Letzte Nachrichten
IG BAU warnt vor Krankheitswelle wegen Asbest auf Baustellen
Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hat vor einer Krankheitswelle wegen zunehmender Sanierungen von asbestbelasteten Wohnhäusern in Deutschland gewarnt. "Wir stehen am Anfang von zwei Sanierungsjahrzehnten", sagte Carsten Burckhardt, der bei der IG BAU unter anderem für den Arbeitsschutz zuständig ist, am Donnerstag in Berlin. Er forderte einen besseren Schutz für Bauarbeiter und Heimwerker vor der "unsichtbaren Gefahr".
Zwei Tonnen Bronze aus Gießerei in Bonn gestohlen
Unbekannte haben in Bonn bei einem Einbruch in eine Gießerei rund zwei Tonnen Bronze gestohlen. Wie die Polizei in der nordrhein-westfälischen Stadt am Donnerstag mitteilte, transportierten die Täter ihre schwere Beute vermutlich mit einem Lastwagen ab. Der Wert belief sich demnach auf mehr als 100.000 Euro.
Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un ruft zu verstärkten Kriegsvorbereitungen auf
Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un hat seinen obersten General entlassen und dazu aufgerufen, die Kriegsvorbereitungen zu verstärken. Staatsmedien zeigten am Donnerstag Aufnahmen davon, wie Kim mit einer Zigarette in der Hand zu einem Raum voller Generäle in Uniform sprach. Bei dem Treffen der zentralen Militärkommission am Mittwoch habe er über "größere militärische Aktionen" gegen Südkorea gesprochen, hieß es.
Videoüberwachung von Berliner Freibädern auf drei weitere Bäder ausgeweitet
Nach gewaltsamen Auseinandersetzungen in Berliner Freibädern ist die Kameraüberwachung auf drei weitere Bäder ausgeweitet worden. Ab Donnerstag würden auch dort die Ein- und Ausgänge mit Videokameras überwacht, teilten die Berliner Bäder-Betriebe am Mittwochabend mit. Dies betrifft demnach die Schwimmstätten in den Stadtteilen Kreuzberg, Steglitz und Pankow.
61 Prozent der 15- bis 24-Jährigen leben hauptsächlich von Unterstützung
61 Prozent der 15- bis 24-Jährigen haben 2022 hauptsächlich von familiärer oder staatlicher Unterstützung gelebt. 38 Prozent standen hingegen auf eigenen Füßen und konnten überwiegend selbst für ihren Lebensunterhalt sorgen, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag anlässlich des Internationalen Tags der Jugend am Samstag mitteilte.
Lebenslange Haft nach tödlichem Messerangriff auf Frauen in Freiburg
Nach einer Messerattacke auf seine frühere Partnerin und deren Mutter ist ein 63-Jähriger vom Landgericht Freiburg zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Gericht sprach den Angeklagten unter anderem des Mordes schuldig, wie ein Gerichtssprecher am späten Mittwoch mitteilte. Die Mutter starb nach der Tat im Januar, ihre Tochter wurde erheblich verletzt.
Deutschland hat Ukraine zwei weitere Patriot-Abschussrampen geliefert
Deutschland hat der Ukraine zwei weitere Abschussrampen für das Patriot-Luftverteidigungssystem geliefert. Wie die Bundesregierung in ihrer wöchentlich aktualisierten Liste mit Waffenlieferungen an Kiew mitteilte, wurden die zwei Startgeräte der Ukraine übergeben. Diese hatte die Bundesregierung im Juli zum Nato-Gipfel in Litauen als Teil eines weiteren Rüstungspakets im Wert von 700 Millionen Euro zugesagt.
Streamingdienst Disney+ verliert fast zwölf Millionen Abonnenten
Der US-Streamingdienst Disney+ kämpft weiter mit sinkenden Abozahlen: Im zu Ende gegangenen Quartal hatte der Anbieter 146,1 Millionen Abonnentinnen und Abonnenten, das waren fast zwölf Millionen weniger als Ende März, als Disney+ auf 157,8 Millionen Abos kam. Disney-Chef Bob Iger zeigte sich bei der Vorstellung der Zahlen am Mittwoch gleichwohl "unglaublich zuversichtlich" angesichts des langfristigen Erfolgs des Streamingdienstes und hofft auf eine Erholung im Sommer.
