Letzte Nachrichten
Scholz: Abhängigkeit von russischem Öl und Gas lässt sich nicht sofort beenden
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat bei den Sanktionen gegen Russland einen sofortigen Stopp von Öl- und Gaslieferungen nach Deutschland erneut ausgeschlossen. "Wir werden diese Abhängigkeit beenden, so schnell, wie das nur irgend geht", sagte Scholz am Mittwoch bei der Generaldebatte im Bundestag. "Das aber von einem Tag auf den anderen zu tun, hieße, unser Land und ganz Europa in eine Rezession zu stürzen. Hunderttausende Arbeitsplätze wären in Gefahr, ganze Industriezweige stünden auf der Kippe."
Merz wirft Ampel-Koalition realitätsfremde Haushaltsplanung vor
Unionsfraktionschef Friedrich Merz (CDU) wirft der Ampel-Koalition vor, angesichts der neuen Herausforderungen durch den Ukraine-Krieg nicht die richtigen Weichen zu stellen. Kurz nach Kriegsbeginn habe Kanzler Olaf Scholz (SPD) von einer "Zeitenwende" gesprochen - in der Haushaltsplanung der Koalition sei aber "von einer Zeitenwende nicht wirklich viel zu bemerken", sagte Merz am Mittwoch zu Beginn der Generaldebatte im Bundestag.
Stabhochspringer Tim Lobinger will trotz neuer Krebserkrankung weiter kämpfen
Der frühere Weltklassestabhochspringer Tim Lobinger ist nach einem Bericht der Illustrierten "Bunte" erneut an Krebs erkrankt. "Mein kleiner Sohn wird dieses Jahr eingeschult, meine Tochter heiratet im Sommer", sagte der 49-Jährige der Illustrierten laut Vorabmeldung vom Mittwoch. "Wenn du das vor Augen hast und weißt, du erlebst es wahrscheinlich nicht mehr, das ist fürchterlich."
Taliban schließen weiterführende Schulen für Mädchen nach wenigen Stunden wieder
Wenige Stunden nach der offiziellen Öffnung von weiterführenden Schulen für Mädchen in Afghanistan haben die radikalislamischen Taliban diesen Beschluss wieder rückgängig gemacht. AFP-Reporter filmten am Mittwoch in einem Gymnasium in der afghanischen Hauptstadt, als ein Lehrer den Raum betrat und alle nach Hause schickte. Ein Sprecher der Taliban bestätigte daraufhin, das Mädchen wieder nach Hause beordert worden waren. Einen Grund für den kurzfristigen Kurswechsel nannte er nicht.
Motiv für Messerangriff vor Fahrschule in Mainz unklar
Nach einem Messerangriff mit mehreren Verletzten durch einen Mann am Dienstag in Mainz gibt es noch keine Hinweise auf das Motiv des 32 Jahre alten Täters. Die Ermittlungen liefen, sagte ein Sprecher der Polizei am Mittwoch. Der aus Somalia stammende Mann hatte vor einer Fahrschule mehrere Menschen angegriffen. Einen 48-Jährigen verletzte er durch mehrere Messerstiche lebensgefährlich, zwei weitere Männer im Alter von 28 und 48 Jahren leicht.
Bankenverband blickt wegen Ukraine-Kriegs mit Sorge auf deutsche Konjunktur
Die Chefvolkswirte der privaten Banken in Deutschland blicken angesichts des Ukraine-Kriegs mit großer Sorge auf die deutsche Konjunktur. "Der unfassbare Angriff Russlands auf die Ukraine wird deutliche Spuren in der deutschen Wirtschaft hinterlassen", erklärte der Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes (BdB), Christian Ossig, am Mittwoch. Als "Konjunkturbremse" wirkten vor allem die sprunghaft gestiegenen Energiepreise und die sich wieder verschärfenden Lieferengpässe.
Zwei Tote bei Feuer in Wohnhaus in niedersächsischem Bremervörde
Bei einem Wohnhausbrand in Bremervörde in Niedersachsen sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Wie die Polizei in Rotenburg an der Wümme am Mittwoch mitteilte, handelte es sich vermutlich um die beiden Bewohner, ein Ehepaar im Alter von 81 und 82 Jahren. Die Ermittlungen zur Ursache des Feuers liefen demnach.
Winzer erzeugten 2021 knapp 8,45 Millionen Hektoliter Wein und Most
Knapp 8,45 Millionen Hektoliter oder 1,1 Milliarden Flaschen - so viel Wein und Most haben die Winzerinnen und Winzer in Deutschland im vergangenen Jahr erzeugt. Damit lag die Menge ungefähr auf Vorjahresniveau, im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2020 wurden allerdings 2,9 Prozent weniger Wein und Most produziert, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte.
