Letzte Nachrichten
Bayern weist Lauterbach-Kritik an Wegfall von FFP2-Maskenpflicht zurück
Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat Kritik von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) am Wegfall der FFP2-Maskenpflicht im bayerischen Öffentlichen Nahverkehr zurückgewiesen. Holetschek sprach von "maßvollen Erleichterungen bei der Maskenpflicht im bayerischen ÖPNV". Der Freistaat habe "mit am längsten von allen Bundesländern an der FFP2-Maske festgehalten", erklärte der CSU-Politiker am Samstag. Lauterbach hatte auf Twitter geschrieben, in Bayern falle FFP2-Maskenpflicht in Bus und Bahn "trotz Sommerwelle, klarer Fehler".
Pferd von Weltmeisterin Canter eingeschläfert
Hiobsbotschaft für den Reitsport und die Veranstalter des CHIO in Aachen: Der 17-jährige Hengst Allstar von Vielseitigkeits-Weltmeisterin Rosalind Canter (Großbritannien) ist noch am Samstag in einer Aachener Tierklinik eingeschläfert worden. Das Pferd hatte nach einem Sprung das linke Vorderbein nicht mehr aufgesetzt, zu einem Sturz kam es nicht.
Werth disqualifiziert: Deutschland verliert Nationenpreis
Nach der Disqualifikation der siebenmaligen Olympiasiegerin Isabell Werth (Rheinberg) hat die deutsche Dressur-Equipe den Nationenpreis im Rahmen des CHIO in Aachen an Dänemark verloren. Werth wurde im Grand Prix Special von den Wertungsrichtern abgeklingelt, da ihr Hengst Quantaz Blut am Maul hatte. Der Test mit dem weißen Taschentuch bestätigte das Urteil, Werth wurde gemäß Reglement disqualifiziert und wird damit auch im Großen Preis am Sonntag nicht starten.
CDU-Sozialfügel will Steuersenkung auf Grundnahrungsmittel
Der CDU-Sozialflügel hat vor dem Krisentreffen von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) mit Arbeitgebern und Gewerkschaften weitere Entlastungen für die Bürger gefordert. In einem Beschlusspapier nannte der Arbeitnehmerflügel der Union (CDA) eine vorübergehende Senkung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel, Zuzahlungen für Hartz IV-Empfänger sowie langfristig niedrigere Preise im öffentlichen Personennahverkehr, wie die Funke-Zeitungen am Wochenende berichteten. SPD-Chefin Saskia Esken warnte davor, sich bei der konzertierten Aktion auf Einmalzahlungen an die Beschäftigten zu beschränken.
Kommunen fordern Wiederaufnahme der kostenlosen Corona-Tests
Angesichts der steigenden Corona-Zahlen fordert der Städte- und Gemeindebund die Wiederaufnahme der kostenlosen Bürgertests. "Spätestens im Herbst, wenn die nächste große Corona-Welle droht", müsse es wieder "flächendeckend unentgeltliche Tests geben", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg den RND-Zeitungen vom Samstag. Der Deutsche Städtetag forderte ein rasches Gesetzgebungsverfahren für ein neues Infektionsschutzgesetz. Erst im Herbst damit zu beginnen, sei zu spät, sagte Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy den Funke-Zeitungen.
Uni bekommt nach Cyberangriff gezahltes Lösegeld zurück - mit "Superzinsen"
Eine niederländische Hochschule hat nach einem massiven Internet-Angriff einen Teil des gestohlenen Gelds zurückerhalten - und das mit "Superzinsen": Die Universität Maastricht habe 2019 ein Lösegeld von 200.000 Euro in Bitcoin gezahlt, berichtete am Samstag die Tageszeitung "De Volkskrant". Davon bekomme die Hochschule jetzt zwar nur einen Teil zurück - aber auch dieser mache durch die Wertexplosion der Internetwährung rund 500.000 Euro aus.
Hessischer Ministerpräsident Rhein zu neuem CDU-Landesvorsitzenden gewählt
Die hessische CDU hat Ministerpräsident Boris Rhein zu ihrem neuen Landesvorsitzenden gewählt. Auf einem Landesparteitag in Rotenburg an der Fulda erhielt der 50-Jährige am Samstag 97,96 Prozent der Stimmen, wie die CDU mitteilte. Rhein trat damit die Nachfolge des früheren Ministerpräsidenten Volker Bouffier an, der nach zwölf Jahren nicht mehr angetreten war.
