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Stundenlohn unter zwölf Euro im Osten deutlich häufiger als im Westen
Stundenlöhne von weniger als zwölf Euro sind in den ostdeutschen Bundesländern deutlich häufiger als im Westen. Im Frühjahr 2018 verdienten in den fünf Ost-Flächenländern im Durchschnitt 36,8 Prozent der Beschäftigten weniger als zwölf Euro, im Westen inklusive Berlin waren es 25,4 Prozent. Das geht aus Daten hervor, die von der Linksfraktion beim Statistischen Bundesamt abgefragt wurden und am Samstag der Nachrichtenagentur AFP vorlagen.
Britische Armee wird ab Montag für Treibstofflieferungen eingesetzt
Die britische Armee wird ab kommenden Montag zur Belieferung der Tankstellen mit Treibstoff eingesetzt. Fast 200 Soldaten würden dafür bereit gestellt, die Hälfte davon als Fahrer, erklärte die Regierung am Freitagabend. Damit solle "der Druck von den Tankstellen genommen" und der Mangel an Lastwagenfahrern ausgeglichen werden.
Sánchez schlägt gemeinsamen Gaseinkauf der EU-Staaten vor
Angesichts steigender Gaspreise hat der spanische Regierungschef Pedro Sánchez der EU vorgeschlagen, gemeinsam als Block mit den Lieferanten zu verhandeln. Ein gemeinsamer Einkauf und eine "strategische Gasreserve in Europa" könnten die Verhandlungsmacht aller EU-Staaten verbessern, sagte Sánchez am Freitag auf einem Wirtschaftsforum in Pontevedra im Nordwesten Spaniens. Die steigenden Energiepreise seien ein EU-weites Problem.
Längstes Unterseekabel der Welt zwischen Großbritannien und Norwegen in Betrieb genommen
Das längste Unterseekabel der Welt verbindet seit Freitag Großbritannien mit Norwegen. Der britische Energieversorger National Grid erklärte, dass das Kabel am Freitag in Betrieb genommen werde. "Großbritannien und Norwegen können nun erstmals Strom aus erneuerbaren Energien austauschen", erklärte das Unternehmen weiter. Dies sei ein "Meilenstein" auf dem Weg Großbritanniens zur Klimaneutralität.
Uniper verkauft Anteile an letztem Braunkohlekraftwerk in europäischem Portfolio
Der Energiekonzern Uniper hat die Anteile am letzten Braunkohlekraftwerk in seinem europäischen Portfolio verkauft. Die Beteiligung in Höhe von rund 58 Prozent geht an Saale Energie, ein Tochterunternehmen des tschechischen Energiekonzerns EPH, wie Uniper am Freitag mitteilte. Die Veräußerung des Braunkohlekraftwerks Schkopau bei Halle an der Saale folge "der strategischen Vorgabe des Unternehmens, den Ausstieg aus der Kohleverstromung nach Kräften zu beschleunigen und in Europa bis 2035 klimaneutral zu werden".
Venezuela streicht wegen Inflation sechs Nullen aus seiner Währung
Venezuela gibt ab Freitag neue Geldscheine aus, mit denen angesichts der Hyperinflation und der schweren Wirtschaftskrise sechs Nullen aus der nationalen Währung Bolívar gestrichen werden. Alle Summen werden laut der Zentralbank des Landes durch eine Million geteilt. Es ist bereits die dritte derartige Reform in dem südamerikanischen Land binnen 13 Jahren.
3G-Regel in Fernzügen kommt vorerst nicht
In Fernzügen in Deutschland wird es voraussichtlich keine 3G-Regel geben. Eine solche Vorschrift, die nur noch Geimpften, Genesenen und Getesteten die Fahrt mit Fernzügen erlauben würde, sei "weder rechtlich möglich noch praktikabel", teilte das Bundesverkehrsministerium am Freitag mit. Zu dieser Feststellung seien die beteiligten Ressorts innerhalb der Bundesregierung "übereinstimmend" gekommen.
Bremen durch Corona-Pandemie am stärksten von Unternehmensinsolvenzen betroffen
In Bremen haben aufgrund der Corona-Pandemie besonders viele Unternehmen Insolvenz anmelden müssen. Im Jahr 2020 beantragten dort monatlich im Schnitt 8,3 von 10.000 Unternehmen die Insolvenz, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Bremen war außerdem das einzige Bundesland, in dem 2020 trotz Aussetzung der Insolvenzantragspflicht mehr Insolvenzanträge gestellt wurden als im Vorkrisenjahr 2019.
