Letzte Nachrichten
Amnesty International: Iran geht verstärkt gegen Frauen und Mädchen ohne Kopftuch vor
Die iranischen Behörden gehen nach einem Bericht von Amnesty International wieder verstärkt gehen Frauen und Mädchen vor, die sich dem Kopftuchzwang widersetzen. So werde etwa Massenüberwachung genutzt, um unverschleierte Frauen in Autos oder Fußgängerzonen zu identifizieren, betonte Katja Müller-Fahlbusch, Expertin für die Region bei der Menschenrechtsorganisation, am Mittwoch. "Die sogenannte 'Sittenpolizei' im Iran war nie wirklich weg und geht nun erneut brutal gegen Frauen und Mädchen vor", sagte sie.
Umwelt- und Klimaschützer fordern von Bundesregierung Fokus auf grünen Wasserstoff
Umwelt- und Klimaschützer haben die Bundesregierung aufgefordert, sich in ihrer Wasserstoffstrategie ausschließlich auf umweltfreundlich produzierten grünen Wasserstoff zu konzentrieren. Nur grüner Wasserstoff könne "bei der Begrenzung der Erderhitzung helfen", erklärte Christiane Averbeck, Vorsitzende der Klima-Allianz Deutschland, am Mittwoch. Eine Förderung von blauem Wasserstoff, der mit Erdgas hergestellt wird, wäre "ein Festhalten an alten, fossilen Strukturen".
Vier Wirtschaftsweise fordern deutschen Staatsfonds zur Absicherung der Rente
Vier Mitglieder des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung fordern einen deutschen Staatsfonds zur Absicherung der Rente. "Diese Rolle sollte nicht ohne weiteres einem privaten Anbieter übertragen werden", schreiben sie in einem Gastbeitrag in der aktuellen Ausgabe der Wochenzeitung "Zeit". Ein staatlich verwalteter Fonds dagegen sorge "in Konkurrenz mit privaten Anbietern für transparentere Produkte und erzeugt allseits einen hohen Kostensenkungsdruck, zum Vorteil der Sparerinnen und Sparer", argumentieren die Wirtschaftsweisen.
Angeklagter beißt Richter in Lüdenscheid während Urteilsverkündung
In Lüdenscheid hat ein Angeklagter einen Richter gebissen, während dieser gerade das Urteil gegen ihn verkündete. Der 29-Jährige habe sich am Dienstag wegen eines Drogenvorwurfs vor dem Amtsgericht der nordrhein-westfälischen Stadt verantworten müssen, teilte die Kreispolizei in Iserlohn am Mittwoch mit. Während der Urteilsverkündung habe er den Vorsitzenden Richter Zeugen zufolge immer wieder unterbrochen und sei dann plötzlich aufgesprungen.
Frauen-WM: Japan vor Achtelfinal-Einzug
Japans Fußballerinnen stehen bei der WM in Australien und Neuseeland unmittelbar vor dem Einzug ins Achtelfinale. Gegen Costa Rica gewann der Weltmeister von 2011 sein zweites Vorrundenspiel am Mittwoch im neuseeländischen Dunedin mit 2:0 (2:0). Bei einem Punktgewinn Spaniens gegen Sambia später am Tag sind die Japanerinnen sicher für die Runde der letzten 16 qualifiziert und Costa Rica wäre ausgeschieden.
Auf griechischen Inseln und in Süditalien wüten weiter die Feuer
Auf den griechischen Urlauberinseln Rhodos, Korfu und Euböa kämpfen Feuerwehrleute weiter gegen die seit Tagen anhaltenden Großbrände. Der Wetterdienst rechnete am Mittwoch erneut mit Temperaturen bis zu 45 Grad im Landesinneren. Das Ministerium für Zivilschutz hat für sechs der 13 Regionen extreme Brandgefahr erklärt.
Danone schreibt nach staatlicher Übernahme von Russlandgeschäft 200 Millionen ab
Der französische Lebensmittelkonzern Danone schreibt wegen der staatlichen Übernahme seines Russlandgeschäfts 200 Millionen Euro ab. "Obwohl Danone nicht mehr die Kontrolle über die Leitung seiner Geschäfte in Russland hat, bleibt der Konzern ihr rechtlicher Eigentümer", erklärte das Unternehmen am Mittwoch. Umsatz und Gewinn entwickelten sich jedoch gut, das Jahresziel werde voraussichtlich erreicht.
Mehrzahl der Kliniken erwartet durch Krankenhausreform keine Verbesserungen
Die Mehrzahl der deutschen Kliniken erwartet durch die Krankenhausreform von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) keine Verbesserungen bei der Behandlungsqualität sowie mit Blick auf den Personalmangel. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) unter 448 Allgemeinkrankenhäusern, wie die Funke-Zeitungen am Mittwoch berichteten.
