Letzte Nachrichten
Bundesregierung fordert von EU schärfere Auflagen für Tiertransporte
Deutschland und mehrere Nachbarländer wollen sich in der EU für strengere Auflagen bei Tiertransporten einsetzen. Nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums vom Montag fordern sie in einem an die EU-Kommission gerichteten gemeinsamen Positionspapier unter anderem ein Verbot bestimmter Langstreckentransporte in Drittstaaten sowie eine Transporthöchstdauer für Schlachttiere. Neben Deutschland beteiligen sich demnach Dänemark, Belgien, die Niederlande und Schweden an dem Vorstoß.
EU bringt erhöhte Militärhilfe für Ukraine auf den Weg
Mit einem Einfuhrstopp für russisches Gold und einer erhöhten Militärhilfe für die Ukraine will die EU den Druck auf den Kreml erhöhen. Nach Angaben von EU-Ratspräsident Charles Michel brachten die Außenminister der Mitgliedsländer am Montag 500 Millionen Euro zusätzlich für gemeinsame Waffenkäufe für die Ukraine auf den Weg. Frankreichs Außenministerin Catherine Colonna sprach zudem von einer politischen Zustimmung für eine weitere Sanktionsverschärfung gegen Russland.
Seit Tagen vermisste 17-Jährige in Baden-Württemberg tot aufgefunden
Eine seit mehreren Tagen vermisste 17-Jährige aus Baden-Württemberg ist tot. Die Leiche der Jugendlichen wurde am Sonntag im Landkreis Ludwigsburg gefunden, wie die Polizei am Montag mitteilte. Die Ermittler gehen von einem Verbrechen aus.
FC Bayern: Goretzka verpasst US-Reise und Saisonstart
Bayern München muss auf seiner USA-Reise und wohl auch zum Saisonstart auf Fußball-Nationalspieler Leon Goretzka verzichten. Der 27-Jährige wurde am linken Knie operiert, um seine anhaltenden Probleme in den Griff zu bekommen. Das berichten mehrere Medien, darunter Sky, übereinstimmend.
Höchste Hitzewarnungen in England und Westfrankreich - Brand in Sächsischer Schweiz
Dürre, Hitze und Waldbrände setzen großen Teilen Westeuropas weiter heftig zu. In zahlreichen Gebieten Westfrankreichs sowie Englands galt am Montag die höchste Hitze-Warnstufe, die Wetterdienste rechneten mit Hitzerekorden. Südlich von Bordeaux mussten erneut rund 8000 Menschen vor einem Waldbrand in Sicherheit gebracht werden. Auch im Nationalpark Sächsische Schweiz brannte es.
Schüller nach Corona-Infektion wieder beim DFB-Team
Lea Schüller ist nach siebentägiger Corona-Isolation zurück im Kreise der Fußball-Nationalmannschaft. Am Montag stieß die negativ getestete Bayern-Torjägerin im EM-Basislager in London-Brentford wieder zum DFB-Team, ein Einsatz im Viertelfinale gegen Österreich am Donnerstag (21.00 Uhr/ARD und DAZN) ist aber völlig offen.
Ibrahimovic verlängert beim AC Mailand bis 2023
Der schwedische Altstar Zlatan Ibrahimovic hat sich mit dem italienischen Fußball-Meister AC Mailand auf eine Vertragsverlängerung um ein weiteres Jahr geeinigt. Der neue Vertrag läuft bis zum 30. Juni 2023, teilten die Lombarden auf ihrer Homepage mit.
US-Fluggesellschaft Delta schließt Kaufvertrag über 100 Boeing 737 Max
Die US-Fluggesellschaft Delta hat mit dem Hersteller Boeing einen Vertrag über die Lieferung von 100 Maschinen des neuen Typs 737 MAX abgeschlossen. Außerdem vereinbarten die beiden Unternehmen nach eigenen Angaben vom Montag eine Option über weitere 30 Flugzeuge. Die Kaufsumme beläuft sich demnach auf 13,5 Milliarden Dollar (13,3 Milliarden Euro), die Auslieferung der Maschinen soll ab 2025 beginnen.
Mehr als hundert Feuerwehrleute bekämpfen Waldbrand in der Sächsischen Schweiz
Mehr als hundert Feuerwehrleute haben einen Waldbrand im Nationalpark Sächsische Schweiz bekämpft. Zwei Einsatzkräfte wurden verletzt und medizinisch versorgt, wie das Landratsamt in Pirna mitteilte. Das Feuer brach in der Nacht zum Montag an einem steilen Hang unterhalb der Bastei aus, einem der beliebtesten Touristenziele in der Sächsischen Schweiz, und breitete sich auf etwa 2500 Quadratmeter aus.