In Großbritannien fehlen auch 15.000 Metzger - Sorge um den Weihnachtsbraten
In Großbritannien will die Regierung wegen des Treibstoffmangels nicht nur die Visavergabe für Lkw-Fahrer vorübergehend erleichtern - auch bis zu 1000 ausländische Arbeitskräfte für die Fleischindustrie sollen noch vor Weihnachten ein Visum bekommen. Wie die "Times" am Freitag unter Berufung auf den Verband der fleischverarbeitenden Industrie berichtete, fehlen 15.000 Beschäftigte in der Branche, und die Sorge wächst, dass es zu Weihnachten zu wenig bratfertige Truthähne und Schinken geben wird.
Deutsche Bahn erhöht Preise im Fernverkehr um 1,9 Prozent
Die Deutsche Bahn (DB) erhöht ihre Preise im Fernverkehr: Sie steigen zum Fahrplanwechsel am 12. Dezember um durchschnittlich 1,9 Prozent, wie der Konzern am Freitag mitteilte. Die Preissteigerungen lägen "deutlich" unter der Inflationsrate von aktuell 4,1 Prozent, betonte die Bahn.
Beschäftigte von United Airlines lassen sich angesichts drohender Kündigung impfen
Wer sich nicht impfen lässt, muss gehen: Angesichts einer drohenden Kündigung entscheiden sich offenbar viele Beschäftigte der US-Fluggesellschaft United Airlines doch für eine Corona-Schutzimpfung. Das Unternehmen teilte am Donnerstag mit, es werde weniger Angestellte entlassen als bisher angekündigt - die Zahl sinke von 593 auf 320.
Paris: Frankreich will seine Energiepreise bis zum April deckeln
Frankreich will die Preise für Strom und Gas bis April deckeln. "Es wird keine weitere Erhöhung des Gaspreises mehr geben", kündigte Premierminister Jean Castex am Donnerstagabend auf dem Sender TF1 an. Der Gaspreis ist seit Januar um 57 Prozent angestiegen. Die Anbieter, die das Gas unter dem Einkaufspreis abgeben müssten, bekämen staatliche Hilfen, versicherte Castex.
Unternehmen sparen durch Wegfall von Dienstreisen Milliarden
Die Unternehmen in Deutschland haben wegen des Wegfalls von Dienstreisen während der Corona-Pandemie im Krisenjahr 2020 rund elf Milliarden Euro gespart. Das geht aus einer Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor, aus der die "Rheinische Post" am Freitag zitierte. "Die meisten Unternehmen führen seit Beginn der Corona-Pandemie deutlich weniger Dienstreisen durch als vorher. Stattdessen finden viele Meetings virtuell statt", heißt es demnach.
Umsatz im Einzelhandel im August 2021 ist nur leicht gestiegen
Deutschlands Einzelhändler haben im August wieder etwas mehr Umsatz gemacht. Der Wert stieg im Vergleich zum Juli preisbereinigt um 1,1 Prozent, im Vergleich zum August 2020 um 0,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Der im August erzielte Umsatz lag auch weiterhin über dem Vorkrisenniveau, und zwar um 0,6 Prozent. Das gilt auch für den Modehandel.
Strom- und Gaspreise für Haushalte um fünf Prozent gestiegen
Die privaten Haushalte in Deutschland mussten im ersten Halbjahr fast fünf Prozent mehr für Strom und Gas bezahlen. Strom kostete im Durchschnitt 32,62 Cent je Kilowattstunde, Erdgas 6,41 Cent je Kilowattstunde - beide Preise stiegen damit im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2020 um 4,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Hauptgrund war demnach, dass die in der Corona-Krise gesenkte Mehrwertsteuer wieder auf 19 Prozent angehoben wurde.
Expo 2020 in Dubai von Kronprinz eröffnet
Mit einer extravaganten Show ist in Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten die Weltausstellung Expo eröffnet worden. "Die ganze Welt versammelt sich in den Vereinigten Arabischen Emiraten, um gemeinsam mit dem Segen Allahs die Expo 2020 Dubai zu eröffnen", sagte Kronprinz Scheich Hamdan bin Mohammed bin Raschid Al Maktum bei seiner Rede am Donnerstagabend. Die internationale Messe war im vergangenen Jahr wegen der Corona-Pandemie verschoben worden und trägt daher weiter den Titel Expo 2020.