NBA: Wagner führt Orlando in den letzten Sekunden zum Sieg
Angeführt von Franz Wagner haben sich die Orlando Magic in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA in letzter Minute den Sieg gesichert. Das Team aus Florida setzte sich mit 94:90 gegen die Golden State Warriors durch, die erneut verletzungsbedingt auf ihren Star Stephen Curry verzichten mussten.
Draisaitl kassiert nächste Niederlage
Eishockey-Star Leon Draisaitl hat in der nordamerikanischen Profiliga NHL erneut eine Pleite kassiert. Der 26-Jährige musste sich mit den Edmonton Oilers bei den Dallas Stars 3:5 geschlagen geben. Auch Draisaitl konnte mit seinem Treffer zur zwischenzeitlichen 3:2-Führung (47.) die Niederlage nicht verhindern.
Einigung im Tarifstreit bei der Postbank erzielt
Im Tarifstreit über mehr Geld für die Beschäftigten der Postbank ist eine Einigung erzielt worden. Wie die Gewerkschaft Verdi und die Deutsche Bank, zu der die Postbank gehört, am Mittwochmorgen mitteilten, brachte die dritte Verhandlungsrunde am Vorabend den Durchbruch. Die Gehälter für die etwa 15.000 Beschäftigten steigen demnach in zwei Stufen um insgesamt 5,2 Prozent.
Botschafter: Ukraine enttäuscht über ausbleibende Waffenlieferungen Deutschlands
Die ukrainische Regierung hat sich enttäuscht darüber gezeigt, dass die Bundesregierung bisher nicht auf jüngste Bitten nach Waffenlieferungen reagiert hat. "Es ist sehr frustrierend, dass die Bundesregierung seit drei Wochen gar keine Antwort auf unsere Liste von dringend notwendigen Defensivwaffen gegeben hat", sagte der der ukrainische Botschafter in Deutschland, Andrij Melnyk, der "Bild"-Zeitung vom Mittwoch. Jeder Tag zähle, "um das Leben der unter dem russischen Raketenbeschuss leidenden Zivilbevölkerung in der Ukraine zu retten."
Ermittlungen zu Flugzeugabsturz in China durch heftige Regenfälle behindert
Die Ermittlungen zum Absturz einer Passagiermaschine in Südchina sind durch heftige Regenfälle behindert worden. Ein Reporter des chinesischen staatlichen Fernsehsenders CCTV, der Zugang zur Absturzstelle hatte, sagte am Mittwoch, es bestehe die Gefahr von "kleineren Erdrutschen". Die Bergungsarbeiten wurden demnach unterbrochen.
Taliban schließen Mädchenschulen nach wenigen Stunden wieder
Die radikalislamischen Taliban haben wenige Stunden nach der offiziellen Öffnungen von Schulen für Mädchen in Kabul diesen Beschluss offenbar wieder rückgängig gemacht. AFP-Reporter filmten am Mittwoch in der Sarghona High School in der afghanischen Hauptstadt, als ein Lehrer den Raum betrat und alle nach Hause schickte. Ein Sprecher der Taliban bestätigte daraufhin, das Mädchen wieder nach Hause beordert worden waren.
Tennis-Star Barty verkündet Karriereende
Die Tennis-Weltranglistenerste Ashleigh Barty hat überraschen ihr Karriereende bekannt gegeben. "Heute ist ein schwerer Tag voller Emotionen für mich, weil ich meinen Rücktritt vom Tennis bekannt gebe", sagte die 25 Jahre alte Australierin in einem Video, das sie auf Instagram veröffentlichte.
Kahn beklagt mangelnde Einnahmen aus internationalen TV-Verträgen
Vorstandschef Oliver Kahn vom deutschen Fußball-Rekordmeister Bayern München hat die mangelnden Einnahmen der Bundesliga aus internationalen TV-Verträgen gegenüber der englischen Premier League beklagt. "Hier ist ein erdrutschartiges Missverhältnis entstanden, und dafür braucht es Lösungen von Seiten der Bundesliga, wie diese gewaltige Differenz wieder verringert werden kann", sagte Kahn gegenüber tz/Münchner Merkur.
