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Deutsche Wirtschaft im ersten Quartal um 1,7 Prozent eingebrochen
Die deutsche Wirtschaft ist im ersten Quartal verglichen mit dem Vorquartal um 1,7 Prozent eingebrochen. Nachdem sich die Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte 2020 etwas erholt habe, habe die Corona-Krise zu Jahresbeginn nun zu einem "erneuten Rückgang der Wirtschaftsleistung" geführt, erklärte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag. Besonders davon betroffen war demnach der private Konsum, die Exporte stützten die Wirtschaft hingegen.
Astrazeneca verdoppelt Nettogewinn im ersten Quartal
Der britisch-schwedische Pharmakonzern Astrazeneca hat seinen Nettogewinn im ersten Quartal verdoppelt. Das Unternehmen, das unter anderem Corona-Impfstoffe produziert, verdiente von Januar bis März 1,56 Milliarden Dollar (rund 1,29 Milliarden Euro). Im Vorjahresquartal hatte der Gewinn bei 780 Millionen Dollar gelegen. Das Unternehmen profitierte zuletzt vor allem von neuartigen Behandlungen, etwa im Bereich der Onkologie.
Verbandschef ruft Waldbesitzer zu Sägestreik auf
Der Preis für Holz auf dem Weltmarkt ist kräftig gestiegen - die deutschen Waldbesitzer profitieren nach eigenen Angaben aber nicht davon. Schuld seien die "wenigen Holzhandelskonzerne, die den Markt dominieren", sagte Georg Schirmbeck, Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Wir werden regelrecht abgezockt." Schirmbeck forderte die Waldbesitzer daher auf: "Stoppt das Sägen! Lasst die Bäume stehen!"
Verbandschef ruft Waldbesitzer wegen hoher Holzpreise zum Sägestreik auf
Der Interessenverband der Forstwirtschaft hat die deutschen Waldbesitzer angesichts der Holzknappheit und hoher Preise zum Streik aufgerufen. "Ich sehe keine andere Möglichkeit mehr, als meinen Verbandsmitgliedern zu sagen: Stoppt das Sägen! Lasst die Bäume stehen!", sagte Georg Schirmbeck, Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates, der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Freitag. Zuletzt waren die Preise für Schnittholz stark gestiegen, angefeuert von einer hohen Nachfrage aus China und Nordamerika.
DIW-Präsident fordert von Regierung Fahrplan für Öffnungen
Der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, hat sich angesichts steigender Impfzahlen und Lockerungen in europäischen Nachbarländern für eine zügige Öffnung der deutschen Wirtschaft ausgesprochen. "Unternehmen brauchen dringend eine Perspektive für Öffnungen und die Zeit nach der Pandemie, nur so können sie planen und ihr Überleben sichern", sagte er der "Augsburger Allgemeinen" vom Freitag. Die Bundesregierung müsse einen Öffnungsfahrplan veröffentlichen, "um einen schnellen Neustart der Wirtschaft zu ermöglichen".
Rechtspolitiker: Insolvenzschutz für Firmen wird nicht verlängert
Der Ende April auslaufende Insolvenzschutz für deutsche Unternehmen soll nach Angaben eines CSU-Bundestagsabgeordneten nicht noch einmal verlängert werden. Der Rechtspolitiker Volker Ullrich sagte dem "Handelsblatt", Grund dafür sei, dass die staatlichen Hilfen für durch die Corona-Pandemie in Not geratene Betriebe mittlerweile fließen. Damit sei der Grund, "weshalb es zu Beginn dieses Jahres noch einmal eine Verlängerung gab, weggefallen".
US-Wirtschaft weiter auf Erholungskurs
Die US-Wirtschaft ist weiter auf Erholungskurs: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der USA wuchs im ersten Quartal verglichen mit dem Vorquartal um 1,6 Prozent, wie das US-Handelsministerium am Donnerstag mitteilte. Damit setzte sich die Erholung der Wirtschaft des Landes nach den schweren Beeinträchtigungen durch die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie fort.
Reiseverband fordert längeres Aussetzen der Insolvenzantragspflicht
Kurz vor dem Wiederinkrafttreten der Insolvenzantragspflicht zum Monatswechsel dringt der Deutsche Reiseverband (DRV) auf eine verlängerte Aussetzung der Pflicht. "Die Zeit läuft ab und die Politik muss dringend handeln", erklärte DRV-Präsident Norbert Fiebig am Donnerstag. Nach seinen Angaben warten viele Unternehmen der Reisewirtschaft noch auf die Auszahlung von Hilfsleistungen.