Inflation im September erreicht voraussichtlich 4,1 Prozent
Die Verbraucherpreise in Deutschland haben den höchsten Stand seit 28 Jahren erreicht: Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte, erreicht die Inflation im September voraussichtlich 4,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Damit liegt die Teuerung auf dem höchsten Stand seit Dezember 1993 und überspringt auch erstmals seitdem die Vier-Prozent-Marke.
Britisches Corona-Hilfsprogramm für Arbeitsplätze läuft aus
In Großbritannien sind am Donnerstag wichtige staatliche Corona-Hilfen zum Arbeitsplatzerhalt ausgelaufen - Experten befürchten nun einen Anstieg der Arbeitslosigkeit. Das Programm, das dem deutschen Kurzarbeitergeld ähnelt, hatte sich die konservative Regierung unter Boris Johnson fast 70 Milliarden Pfund (82 Milliarden Euro) kosten lassen. Damit wurde ein Großteil der Löhne vieler freigestellter Arbeitnehmer übernommen und damit die offizielle Arbeitslosenquote niedrig gehalten.
Opel stoppt wegen Chipmangels Produktion in Eisenach bis Jahresende
Der Autohersteller Opel stoppt wegen des weltweiten Chipmangels die Produktion im Werk in Eisenach bis Jahresende. Die Produktion werde ab kommender Woche ruhen, bestätigte ein Unternehmenssprecher am Donnerstag einen Bericht der "Automobilwoche". Anfang 2022 solle sie wieder anlaufen, sofern die Lieferketten dies zuließen. Für die Beschäftigten sei Kurzarbeit vorgesehen.
Chinas Zentralbank drängt Banken zur Stabilisierung des Immobiliensektors
Angesichts der schweren Schieflage des chinesischen Immobilienkonzerns Evergrande hat die Zentralbank die Banken des Landes zur Stabilisierung des Immobiliensektors gedrängt. "Häuser sind zum Wohnen da - nicht zum Spekulieren", betonte die chinesische Notenbank nach einem Treffen am Mittwoch. Der Finanzsektor des Landes müsse die Ziele einer Stabilisierung der Grundstücks- und Häuserpreise verfolgen und darauf dringen, dass Immobilien nicht als "kurzfristiger Wirtschaftsimpuls" dienten.
H&M kann Quartalsgewinn fast verdreifachen
Die schwedische Textilkette H&M hat ihren Gewinn im zurückliegenden Quartal fast verdreifacht und damit ihr Vorkrisenniveau noch übertroffen. Das Unternehmen erzielte nach Angaben vom Donnerstag im dritten Quartal, das bei H&M von Juni bis August läuft, einen Nettogewinn von 4,69 Milliarden Kronen (rund 459 Millionen Euro). Im Vorjahreszeitraum waren es 1,8 Milliarden Kronen gewesen.
Lage am Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter positiv
Die Lage am deutschen Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter positiv. "Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung nehmen kräftig ab", erklärte der Vorstand Regionen der Bundesagentur für Arbeit (BA), Daniel Terzenbach, am Donnerstag. Die Arbeitslosenzahl ging im September gegenüber dem Vormonat um 114.000 auf insgesamt 2,465 Millionen zurück, die Arbeitslosenquote sank damit um 0,2 Prozentpunkte auf 5,4 Prozent.
Britisches Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal deutlich höher
Großbritanniens Wirtschaft ist im zweiten Quartal von April bis Ende Juni deutlich stärker gewachsen als zunächst geschätzt: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte in den drei Monaten im Vergleich zum Vorquartal nicht um 4,8 Prozent, sondern um 5,5 Prozent zu, wie die britische Statistikbehörde am Donnerstag mitteilte. Grund für den Boom war vor allem die Aufhebung der Corona-Beschränkungen: Der private Konsum legte stark zu.
Fast 400 Banken und Sparkassen verlangen mittlerweile Strafzinsen
Die Zahl der Banken in Deutschland, die von ihren Kundinnen und Kunden Strafzinsen verlangen, ist weiter gewachsen. Ende September wiesen 392 Kreditinstitute Negativzinsen für ihre Privatkundschaft aus, wie das Vergleichsportal Verivox am Donnerstag mitteilte. Das seien 214 mehr als zu Jahresbeginn; allein in den vergangenen drei Monaten stieg die Zahl demnach um 43 Banken und Sparkassen.
