Letzte Nachrichten
Libyscher General Haftar in USA wegen Menschenrechtsverletzungen verurteilt
Der einflussreiche libysche General Chalifa Haftar ist in den USA wegen Menschenrechtsverletzungen zu Schadensersatzzahlungen an Opferfamilien verurteilt worden. Eine Bundesrichterin befand am Freitag, dass Haftar nicht mit der Justiz kooperiert habe und daher "in Abwesenheit" dazu verurteilt werden könne, den Klägern Schadensersatz zu zahlen. Mehrere libysche Familien hatten den Anführer der selbsternannten Libysche Nationalarmee (LNA) wegen des Todes von Familienangehörigen in Libyen verklagt.
Uber will mit neuen Funktionen Arbeitsbedingungen seiner Fahrer verbessern
Der US-Fahrdienstleister Uber will mit neuen Funktionen die Arbeitsbedingungen seiner Fahrer verbessern. Künftig sollen die Fahrer Informationen über das Ziel und den Preis für eine Fahrt angezeigt bekommen, bevor sie seinen Fahrgast akzeptieren, wie Uber-Chef Dara Khosrowshahi am Freitag erklärte. Die Funktion wird demnach bereits in einigen US-Städte erfolgreich getestet.
Trittin: Über längere Atomlaufzeiten müsste Grünen-Parteitag entscheiden
Der frühere Bundesumweltminister Jürgen Trittin fordert, dass notfalls ein Parteitag der Grünen über längere Atomlaufzeiten und das umstrittene Aufschnüren des Atomausstiegs entscheiden muss. "Wenn man ernsthaft eine Änderung des Atomgesetzes wollte, wird das ohne Parteitag nicht gehen", sagte Trittin dem "Tagesspiegel" vom Samstag. "Ob das ein Sonderparteitag sein muss, oder ob wir das auf dem regulären im Oktober machen könnten, ist eine andere Frage."
Russland will über Häftlingstausch mit USA auch Tiergarten-Mörder freibekommen
Russland hat im Gegenzug für eine Freilassung von zwei inhaftierten US-Bürgern offenbar die Freilassung des wegen des Tiergarten-Mordes in Deutschland zu lebenslanger Haft verurteilten Russen Vadim K. gefordert. Der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates der USA, John Kirby, bestätigte am Freitag im US-Nachrichtensender CNN einen entsprechenden Vorstoß russischer Vertreter.
Elon Musk reicht Gegenklage gegen Twitter ein
Im Streit um eine Übernahme von Twitter hat High-Tech-Milliardär Elon Musk mit einer Gegenklage gegen den Kurzbotschaftendienst reagiert. Musk reichte die Klage als "vertraulich" bei dem Gericht im US-Bundesstaat Delaware ein, vor dem Twitter den Gründer des Elektroautobauers Tesla verklagt hat, wie das Gericht am Freitag mitteilte. Die Klage kann deswegen nicht eingesehen werden. Kurz zuvor hatte die zuständige Richterin den Prozessbeginn auf den 17. Oktober festgelegt.
Baerbock trifft in der Türkei Vertreter von Opposition und Zivilgesellschaft
Zum Abschluss ihres Besuchs in der Türkei kommt Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) am Samstag mit Vertreterinnen und Vertretern von Opposition und Zivilgesellschaft zusammen. In Ankara trifft die Ministerin am Vormittag Repräsentanten der Oppositionsparteien HDP, CHP und Iyi. Zudem besucht sie ein Beratungszentrum der Stiftung für Frauensolidarität sowie ein Hilfsprojekt für Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak.
Papst beendet Kanada-Reise mit erneuter Entschuldigung bei Indigenen
Mit einer erneuten Entschuldigung bei der indigenen Bevölkerung hat Papst Franziskus in der Arktis seine sechstägige Kanada-Reise beendet. Das Oberhaupt der katholischen Kirche reiste am Freitag nach Iqaluit, die Hauptstadt des nördlichen Territoriums Nunavut, und wurde dort von Vertretern der Inuit mit traditionellem Kehlgesang empfangen.
Atommüll-Behörde sieht Sicherheitsfragen bei längeren Akw-Laufzeiten
Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (Base) warnt vor einer Zunahme des Atommülls in Deutschland bei einer möglichen Laufzeitverlängerung für die verbliebenen Atomkraftwerke. Käme es zum Einsatz neuer Brennstäbe, erhöhe sich auch die Menge an hochradioaktiven Abfällen, "für die es bis zur Inbetriebnahme eines Endlagers in Deutschland noch auf Jahrzehnte nur Zwischenlager mit zeitbegrenzter Sicherheitsgarantie gibt", sagte die Leiterin der Abteilung Nukleare Sicherheit des Base, Mareike Rüffer, den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Samstag.