Kinder von Eltern mit niedrigem Bildungsabschluss häufiger von Armut bedroht
Wie stark Kinder und Jugendliche von Armut bedroht sind, hängt in Deutschland auch von der formalen Bildung ihrer Eltern ab. Die Armutsgefährdungsquote der Kinder von Eltern mit niedrigem Bildungsabschluss lag vergangenes Jahr bei 37,6 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte. Bei Eltern mit mittleren oder höheren Abschlüssen sank die Quote auf 14,5 beziehungsweise 6,7 Prozent.
Uniper erwartet "außergewöhnlich" gutes Ergebnis im Jahr 2023
Der verstaatlichte Energiekonzern Uniper rechnet im laufenden Jahr mit einem "außergewöhnlich" guten Ergebnis. Nach vorläufigen Zahlen habe das erste Halbjahr bereits einen Nettogewinn von knapp 2,5 Milliarden Euro ergeben, erklärte der Konzern am Dienstagabend. Für das Gesamtjahr sei nun ein "mittlerer einstelliger Milliardenbetrag" zu erwarten.
Kolumbiens Torhüterin Perez warnt vor Popp
Kolumbiens Torhüterin Catalina Perez hat vor dem WM-Duell mit der deutschen Nationalmannschaft am Sonntag (11.30 Uhr/ARD) vor Torjägerin Alexander Popp gewarnt. "Wir studieren ihr Spiel jeden Tag. Es ist eines der größten WM-Ziele, dass wir verhindern, dass sie gegen uns trifft", sagte Perez der Sport Bild: "Aber auch alle anderen dürfen kein Tor gegen uns erzielen."
NFL: Rekordvertrag für Quarterback Herbert
Justin Herbert von den Los Angeles Chargers steigt zum bestbezahlten Quarterback der US-amerikanischen Football-Profiliga NFL auf. Wie US-Medien übereinstimmend berichten, erhält der 25-Jährige einen neuen Fünfjahresvertrag für umgerechnet 237,6 Millionen Euro (262,5 Millionen US-Dollar). Die Chargers bestätigten in einem Statement eine mehrjährige Vertragsverlängerung, nannten jedoch keine Details.
Tottenham-Besitzer Lewis wegen Insiderhandels angeklagt
Joe Lewis, milliardenschwerer Besitzer des Premier-League-Klubs Tottenham Hotspur, ist wegen Insiderhandels angeklagt worden. Dies erklärte die US-Bundesanwaltschaft in New York. Laut Damian Williams, Staatsanwalt für den südlichen Bezirk von New York, habe der 86-Jährige, der auf den Bahamas lebt, jahrelang Angestellte und Liebhaber mit Insider-Informationen versorgt, die Millionen von Dollar einbrachten.
Hainer: "Kane würde der Bundesliga guttun"
Bayern Münchens Präsident Herbert Hainer hat die Bedeutung eines Transfers von Superstar Harry Kane für die gesamte Liga hervorgehoben. "Harry Kane ist definitiv ein hoch attraktiver Spieler, der Kapitän der englischen Nationalmannschaft, Torschützenkönig. Insofern würde er uns und der Bundesliga guttun. Keine Frage", sagte Hainer am Rande der Asienreise des deutschen Fußball-Rekordmeisters.
Paris 2024: Olympische Fackel aus recyceltem Stahl
Die Organisatoren der Sommerspiele 2024 setzen bei der olympischen Fackel auf Nachhaltigkeit: Der schillernde Träger der olympischen Flamme wird aus recyceltem Stahl bestehen und in den französischen Werken eines Olympia-Sponsors hergestellt werden. Dies wurde am Dienstag bei der Präsentation des Designs in Paris vor den Augen von prominenten Gästen wie IOC-Präsident Thomas Bach und Sprintlegende Usain Bolt bekannt gegeben.
Schwimm-WM: Mixed-Staffel auch ohne Elendt im Finale
Auch ohne Brustschwimmerin Anna Elendt hat die deutsche Mixed-Lagenstaffel bei der WM in Fukuoka das Finale erreicht. Das Quartett mit Ole Braunschweig (Berlin), Lucas Matzerath (Frankfurt/Main), Angelina Köhler und Lisa-Marie Finger (beide Berlin) schwamm in 3:45,34 Minuten auf Rang acht in den Vorläufen.