Johnson-Nachfolgekandidaten annullieren TV-Debatte wegen befürchteter Image-Schäden
Die dritte Fernsehdebatte der Kandidaten für die Nachfolge des britischen Premierministers Boris Johnson ist am Montag abgesagt worden, nachdem Ex-Finanzminister Rishi Sunak sowie Außenministerin Liz Truss ihre Teilnahme zurückgezogen hatten. Abgeordnete der regierenden Tories seien besorgt, dass durch die TV-Debatte und die dabei zu Tage tretenden Meinungsverschiedenheiten das Ansehen der Partei Schaden nehmen könne, hieß es in einer Mitteilung des Senders Sky News zur Begründung.
Athen beschwert sich in Belgrad nach Absturz von Maschine mit Militärgütern
Nach dem Absturz eines Flugzeugs mit serbischen Militärgütern in Griechenland hat die Regierung in Athen eine offizielle Beschwerde in Belgrad über fehlende Informationen angekündigt. Die serbischen Behörden hätten die griechische Luftfahrtbehörde nicht vorab über die gefährliche Ladung unterrichtet, sagte am Montag ein hochrangiger Mitarbeiter des Außenministerium in Athen. Der griechische Botschafter in Belgrad werde deshalb eine Protestnote an die serbische Regierung übergeben. Am Montag arbeiteten Sprengstoffexperten an der Absturzstelle.
Brandt dementiert BVB-Abschied: "Mit mir hat niemand gesprochen"
Fußball-Nationalspieler Julian Brandt hat Berichte über ein angeblich bevorstehendes Ende seiner Zeit bei Borussia Dortmund energisch dementiert. "Ich habe von der Geschichte natürlich gehört. Aber nicht alles, was man hört, stimmt auch", sagte der 26-Jährige dem SID im Trainingslager in Bad Ragaz/Schweiz.
Forderungen nach einem nationalen Hitzeschutzplan werden laut
Angesichts der hohen Temperaturen in Deutschland werden die Rufe nach mehr Schutzmaßnahmen lauter. Ärztepräsident Klaus Reinhardt forderte am Montag einen nationalen Hitzeschutzplan. "Hitzewellen werden immer häufiger und extremer. Darauf müssen wir uns vorbereiten", mahnte der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK). Auch der Marburger Bund will mehr Vorsorge durch die Politik. Die Bundesregierung verweist indes auf die Zuständigkeit der Kommunen.
EU-Parlamentsvize kritisiert Chinas "Drohgebärden" gegen Taiwan
Die Vizepräsidentin des Europaparlaments, Nicola Beer (FDP), hat die chinesischen "Drohgebärden" gegen Taiwan scharf kritisiert. "China zündelt mit dem Frieden in der Region", erklärte Beer am Montag anlässlich einer Reise nach Taiwan. Beer will in dem Inselstaat unter anderem mit Präsidentin Tsai Ing-wen, Außenminister Joseph Wu sowie Vertretern von Parlament und Zivilgesellschaft zusammentreffen.
Sportgericht bestätigt 15.000 Euro Geldstrafe für Stuttgart
Bundesligist VfB Stuttgart muss wegen Fehlverhaltens seiner Anhänger endgültig 15.000 Euro Geldstrafe zahlen. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat in mündlicher Verhandlung die Buße, die im Einzelrichterverfahren am 28. Juni verhängt worden war, bestätigt.
Bundesregierung verweist bei längeren Akw-Laufzeiten auf neuen Strom-Stresstest
Mit Blick auf die Debatte um längere Laufzeiten für Atomkraftwerke hat die Bundesregierung auf einen weiteren Stresstest zur Sicherheit der Stromversorgung im kommenden Winter verwiesen. Das Bundeswirtschafts- und Bundesumweltministerium betonten aber am Montag, es gebe nach bisherigem Stand keine neue Situation zur im März erfolgten Ablehnung des Weiterbetriebs der drei verbliebenen Atomkraftwerke über das Jahresende hinaus.