Nouripour will geplantes Bürgergeld "inflationsfest" machen
Der Grünen-Vorsitzende Omid Nouripour spricht sich dafür aus, bei der Berechnung des geplanten Bürgergeldes die allgemeine Preisentwicklung zu berücksichtigen. "Beim Bürgergeld eine Inflationsprognose einzubeziehen, kann sinnvoll sein, um den Regelsatz inflationsfest zu machen", sagte er den Zeitungen der Mediengruppe Bayern (Samstagsausgaben).
US-Abgeordnete stimmen für Verbot von Sturmgewehren
Das US-Repräsentantenhaus hat nach einer Serie verheerender Schusswaffenattacken für ein Verbot von Sturmgewehren gestimmt, das aber im Senat scheitern dürfte. Der Gesetzestext passierte die Kongresskammer am Freitag mit einer knappen Mehrheit von 217 zu 213 Abgeordnetenstimmen. Von den oppositionellen Republikanern stimmten lediglich zwei Abgeordnete für das Verbot. Mehrere Abgeordnete der Demokraten stimmten gegen den Gesetzentwurf.
Bundesregierung stellt Bedingungen für Übernahme kommunaler Altschulden
Die Bundesregierung knüpft die im Koalitionsvertrag angekündigte Teilübernahme der Altschulden klammer Kommunen an Bedingungen. "Der Bund ist unverändert bereit, das Thema Altschulden anzugehen", sagte Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) der "Welt am Sonntag". Voraussetzung für die entsprechende Grundgesetzänderung sei aber die Zustimmung von CDU/CSU sowie die Bereitschaft von Ländern wie Bayern, ein Modell mitzutragen, von dem sie selbst finanziell nicht profitieren, sagte Lindner.
Selenskyj wirft Russland "vorsätzliches Kriegsverbrechen" vor
Nach dem folgenschweren Angriff auf ein Gefängnis im Osten der Ukraine hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Russland vorgeworfen, damit vorsätzlich ein Kriegsverbrechen begangen zu haben. "Ich habe heute die Informationen über den Angriff der Besatzer auf Oleniwka in der Region Donezk erhalten", sagte Selenskyj am Freitag in seiner täglichen Ansprache. "Das ist ein vorsätzliches russisches Kriegsverbrechen, ein vorsätzlicher Massenmord an ukrainischen Kriegsgefangenen."
Gelungenes Terzic-Comeback: Dortmund siegt souverän bei 1860
Neustart geglückt: Borussia Dortmund hat beim Comeback von Edin Terzic locker die zweite Runde des DFB-Pokals erreicht und Lust auf mehr gemacht. Im ausverkauften Stadion an der Grünwalder Straße gewann die Mannschaft des alten, neuen Trainers Terzic bei Drittligist 1860 München mit 3:0 (3:0).
LKA durchsucht wegen Chatgruppen-Inhalten Wohnungen von fünf hessischen Polizisten
Nach Ermittlungen in Chatgruppen hat das hessische Landeskriminalamt (LKA) am Freitag die Wohnungen von insgesamt fünf Polizisten aus dem Polizeipräsidium Frankfurt am Main durchsucht. Einem der Beamten werde die Verwendung von Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen vorgeworfen, erklärten die Staatsanwaltschaft Frankfurt und das LKA am Freitagabend in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Die Ermittlungen machten ihn "sehr betroffen", erklärte Polizeipräsident Stefan Müller daraufhin in einer eigenen Mitteilung.
Kounde-Wechsel zu Barca - Klausel bei einer Milliarde Euro
Der finanziell angeschlagene FC Barcelona hat einen weiteren Millionen-Transfer perfekt gemacht. Der französische Nationalspieler Jules Kounde wechselt vom FC Sevilla zu den Katalanen, laut übereinstimmender Berichte soll die Ablösesumme 50 Millionen Euro plus 10 Millionen an Bonuszahlungen betragen. Barca machte den Deal am Freitag perfekt und verkündete dabei auch eine festgeschriebene Ablösesumme in Höhe von einer Milliarde Euro.
