Berliner Tageszeitung - Frankfurt geht nach Kovac-Wirbel unter - HSV und Köln kaum noch zu retten

Börse
Euro STOXX 50 0.01% 3962.41
TecDAX -0.29% 3118.19
DAX 0.01% 14541.38
SDAX -0.57% 12511.05
Goldpreis 0.48% 1754 $
MDAX -0.32% 25971.45
EUR/USD -0.07% 1.0405 $

Frankfurt geht nach Kovac-Wirbel unter - HSV und Köln kaum noch zu retten




Frankfurt geht nach Kovac-Wirbel unter - HSV und Köln kaum noch zu retten

Eintracht Frankfurt hat im ersten Spiel nach dem Wirbel um den Abgang von Trainer Niko Kovac eine krachende Niederlage kassiert. Am 30. Spieltag der Bundesliga verlor die Eintracht bei Bayer Leverkusen 1:4 (1:1) und kassierte gegen den direkten Kontrahenten einen Rückschlag im Kampf um einen Europapokalplatz. Der Hamburger SV durch ein 0:2 (0:2) bei 1899 Hoffenheim und der 1. FC Köln durch ein 1:2 (1:0) bei Hertha BSC mussten wohl den Knockout im Abstiegskampf hinnehmen. Der VfB Stuttgart trennte sich im Aufsteigerduell von Hannover 96 1:1 (0:0).

In Leverkusen trafen der überragende Torjäger Kevin Volland per Hattrick (71., 77., 88.) und Julian Brandt (20.) für die Werkself, die fünf Tage nach ihrem 4:1 beim Vizemeister RB Leipzig einen weiteren Kontrahenten im Kampf um einen Champions-League-Platz zunächst abschüttelte. Der mexikanische Nationalspieler Marco Fabian (23.) hatte mit seinem ersten Saisontreffer für Frankfurts zwischenzeitlichen Ausgleich gesorgt.

Vor dem Anpfiff stand zunächst Kovac im Rampenlicht, der einen Tag nach der Bekanntgabe seines Wechsels zu Bayern München von einer riesigen Fotografen-Traube umgeben wurde. Der Rest des Arbeitstages verlief unerfreulich für den künftigen Bayern-Coach, dessen Mannschaft durch die fünfte Auswärtsniederlage in Serie auf Rang sechs zurückfiel.

Textgröße:

Dunkel sieht es für den HSV aus, dessen erster Abstieg immer näher rückt. Sollte der FSV Mainz 05 am Montag gegen den SC Freiburg gewinnen, beträgt der Rückstand auf den Relegationsplatz acht Punkte. Dagegen hält die TSG nach der siebten Partie ohne Niederlage ihren Kurs Richtung Europacup. Serge Gnabry (18.) und Adam Szalai (27.) trafen für Hoffenheim.

Auch Köln muss wohl endgültig für die 2. Bundesliga planen. Leonardo Bittencourt hatte die Kölner, die am Donnerstag den Abschied von Trainer Stephan Ruthenbeck zum Saisonende verkündet hatten, zwar in der 29. Minute nach einem Konter in Führung gebracht, Davie Selke (49./52.) aber drehte die Partie im zweiten Durchgang für die überlegenen Berliner fast im Alleingang.

Für den FC werden die nächsten Wochen nicht einfacher - schon gar nicht mit nach Montag möglicherweise neun Punkten Abstand auf Mainz. Am Sonntag in einer Woche empfängt Köln Schalke 04. Bei dann noch vier übrigen Partien ist ein Sieg gegen den Champions-League-Anwärter alternativlos.

Stuttgart und Hannover 96 nähern sich in kleinen Schritten dem Klassenerhalt. Stuttgart durfte nach Erik Thommys sehenswertem Schlenzer zur Führung (53.) vom erlösenden Sieg träumen. Doch Niclas Füllkrug rettete den weitgehend harmlosen Gästen mit seinem Treffer in der Nachspielzeit noch ein schmeichelhaftes Unentschieden. Dennoch erwartet Hannover am Donnerstag eine turbulente Mitgliederversammlung, in der es laut Präsident Martin Kind wegen dessen Zwist mit Teilen der Fans um die Zukunft des Klubs geht.

(O. Petrow--BTZ)