Uniper ruft komplette Zwei-Milliarden-Euro-Kreditlinie bei Förderbank KfW ab
Der in finanzielle Schwierigkeiten geratene Energiekonzern Uniper hat seinen mit der staatlichen Förderbank KfW vereinbarten Kreditrahmen von zwei Milliarden Euro komplett in Anspruch genommen. Wie das Unternehmen in Düsseldorf am Montag weiter mitteilte, beantragte es zugleich eine Erhöhung seiner allgemein mit der KfW verabredeten Kreditlinie. Grund der Probleme des Konzerns sind die ausbleibenden Erdgaslieferungen aus Russland.
Erstmals seit mehr als tausend Jahren wieder Wisente in freier Wildbahn in England
In England leben erstmals seit mehr als tausend Jahren wieder Wisente in freier Wildbahn. Ein Muttertier und zwei jüngere Kühe wurden am Montag in einem Waldgebiet nahe Canterbury im Südosten Englands ausgewildert. "Dies ist ein wirklich bedeutsames Ereignis", sagte Mark Habben vom Wildwood Trust, der das fünfjährige Schutzprojekt leitet, der Nachrichtenagentur AFP. "Es hätte nicht besser laufen können. Sie warfen einen Blick zurück, sahen uns an und verschwanden dann im Wald."
Zweites Todesopfer durch Waldbrände in Nordwestspanien
Bei verheerenden Waldbränden im Nordwesten Spaniens hat es ein zweites Todesopfer gegeben. In der Nähe der Ortschaft Escober de Tábara in der Provinz Zamora sei ein 69-jähriger Schäfer tot aufgefunden worden, teilten die örtlichen Behörden am Montag mit. In der Nachbargemeinde Losacio war bereits ein Feuerwehrmann beim Löschen der Flammen ums Leben gekommen.
Ärztepräsident fordert nationalen Hitzeschutzplan
Ärztepräsident Klaus Reinhardt hat einen nationalen Hitzeschutzplan gefordert. "Hitzewellen werden immer häufiger und extremer. Darauf müssen wir uns vorbereiten", erklärte Reinhardt am Montag in Berlin. Auf Landes- und kommunaler Ebene müssten die unterschiedlichen Hitzeschutzpläne koordiniert und umgesetzt werden - "mit besonderem Augenmerk auf schutzbedürftige Bevölkerungsgruppen". Dabei sollten auch Ärztinnen und Ärzte aus Klinik und Praxis einbezogen werden.
Experten: Rund die Hälfte des EU-Gebiets aktuell von Dürre bedroht
Rund die Hälfte des Gebiets der Europäischen Union ist nach Expertenangaben derzeit von Dürre bedroht. Die EU-Kommission veröffentlichte am Montag einen Bericht ihres Forschungszentrum zur Trockenheit im Juli, demzufolge auf 46 Prozent des EU-Gebiets ein "Risiko" für Dürre besteht. Für weitere elf Prozent des Gebiets gelte mangels Regen sogar bereits der Alarmzustand mit Folgen für Vegetation und Ernte.
Bundesregierung bereitet keinen nationalen Hitzeschutzplan vor
Die Bundesregierung bereitet bisher keinen nationalen Hitzeschutzplan für diesen Sommer vor. Nach der Verfassung sei das Thema Hitzeschutz und Hitzevorsorge "vor allem eine Aufgabe der Kommunen", sagte ein Sprecher des Bundesumweltministeriums am Montag in Berlin. Die Bundesregierung sei aber nicht untätig. So gebe es für die Kommunen etwa Förderprogramme zur Klimaanpassung von sozialen Einrichtungen wie Altenheimen und Kindertagesstätten.
Großbritannien im ungewohnten Hitzemodus
Großbritannien sieht sich seit Montag einer nie dagewesenen Hitzewelle ausgesetzt. In London bereiteten sich die Menschen am Montag auf Temperaturen von bis zu 38 Grad Celsius vor. Die britische Wetterbehörde Met Office warnte für Dienstag vor Rekordtemperaturen jenseits der 40 Grad. Erstmals in der Geschichte des Landes galt die Hitze-Alarmstufe rot. Einige Schulen wurden geschlossen, auf einzelnen Strecken wurde der Zugverkehr eingestellt.
Bund startet Aussprache zu geplantem Gesetz zu Heizungsumstellung
Die Bundesregierung will die Umstellung von Heizungen von Öl und Gas auf erneuerbare Wärme forcieren. Die Bundesministerien für Wirtschaft und Bau haben laut einer Mitteilung vom Montag ein Konzept für die Wärmewende vorgelegt, das in den kommenden Wochen bei einer öffentlichen Konsultation mit den verschiedenen Akteuren diskutiert werden soll. Die Regelungen sollen später im Gebäudeenergiegesetz verankert werden.