Bayern-Frauen mit Zuversicht trotz 1:2
Die Frauen von Bayern München gehen trotz der 1:2 (0:1)-Heimniederlage mit viel Zuversicht in das Viertelfinal-Rückspiel der Champions League bei Paris St. Germain. "Aufgeben gibt's nicht. Es geht darum, an sich zu glauben. Was die Männer haben, haben auch wir implementiert: das Gewinner-Gen", sagte Trainer Jens Scheuer mit Blick auf die Partie im Pariser Prinzenpark in der kommenden Woche (30.3.) bei DAZN.
Belarussischer Exil-Politiker fordert härtere Sanktionen gegen Lukaschenko
Ein führender belarussischer Oppositionspolitiker hat den Westen aufgefordert, die Sanktionen gegen Machthaber Alexander Lukaschenko wegen des Ukraine-Kriegs zu verschärfen. "Lukaschenko verdient weitaus mehr globale Verachtung, als ihm zuteil wurde", schrieb Pawel Latuschko in der Mittwochsausgabe der Zeitung "The New European". Der belarussische Staatschef sei nicht nur der "Spielball" des russischen Präsidenten Wladimir Putin, sondern auch ein "wichtiger Akteur".
Mädchen kehren in Afghanistans Hauptstadt in Schulen zurück
Mehr als sieben Monate nach der Machtübernahme der radikalislamischen Taliban sind Mädchen wieder zum Unterricht in weiterführende Schulen in der Hauptstadt Kabul zurückgekehrt. AFP-Reporter sahen mehrere Gruppen von Mädchen, die am Mittwochmorgen die Schulen betraten. Auch in anderen Provinzen des Landes sollten sie wieder am Unterricht teilnehmen dürfen.
Entwicklungsministerin Schulze will wegen Ukraine-Krieg mehr Geld
Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD) fordert angesichts des Ukraine-Kriegs mehr Geld für ihr Ressort im geplanten Nachtragshaushalt. "Wenn man sich die Folgen dieses schrecklichen Kriegs vor Augen führt, kann es gar nicht beim jetzigen Entwicklungsetat bleiben", sagte die SPD-Politikerin der "Augsburger Allgemeinen" (Mittwochausgabe). Schulze kritisierte, dass ihr Ressort nach den bisherigen Plänen mit 12,6 Prozent weniger als im vergangenen Jahr auskommen soll.
Beyoncé und Billie Eilish treten bei Oscar-Verleihung auf
Die US-Sängerinnen Beyoncé und Billie Eilish werden am Sonntagabend bei der Oscar-Verleihung auftreten. Der bekannte Corona-Impfskeptiker Van Morrison wird hingegen nicht an der Gala teilnehmen, erklärten die Organisatoren am Dienstag. Die drei Künstler sind neben den Komponisten Lin-Manuel Miranda und Diane Warren in der Kategorie "Bester Song" nominiert.
Bundesweite Corona-Inzidenz steigt minimal auf 1734,2
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist minimal gestiegen. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Mittwochmorgen mitteilte, liegt der Wert nun bei 1734,2. Am Dienstag hatte er 1733,4 betragen, vor einer Woche 1607,1. Der Wert beziffert die Zahl der Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner im Zeitraum von sieben Tagen.
Kanzler Scholz spricht in Generaldebatte des Bundestags
In der ersten Generaldebatte des Bundestags seit dem Regierungswechsel steht am Mittwoch die Politik der Ampel-Koalition auf dem Prüfstand (ab 09.00 Uhr). Die auf vier Stunden angesetzte Debatte über den Etat des Kanzleramts hat traditionell den Charakter einer Generalaussprache über die Politik der Regierung. Als Chef der größten Oppositionsfraktion wird der CDU-Politiker Friedrich Merz die Debatte eröffnen. Nach ihm spricht Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD). Auch alle anderen Fraktionsvorsitzenden wollen das Wort ergreifen.
Save the Children fordert mehr Tempo bei Rückführung der Kinder von Dschihadisten
Eine Hilfsorganisation hat mehr Tempo bei der Rückführung der Kinder ausländischer Dschihadisten in Syrien in deren Heimatländer angemahnt. "Wenn die Rückführungen im derzeitigen Tempo weitergehen, wird es 30 Jahre dauern, bis die ausländischen Kinder, die in den Lagern (...) im Nordosten Syriens festsitzen, in ihre Heimat zurückkehren können", erklärte Save the Children am Mittwoch anlässlich des dritten Jahrestags des Falls des selbsterklärten "Kalifats" der Dschihadisten-Gruppe Islamischer Staat.
