Berliner Tageszeitung - Varadkar sieht "gewaltige Ablehnung" in EU zu neuem Brexit-Aufschub

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Varadkar sieht "gewaltige Ablehnung" in EU zu neuem Brexit-Aufschub




Varadkar sieht

Der irische Regierungschef Leo Varadkar sieht eine "gewaltige Ablehnung" in der EU hinsichtlich einer möglichen weiteren Verschiebung des Brexit. Zwar habe er selbst eine "endlose Geduld", einige seiner EU-Kollegen hätten diese aber verloren, sagte Varadkar am Donnerstag beim EU-Gipfel in Brüssel.

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Eine weitere Verlängerung könne es seiner Meinung nach nur dann geben, "wenn es etwas vereinfachen würde, wie etwa eine Wahl in Großbritannien oder etwas wie ein zweites Referendum, falls sie sich für ein solches entscheiden".

Die scheidende britische Premierministerin Theresa May wollte sich in Brüssel nicht zum Stand der Brexit-Gespräche äußern. "Dies ist der letzte planmäßige EU-Gipfel, an dem ich teilnehme", sagte May. "Ich werde weiterhin das tun, was wir immer getan haben, nämlich eine konstruktive Rolle in den Gesprächen einzunehmen."

Großbritannien hätte eigentlich schon am 29. März aus der EU austreten sollen. Doch das britische Parlament lehnte den mit der EU ausgehandelten Austrittsvertrag mehrfach ab. May bat die EU daher um einen Aufschub. Die Frist wurde schließlich bis zum 31. Oktober verlängert.

Von Seiten Großbritanniens gibt es bislang keinen zuverlässigen Beschluss über das weitere Vorgehen. Nachverhandlungen am bestehenden Austrittsabkommen lehnt die EU ab.

(L. Brown--BTZ)