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Maulwurf in Berliner Justiz soll Informationen an Hildmann gegeben haben
Bei den Ermittlungen gegen den Verschwörungstheoretiker Attila Hildmann soll es in der Berliner Justiz einen Maulwurf gegeben haben. Eine ehemalige Mitarbeiterin der Berliner Generalstaatsanwaltschaft steht nach Medienrecherchen im Verdacht, Informationen an den Beschuldigten Hildmann weitergegeben zu haben. Nach Angaben von Berlins Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) ermittelte die Generalstaatsanwaltschaft intensiv in den eigenen Reihen, "nachdem der Haftbefehl an Attila Hildmann mutmaßlich durchgestochen wurde".
Merkel: Sind bei Klimaschutz nicht, wo wir aktuell hinmüssen
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die internationale Gemeinschaft bei der Weltklimakonferenz in Glasgow zu ehrgeizigeren Klimazielen aufgerufen. "Wir sind nicht da, wo wir hinmüssen", sagte Merkel am Montag im Plenum der Staats- und Regierungschefs bei der COP26. Die von den Unterzeichnerstaaten des Pariser Klimaabkommens von 2015 eingereichten Emissions-Reduktionsziele "ergeben zusammen nicht das, was wir in Paris vereinbart haben". Merkel verwies gleichwohl auf Fortschritte beim Klimaschutz. So sei die Einigung der G20-Gruppe vom Wochenende auf einen Stopp der internationalen Finanzierung von Kohlekraftwerken ab dem kommenden Jahr "sehr wichtig". Allerdings werde es "mit staatlichen Aktivitäten alleine" kein Vorankommen beim Klimaschutz geben, warnte Merkel. "Es geht um eine umfassende Transformation unseres Lebens, Arbeitens und Wirtschaftens." Nachdrücklich plädierte Merkel deshalb für die Bepreisung von CO2-Emissionen. In der derzeitigen "Dekade des Handelns" müsse es darum gehen, "national ambitionierter zu sein, aber auch globale Instrumente zu finden, die nicht nur Steuergelder einsetzen, sondern auch wirtschaftlich vernünftig sind", sagte Merkel. "Das ist für mich die CO2-Bepreisung." (H. Müller--BTZ)
Mindestens vier Tote bei Einsturz von Hochhaus in Lagos
Beim Einsturz eines Hochhauses in Nigerias größter Stadt Lagos sind am Montag mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Mehrere weitere wurden verletzt, wie die Katastrophenschutzbehörde mitteilte. Dutzende Menschen wurden nach Angaben der Rettungskräfte noch unter den Trümmern vermutet - die genaue Zahl war zunächst jedoch unklar.
Hochhaus in Nigerias größter Stadt Lagos eingestürzt
In Nigerias größter Stadt Lagos ist am Montag ein Hochhaus eingestürzt. "Es handelt sich um ein 25-stöckiges Gebäude, das noch im Bau ist. Viele Arbeiter sind unter den Trümmern eingeschlossen. Wir versuchen, sie zu retten", sagte Femi Oke-Osanyintolu von der staatlichen Katastrophenschutzbehörde der Nachrichtenagentur AFP. Wie viele Menschen genau unter den Trümmern im Stadtteil Ikoyi verschüttet wurden, war zunächst unklar.
Queen Elizabeth II. am Steuer eines Autos fotografiert
Knapp zwei Wochen nach ihrem kurzen Krankenhausaufenthalt ist die britische Königin Elizabeth II. am Montag am Steuer eines Autos auf dem Gelände von Schloss Windsor fotografiert worden. Auf den von britischen Medien veröffentlichten Fotos ist die 95-jährige Queen allein in dem Fahrzeug, einem grünen Jaguar, zu sehen. Sie trägt eine Sonnenbrille und ein Kopftuch.
Coca-Cola kauft Getränkehersteller BodyArmor ganz
Der Getränkeriese Coca-Cola übernimmt den auf Getränke für Sportler spezialisierten Hersteller BodyArmor ganz. Nach 15 Prozent 2018 kaufe Coca-Cola nun den Rest für 5,6 Milliarden Dollar (4,8 Milliarden Euro), wie der Konzern am Montag mitteilte. BodyArmor war vor zehn Jahren gegründet worden, 2013 stieg der vergangenes Jahr tödlich verunglückte Basketballstar Kobe Bryant mit rund sechs Millionen Dollar ein.
