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Stiftung Warentest: Kein getesteter Lippenstift ohne Schadstoff
Wer sich täglich die Lippen schminkt, der isst laut Stiftung Warentest bis zu fünf Lippenstifte im Jahr. Das Ergebnis eines Produkttests fiel nun "ernüchternd" aus, wie die Tester am Mittwoch mitteilten. Alle 17 getesteten Lippenstifte in Rosenholztönen enthielten demnach Titandioxid. Von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit wird dieses als nicht mehr sicher eingestuft.
EU-Parlament fordert nachhaltigere Lebensmittelproduktion
Das EU-Parlament hat eine ökologischere Lebensmittelproduktion und eine damit verbundene nachhaltigere Landwirtschaft gefordert. Am Mittwoch stimmte das Parlament in Straßburg dafür, dass die EU-Kommission Vorschläge aus ihrer sogenannten "Farm-to-Fork-Strategie" ("Vom Hof auf den Tisch") umsetzt. Die Abgeordneten betonten in ihrem Bericht, "dass europäische Verbraucher, Landwirte und Unternehmen ein Interesse an einem erfolgreichen Übergang zu einem nachhaltigeren Lebensmittelsystem haben".
Anstieg der Erzeugerpreise auch im September auf höchstem Stand seit Jahrzehnten
Der starke Anstieg bei den Erzeugerpreisen hat sich auch im September fortgesetzt. Vor allem wegen der Preissteigerung bei Energieträgern legten die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte deutlich zu, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Gegenüber dem Vorjahresmonat September 2020 stiegen sie um 14,2 Prozent. Dies war demnach der höchste Anstieg im Vorjahresvergleich seit Oktober 1974, als die Preise im Zusammenhang mit der ersten Ölkrise um 14,5 Prozent in die Höhe geschossen waren.
Biobauern kritisieren Verhandlungsergebnisse der Grünen als Rückschritt
Der größte Verband der deutschen Biobauern geht hart mit den Verhandlungsergebnissen der Grünen bei den Ampel-Gesprächen ins Gericht und wertet sie als Rückschritt gegenüber den Landwirtschaftszielen der EU. "Was in dem Sondierungspapier zu den Bereichen Landwirtschaft, Ernährung und Umwelt aufgeschrieben wurde, fällt im Grunde genommen hinter das zurück, was bereits auf der realpolitischen Tagesagenda ist", sagte Bioland-Präsident Jan Plagge der "Augsburger Allgemeinen" vom Mittwoch.
Erster an Bitcoin gekoppelter Indexfonds an New Yorker Börse gestartet
An der New Yorker Wall Street ist erstmals ein an die Digitalwährung Bitcoin gekoppelter börsengehandelter Indexfonds (ETF) an den Start gegangen. Zum Börsenstart kam am Dienstag die Leitung des ETF-Anbieters ProShares, der den Indexfonds auflegt, in das Börsengebäude, um zu Handelsbeginn die Eröffnungsglocke zu läuten.
Brauerbund erwartet steigende Bierpreise
Deutschlands Verbraucherinnen und Verbraucher müssen sich auf steigende Bierpreise einstellen. Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauerbundes, Holger Eichele, sagte der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Mittwochsausgabe), Getränkehersteller seien massiv von der Verknappung und Verteuerung einzelner Komponenten und Rohstoffe betroffen. "In der gesamten Branche sind die Kostensteigerungen auf vielen Feldern so massiv, dass sie sich über kurz oder lang wahrscheinlich auf die Preise auswirken werden."
Zahl der Lehrlinge im Baugewerbe gestiegen
Bundesverband der Lkw-Branche warnt vor Fahrermangel in Deutschland
Der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) warnt vor einem beständig zunehmenden Mangel an Lkw-Fahrern in Deutschland. "Großbritannien ist einfach nur der Blick in die Zukunft", sagte der BGL-Vorsitzende Dirk Engelhardt am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Aktuell fehlten in Deutschland zwischen 60.000 und 80.000 Fahrern, jedes Jahr gingen 30.000 in Rente - und das bei jährlichen Nachwuchszahlen zwischen 13.000 und 17.000.
Flughafen Frankfurt-Hahn ist insolvent
Der Flughafen Frankfurt-Hahn im Bundesland Rheinland-Pfalz ist insolvent. Das zuständige Amtsgericht Bad Kreuznach teilte dies am Dienstag mit. Zunächst hatte die "Wirtschaftswoche" darüber berichtet. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte das Amtsgericht den Insolvenzanwalt Jan Markus Plathner von der Kanzlei Brinkmann&Partner.