Ermittler entdecken in Garten im Saarland teilweise vergrabene Leiche
Ermittler haben in einem Garten im Saarland eine teilweise vergrabene Leiche entdeckt. Die Identität und die Todesursache seien noch unklar, sagte ein Sprecher der Polizei Homburg der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag. Demnach wurden die Beamten am Mittwoch zu dem Einsatz gerufen. Ein Anwohner habe berichtet, dass er auf dem Nachbargrundstück ein Loch gesehen habe, das einem Grab ähnele.
FDP-Fraktionschef: Industriestrompreis würde Mittelstand belasten
Der FDP-Fraktionschef Christian Dürr hat sich erneut gegen einen Industriestrompreis ausgesprochen. "Ich halte wenig von einem Industriestrompreis, der einigen wenigen helfen würde, aber insbesondere den Mittelstand in Deutschland belasten würde", sagte Dürr am Donnerstag im ZDF-"Morgenmagazin". Dieser müsse nämlich letztlich dafür zahlen.
Ecuadors Präsident verhängt nach Tötung von Präsidentschaftskandidat Ausnahmezustand
Nach tödlichen Schüssen auf den Präsidentschaftskandidaten Fernando Villavicencio in Ecuador hat Präsident Guillermo Lasso einen 60-tägigen Ausnahmezustand für das Land verhängt. "Die Streitkräfte sind ab sofort im gesamten Staatsgebiet mobilisiert, um die Sicherheit der Bürger, die Ruhe des Landes und die freien und demokratischen Wahlen am 20. August zu gewährleisten" erklärte Lasso am Donnerstag in einer über die Onlineplattform Youtube verbreiteten Ansprache. Die Wahlbehörde erklärte, dass der Wahltermin am 20. August beibehalten werde.
Zahl der Beschäftigten in Teilzeit steigt immer weiter an
Die Zahl der Beschäftigten in Teilzeit ist in den vergangenen Jahren gestiegen - und vor allem Frauen arbeiten häufig weniger als sie eigentlich wollen. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken-Fraktion im Bundestag hervor, über die die "Süddeutsche Zeitung" am Donnerstag berichtete. Demnach arbeiteten Mitte 2022 rund 10,2 Millionen Menschen in Teilzeit, das sind fast 30 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten.
Beerensteyn schadenfroh nach US-Aus: "Hatten große Klappe"
Die niederländische Angreiferin Lineth Beerensteyn hat nach dem überraschend frühen WM-Aus von Titelverteidiger USA eine gehörige Portion Schadenfreude verspürt. "Als ich hörte, dass sie ausgeschieden sind, dachte ich nur: 'Ja, tschüss!' Denn schon zu Beginn des Turniers hatten sie eine große Klappe", sagte die 26-Jährige. Die Amerikanerinnen waren im Achtelfinale im Elfmeterschießen gegen Schweden gescheitert - früher als je zuvor.
Tuchel: "Bin in einer Schublade verschwunden"
Bayern Münchens Trainer Thomas Tuchel glaubt, dass es in Deutschland ein falsches Bild von ihm gibt. "Bei mir wurde in Deutschland sehr früh eine Schublade aufgemacht, in der ich dann verschwunden bin – und niemand hat zwischendurch mal wieder reingeschaut", sagte der 49-Jährige im Vereinsmagazin 51.
Watzke trifft Entscheidung über Zukunft im Herbst 2024
Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke wird im nächsten Jahr über seine Zukunft beim Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund entscheiden. "Ich habe mich entschieden, dass ich mich im Herbst 2024 festlegen werde, wie ich mir meine Zukunft vorstelle. Dann werde ich das Gespräch mit unserem Präsidenten führen", sagte der 64-Jährige der Sport Bild. Sein Vertrag beim BVB läuft bis zum 31. Dezember 2025.
Herbert lobt Wagner und Schröder: "Ein zweiköpfiges Monster"
Basketball-Bundestrainer Gordon Herbert hat Shootingstar Franz Wagner nach seinem starken Auftritt gegen Kanada gelobt. "Natürlich ist er ein wichtiger Spieler für uns. Einer der besseren Spieler im FIBA-Basketball. Mit ihm und Dennis (Schröder/d. Red.) haben wir so etwas wie ein zweiköpfiges Monster", sagte Herbert am Mittwoch nach dem 86:81 (50:34)-Sieg im zweiten WM-Test gegen Kanada in Berlin.
Guterres in Sorge um Gesundheit des gestürzten Präsidenten des Niger
UN-Generalsekretär António Guterres hat sich angesichts der schlechten Bedingungen, unter denen der gestürzte nigrischen Staatschefs Mohamed Bazoum gefangen gehalten wird, besorgt gezeigt und seine sofortige Freilassung gefordert. Guterres prangerte am Mittwoch die "beklagenswerten Bedingungen" an, unter denen der Präsident und seine Familie in der Gefangenschaft leben, hieß es in einer UN-Erklärung.