Großrazzia wegen illegaler Schleusung von Prostituierten in Norddeutschland
Mehr als 350 Ermittler sind am Montag in Norddeutschland zu einer Razzia wegen illegaler Schleusungen im Zusammenhang mit dem kriminellen Prostitutionsgewerbe ausgerückt. Bei der Aktion wurden 16 Objekte in Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen durchsucht sowie zwei Haftbefehle vollstreckt, wie Polizei und Bundespolizei in Hamburg und Hannover mitteilten. Vorausgegangen waren demnach verdeckte Ermittlungen im Bereich der organisierten Kriminalität.
Linken-Spitze geht auf Distanz zu Wagenknechts Zweifeln an Corona-Impfungen
Todesfahrer soll Kindergruppe in Nordhessen vorsätzlich erfasst haben
Bei dem tödlichen Verkehrsunfall in der nordhessischen Gemeinde Witzenhausen vom Freitag soll der 30-jährige Autofahrer vorsätzlich die Gruppe von Schulkindern erfasst haben. Aufgrund einer Zeugenaussage und der Bewertung eines Sachverständigen bestehe der dringende Verdacht, dass der Mann eine "aktive Lenkbewegung in Richtung der Grundschüler getätigt und folglich den Tod eines Kinds und die Verletzung mehrerer Kinder vorsätzlich herbeigeführt hat", teilten die Polizei in Eschwege und die Staatsanwaltschaft Kassel am Montag mit.
Flugzeug landet mit totem Passagier an Bord auf Hamburger Flughafen
Am Hamburger Flughafen ist ein Flugzeug mit einem toten Passagier an Bord gelandet. Der Vorfall ereignete sich bereits am Montag vergangener Woche und betraf einen Flug von der Türkei in die Hansestadt, wie die Hamburger Polizei am Montag mitteilte. Es sei von einer natürlichen Todesursache auszugehen. Demnach starb der 51-jährige Passagier offenbar während des Flugs.
Studie: Extreme Eisschmelze in Grönland erhöht Überschwemmungsrisiko weltweit
Grönlands Eisschild ist einer neuen Studie zufolge in den vergangenen zehn Jahren um etwa 3,5 Billionen Tonnen geschmolzen und hat damit den Meeresspiegel um einen Zentimeter ansteigen lassen. Laut der am Montag in der Zeitschrift "Nature Communications" veröffentlichten Studie fielen allein zwei Drittel davon in den Hitzesommern 2012 und 2019 an. Dies weise darauf hin, dass Hitzewellen infolge der globalen Klimaerwärmung eine besonders große Rolle bei der Eisschmelze spielen.
Eindringliche Aufrufe zu mehr Klimaschutz bei Konferenz in Glasgow
Am zweiten Tag der Weltklimakonferenz (COP26) im schottischen Glasgow haben führende Politiker zu größeren Anstrengungen im Kampf gegen den Klimawandel aufgerufen. Großbritanniens Premierminister Boris Johnson warnte am Montag eindringlich vor einem Scheitern der Konferenz. Wenn sich die Welt in Glasgow nicht zu entschlossenem Handeln durchringen könne, werde das Urteil künftiger Generationen vernichtend sein, sagte er. UN-Generalsekretär António Guterres appellierte an die Staatenlenker, "die Menschheit zu retten".
Johnson warnt Staats- und Regierungschefs vor Scheitern der Weltklimakonferenz
Der britische Premierminister Boris Johnson hat die an der Weltklimakonferenz teilnehmenden Staats- und Regierungschefs eindringlich vor einem Scheitern der COP26 gewarnt. Wenn sich die Welt in Glasgow nicht zu entschlossenem Handeln durchringen könne, werde das Urteil zukünftiger Generationen vernichtend sein, sagte Johnson am Montag in seiner Rede zum Auftakt des Plenums der Staatenlenker. "Die Wut und die Ungeduld der Welt werden unbändig sein", warnte Johnson.
Israel öffnet seine Grenzen für geimpfte Touristen
Mehr als anderthalb Jahre nach der Schließung wegen der Corona-Pandemie hat Israel seine Grenzen für geimpfte Reisende wieder geöffnet. Als Voraussetzung für die Einreise gilt laut Behördenangaben eine Impfbescheinigung, die nicht älter als sechs Monate ist. Außerdem muss ein negativer PCR-Test vorgelegt werden, der maximal 72 Stunden alt ist. Bei der Ankunft in Israel erfolgt dann ein zweiter Test.
Polizisten sollen Liegestütze am Berliner Holocaust-Mahnmal gemacht haben
Polizisten sollen am Holocaust-Mahnmal in Berlin Liegestütze gemacht haben. Die "Bild"-Zeitung und die "B.Z." berichteten am Montag von Videoaufnahmen, die uniformierte Beamte bei Sportübungen an den Blöcken des Mahnmals für die ermordeten Juden in Europa zeigen sollen. Ein Sprecher der Polizei bestätigte, dass es sich um Einsatzkräfte der Polizei handle. Die Details würden dem Polizeipräsidium "noch zugearbeitet".