Bericht: Nächster Stromanbieter meldet Insolvenz an
Ein weiterer Stromanbieter hat laut Bericht der "Wirtschaftswoche" wegen der hohen Energiepreise Insolvenzantrag gestellt. Es handelt sich um das Hamburger Energieunternehmen Smiling Green Energy, das unter der Marke "Natürlich-grün-Strom" rund 1500 private und gewerbliche Kunden mit Energie aus erneuerbaren Quellen versorgt. Das Hamburger Amtsgericht bestellte demnach Tobias Brinkmann von der Insolvenzkanzlei Brinkmann&Partner zum vorläufigen Insolvenzverwalter.
Obst- und Gemüsezug zwischen Südfrankreich und Paris soll wieder fahren
In Frankreich soll der traditionelle Obst- und Gemüsezug aus dem Süden des Landes zum weltgrößten Frischmarkt bei Paris wieder fahren. Der Frachtzug mit Kühlwaggons solle fünf Mal pro Woche Frischwaren vor allem aus Spanien und Marokko von Perpignan aus nach Rungis befördern, teilte das Büro des Premierministers am Dienstag in Paris mit. Premierminister Jean Castex werde zur Wiederaufnahme der Frachtstrecke in Perpignan sein.
Sri Lanka importiert wegen schlechter Tee-Ernte wieder Kunstdünger
Sri Lanka ist von seinem Ziel, als erstes Land der Welt nur noch auf den biologischen Anbau zu setzen, wieder abgerückt. Plantagenminister Ramesh Pathirana sagte am Dienstag, der Import und die Verwendung von Kunstdünger sei wieder erlaubt. Damit wolle die Regierung den Tee-Pflanzern helfen - solange, bis Sri Lanka in der Lage sei, genug organischen Dünger für seine Landwirtschaft zu produzieren.
US-Umweltbehörde EPA knöpft sich "ewige Chemikalien" vor
Sie kommen in zahlreichen Produkten zum Einsatz, sind in der Natur aber extrem langlebig und bergen Risiken für die Gesundheit: sogenannte per- und polyfluorierte Chemikalien, kurz PFAS. Die US-Umweltbehörde EPA will die Verwendung der auch als "ewige Chemikalien" bekannten Stoffe nun eindämmen. Wie die EPA am Montag ankündigte, sollen innerhalb der kommenden drei Jahre unter anderem neue Grenzwerte für die Trinkwasserbelastung eingeführt werden.
London kündigt zehn Milliarden Pfund aus dem Ausland für "grünes Wachstum" an
Investoren aus dem Ausland wollen 9,7 Milliarden Pfund (11,4 Milliarden Euro) in das "grüne Wachstum" in Großbritannien investieren. Auf einer Investorenkonferenz in London am Dienstag würden 18 entsprechende Verträge präsentiert, kündigte die britische Regierung an. Mindestens 30.000 neue Jobs würden so geschaffen.
Deutschland bei Nutzung erneuerbarer Energien unter EU-Durchschnitt
Der Anteil erneuerbarer Energien am gesamten Energieverbrauch der EU soll bis 2030 auf 40 Prozent ansteigen - im Jahr 2019 lag der Durchschnitt in allen EU-Ländern bei 19,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Der Anteil der Erneuerbaren wuchs demnach zwischen 2009 und 2019 um 5,8 Prozentpunkte. Deutschland landete im gesamteuropäischen Vergleich nur auf Rang 16.
Verbraucherschützer wollen Weitergabe von CO2-Bepreisung an Gaskunden rechtlich prüfen
Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) will die Weitergabe von Kosten der CO2-Bepreisung durch Gasanbieter an ihre Kundinnen und Kunden in bestimmten Konstellationen rechtlich prüfen lassen. "Uns liegen Verbraucherbeschwerden vor, bei denen Preise trotz bestehender Preisgarantie erhöht wurden", erklärte die Referentin im Team Marktbeobachtung Energie des vzbv, Sabine Lund, am Dienstag. Gleichzeitig seien manche Verbraucher aber nicht auf ihr Sonderkündigungsrecht hingewiesen worden.
Lieferdienst Gorillas bekommt fast eine Milliarde Dollar von Investoren
Der Lebensmittellieferdienst Gorillas hat fast eine Milliarde Dollar (858 Millionen Euro) von Investoren eingesammelt. Größter Geldgeber ist die Lieferplattform Delivery Hero mit 235 Millionen Dollar, wie beide Unternehmen am Dienstag mitteilten. Delivery Hero hält damit nun rund acht Prozent an Gorillas.
Lkw-Fahrer verdienen nur unterdurchschnittlich
Die Versorgungsengpässe in Großbritannien und die coronabedingten Probleme mit globalen Lieferketten haben die Bedeutung von Berufskraftfahrern für eine funktionierende Wirtschaft deutlich gemacht - sie verdienen aber nur unterdurchschnittlich. 2020 bekamen sie in Vollzeit im Schnitt 14,21 Euro pro Stunde, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. In der Wirtschaft insgesamt lag der durchschnittliche Stundenverdienst für Fachkräfte dagegen bei 19,97 Euro brutto, für Angelernte bei 16,02 Euro.