Jung/Auffarth: Deutscher Doppelsieg in der Vielseitigkeit
Der dreimalige Olympiasieger Michael Jung (Horb) und Ex-Weltmeisterin Sandra Auffarth (Ganderkesee) haben beim CHIO in Aachen für einen deutschen Doppelsieg in der Vielseitigkeit gesorgt. Jung lag mit seinem Spitzenpferd Chipmunk sechs Punkte vor Auffarth mit Viamant du Matz und dem dreimaligen Mannschafts-Olympiasieger Andrew Hoy (Australien) mit Vassily de Lassos.
Städtebund fordert wegen Wohnungsmangels Angebot zum Umzug in ländliche Regionen
Angesichts steigender Baukosten und der Verzögerung von Neubauprojekten fordert der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) neue Lösungswege von der Politik. "In Deutschland herrscht Wohnungsnot. Gleichzeitig stehen 1,5 Millionen Wohnungen, überwiegend in abgelegenen ländlichen Regionen, leer", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der Zeitung "Welt" vom Samstag. "Man sollte überlegen, ob man Menschen ein interessantes Angebot machen kann, dass sie dort hinziehen." Das ginge etwa mit der nötigen Verkehrsinfrastruktur.
Demonstranten in Libyen stürmen Parlament
Bei Protesten gegen die schlechten Lebensbedingungen und den politischen Stillstand in Libyen haben Demonstranten das Parlament in Tobruk gestürmt und Teile des Gebäudes in Brand gesetzt. Wie libysche Medien berichteten, gelang es der Menge am Freitag, in das Parlament einzudringen und dort zu randalieren. Auf Fernsehbildern waren schwarze Rauchsäulen in der Nähe des Parlamentsgebäudes zu sehen, wo junge Protestierende Autoreifen verbrannten.
Corona: Steels abgereist - Jungels positiv am Start
Die 109. Tour de France droht zu einer Corona-Lotterie zu werden. Nur kurz nach dem Sieg seines Fahrers Yves Lampaert am Freitag im Auftaktzeitfahren von Kopenhagen musste Tom Steels, Sportdirektor des Teams Quick-Step Alpha Vinyl, wegen eines positiven Tests abreisen. Innerhalb des Teams hat es damit binnen einer Woche sieben Coronafälle gegeben.
Laporta: Maximal 40 Millionen für Lewandowski
Joan Laporta, Vereinspräsident des spanischen Fußball-Topklubs FC Barcelona, hat seine finanzielle Schmerzgrenze für einen Transfer von Weltfußballer Robert Lewandowski (Bayern München) genannt. Wie spanischen Medien berichten, hat Laporta am Freitag in einer Journalistenrunde eine Ablöse von 40 Millionen Euro als Maximum angegeben. Medienberichten zufolge ist dies auch die Summe des dritten Barca-Angebots an die Bayern.
Bericht: Abhängigkeit von russischem Rohöl deutlich größer als angenommen
Deutschland ist einem Bericht zufolge noch deutlich abhängiger von russischem Rohöl als von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) kürzlich angegeben. Aus einer Antwort von Habecks Ministerium auf eine Anfrage des Bundestagsabgeordneten Jens Spahn (CDU) geht hervor, dass im Mai 27,8 Prozent des von Deutschland importierten Rohöls aus Russland stammten, wie die "Welt am Sonntag" berichtet. Habeck hatte Ende April gesagt, der Anteil habe zu diesem Zeitpunkt bei nur noch zwölf Prozent gelegen.
Scholz ruft Bürgerinnen und Bürger zu Zusammenhalt auf
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat die Bürgerinnen und Bürger angesichts der aktuellen Herausforderungen zum Zusammenhalt aufgerufen. "Wenn wir uns unterhaken und zusammenhalten, sind wir stark", sagte Scholz in einer am Samstag veröffentlichten Videobotschaft. Das große Problem, das viele gegenwärtig umtreibe, "sind die steigenden Preise, ist die Inflation, dass alles teurer wird", sagte er und verwies auf die für Montag angesetzte konzertierte Aktion im Kanzleramt.
CDU-Sozialflügel fordert vor konzertierter Aktion weitere Entlastungen
Der CDU-Sozialflügel hat vor dem Krisentreffen von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) mit Arbeitgebern und Gewerkschaften am Montag umfassende weitere Entlastungen für die Bürger gefordert. In einem Beschlusspapier fordert der Arbeitnehmerflügel der Union (CDA) unter anderem eine vorübergehende Senkung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel, Zuzahlungen für Hartz IV-Empfänger sowie langfristig niedrigere Preise im öffentlichen Personennahverkehr, wie die Funke-Zeitungen am Wochenende berichteten.