US-Präsident Biden ruft nach Überschwemmung mit mindestens 16 Toten Katastrophenfall aus
Nach den Überschwemmungen im US-Bundesstaat Kentucky mit mindestens 16 Toten hat US-Präsident Joe Biden den Katastrophenfall ausgerufen. Biden habe Hilfe der Bundesregierung für "alle von schweren Stürmen, Hochwasser und Erdutschen betroffenen Gebiete" angeordnet, erklärte das Weiße Haus in einer am Freitag veröffentlichten Mitteilung. Es handle sich um das "schlimmste Hochwasser aller Zeiten" in Kentucky, sagte Gouverneur Andy Beshear vor Journalisten.
Sieg in Dresden: Stuttgart meistert erste Pokal-Hürde knapp
Der VfB Stuttgart hat die erste Hürde im DFB-Pokal knapp gemeistert. Die Mannschaft von Trainer Pellegrino Matarazzo setzte sich beim Drittligisten Dynamo Dresden am Freitag mit 1:0 (1:0) durch und feierte eine Woche vor dem Bundesliga-Start einen erfolgreichen Pflichtspielauftakt.
DFB-Pokal: Nürnberg mit Mühe weiter
Fußball-Zweitligist 1. FC Nürnberg hat nur mit reichlich Mühe seine erste Aufgabe im DFB-Pokal gelöst. Der Club gewann bei Regionalliga-Aufsteiger 1. FC Kaan-Marienborn 07 nach einer über weite Strecken schwachen Vorstellung mit 2:0 (1:0) und verhinderte das zweite Erstrunden-Aus innerhalb von drei Jahren.
Offener Schlagabtausch von Baerbock und Cavusoglu in Istanbul
Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat sich bei ihrem Antrittsbesuch in der Türkei einen offenen Schlagabtausch mit ihrem türkischen Kollegen Mevlüt Cavusoglu geliefert. Baerbock forderte bei dem Treffen am Freitag in Istanbul unter anderem die Freilassung des inhaftierten Kulturförderers Osman Kavala, außerdem verteidigte sie Griechenland gegen türkische Territorialansprüche. Cavusoglu reagierte gereizt.
KSC nach Liga-Fehlstart im Pokal souverän
Der Karlsruher SC hat nach seinem Fehlstart in der 2. Fußball-Bundesliga den ersten Pflichtspielsieg gefeiert. Die Mannschaft von Trainer Christian Eichner setzte sich in der ersten Runde des DFB-Pokals beim Oberligisten TSG Neustrelitz standesgemäß mit 8:0 (3:0) durch.
Blinken: Hatte "offenes" Gespräch mit russischem Außenminister Lawrow
Erstmals seit Beginn des Ukraine-Krieges im Februar haben die Außenminister der USA und Russlands direkt miteinander gesprochen. "Wir hatten ein offenes und direktes Gespräch", erklärte US-Außenminister Antony Blinken am Freitag in Washington. Er habe dem russischen Außenminister Sergej Lawrow gesagt, dass die Welt "niemals" eine Annexion ukrainischer Gebiete akzeptieren werde. Zudem habe er "Druck" auf die russische Seite ausgeübt, damit sie einen Vorschlag Washingtons über die Befreiung zweier in Russland gefangener US-Bürger akzeptiere.
Baerbock fordert in der Türkei Freilassung von Osman Kavala
Zum Beginn ihres Besuchs in der Türkei hat Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) die Freilassung des inhaftierten Kulturförderers Osman Kavala gefordert. Sie sehe es als ihre Pflicht an, die Urteile des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte "zu achten und zu verteidigen, und zwar ausnahmslos und zu jeder Zeit", sagte Baerbock am Freitag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit ihrem türkischen Kollegen Mevlüt Cavusoglu in Istanbul.
EU-Datenschützer warnen vor Ausspähen privater Chats
Nach der Bundesregierung haben auch die Datenschutzwächter der EU Bedenken gegen Brüsseler Pläne zum Kampf gegen Kindesmissbrauch im Internet angemeldet. Der unabhängige Europäische Datenschutzbeauftragte Wojciech Wiewiorowski und seine Behörde warnten am Freitag in Brüssel vor dem Vorhaben der EU-Kommission, dafür private Chats ausspähen zu lassen.
Twitter-Prozess gegen Musk beginnt am 17. Oktober
Der Beginn des Prozesses gegen den High-Tech-Milliardär Elon Musk wegen der geplatzten Übernahme des Kurzbotschaftendienstes Twitter ist für den 17. Oktober festgelegt worden. Das teilte die zuständige Richterin im US-Bundesstaat Delaware am Freitag mit. Sie beraumte fünf Verhandlungstage an. Twitter will Musk gerichtlich zum Vollzug des vertraglich vereinbarten Kaufs zwingen.