Familienministerin unterstützt Schutzzonen für Kriegsflüchtlinge an Bahnhöfen
Bundesfamilienministerin Anne Spiegel (Grüne) will den Schutz für geflüchtete Frauen und Kinder aus der Ukraine verstärken. "Mit voller Kraft müssen wir uns für ihre Sicherheit einsetzen", sagte Spiegel den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochsausgaben). "Schutzzonen an Bahnhöfen können dabei ein wichtiges Instrument sein." Es liefen dazu bereits Gespräche mit dem Bundesinnenministerium.
Selenskyj wirft Russland "Gefangennahme" von Flüchtlingen aus Mariupol vor
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat russische Streitkräfte beschuldigt, eine Gruppe von Flüchtlingen aus der belagerten Hafenstadt Mariupol auf einer zuvor vereinbarten Fluchtroute "einfach gefangen genommen" zu haben. In seiner abendlichen Videobotschaft verwies der Staatschef am Dienstag erneut auf das Leid der seinen Angaben zufolge noch 100.000 Menschen in der Stadt, die "ohne Nahrung, ohne Wasser, ohne Medikamente, unter ständigem Beschuss" ausharren müssten.
Klimabeauftragte Morgan: Ukraine-Krieg kann "globale Energiewende beschleunigen"
Der Krieg in der Ukraine kann nach Auffassung der neuen deutschen Klimabeauftragten Jennifer Morgan "eine Beschleunigung der globalen Energiewende bewirken". Jedem sei nun klar, woher Deutschland sein Öl und Gas bekommt, sagte Morgan der Süddeutschen Zeitung (Mittwochausgabe). "Wir müssen Klimapolitik als Geopolitik verstehen."
USA und Großbritannien einigen sich auf Ende der Strafzölle auf Stahl
Die USA haben sich mit Großbritannien auf ein Ende der Strafzölle auf britischen Stahl und Aluminium geeinigt. Gleichzeitig werden "Vergeltungszölle" auf US-Exporte im Wert von "über 500 Millionen US-Dollar" (450 Millionen Euro), darunter "Spirituosen, verschiedene landwirtschaftliche Erzeugnisse und Konsumgüter", aufgehoben, erklärten US-Handelsministerin Gina Raimondo und Handelsbeauftragte Katherine Tai am Dienstag. Die Strafzölle waren 2018 vom damaligen US-Präsidenten Donald Trump verhängt worden.
Proteste bei Besuch von Prinz William und Kate in Jamaika
Gewöhnlich werden sie in aller Welt jubelnd begrüßt, bei ihrem Besuch in Jamaika müssen der britische Prinz William und seine Frau Kate nun mit Protesten leben. Demonstranten versammelten sich am Dienstag in der Hauptstadt Kingston, um eine Entschuldigung der britischen Krone für ihre Rolle beim Sklavenhandel zu fordern. Hunderttausende Afrikaner waren dabei nach Jamaika gebracht und in der damaligen britischen Kolonie als Sklaven ausgebeutet worden.
USA und EU kritisieren Verurteilung Nawalnys als politisch motiviert
Die Verurteilung des russischen Oppositionellen Alexej Nawalny zu neun Jahren Haft ist auf scharfe Kritik der USA und der Europäischen Union (EU) gestoßen. "Das beschämende Urteil ist ein erneuter Versuch, Nawalny zum Schweigen zu bringen", erklärte am Dienstag in Washington der Sprecher des US-Außenministeriums, Ned Price. Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell sprach von einem "politisch motivierten" Urteil.
Kreml-Sprecher: Wir würden Atomwaffen nur bei "existenzieller Bedrohung" einsetzen
Im Zusammenhang mit dem Ukraine-Konflikt würde Russland nach Angaben des Kreml Atomwaffen nur im Fall einer "existenziellen Bedrohung" einsetzen. "Wir haben ein Konzept für innere Sicherheit, das ist bekannt", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Dienstag im US-Fernsehsender CNN International. "Sie können dort alle Gründe für den Einsatz von Nuklearwaffen nachlesen."
Keine Tarifeinigung in zweiter Verhandlungsrunde für soziale Berufe
Die zweite Runde der Tarifverhandlungen für Beschäftigte in sozialen Berufen und der Erziehung hat keine Einigung gebracht. Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) teilte am Dienstagabend mit, bei den zweitägigen Verhandlungen mit den Gewerkschaften Verdi, Deutscher Beamtenbund (dbb) und Tarifunion habe es bei einzelnen Themen eine Annäherung gegeben. "Überzogene Forderungen" hätten aber eine Einigung erschwert.