Ex-Nationaltrainerin Pauw erhebt schwere Missbrauchsvorwürfe
Die ehemalige niederländische Fußball-Nationaltrainerin und -spielerin Vera Pauw ist laut eigenen Aussagen im Alter von 23 Jahren vergewaltigt und zudem mehrfach sexuell belästigt worden. Das erklärte die 59-Jährige am Freitag in einem Interview mit der Tageszeitung NRC und in einem Statement bei Twitter. Die drei beschuldigten Männer sollen alle im niederländischen Fußball gearbeitet haben.
NBA: Gobert verlässt Utah
Der französische Basketballstar Rudy Gobert verlässt den NBA-Klub Utah Jazz nach fast einem Jahrzehnt. Dies gab der Center, der dreimal als bester Defensivspieler der nordamerikanischen Profiliga ausgezeichnet wurde, am Samstag in den Sozialen Netzwerken bekannt.
Proteste in Spanien und Marokko nach Tod von 23 Migranten in Exklave Melilla
Eine Woche nach dem Tod von 23 Migranten bei einem Massenansturm auf die spanische Exklave Melilla hat es in Spanien und Marokko Proteste gegeben. In Spanien versammelten sich am Freitag tausende Demonstranten in Städten wie Madrid, Barcelona, Málaga, Vigo und San Sebastián und in Melilla selbst, um gegen die spanische Migrationspolitik und die "Militarisierung der Grenzen" zu protestieren.
Google will Standortdaten von US-Abtreibungskliniken künftig löschen
Google will künftig die Standortdaten von Nutzerinnen und Nutzern löschen, die Abtreibungskliniken, Frauenhäuser und andere intime Orte in den USA besucht haben. "Wenn unsere Systeme feststellen, dass jemand einen dieser Orte besucht hat, werden wir diese Einträge kurz nach dem Besuch aus dem Standortverlauf löschen", kündigte die Google-Managerin Jen Fitzpatrick am Freitag an. Die Änderung trete in den kommenden Wochen in Kraft.
IOC-Präsident Bach hat Putin-Orden "nie angenommen"
IOC-Präsident Thomas Bach ist laut eigener Aussage kein Träger des von Wladimir Putin vergebenen "Ordens der Ehre". Das berichtet die Welt am Sonntag und zitiert einen Sprecher Bachs. Der deutsche Chef des Internationalen Olympischen Komitees habe "diese Auszeichnung nie angenommen und daher auch nie erhalten".
Pläne für "Tischtennis-Finals" ab 2024 in Erfurt
Im Deutschen Tischtennis-Bund (DTTB) nehmen bisherige Planspiele für eine Multi-DM unterschiedlichster Leistungs- und Altersklassen konkrete Formen an. Einem Bericht in der Juli-Ausgabe der Fachzeitschrift tischtennis zufolge sollen ab 2024 in Erfurt die "Deutschen Tischtennis-Finals" stattfinden.
Rapinoe und Biles erhalten Freiheitsmedaille
Fußball-Weltmeisterin Megan Rapinoe und die Turn-Olympiasiegerin Simone Biles werden mit der höchsten zivilen Auszeichnung der USA geehrt. Die beiden Spitzenathletinnen sollen am 7. Juli vom US-Präsidenten Joe Biden im Weißen Haus mit der Presidential Medal of Freedom gewürdigt werden. Rapinoe, die sich seit Jahren für Frauenrechte einsetzt, wird als erste Fußballerin diese Auszeichnung erhalten.
US-Klimagesandter sichert nach Supreme-Court-Urteil Einhaltung von Zielen zu
Der US-Klima-Sondergesandte John Kerry hat zugesichert, dass die USA trotz einer Beschneidung der Befugnisse der Umweltbehörde EPA durch den Supreme Court ihre Klimaziele erreichen will. "Wir sind entschlossen, unsere Ziele zu erreichen", sagte Kerry der Nachrichtenagentur AFP. "Wir können unsere Ziele erreichen."
Bundesnetzagentur fürchtet Totalausfall der russischen Gaslieferungen
Die Bundesnetzagentur fürchtet einen Totalausfall der russischen Gaslieferungen und ruft zu größeren Anstrengungen beim Energiesparen auf. Die Frage sei, ob aus der bevorstehenden regulären Wartung der Gaspipeline Nord Stream 1 "eine länger andauernde politische Wartung wird", sagte Netzagentur-Chef Klaus Müller den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Samstag. Wenn der Gasfluss aus Russland "politisch motiviert länger anhaltend abgesenkt wird, müssen wir ernsthafter über Einsparungen reden".