Skirennläufer Luitz macht weiter: "Feuer brennt noch"
Skirennläufer Stefan Luitz wird seine Karriere fortsetzen. "Wie nach dem letzten Rennen in Kranjska Gora im März angekündigt, habe ich die letzten Monate extrem viel gegrübelt, ob es für mich überhaupt noch eine Folgesaison im Skiweltcup geben wird. Trotz der schwierigen Saison mit erneuten Rückschlägen habe ich aber gemerkt: Das Feuer für's Skirennfahren brennt noch", schrieb der 31-Jährige bei Instagram.
"Gleicher Lohn": Auch Hummels witzelt über Mbappe-Angebot
Ex-Weltmeister Mats Hummels hat humorvoll auf das spektakuläre 300-Millionen-Euro-Angebot aus Saudi-Arabien für Kylian Mbappe reagiert. "Gleicher Lohn für die Jungs, die tackeln und getackelt werden", schrieb der BVB-Innenverteidiger bei Twitter. Dazu postete er ein Video seiner erfolgreichen Grätsche gegen den französischen Fußballstar im EM-Vorrundenduell vor zwei Jahren.
DOSB rechnet mit 420 bis 450-köpfigem Team für Paris
Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) rechnet für die Sommerspiele in einem Jahr in Paris (26. Juli bis 11. August) mit einem 420- bis 450-köpfigen Team. Dies sagte Olaf Tabor, DOSB-Vorstand für Leistungssport, in der "SID MixedZone" in Köln. Bei den vergangenen Sommerspielen 2021 in Tokio war der DOSB mit einem 434-köpfigen Aufgebot vertreten.
"Keine Großen mehr": WM-Qualität hinterlässt Eindruck
Die Auftritte einiger vermeintlich schwächerer Teams bei der Frauen-WM haben auch im deutschen Lager Eindruck hinterlassen. "Das ist in diesem Jahr schon nochmal ein Step, den einige Nationen gemacht haben", sagte Joti Chatzialexiou, Sportlicher Leiter Nationalmannschaften beim Deutschen Fußball-Bund (DFB), mit Blick auf die Qualität des Turniers: "Egal ob im Männer- oder im Frauenfußball, es gibt keine Großen mehr."
Schwimm-Weltverband verschiebt Russland-Entscheidung
Der Schwimm-Weltverband World Aquatics hat bei seinem Kongress am Rande der WM in Fukuoka noch keine Entscheidung über eine Rückkehr russischer und belarussischer Athleten getroffen. Die im April eingesetzte Task Force legte anders als erwartet keine Empfehlung vor. Zunächst soll eine Umfrage unter den Sportlern durchgeführt und ausgewertet werden, "später in diesem Jahr" werde die Task Force "ihre Schlussfolgerungen ziehen", kündigte der wiedergewählte Präsident Husain Al-Musallam aus Kuwait an.
Schwimm-WM: Elendt verzichtet auf Start über 200 m Brust
Brustschwimmerin Anna Elendt streicht nach ihrem Fehlstart ihr Programm bei der WM in Fukuoka zusammen. Die letztjährige WM-Zweite über 100 m, die auf ihrer Paradestrecke schon im Vorlauf gescheitert war, verzichtet nicht nur auf den Start mit der gemischten Lagenstaffel, sondern tritt auch über 200 m nicht an. "Sie will Kräfte sparen", erklärte Leistungssportdirektor Christian Hansmann vom Deutschen Schwimm-Verband (DSV) am Mittwoch.
US-Notenbank Fed verkündet Leitzinsentscheidung
Die US-Notenbank Fed verkündet am Mittwoch (20.00 Uhr MESZ) eine neue Leitzinsentscheidung im Kampf gegen die Inflation. Analysten zufolge könnte die Federal Reserve den Leitzins nach einer Pause im Juni nun wieder anheben. Aktuell liegt die Zinsspanne bei 5,0 bis 5,25 Prozent - die Fed könnte sie um 0,25 Punkte auf 5,25 bis 5,5 Prozent erhöhen.
Bundeskabinett befasst sich mit Nationaler Wasserstoffstrategie
Das Bundeskabinett befasst sich in seiner Sitzung am Mittwoch (11.00 Uhr) mit Gesetzentwürfen unter anderem zur Nutzung von Wasserstoff, zur Gleichstellung von Frauen und Männern in der Bundeswehr und zum Kampf gegen Geldwäsche. Die Runde der Ministerinnen und Minister soll in Berlin eine von mehreren Ministerien ausgearbeitete Aktualisierung der Nationalen Wasserstoffstrategie verabschieden, welche die Förderung von grünem Wasserstoff zum Inhalt hat.