Inflation zieht weiter an - Anstieg im April um 2,0 Prozent
Die Inflation in Deutschland zieht weiter an: Im April stiegen die Verbraucherpreise zum Vorjahresmonat um voraussichtlich 2,0 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte. Besonders stark mit 7,9 Prozent legten die Preise für Energie zu.
Ab 2023 keine Entschädigung mehr bei Zugverspätungen wegen höherer Gewalt
Bahnreisende erhalten ab 2023 keine Entschädigung mehr, wenn ihr Zug etwa aufgrund eines Unwetters verspätet ist. Das EU-Parlament bestätigte am Donnerstag eine entsprechende Einigung mit den Mitgliedstaaten auf eine Reform der Fahrgastrechte. Die Grünen hatten mit Unterstützung von Abgeordneten weiterer Fraktionen noch eine Reihe von Änderungsanträgen eingebracht, welche die Einigung hätten kippen können - hatten damit aber keinen Erfolg.
Chefs von Linde und Delivery Hero erhielten 2020 Rekordvergütungen
Die Vorstandsvorsitzenden der beiden Dax-Konzerne Linde und Delivery Hero haben im vergangenen Jahr Rekordvergütungen eingestrichen und damit das Gesamtbild der Chefgehälter in den größten börsennotierten Unternehmen gekippt. Einer Analyse der Unternehmensberatung HKP zufolge verdiente Linde-Chef Steve Angel 2020 insgesamt 53,4 Millionen Euro. Der Chef von Delivery Hero, Niklas Östberg bekam eine Gesamtvergütung von 45,7 Millionen Euro.
Zweitgrößter Solarpark Frankreichs geht Samstag ans Netz
Der zweitgrößte Solarpark Frankreichs geht am Samstag ans Netz: Das Photovoltaik-Kraftwerk auf einer ehemaligen Nato-Luftwaffenbasis im ostfranzösischen Marville soll Strom für tausende Haushalte liefern, wie der Betreiber TSE am Donnerstag mitteilte. Auf einer Fläche von 155 Hektar - umgerechnet gut 200 Fußballfeldern - sind mehr als 360.000 Solarmodule installiert.
EuGH-Generalanwalt: Produkte wie Champagner vor "Trittbrettfahrerei" geschützt
Geschützte Ursprungsbezeichnungen wie der Champagner dürfen nach Ansicht eines Generalanwalts am Europäischen Gerichtshof (EuGH) grundsätzlich nicht für "kommerzielle Trittbrettfahrerei" benutzt werden - etwa als Bezeichnung für eine Bar. Diese Einschätzung vertritt Generalanwalt Giovanni Pitruzzella nach den am Donnerstag vorgestellten Schlussanträgen in einem Streitfall in Spanien. Dort hatte der Interessenverband der Champagnererzeuger gegen die Verwendung des Namens Champanillo für Tapas-Bars geklagt. (Az. C-783/19)
Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt hält an
Die Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt hat sich trotz der dritten Corona-Welle auch im April fortgesetzt. Im Vergleich zum Vormonat März verringerte sich die Zahl der Arbeitslosen um 56.000 auf 2,771 Millionen, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Donnerstag in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Prozentpunkte auf 6,0 Prozent.
Airbus im ersten Quartal zurück in den schwarzen Zahlen
Der europäische Flugzeugbauer Airbus ist zurück in den schwarzen Zahlen. Im ersten Quartal 2021 machte Airbus 362 Millionen Euro Gewinn, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Im Vorjahresquartal hatte ein Minus von 481 Millionen Euro unter dem Strich gestanden; im Corona-Krisenjahr 2020 insgesamt machte Airbus 1,1 Milliarden Euro Verlust.
Mehrheit der Jugendlichen fürchtet um berufliche Zukunft
Mehr als zwei Drittel der Jugendlichen in Deutschland befürchten, dass die Corona-Pandemie ihre Chance auf einen Ausbildungsplatz verschlechtert hat. Wie die Bertelsmann-Stiftung am Donnerstag mitteilte, gaben dies in einer Umfrage 71 Prozent aller Befragten an - zehn Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Bei Jugendlichen mit niedrigem Bildungsabschluss sind es sogar 78 Prozent. Bei künftigen Studierenden hingegen ist nur knapp ein Viertel (24 Prozent) der Meinung, dass sich durch Corona ihre Chance auf einen Studienplatz verschlechtert hat.
