Berliner Tageszeitung - Steinmeier: Europa braucht neue Partnerschaft mit Afrika

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Steinmeier: Europa braucht neue Partnerschaft mit Afrika




Steinmeier: Europa braucht neue Partnerschaft mit Afrika

Zum Auftakt seines mehrtägigen Staatsbesuchs in Äthiopien hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eine engere Zusammenarbeit zwischen Europa und Afrika gefordert. "Wir Europäer brauchen neue, vertrauensvolle Partnerschaften mit Äthiopien und möglichst vielen anderen afrikanischen Ländern", sagte Steinmeier am Montag bei einem Staatsbankett mit der äthiopischen Präsidentin Sahle-Work Zewde laut Redemanuskript. Auf globale Herausforderungen wie Klimawandel und Migration "können wir nur gemeinsam mit Ihnen Antworten finden".

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Es sei wichtig, jungen Menschen in Afrika Perspektiven zu bieten, sagte Steinmeier. "Ein Schlüssel dazu ist nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung." Nötig seien Investitionen und gute Ausbildungsangebote.

Die Friedensvereinbarungen zwischen Äthiopien und Eritrea vom vergangenen September bezeichnete Steinmeier als "Signal der Hoffnung", das über die beiden Staaten hinausstrahle. Äthiopien spiele bei der Stabilisierung der Region am Horn von Afrika eine "entscheidende Rolle".

Steinmeier hatte seinen Staatsbesuch am Vormittag in der Hauptstadt Addis Abeba begonnen, wo er sich mit Präsidentin Sahle-Work traf. Auf der Agenda des Bundespräsidenten standen auch Treffen mit Repräsentanten der Zivilgesellschaft und Wirtschaftsvertretern. Zum Abschluss der Reise besucht Steinmeier am Mittwoch den Sitz der Afrikanischen Union (AU) in Addis Abeba. Dort trifft er unter anderem den Kommissionspräsidenten der AU, Moussa Faki Mahamat.

Äthiopien gehört trotz hoher Wachstumsraten zu den ärmsten Ländern der Welt. Regierungschef Abiy Ahmed hat seit seinem Amtsantritt im April zahlreiche Reformen eingeleitet. Er schloss den Frieden mit dem Nachbarstaat Eritrea und ließ zahlreiche politische Gefangene frei.

(M. Tschebyachkinchoy--BTZ)