palast seit Beginn der Corona-Pandemie
Einer der größten Touristenmagneten Londons ist zurück: Am Montag fand zum ersten Mal seit Beginn der Corona-Pandemie wieder ein Wachwechsel am Buckingham-Palast statt. Zu den Klängen einer Militärkapelle marschierten die Gardesoldaten in ihren scharlachroten Waffenröcken und den berühmten Bärenfellhüten von ihren Baracken zur Residenz der Queen. Dutzende Touristen beobachteten das Spektakel - Queen Elizabeth II. allerdings nicht, sie hält sich derzeit in Schottland auf.
Maas: Gespräche über Evakuierungsmaßnahmen am Flughafen Kabul über August hinaus
Angesichts der Diskussion um die Verlängerung der Evakuierungsmaßnahmen aus Afghanistan steht die Bundesregierung in Gesprächen mit den Nato-Partnern über einen "zivilen Weiterbetrieb" des Kabuler Flughafens über August hinaus. "Wir führen mit den USA, der Türkei und anderen Partnern Gespräche mit dem Ziel, einen zivilen Weiterbetrieb des Flughafens zu ermöglichen", sagte Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) am Montag in Berlin. Darüber werde auch mit den Taliban gesprochen.
Scholz wünscht sich Esken und Walter-Borjans weiter als Parteivorsitzende
SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz will auch im Falle eines Wahlsiegs keine Änderungen an der Spitze seiner Partei. Er fände es "sehr gut", wenn Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans Parteivorsitzende der SPD blieben, sagte Scholz am Montag bei einer Veranstaltung der "Heilbronner Stimme". Er arbeite gut mit den beiden zusammen, "und deswegen wird das auch weiter gelingen", zitierte ihn das Blatt weiter.
DFB-Pokal: Berufung des VfL Wolfsburg wird am Donnerstag verhandelt
Das Bundesgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) verhandelt am Donnerstag ab 13.30 Uhr in der Verbandszentrale in Frankfurt am Main mündlich die Berufung des Bundesliga-Tabellenführers VfL Wolfsburg gegen das Urteil des DFB-Sportgerichts vom 16. August 2021. Dies gab der DFB am Montag bekannt. Geleitet wird die Verhandlung von Achim Späth, dem Vorsitzenden des DFB-Bundesgerichts.
Offenbar mehrere Menschen in Gebäude von Universität Darmstadt vergiftet
An der Technischen Universität in Darmstadt haben sich am Montag offenbar mehrere Menschen vergiftet. Wie die Polizei in der südhessischen Stadt mitteilte, traten bei sieben Menschen "schwere gesundheitliche Probleme bis hin zu Vergiftungserscheinungen" auf, nachdem sie in einem Gebäude der Hochschule am Standort etwas gegessen oder getrunken hatten. Die Polizei startete einen Großeinsatz, die Ermittlungen waren am Nachmittag in vollem Gange.
Klima-Aktivisten von Extinction Rebellion starten in London neue Proteste
Tausende Klima-Aktivisten der Bewegung Extinction Rebellion haben am Montag in London eine neue Protestkampagne begonnen. Den Demonstranten standen am zentralen Londoner Trafalgar Square zahlreiche Polizisten gegenüber.
Neu Delhi will Luftverschmutzung mit "Smog-Turm" bekämpfen
Die indische Hauptstadt Neu Delhi will die notorische Luftverschmutzung, die über der Stadt liegt, mit einem "Smog-Turm" bekämpfen. "Heute ist ein großer Tag für Delhi in seinem Kampf für klare Luft und gegen Luftverschmutzung", sagte Neu Delhis Regierungschef Arvind Kejriwal nach der Einweihung der Maschine, mit deren Hilfe die Luftverschmutzung um die Hälfte reduziert werden soll.