Bundesstaat New York will Recht auf Abtreibungen in seiner Verfassung verankern
Der US-Bundesstaat New York will das Recht auf Abtreibungen in seiner Verfassung verankern. Der Senat des von den Demokraten regierten Bundesstaates stimmte am Freitag für einen Verfassungszusatz, der ein Recht auf Schwangerschaftsabbrüche und einen Zugang zu Verhütungsmitteln festschreibt. Nun muss noch das Repräsentantenhaus von New York für den Text stimmen, bevor er den Wählern in einem Referendum vorgelegt wird.
USA liefern Ukraine weitere Waffen im Umfang von 820 Millionen Dollar
Die USA haben der Ukraine weitere Waffenlieferungen im Umfang von 820 Millionen Dollar (786 Millionen Euro) zugesagt, damit sich das Land besser gegen russische Angriffe verteidigen kann. Die Lieferung umfasse zwei Luftabwehrsysteme vom Typ Nasams, Munition für Mehrfachraketenwerfer vom Typ Himars und vier Radargeräte zur Artillerieabwehr, wie das US-Verteidigungsministerium am Freitag mitteilte.
UNO fordert größere Anstrengung für Rettung der Meere
Für die Rettung der Meere ist nach UN-Angaben eine größere Anstrengung durch Staats- und Regierungschefs weltweit nötig. "Wir brauchen mehr Ehrgeiz auf allen Ebenen, um auf die katastrophale Situation der Ozeane zu reagieren", hieß es in einer Erklärung, die am Freitag zum Abschluss der fünftägigen Welt-Ozean-Konferenz in Lissabon verabschiedet wurde.
Ukraine wirft Russland Einsatz von Phosphorbomben auf Schlangeninsel vor
Die Ukraine hat der russischen Armee vorgeworfen, die Schlangeninsel im Schwarzen Meer mit Phosphorbomben angegriffen zu haben. Moskaus Truppen hätten am Freitagabend "zweimal einen Luftangriff mit Phosphorbomben ausgeführt", schrieb der ukrainische Armeechef Walerij Saluschny auf Telegram. Erst am Donnerstag hatte die russische Armee ihren Rückzug von der ukrainischen Insel erklärt, die sie zuvor vier Monate lang besetzt gehalten hatte.
Zerstörung des Amazonas-Regenwaldes erreicht im ersten Halbjahr Rekordwert
Die Zerstörung des Amazonas-Regenwaldes in Brasilien hat in den ersten sechs Monaten dieses Jahres einen Rekordwert erreicht. Im größten Regenwald der Welt seien im ersten Halbjahr 3750 Quadratkilometer Wald zerstört worden, teilte am Freitag die Weltraumbehörde INPE unter Berufung auf Satellitenaufnahmen mit.
Otte chancenlos gegen Tennis-Sensation Alcaraz
Der Shootingstar war eine Nummer zu groß: Oscar Otte hat in der dritten Runde in Wimbledon chancenlos gegen den spanischen Teenager Carlos Alcaraz verloren. Das 3:6, 1:6, 2:6 dauerte nur 98 Minuten, dabei hatte sich Otte auf Rasen "gute Chancen" gegen die Tennis-Sensation dieser Saison ausgerechnet.
Lauterbach: Gutachten des Sachverständigenrats "ist keine Bibel"
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat die Bedeutung des jüngsten Corona-Gutachtens mit Blick auf die anstehende Reform des Infektionsschutzgesetzes relativiert. Das Gutachten der Sachverständigenkommission sei "keine Bibel, aus der zu zitieren ist" und auch "nicht das letzte Wort", sagte er in den ARD-"Tagesthemen" am Freitag laut Mitteilung des Senders.
Norwegen sagt Ukraine knapp eine Milliarde Euro weitere Hilfe zu
Norwegen hat der Ukraine umgerechnet fast eine Milliarde Euro an weiteren Hilfsgeldern zugesagt. Die Zahlungen sollen sich über einen Zeitraum von zwei Jahren erstrecken, erklärte die Regierung am Freitag anlässlich eines Besuches von Ministerpräsident Jonas Gahr Store in dem Kriegsland. Die zehn Milliarden norwegischen Kronen sollten in humanitäre Hilfe, den Wiederaufbau des Landes, in Waffen sowie die Unterstützung der Behörden fließen.