Nagelsmann kehrt auf Bayern-Bank zurück: "Gehe davon aus"
Bayern Münchens Trainer Julian Nagelsmann kehrt im Champions-League-Gruppenspiel gegen Benfica Lissabon aller Voraussicht nach auf die Bank des Rekordmeisters zurück. "Mir geht es gut, es ist alles in Ordnung. Ich hoffe und davon gehe ich auch aus, dass der Test am Dienstag negativ ist, dann werde ich auch wieder live zu sehen sein", sagte Nagelsmann vor der Partie am Dienstag (21.00 Uhr/Amazon) gegen Benfica.
Teheran weist Kritik westlicher Staaten an seinem Atomprogramm zurück
Der Iran hat die jüngste Kritik westlicher Staaten an seinem Atomprogramm zurückgewiesen. "Die Produktion von Uranmetall und hochgradig angereichertem Uran dient friedlichen und zivilen Zwecken", erklärte der iranische Außenamtssprecher Said Chatibsadeh am Montag. Die Positionen Deutschlands, Frankreichs, Großbritanniens und der USA seien "unvereinbar mit der Realität".
Im Fischereistreit droht nun Großbritannien Frankreich mit Vergeltung
Im Fischereistreit zwischen Frankreich und Großbritannien schlagen die Wogen weiter hoch: Am Montag drohte die britische Handelsministerin Liz Truss mit "Vergeltungsmaßnahmen", sollte Paris wie angekündigt ab Dienstag mit schärferen Warenkontrollen und einem Anlegeverbot für britische Schiffe Ernst machen. Auch ein persönliches Gespräch zwischen den Präsident Emmanuel Macron und Premier Boris Johnson hatte am Wochenende keine Lösung gebracht.
Washington kritisiert Pekings "verblüffendes" Versagen beim Klimaschutz
Kurz vor einem Treffen von Staats- und Regierungschefs im Rahmen der Weltklimakonferenz (COP26) im schottischen Glasgow hat die US-Regierung die chinesische Klimapolitik hart kritisiert. Der Nationale Sicherheitsberater Jake Sullivan warf Peking am Montag ein "verblüffendes" Versagen im globalen Kampf gegen den Klimawandel vor.
Ländliche Regionen stehen bei Bürgern hoch im Kurs - aber nicht als Arbeitsort
Ländliche Räume werden von der großen Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger geschätzt - allerdings mit Abstrichen: Laut einer am Montag veröffentlichten Umfrage im Auftrag des Bundeslandwirtschaftsministeriums betrachten mehr als sieben von zehn Befragten ländliche Regionen als attraktiven Ort zum Leben. Zugleich schätzt weniger als die Hälfte das Land als Arbeitsort.
Berliner Abgeordnetenhaus kann sich wie geplant konstituieren
Das Berliner Abgeordnetenhaus kann wie geplant am Donnerstag erstmals zusammentreten. Der Verfassungsgerichtshof des Landes Berlin wies am Montag den Eilantrag eines bisherigen Abgeordneten ab, mit dem dieser die Konstituierung des Landesparlaments und der Bezirksverordnetenversammlungen vorläufig untersagen lassen wollte. (VerfGH 132 A/21)
Junger Mann in Köln auf offener Straße getötet
In Köln ist ein junger Mann auf offener Straße getötet worden. Passanten fanden den stark blutenden Mann am frühen Montagmorgen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft Köln mitteilten. Die alarmierten Rettungskräfte konnten ihm nicht mehr helfen, er starb noch vor Ort. Der Mann wurde zunächst noch nicht zweifelsfrei identifiziert.
Junge findet Weltkriegsgranate beim Spielen auf Kitagelände in Niedersachsen
Im niedersächsischen Oldenburg hat ein Fünfjähriger anscheinend beim Spielen auf dem Gelände einer Kita eine alte Handgranate aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden und mit nach Hause genommen. Wie die Polizei am Montag mitteilte, entdeckte dessen Vater den gefährlichen Fund am Freitagabend und alarmierte die Beamten. Die Stadtverwaltung beauftragte umgehend eine Spezialfirma mit einer Überprüfung des Kitageländes.