Präsidentschaftskandidat in Ecuador nach Wahlkampfveranstaltung erschossen
In Ecuador ist der Präsidentschaftskandidat und Journalist Fernando Villavicencio nach einer Wahlkampfveranstaltung in Quito am Mittwochabend erschossen worden. Der ecuadorianische Präsident Guillermo Lasso bestätigte Villavicencios Tod im Onlinedienst X, der vorher Twitter hieß, und verkündete, dass "dieses Verbrechen nicht ungestraft bleiben wird".
Sondergipfel der Ecowas-Länder zur Lage im Niger nach Staatsstreich
Die Staaten der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (Ecowas) beraten am Donnerstag bei einem Sondergipfel über die Lage nach dem Staatsstreich im Niger. Im Vorfeld des Treffens in der nigerianischen Hauptstadt Abuja erklärte die nigerianische Präsidentschaft, dass die Ecowas-Staaten "eine Lösung auf diplomatischem Wege, mit friedlichen Mitteln, jeder anderen Lösung vorziehen". An dem Treffen nimmt der Afrika-Beauftragte des Auswärtigen Amts, Christoph Retzlaff, als Beobachter teil.
Gewerkschaft informiert über Gefahren von Asbest auf Baustellen
Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) informiert am Donnerstag (10.00 Uhr) in Berlin über die Gefahren von Asbest in Wohngebäuden und auf Baustellen. Deutschland stehe vor einer Offensive beim Modernisieren, Sanieren und Umbauen von älteren Wohngebäuden, um neuen Wohnraum zu schaffen. "Doch immer dann, wenn es auf dem Bau staubt, kann es auch brenzlig werden", erklärte die IG BAU. Es drohe eine "Eskalation der Asbest-Gefahr".
Steinmeier bei Festakt 75 Jahre Verfassungskonvent von Herrenchiemsee
Mit einem Festakt wird am Donnerstag der 75. Jahrestag des Verfassungskonvents auf Herrenchiemsee gefeiert (12.30 Uhr). Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird die Festrede der Feier halten, zu der Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Landtagspräsidentin Ilse Aigner (beide CSU) eingeladen haben.
Mindestens sechs Tote bei schweren Waldbränden auf Hawaii
Auf Hawaii sind bei schweren Waldbränden mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Bei den von Winden des Hurrikans "Dora" angefachten Feuern auf der Insel Maui seien "sechs Todesopfer zu beklagen", sagte der Bürgermeister der Insel, Richard Bissen, am Mittwoch (Orszeit) vor Journalisten. Die Stadt Lahaina wurde dem Gouverneur von Hawaii, Josh Green, zufolge zu einem großen Teil zerstört, Menschen sprangen ins Meer um sich zu retten. US-Präsident Joe Biden ordnete die Mobilisierung von Bundesmitteln an.
Blienert fordert angesichts geplanter Cannabis-Freigabe besseren Schutz von Jugendlichen
Der Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Burkhard Blienert (SPD), hat die geplante Befassung des Bundeskabinetts mit der Cannabis-Legalisierung in der kommenden Woche begrüßt, gleichzeitig jedoch einen besseren Schutz von Jugendlichen gefordert. "Die Beratung im Kabinett ist ein wichtiger Schritt zu einer kontrollierten Abgabe von Cannabis", sagte Blienert der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Donnerstag). "Für mich ist dieser ganze Gesetzesprozess ein Weg, um alte Denkmuster in der Sucht- und Drogenpolitik aufzubrechen. Wir brauchen diese offene, lange und aufrichtige Debatte."
Faeser unterstreicht nach Spionage-Fall verschärfte Sicherheitslage in Deutschland
Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hat nach der Festnahme eines mutmaßlichen Spions im Beschaffungsamt der Bundeswehr die durch den Ukraine-Krieg verschärfte Sicherheitslage in Deutschland hervorgehoben. "Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine hat auch die Sicherheitslage in Deutschland verändert", sagte Faeser den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstag). "Die Bedrohung durch Spionage, Desinformationskampagnen und Cyberangriffe hat eine andere Dimension erhalten."