Polizist soll in Berlin 63-jährigen Radfahrer angefahren haben
In Berlin sind Ermittlungen gegen einen Polizisten eingeleitet worden, der möglicherweise einen 63-Jährigen Fahrradfahrer bewusst anfuhr. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, überprüften am Donnerstagnachmittag Beamte im Stadtteil Tiergarten einen Radfahrer nach einem Rotlichtverstoß. Bei der Kontrolle soll ein anderer Radfahrer - der 63-Jährige - die Polizisten beleidigt haben und weitergefahren sein.
Bauernverband lehnt Özdemirs Forderung nach weniger Getreide als Tiernahrung ab
Der deutsche Bauernverband hat die Forderung von Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) nach einer Reduzierung des Anbaus von Getreide als Futtermittel zurückgewiesen. Ein Großteil der landwirtschaftlichen Fläche in Deutschland könne aus verschiedenen Gründen nicht ohne Weiteres für den Anbau von Backweizen zum menschlichen Verzehr genutzt werden, sagte Verbandspräsident Joachim Rukwied am Freitag der Nachrichtenagentur AFP.
Vos baut mit Tagessieg Führung in der Tour-Gesamtwertung aus
Marianne Vos geht als Gesamtführende in die abschließenden beiden Bergetappen bei der Tour de France der Frauen. Die Niederländerin vom Team Jumbo-Visma gewann das sechste Teilstück nach 128,6 km von Saint-Die-des-Vosges nach Rosheim und baute ihren Vorsprung im Kampf um das Gelbe Trikot weiter aus. Für Vos, die nun 30 Sekunden vor der Italienerin Silvia Persico liegt, war es der zweite Tour-Etappensieg in diesem Jahr.
Lauterbach: Im September haben wir angepasste Corona-Impfstoffe
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) geht davon aus, dass zum Herbstbeginn Impfstoffe mit Anpassung an die neuen Corona-Varianten zur Verfügung stehen werden. "Im September werden wir angepasste Impfstoffe haben", sagte er am Freitag in der ARD. Es habe hier Verzögerungen gegeben, "aber die gute Nachricht ist: Sie kommen." Die angepassten Impfstoffe würden das Risiko einer Corona-Ansteckung "deutlich" senken.
Unbekannter lässt im Saarland Hahn brutal verstummen
Mit einem Schuss hat ein Unbekannter im Saarland einen Hahn verstummen lassen. Der Besitzer fand das Tier nach einem plötzlichen Ende des Krähens blutend in seinem umzäunten Gehege, wie die Polizei in Völklingen am Freitag mitteilte. Demnach hatte der Mann seine Hühner und den Hahn am Donnerstagmorgen aus ihrem Stall in Riegelsberg in den Garten gelassen. Als der Hahn plötzlich schwieg, begab er sich wieder in den Garten, um nach dem Rechten zu sehen.
Popp mit Schnauzbart bei der DFB-Pressekonferenz
Alexandra Popp ist vor dem EM-Finale der deutschen Fußballerinnen gegen England offensichtlich ausgesprochen entspannt. Die Kapitänin kam am Freitagnachmittag mit aufgeklebtem Schnauzbart und umgedrehter Baseball-Kappe zur Pressekonferenz - das Satire-Magazin Postillon und das Portal FUMS hatten sie bei Twitter so gezeigt und geschrieben, sie solle als "Alexander Bopp" auch zur Männer-WM fahren.
Nach Buschmann schließt auch Lauterbach Schulschließungen wegen Corona aus
Bei den künftigen Corona-Eindämmungsmaßnahmen sollen Schulschließungen tabu sein. Diese Möglichkeit "wird es nicht mehr geben", sagte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) am Freitag in der ARD. Zuvor hatte bereits Justizminister Marco Buschmann (FDP) Schulschließungen eine Absage erteilt. Die beiden Minister arbeiten derzeit am neuen Infektionsschutzgesetz; die geltenden Regelungen laufen Ende September aus.
In Nepal leben fast drei Mal mehr Tiger als vor zwölf Jahren
Durch verstärkten Tierschutz hat Nepal seinen Bestand an wilden Tigern binnen zwölf Jahren fast verdreifacht. Wie die Behörden des Landes am Freitag mitteilten, zählte der Himalaya-Staat im Jahr 2022 ganze 355 Tiere. Im Jahr 2009 waren es nur 121 gewesen. Damit ist Nepal das einzige von 13 Ländern, das eine Selbstverpflichtung von 2010 übertroffen hat, die Tiger-Anzahl im eigenen Land zu verdoppeln.