Lufthansa macht im ersten Quartal eine Milliarde Euro Verlust
Die schwer von der Corona-Krise getroffene Lufthansa hat auch im ersten Quartal des Jahres 2021 ein Milliardenminus gemacht, den Verlust im Vergleich zum Vorjahreszeitraum aber deutlich reduziert. Wie der Konzern am Donnerstag in Frankfurt am Main mitteilte, verbuchte die Fluggesellschaft für den Dreimonatszeitraum bis Ende März unter dem Strich ein Minus von 1,0 Milliarden Euro. Der Umsatz sank um 60 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro.
Einigung auf Schließung aller Kohleminen in Polen bis 2049
Gewerkschaften und die Regierung in Polen haben sich auf die Schließung aller Kohlebergwerke im Land bis 2049 verständigt. Das Ministerium für Staatsvermögen, das die Verhandlungen auf Seiten der Regierung geführt hatte, nannte die Grundsatzeinigung am Mittwoch "historisch". Die Vereinbarung sieht unter anderem Abfindungszahlungen für 120.000 Arbeiter im Kohlesektor sowie Fonds für das schlesische Kohlebecken vor.
US-Zentralbank lässt Leitzins unverändert
Die US-Notenbank belässt den Leitzins unverändert. Das Zinsniveau liegt damit weiter in der Spanne zwischen null und 0,25 Prozent, wie die Federal Reserve (Fed) am Mittwoch mitteilte. Auch an den Anleihenkäufen im Umfang von monatlich 120 Milliarden Dollar hält die Zentralbank fest.
Tarifverhandlungen zwischen Bahn und Lokführergewerkschaft GDL gehen in dritte Runde
Die Tarifverhandlungen zwischen Deutscher Bahn (DB) und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) gehen in eine dritte Runde. Beide Seiten vereinbarten für die Zeit bis zum 17. Mai Sondierungsgespräche über Löhne, Arbeitszeit, Altersvorsorge und weitere Forderungen der Gewerkschaft, wie die Bahn am Mittwoch mitteilte. Die Vorstellungen der Tarifparteien liegen weit auseinander.
Boeing sieht "Wendepunkt" nach der Corona-Krise vor sich
Der US-Flugzeugbauer Boeing sieht dieses Jahr als "Wendepunkt" in der Corona-Krise. Im ersten Quartal 2021 machte Boeing noch 537 Millionen Dollar (445 Millionen Euro) Verlust, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. Noch sorge die Corona-Pandemie weltweit für einen "schwierigen Markt", erklärte Boeing-Chef Dave Calhoun. Doch mit Beschleunigung der Impfstoffverteilung werde das laufende Jahr "den Wendepunkt für unsere Branche" bringen.
Stiftung Warentest: Menstruationstassen sind gute Alternative zum Tampon
Spotify macht im ersten Quartal kleinen Gewinn
Der weltweit größte Musik-Streamingdienst Spotify hat im ersten Quartal einen kleinen Gewinn gemacht. Er betrug 23 Millionen Euro, wie Spotify am Mittwoch mitteilte. Es ist erst das fünfte Quartal überhaupt seit dem Börsengang im Jahr 2015, das Spotify einen Überschuss ausweist.
"Bossnapping" bei Renault in Frankreich
In Frankreich hat erneut ein Fall von "Bossnapping" für Aufmerksamkeit gesorgt: Wütende Mitarbeiter eines Renault-Werks in dem bretonischen Ort Caudan hielten einen Tag lang Manager des Autokonzerns fest, um gegen den geplanten Verkauf der Fabrik zu protestieren. Sie werfen Renault "Verrat" vor. Inzwischen sind die Manager wieder frei, wie die Gewerkschaft CGT am Mittwoch bestätigte.