DFB-Frauen von TV-Quote begeistert: "Ein Statement"
Die starke TV-Quote am Vormittag beim WM-Auftaktsieg gegen Marokko hat die deutschen Fußballerinnen in Australien beeindruckt. "Das ist ein schönes Zeichen. Ich weiß gar nicht, ob sich unsere Spielerinnen mehr über das 6:0 oder über die Einschaltquote gefreut haben", sagte Joti Chatzialexiou, Sportlicher Leiter Nationalteams beim Deutschen Fußball-Bund (DFB), auf der Pressekonferenz in Wyong.
CDU-Politiker Frei fordert Ende der Debatte über Äußerungen von Merz
Der Geschäftsführer der Unionsfraktion im Bundestag, Thorsten Frei (CDU), hat die CDU aufgefordert, die Debatte über ihren Vorsitzenden Friedrich Merz und dessen Äußerungen zur AfD zu beenden. "Friedrich Merz steht persönlich für eine glasklare Abgrenzung zur AfD, zu dieser Debatte ist alles gesagt", sagte Frei der Rheinischen Post" (Mittwochsausgabe). Auch die Frage der Kanzlerkandidatur stehe derzeit nicht an. "Diese Frage wird im Spätsommer 2024 entschieden", sagte Frei.
2022 in Russland freigelassener Ex-US-Soldat bei Kämpfen in Ukraine verletzt
Der 2022 in einem Gefangenenaustausch aus russischer Haft entlassene Ex-US-Marineinfanteriesoldat Trevor Reed ist bei Kämpfen in der Ukraine verletzt worden. Reed habe an der Seite der Ukraine gekämpft und sei nun zur Behandlung seiner Verletzungen nach Deutschland geschickt worden, erklärte Vedant Patel, Sprecher des US-Außenministeriums, am Dienstag in Washington. Zu Art und Schwere der Verletzungen machte er keine Angaben.
Coe hofft auf erfolgreiche deutsche Olympia-Bewerbung
Sebastian Coe, Präsident des Leichtathletik-Weltverbandes und Organisationschef der Sommerspiele 2012 in London, hat sich für eine deutsche Olympia-Bewerbung ausgesprochen. "Ich hoffe sehr, dass eine der großen deutschen Städte in der Lage und bereit ist, Olympische Spiele auszurichten", sagte Coe im Interview mit ran: "Wir hatten wundervolle European Games im vergangenen Jahr in München und einige Jahre vorher in Berlin. Also, ich würde es mir wirklich wünschen."
Hund von US-Präsident Biden soll Personal gebissen haben
US-Präsident Joe Biden hat offenbar erneut tierische Probleme im Weißen Haus: Bidens Hund Commander soll unter anderem Personal im Weißen Haus gebissen haben. Das Haustier muss sich US-Medienberichten zufolge nach mindestens zehn Beißattacken einer neuen Trainingsrunde unterziehen. In einem Fall musste ein Opfer sogar ins Krankenhaus eingeliefert werden. Commander ist seit Bidens Einzug ins Weiße Haus im Januar 2021 bereits der zweite offenbar verhaltensauffällige Hund der Familie des Präsidenten.
Gegner der Justizreform in Israel setzen Proteste fort
Nach der Verabschiedung eines Kernelements der umstrittenen Justizreform in Israel hat es am Dienstag weiter Proteste gegeben. Die Ärztekammer rief einen Streik aus, von dem nur die Notdienste ausgenommen blieben. Ein Gericht untersagte die Arbeitsniederlegungen allerdings. Der Gewerkschaftsverband Histadrut hatte zuvor mit einem erneuten Generalstreik gedroht. Auch von internationalen Verbündeten kam Kritik an der Verabschiedung der Reformklausel.
Medien: Rekordvertrag für Celtics-Star Brown
Basketball-Superstar Jaylen Brown wird seinen Vertrag bei den Boston Celtics offenbar für eine Rekordsumme um fünf Jahre verlängern. Wie mehrere US-Medien am Dienstag berichteten, soll der 26-Jährige rund 304 Millionen Dollar kassieren. Sollte sich das Angebot bestätigen, wäre es der teuerste Vertrag in der NBA-Geschichte.
Abdeslam und Abrini wegen Brüsseler Terroranschlägen von 2016 schuldig gesprochen
Im Mammutprozess um die Brüsseler Terror-Anschläge mit 32 Todesopfern vom Frühjahr 2016 sind zwei Hauptverdächtige schuldig gesprochen worden. Das Schwurgericht in der belgischen Hauptstadt verurteilte am Dienstag den 38-jährigen Mohamed Abrini und den 33-jährigen Franzosen Salah Abdeslam wegen "terroristischen Mords". Das Strafmaß für die insgesamt acht Verurteilten in dem Mammut-Prozess wird ab September erwartet, Abrini und Abdeslam müssen mit einer lebenslangen Freiheitsstrafe rechnen.