Berliner Tageszeitung - Kneissl und Lawrow bekräftigen gute beiderseitige Beziehungen

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Kneissl und Lawrow bekräftigen gute beiderseitige Beziehungen




Kneissl und Lawrow bekräftigen gute beiderseitige Beziehungen

Die österreichische Außenministerin Karin Kneissl hat sich am Dienstag bei einem Treffen mit ihrem russischen Kollegen Sergej Lawrow in Moskau trotz EU-Sanktionen für die Fortsetzung guter beiderseitiger Beziehungen ausgesprochen. Wien unterstütze die Prinzipien der Europäischen Union, versuche aber, starke Verbindungen zu Russland beizubehalten, sagte Kneissl während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Lawrow.

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Dieser nannte Österreich einen "wichtigen Partner" und würdigte, dass österreichische Geschäftsleute ungeachtet der von der EU gegen Russland verhängten Strafmaßnahmen "den russischen Markt nicht verließen".

Kneissl forderte Russland zugleich auf, 24 inhaftierte ukrainische Seeleute freizulassen. Diese waren im vergangenen November von der russischen Marine in der Meerenge von Kertsch festgenommen worden.

Im November hatte Kneissl nach der Festnahme eines ehemaligen österreichischen Offiziers wegen Spionage für Moskau eine geplante Russlandreise abgesagt. Die russische Seite wies die Spionagevorwürfe als "unbegründet" zurück. Lawrow kritisierte am Dienstag, Wien habe "plötzlich entschieden", die Russische Föderation "öffentlich zu beschuldigen".

Die von der rechtspopulistischen FPÖ nominierte Kneissl hatte im August mit der Einladung von Kreml-Chef Wladimir Putin zu ihrer Hochzeit Kopfschütteln ausgelöst. Die FPÖ ist der Juniorpartner im Regierungsbündnis von Bundeskanzler Sebastian Kurz von der rechtskonservativen ÖVP. Die FPÖ unterhält seit Jahren Beziehungen zur russischen Regierungspartei Einiges Russland. 2016 gingen die beiden Parteien eine Partnerschaft ein.

(Y. Rousseau--BTZ)