Ärztepräsident: Besser gegen Gesundheitsgefahren durch Klimawandel wappnen
Nach Ansicht von Ärztepräsident Klaus Reinhardt muss sich Deutschland besser gegen die gesundheitlichen Folgen des Klimawandels wappnen. Diese Gefahren seien "keine ferne Bedrohung mehr", sondern eine weltweite Realität, sagte Reinhardt zum Auftakt des 125. Deutschen Ärztetags am Montag in Berlin. Zugleich beklagte er eine durch die Pandemie verschärfte Polarisierung der Gesellschaft und wachsende Gewalt gegen Beschäftigte im Gesundheitswesen.
Medien: Angreifer in Tokioter Zug bezeichnet sich als "Joker"-Fan
Nach dem Messer- und Brandanschlag an Halloween in einem Zug in Tokio sind weitere Details zu dem mutmaßlichen Täter bekannt geworden. Wie die Nachrichtenagentur Kyodo und die Zeitung "Sankei" am Montag berichteten, bezeichnete sich der 24-Jährige im Polizeiverhör als Einzelgänger und Fan des Bösewichts "Joker" aus den "Batman"-Comics und -Filmen. Nach jüngsten Angaben wurden bei dem Angriff am Sonntag 18 Menschen verletzt, ein 70-Jähriger schwebte in Lebensgefahr.
Staats- und Regierungschefs beraten in Glasgow
Konfrontiert mit hohen Erwartungen angesichts der Klimakrise kommen über 120 Staats- und Regierungschefs am Montag zur Weltklimakonferenz im schottischen Glasgow zusammen. Trotz des Drucks, deutlich mehr gegen die Erderwärmung zu tun, starten die Beratungen nach dem G20-Gipfel vom Wochenende aber unter schwierigen Vorzeichen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird gleich zwei Mal zu den Teilnehmern sprechen. "Es ist eine Minute vor Mitternacht und wir müssen jetzt handeln", will der britische Regierungschef Boris Johnson als Gastgeber laut vorab verbreiteten Redetextauszügen den Teilnehmern der COP 26 zurufen. Die Menschheit habe beim Klima lange auf Zeit gespielt. Allerdings hatte sich die wichtige G20-Gruppe, die für 80 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich zeichnet, am Wochenende in Rom nur auf einen Minimalkonsens einigen können. Das Ziel, die Erderwärmung möglichst auf 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen, wurde zwar bekräftigt. Ein Zieldatum wurde aber nicht genannt. Auch bei der angestrebten CO2-Neutralität konnten sich die Staaten nicht auf ein konkretes Datum einigen. Diese soll nun "bis zur oder um die Mitte des Jahrhunderts" erreicht werden. Widerstand gab es vor allem von Schwellenländern und von Staaten mit großer Produktion fossiler Energien. Klima-Aktivisten und Umweltverbände kritisierten die Kompromisse als unzureichend. Auch UN-Generalsekretär António Guterres zeigte sich unzufrieden: Er verlasse Rom mit "nicht erfüllten Hoffnungen", schrieb er auf Twitter. Johnson sprach zwar von Fortschritten beim G20-Gipfel, die aber nicht ausreichten. "Wenn Glasgow scheitert, dann scheitert die ganze Sache", sagte er. Kanzlerin Merkel hingegen sprach nach dem G20-Gipfel von einem "guten Signal für Glasgow". Es gebe nun ein "klareres Bekenntnis zu den 1,5 Grad". Bei der Weltklimakonferenz spricht sie am Montag im Plenum der Regierungschefs für Deutschland, danach hält sie eine kurze Rede zum Programmpunkt "Handeln und Solidarität - Die entscheidende Dekade". Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) sieht Deutschland in Glasgow in der Rolle eines Brückenbauers. "Wir haben die Expertise, die Erfahrung und die Vertrauensbasis, die Fortschritte auf solchen Konferenzen möglich machen", sagte sie der "Rheinischen Post" vom Montag. Deutschland könne anderen Ländern im Kampf gegen den Klimawandel helfen – finanziell, aber auch mit Erfahrungen. Sie betonte auch, Deutschland komme mit einem starken neuen und rechtsverbindlichen Klimaziel nach Glasgow: "Wir werden 2045 klimaneutral, das sind fünf Jahre früher als die EU." Die zweiwöchige COP26 hatte am Sonntag mit eindringlichen Appellen begonnen. Die Konferenz sei die "letzte" Hoffnung, um das 1,5-Grad-Ziel noch zu erreichen, sagte ihr Präsident Alok Sharma. IWF-Chefin Kristalina Georgieva warnte in einem Internet-Beitrag vor der "großen Bedrohung für die makroökonomische und finanzielle Stabilität" durch den Klimawandel und forderte von allen ehrgeizigere Maßnahmen. 