Berliner Tageszeitung - Vorvertrag zu deutsch-französischem Kampfjet-Projekt bei Paris unterzeichnet

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Vorvertrag zu deutsch-französischem Kampfjet-Projekt bei Paris unterzeichnet




Vorvertrag zu deutsch-französischem Kampfjet-Projekt bei Paris unterzeichnet

Deutschland und Frankreich treiben ihr Projekt für einen gemeinsamen Kampfjet voran. In Gennevilliers im Nordwesten von Paris unterzeichneten der französische Hersteller Safran und das Münchner Unternehmen MTU am Mittwoch eine Absichtserklärung zum Bau der Triebwerke. An dem Termin nahmen Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und die französische Ressortchefin Florence Parly teil.

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Das deutsch-französische Kampfjet-System namens "Future Combat Air System" (FCAS) soll unter anderem den pannenanfälligen Eurofighter und die französische Rafale ablösen. Der Bau der neuen Kampfflugzeuge soll um das Jahr 2040 starten. Federführend bei dem Projekt sind die Konzerne Airbus und Dassault Aviation.

Parly sagte, mit dem Vorvertrag sei der Grundstein für ein "außergewöhnliches Bauwerk" gelegt worden. Von der Leyen erklärte, Frankreich und Deutschland vertieften ihre Zusammenarbeit noch mehr. Das komme "nicht nur den beiden Staaten, sondern auch der ganzen Europäischen Union zugute".

Sevim Dagdelen, Fraktionsvize der deutschen Linkspartei, übte scharfe Kritik an dem Projekt. Sie sprach von einem "Milliardengeschenk" an die Rüstungsindustrie. "Das viele Geld könnte man sinnvollerweise in die Bildung und gegen den Pflegenotstand oder die Wohnungsnot investieren", erklärte sie in Berlin.

(L. Brown--BTZ)