Zentralbankchefs sehen in Lieferproblemen Haupthindernis für schnelle Erholung
Die Zentralbankchefs der Eurozone, Großbritanniens und der USA sehen in den aktuellen Lieferproblemen weltweit das größte Hindernis für eine rasche wirtschaftliche Erholung nach der Corona-Krise. Die Unsicherheit in den Unternehmen über die Lieferung von Rohstoffen und Materialien sei "eine Bedrohung für das Wachstum", sagte die Chefin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, am Mittwoch beim EZB-Zentralbankforum. Noch sei unklar, wie lange es diese "Flaschenhälse" noch geben werde.
Ifo-Umfrage: Materialmangel auf dem Bau "entspannt sich etwas"
Der Materialmangel auf Deutschlands Baustellen hat sich einer Umfrage des Ifo-Instituts zufolge im September etwas entspannt. Im Hochbau berichteten demnach 36,3 Prozent der Betriebe von Materialknappheit, nach 42,2 Prozent im Vormonat. Im Tiefbau waren es 27,6 Prozent und damit 3,8 Prozentpunkte weniger als im August, wie das Ifo am Donnerstag mitteilte.
Aufsichtsbehörde genehmigt ersten Schweizer Kryptofonds
Die schweizerische Finanzmarktaufsicht Finma hat den ersten Kryptofonds schweizerischen Rechts genehmigt. Der Fonds der Vermögensverwaltung Crypto Finance investiere vorwiegend in Kryptoassets, "also in Werte, die auf der Blockchain oder Distributed-Ledger-Technologie basieren", erklärte die Finma am Mittwoch. Der sogenannte Crypto Market Index Fund sei ein Fonds für "alternative Anlagen" mit einem "besonderen Risiko". Der Vertrieb des Fonds sei deshalb auf qualifizierte Anleger beschränkt.
Bundesverband Erneuerbare Energie sieht erhebliches Klimaschutzpotenzial im Wärmesektor
Mit einer Umstellung des Wärmesektors auf erneuerbare Energien könnten laut Einschätzung des Bundesverbands Erneuerbare Energien (BEE) große Mengen an CO2 eingespart werden. "Der Gebäudesektor hat als einziger Sektor im letzten Jahr seine Klimaschutzziele nicht erreicht und muss erheblich nachbessern", erklärte die BEE-Präsidentin Simone Peter am Mittwoch. "Insbesondere der Ausbau der Erneuerbaren Wärme birgt ein entsprechend hohes Klimaschutzpotenzial."
BA: Nachfrage nach Arbeitskräften weiter hoch
Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist im September weiter angestiegen. Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA-X) erhöhte sich von August auf September um einen Punkt auf 124 Punkte - die Arbeitskräftenachfrage bleibe somit "stabil aufwärtsgerichtet", teilte die Arbeitsagentur am Mittwoch mit. Im Vorjahresvergleich liegt der Stellenindex somit 30 Punkte im Plus. Auch das Vorkrisenniveau vom März 2020 wurde um zehn Punkte übertroffen.
Streit zwischen Großbritannien und Frankreich über Fischerei-Rechte geht weiter
Der Streit zwischen Großbritannien und Frankreich über die Fischerei-Rechte im Ärmelkanal nach dem Brexit geht weiter: Die Kanalinsel Jersey genehmigte nach eigenen Angaben vom Mittwoch 95 zusätzliche Lizenzen für französische Fischerboote, darunter 31 für eine befristete Zeit. Wie die Behörden der Insel im Ärmelkanal weiter mitteilten, wurden indes 75 Anträge abgelehnt.
Chinesischer Immobilienkonzern Evergrande verkauft Anteile an chinesischer Bank
Der in Schieflage geratene chinesische Immobilienkonzern Evergrande wird Anteile an der chinesischen Shengjing Bank verkaufen, um dringend benötigtes Kapital aufzunehmen. Der Wert der Anteile belaufe sich auf 1,5 Milliarden Dollar (1,28 Milliarden Euro), wie der Immobilienkonzern am Mittwoch erklärte. Das Unternehmen versinkt unter einer erdrückenden Schuldenlast, es droht die Insolvenz.
150 britische Soldaten werden wegen Benzin-Krise für Auslieferung geschult
In Großbritannien ist am Mittwoch der Einsatz des Militärs zur Beilegung der Treibstoff-Engpässe an den Tankstellen vorbereitet worden. 150 Militärangehörige würden für die Benzin-Auslieferung geschult, sagte Wirtschaftsminister Kwasi Kwarteng. Die Regierung habe den Einsatz offiziell gebilligt. "Ich denke, in den nächsten Tagen werden die Menschen Soldaten sehen, die die Tankwagenflotte fahren." 150 weitere Soldaten hielten sich bei Bedarf bereit.