197 Nationen werden in Glasgow über die weitere Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens verhandeln. Mit Chinas Präsident Xi Jinping und Russlands Staatschef Wladimir Putin fehlen aber die Staatsoberhäupter zweier großer Treibhausgas-Emittenten, US-Präsident Joe Biden hingegen ist vor Ort. Mit Spannung wird erwartet, ob der indische Regierungschef Narendra Modi am Montagnachmittag ehrgeizigere Klimaziele für sein Land ankündigt. Dies könnte den Druck auf China erhöhen. Das Pariser Abkommen sieht die Begrenzung der Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad, idealerweise 1,5 Grad, im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter vor. Experten und die UNO warnen aber, dass die Erde derzeit auf eine Erwärmung von 2,7 Grad in diesem Jahrhundert zusteuert. Das 1,5-Grad-Ziel kann nach Ansicht von Experten nur erreicht werden, wenn die weltweiten Emissionen bis zum Ende dieses Jahrzehnts halbiert werden und spätestens 2050 Klimaneutralität erreicht wird. (K. Petersen--BTZ)
Bundesweite Corona-Inzidenz steigt massiv auf 154,8
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist auf über 150 angestiegen. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Montagmorgen unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter mitteilte, erhöhte sich der Wert auf 154,8. Am Vortag hatte er bei 149,4 gelegen, vor einer Woche bei 110,1. Der Wert gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen an. Den jüngsten Angaben des RKI zufolge wurden binnen 24 Stunden 9658 Coronavirus-Neuinfektionen sowie 23 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus verzeichnet. Die Gesamtzahl der registrierten Infektionsfälle in Deutschland seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 4.607.208, die Gesamtzahl der verzeichneten Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion auf 95.752. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt seit zwei Wochen kontinuierlich an. Vor rund einer Woche hatte der Wert erstmals seit Mai wieder die Marke von 100 überschritten. (L. Andersson--BTZ)
Wachstum der Weltbevölkerung seit 1990 um ein Drittel zurückgegangen
Das Wachstum der Weltbevölkerung hat sich in den vergangenen 30 Jahren um etwa ein Drittel verringert. Das geht aus einem am Montag veröffentlichten neuen Bericht der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW) in Hannover hervor. Grund dafür war eine gesunkene Geburtenrate. Sie ging von 3,2 Kindern je Frau 1990 auf heute durchschnittlich 2,3 Kinder pro Frau zurück, wie die Stiftung mitteilte. Zwischen den Ländern variieren die Werte stark.
Britischer Bankchef tritt wegen Verbindungen zu Epstein zurück
Der Chef der britischen Großbank Barclays, Jes Staley, ist wegen seiner Verbindungen zum verstorbenen US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein zurückgetreten. Staley wolle die vorläufigen Ergebnisse der Ermittlungen der britischen Finanzaufsicht gegen ihn anfechten, teilte die Bank am Montag mit. Sie betonte, im vorläufigen Ergebnis sei nirgends festgestellt worden, dass Staley die mutmaßlichen Verbrechen Epsteins "gesehen" oder davon Kenntnis gehabt habe.
Länder: Spahns Vorschlag zu Auffrischungs-Gipfel "fraglich"
Die Länder sehen das von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ins Gespräch gebrachte Bund-Länder-Treffen zu den Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus skeptisch. Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) betonte am Montag im RBB-Inforadio, zu diesem Thema sei bereits alles gesagt. Sie habe schon vor längerer Zeit alle Ärzte wegen Auffrischungsimpfungen für die vulnerablen Gruppen angeschrieben
Fußball: Tottenham entlässt Teammanager Espirito Santo
Der englische Fußball-Spitzenklub Tottenham Hotspur hat sich von seinem Teammanager Nuno Espirito Santo getrennt. Das teilten die Spurs zwei Tage nach der Niederlage gegen Manchester United (0:3) mit. Informationen zur Nachfolge des Portugiesen sollen "zu gegebener Zeit" bekannt gegeben werden.
Mögliche Laschet-Nachfolger bringen sich in Stellung
Vor der Entscheidung über eine Mitgliederbefragung zum künftigen CDU-Chef haben sich mögliche Bewerber für die Nachfolge von Armin Laschet in Stellung gebracht. Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen warnte vor einer zu konservativen Ausrichtung der Partei und forderte, der neue CDU-Chef müsse "in der Mitte stehen". Der Konservative Friedrich Merz widersprach einem Pressebericht, wonach er andere mögliche Bewerber in sein Team holen will, um Röttgen keine Chance zu lassen.