Französischer Konzernerbe Arnaud Lagardère verliert Macht
Einer der reichsten Konzernerben Frankreichs verliert die alleinige Kontrolle über das von seinem Vater aufgebaute Unternehmen: Arnaud Lagardère. Der Aufsichtsrat der Mediengruppe Lagardère bestätigte am Mittwoch die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft. Vorgesehen ist demnach, dass Arnaud Lagardère für vorerst sechs Jahre Konzernchef bleibt. Lagardère gehört laut der Zeitschrift "Challenges" zu den 50 bestbezahlten Firmenchefs in Frankreich, sein Vermögen wird auf mehr als 300 Millionen Euro geschätzt.
Kritik an Genehmigungsverfahren wegen verzögerten Starts der Tesla-Fabrik
Angesichts der drohenden Verzögerung des Produktionsstarts für die Tesla-Fabrik in Brandenburg gibt es erneut Kritik an den Genehmigungsverfahren in Deutschland. Die Verzögerungen bei der Ansiedlung des Werks seien "nicht nur peinlich für die Hauptstadtregion", sondern offenbarten auch "erhebliche Defizite im deutschen Planungs- und Genehmigungsrecht", sagte der Generalsekretär des CDU-Wirtschaftsrats, Wolfgang Steiger, dem "Handelsblatt" vom Mittwoch. Es müssten "dringend bürokratische und rechtliche Hürden abgebaut werden".
Nachfrage nach Arbeitskräften auch im April gestiegen
Deutsche Unternehmen wollen weiter neue Leute einstellen: Die Bundesagentur für Arbeit (BA) sprach am Mittwoch von einer "merklich belebten" Nachfrage nach Arbeitskräften im April. Der Stellenindex der Arbeitsagentur stieg um zwei auf 104 Punkte - schon im März hatte er um vier Punkte zugelegt.
Samsung-Erben spenden Kunst und Gelder aus Erbe des verstorbenen Chefs Lee
Die Erben des südkoreanischen Samsung-Konzerns spenden einen Teil des Vermögens des verstorbenen Vorsitzenden Lee Kun Hee, um die immense Erbschaftsteuer zu reduzieren. Wie Samsung am Mittwoch mitteilte, gehören zu den Hinterlassenschaften neben Aktien und Immobilien auch Werke von Monet, Picasso und weiteren weltbekannten Künstlern. Das Erbe wird auf 22 Billionen Won (rund 16,4 Milliarden Euro) geschätzt.
Zahl der Baugenehmigungen im Februar deutlich gestiegen
Die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen ist im Februar deutlich gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte, bedeuten 30.058 Genehmigungen ein Plus von 6,3 Prozent gegenüber dem Vormonat Januar 2021. Der Zuwachs geht dabei auf Genehmigungen für Neubauten vor allem von Zwei- und Mehrfamilienhäusern zurück, die Zahl der Genehmigungen für Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden sank hingegen.
Konsumlaune der Verbraucher sinkt in der dritten Corona-Welle
Angesichts steigender Infektionszahlen und Verschärfungen des Lockdowns hat sich die Konsumstimmung der deutschen Verbraucher wieder verschlechtert. Für Mai sagte das Marktforschungsunternehmen GfK am Mittwoch einen Wert von minus 8,8 Punkten voraus und damit 2,7 Punkte weniger als im April. "Die dritte Welle wird dafür sorgen, dass die Erholung der Binnenkonjunktur weiter auf sich warten lässt", erklärte GfK-Experte Rolf Bürkl.
Deutsche Bank vermeldet bestes Quartalsergebnis seit 7 Jahren
Die Deutsche Bank hat zu Beginn des Jahres 2021 ihr bestes Quartalsergebnis seit sieben Jahren eingefahren. Wie das Finanzinstitut am Mittwoch in Frankfurt am Main mitteilte, verbuchte die Bank im Dreimonatszeitraum bis Ende März unter dem Strich einen Gewinn von 908 Millionen Euro. Die Konzernerträge stiegen auf 7,2 Milliarden Euro - das waren 14 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
Opec+ hält an Plänen zur Erhöhung der Ölfördermenge fest
Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) und ihre Partnerländer halten an ihren Plänen zur Erhöhung der Fördermenge ab Mai fest. Die schrittweise Ausweitung der Produktion werde wie geplant umgesetzt, teilte die Opec nach einem Ministertreffen am Dienstag mit. Nach einer Analyse der Marktlage sei beschlossen worden, die vor vier Wochen vereinbarte Strategie beizubehalten, sagte der russische Energieminister Alexander Nowak.