Stärkerer Anstieg der Mietpreise laut Immobilienportal im zweiten Quartal
Die Mietpreise in Deutschland sind laut dem Portal Immoscout 24 im zweiten Quartal deutlich stärker angestiegen als in den vorangegangenen Quartalen. Für die Neuanmietung von Bestandswohnungen stiegen die Preise um 2,7 Prozent und für neu gebaute Wohnungen um 3,6 Prozent, wie Immoscout am Montag mitteilte. Zwischen Januar und April waren die Preise für Bestandswohnungen noch um 1,8 und für Neubauwohnungen um 1,5 Prozent gestiegen.
Scholz warnt vor einer globalen Renaissance der fossilen Energie
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat vor einer globalen Renaissance der fossilen Energie gewarnt. Der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine und die rasant steigenden Energiepreise bestärkten ihn nur in dem Ziel, "mit Vollgas" raus aus Kohle, Öl und Gas zu kommen, sagte Scholz am Montag beim Petersberger Klimadialog in Berlin. "Unsere Devise lautet: Jetzt erst recht".
Özdemir skeptisch zu russisch-ukrainischen Getreidegesprächen
Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) rechnet nicht mit einem raschen Erfolg der Verhandlungen über ein Ende der russischen Blockade ukrainischer Getreideausfuhren. "Wer an das Wort von (Wladimir) Putin glaubt, kann auch an den Weihnachtsmann glauben oder an den Osterhasen", sagte Özdemir am Montag in Brüssel über den russischen Staatschef.
Plädoyers in Prozess um Tankstellenmord von Idar-Oberstein verzögern sich
Im Prozess um den mutmaßlichen Mord an einem Tankstellenmitarbeiter im rheinland-pfälzischen Idar-Oberstein vor dem Landgericht Bad Kreuznach hat die Verteidigung einen Befangenheitsantrag gegen den psychologischen Gutachter gestellt. Der Sachverständige habe in seinem Gutachten erkennen lassen, dass er dem Angeklagten möglicherweise "voreingenommen gegenüber tritt", sagte Verteidiger Alexander Klein am Montag. Die Plädoyers der Anklage verschoben sich somit zunächst.
Deutscher Wetterdienst erweitert sein Hitzewarnsystem
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat sein Hitzewarnsystem erweitert. Neben den amtlichen Hitzewarnungen für den aktuellen und den Folgetag veröffentlicht der Wetterdienst jetzt auch Vorhersagen der zu erwarteten Hitzebelastung in den nachfolgenden fünf Tagen, wie der DWD am Montag in Offenbach mitteilte. In diesen Hitzetrend-Karten werden Gebiete markiert, für die voraussichtlich eine Hitzewarnung ausgesprochen wird. Die Informationen sind hier weniger detailliert und können sich von Vorhersage zu Vorhersage ändern.
Bauernpräsident befürchtet Ernte-Einbußen wegen Trockenheit in Deutschland
Der heiße und trockene Sommer in Deutschland wird zur Bedrohung für die Lebensmittelerzeugung: Der Präsident des Deutschen Bauernverbands, Joachim Rukwied, warnte in der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Montag vor "großen Einbußen" bei der Ernte. Trockenheit und Hitze seien in diesem Jahr "in einigen Regionen ein großes Problem", sagte er.
Knapp Hunderttausend mehr Blitzeinschläge in Deutschland 2021
Im vergangenen Jahr hat es in Deutschland 23 Prozent oder knapp 100.000 mehr Blitzeinschläge gegeben als 2020. Insgesamt schlug der Blitz rund 491.000 Mal ein, wie die Siemens AG am Montag in München mitteilte. Deren Blitz-Informationsdienst registriert mit 160 verbundenen Messstationen Blitze in ganz Europa. Im Durchschnitt wurden demnach 1,4 Einschläge pro Quadratkilometer erfasst - 2020 waren es 1,1.
Gewalt gegen Frauen und Homosexuelle soll künftig stärker geahndet werden
Gewalt gegen Frauen und Homosexuelle soll künftig stärker geahndet werden. Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) kündigte in den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Montag einen Gesetzentwurf an, mit dem geschlechtsspezifische und gegen die sexuelle Orientierung gerichtete Beweggründe einer Tat bei der Strafzumessung besonders berücksichtigt werden sollen. Es geht um Paragraf 46, der die Grundlage der Strafzumessung definiert. Demnach wirken sich bislang antisemitische Motive strafverschärfend aus.