Bahnstreik sorgt erneut für starke Beeinträchtigungen im Zugverkehr
Streikende Lokführer sorgen den zweiten Tag in Folge für zahlreiche Zugausfälle im Nah- und Fernverkehr. Wie die Bahn am Morgen ankündigte fahren auch am Donnerstag nur rund 25 Prozent der Züge auf Fernstrecken. Im Regionalverkehr sollen mehr Verbindungen bedient werden, jedoch mit starken regionalen Unterschieden. Die Bahn bat daher die Fahrgäste erneut, auf nicht zwingend notwendige Reisen zu verzichten.
Seit Mittwochmorgen um 02.00 Uhr hat die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) im Personenverkehr zu Streiks aufgerufen. Betroffen ist auch der Güterverkehr, der bereits seit Dienstagabend bestreikt wird. Am Mittwoch teilte das Unternehmen mit, dass bereits 190 Güterzüge im Rückstau stünden.
Die GDL will durch den Streik ein neues Angebot des Konzerns im Tarifstreit erzwingen. Das zuletzt von der Bahn vorgelegte Angebot bezeichnete sie als "nicht verhandelbar".
Der Bahn zufolge gelten wegen des Streiks "besondere Kulanzregelungen". Bereits gebuchte Fahrkarten für betroffene Strecken behalten ihre Gültigkeit demnach bis zum 20. August, die Zugbindung entfällt. Auch eine kostenfreie Erstattung der Zugtickets ist möglich. Außerdem richtete sie eine kostenfreie Sonderhotline ein (08000/996633).
(I. Johansson--BTZ)