Ein Drittel der Menschen in Deutschland generell gegen autonomes Fahren
Rund ein Drittel (32 Prozent) der Menschen in Deutschland ist gegen die Einführung autonom fahrender Autos. In einer Umfrage für den Versicherer HUK-Coburg sagten aber auch fast 47 Prozent, sie könnten sich selbstfahrende Fahrzeuge auf den Straßen vorstellen, wenn dadurch die Unfallgefahr deutlich gesenkt wird oder mindestens gleich bleibt. Fahrer von E-Autos sind dabei merklich offener als Fahrer von Diesel- oder Benzinfahrzeugen.
Pakistans Präsident ordnet Auflösung von Parlament an
Inmitten politischer Spannungen nach der Inhaftierung von Pakistans früherem Premierminister Imran Khan hat Präsident Arif Alvi die Auflösung des Parlaments angeordnet. Er habe die Nationalversammlung auf Anraten von Premierminister Shehbaz Sharif aufgelöst, erklärte Alvis Büro am Mittwoch. Der Staatschef macht damit den Weg frei für eine geschäftsführende Regierung, die ihrerseits binnen drei Monaten Wahlen ansetzen kann. Sharif hatte zuvor gewarnt: "Dieses Land kann nicht vorankommen, solange wir keine nationale Einheit haben."
Frühes Aus für Zverev in Toronto
Tennis-Olympiasieger Alexander Zverev ist beim ATP-Masters in Toronto schon in der zweiten Runde ausgeschieden. Der an Nummer 13 gesetzte Hamburger verlor gegen den Spanier Alejandro Davidovich Fokina nach einer vor allem im ersten Durchgang schwachen Leistung 1:6, 2:6. Im Gegensatz zu Montreal, wo Zverev 2017 triumphierte, bleibt Toronto für den 26-Jährigen ein schlechtes Pflaster. Das Turnier wechselt jährlich zwischen den beiden Metropolen.
USA beschränken Investitionen in chinesische Technologiesektoren
Die USA beschränken US-Investitionen in chinesische Technologiesektoren. Betroffen sind unter anderem die Bereiche Halbleiter, Künstliche Intelligenz und Quanteninformatik, wie das US-Finanzministerium am Mittwoch mitteilte. Ein Regierungsvertreter sagte, mit dem Vorgehen solle verhindert werden, dass China die "modernsten Technologien" erhalte und nutzen könne, um seine militärische Modernisierung voranzutreiben "und die nationale Sicherheit der USA zu untergraben".
Mindestens eine Tote und 52 Verletzte bei Explosion auf Fabrikgelände in Russland
Bei einer Explosion auf einem Fabrikgelände nahe Moskau sind mindestens ein Mensch getötet und mehr als 50 weitere verletzt worden. Eine Frau, die in der Fabrik gearbeitet habe, sei ihren Verletzungen erlegen, teilte die Stadtverwaltung am Mittwoch im Onlinedienst Telegram mit.
Twitter in Streit um Trump-Daten zu 350.000 Dollar Strafe verurteilt
Die kürzlich in X umbenannte Onlineplattform Twitter ist zu einer Strafe von 350.000 Dollar (rund 320.000 Euro) verurteilt worden, weil sie Dokumente zum Nutzerkonto von Ex-Präsident Donald Trump nicht rechtzeitig an Sonderermittler Jack Smith übergab. Das geht aus einem am Mittwoch öffentlich gemachten Urteil eines Bundesberufungsgerichts in der Hauptstadt Washington hervor.
DBB-Team besiegt WM-Mitfavoriten Kanada
Deutschlands Basketballer haben bei ihrer Rückkehr nach Berlin auch den zweiten WM-Test gewonnen. Das Team um Kapitän Dennis Schröder besiegte am Mittwoch den WM-Mitfavoriten Kanada mit 86:81 (50:34). In der Bundeshauptstadt, wo die deutsche Mannschaft vor knapp einem Jahr EM-Bronze gefeiert hatte, waren der Berliner Franz Wagner (18 Punkte), Daniel Theis (17) und Schröder (16) die besten Werfer.
Lula drängt reiche Länder zu Einhaltung von Finanzierungszusagen für Klimaschutz
Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hat zum Abschluss des Amazonasgipfels die reichen Industriestaaten zur Einhaltung ihrer Finanzierungszusagen für den Klimaschutz gedrängt. Es ginge nicht darum, dass Brasilien, Kolumbien oder Venezuela Geld bräuchten, "Mutter Natur braucht Geld, weil die industrielle Entwicklung sie in den vergangenen 200 Jahren zerstört hat", sagte Lula am Mittwoch vor Journalisten in brasilianischen Belém.