China steigert seine Kohleförderung um sechs Prozent
China weitet wegen der hohen Stromnachfrage der Industrie die Kohleförderung derzeit wieder aus. Das Land sei dabei, die Förderung um knapp sechs Prozent zu steigern, teilte die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission mit. Kürzlich sei an einem Tag sogar ein neuer Förderrekord erreicht worden.
An Bitcoin gekoppelter Indexfonds startet am Dienstag an New Yorker Börse
An der New Yorker Börse geht am Dienstag erstmals ein an die Digitalwährung Bitcoin gekoppelter ETF-Indexfonds an den Start. Das gab der ETF-Anbieter ProShares am Montag bekannt und sprach von einem "Meilenstein". Mit dem börsengehandelten Indexfonds namens "Bito" könnten Investoren von der Kursentwicklung des Bitcoin profitieren, ohne ein Kryptowährung-Konto zu benötigen. Der Fonds investiert demnach nicht direkt in den Bitcoin, sondern in Bitcoin-Termingeschäfte.
Digitalbank N26 sammelt bei Finanzierungsrunde 900 Millionen Dollar ein
Merkel skeptisch bei EU-Vorschlägen zur Eindämmung der Energiepreise
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich vor dem EU-Gipfel in dieser Woche zurückhaltend zu den Vorschlägen der EU-Kommission zur Eindämmung der steigenden Energiepreise geäußert. Bei diesem Thema seien "einige Fragen noch nicht abschließend beantwortet", sagte Merkel am Montag in Berlin. Bei Themen wie einem gemeinsamen Gaseinkauf der EU-Staaten auf dem Weltmarkt handele es sich bislang "nur um eine Überschrift" ohne praktikable Inhalte.
Europas Landwirte pflanzen mehr Hülsenfrüchte wie Soja und Lupinen
Immer mehr Betriebe in Europa wollen mit dem Anbau von Hülsenfrüchten wie Soja oder Lupinen neue Absatzmärkte erschließen und ihre Landwirtschaft angesichts des Klimawandels widerstandsfähiger machen. Die Erzeugung von Hülsenfrüchten nahm in den 27 EU-Mitgliedstaaten in diesem Jahr zum dritten Mal in Folge zu, wie der Branchenverband Ufop am Montag mitteilte. Demnach wurden knapp 6,8 Millionen Tonnen Hülsenfrüchte geerntet.
FTI Touristik, SmartLynx Airline und die Crew-Toilette von Flug 6Y601
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Deutsche Bahn will über 400 Millionen Euro in neues ICE-Werk in Dortmund investieren
Die Deutsche Dahn (DB) will über 400 Millionen Euro in ein neues Instandhaltungswerk für ICE-Züge im nordrhein-westfälischen Dortmund investieren. In dem neuen Werk sollen bis zu 500 neue Arbeitsplätze entstehen, wie die DB am Montag erklärte. Der Baubeginn ist für das Jahr 2025 geplant, der Betrieb soll im Jahr 2027 beginnen. In dem CO2-neutral betriebenen Werk sollen täglich bis zu 17 ICE-Züge überprüft und repariert werden.
Umfrage: Vier von zehn Deutschen lesen seit Beginn der Pandemie mehr
Lesen hat in der Corona-Pandemie an Beliebtheit gewonnen: Vier von zehn Deutschen (41 Prozent) sagten einer aktuellen Umfrage des Digitalverbands Bitkom zufolge, sie hätten seit Beginn der Pandemie öfter zum Buch gegriffen - zehn Prozent sagten, sie würden seitdem eher oder deutlich weniger lesen. Insgesamt schauen 84 Prozent aller Menschen im Land zumindest hin und wieder in gedruckte Bücher, 34 Prozent nutzen E-Books.
Elektronikriese Foxconn steigt in die Elektroautoproduktion ein
Der taiwanische Elektronikriese Foxconn steigt in den boomenden Markt für Elektroautos ein. Foxconn präsentierte am Montag am Firmensitz drei Fahrzeuge mit Elektromotor: eine Limousine, einen sportlichen Geländewagen (SUV) und einen Bus. Foxconn-Gründer Terry Gou persönlich fuhr die Limousine "Model E" vor.
Handelsverband fordert Investitionsoffensive für deutsche Innenstädte
Der Handelsverband Deutschland (HDE) fordert von der künftigen Bundesregierung eine Investitionsoffensive für deutsche Innenstädte. "Unsere Innenstädte sind hart getroffen von den Auswirkungen der Corona-Krise", erklärte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth am Montag. In der neuen Legislaturperiode müssten die Innenstädte deshalb in den Fokus der Politik rücken. Der HDE forderte ein steuerliches Abschreibungsprogramm für Investitionen in städtebauliche Maßnahmen in Innenstädten.
Erster Strang von Nord Stream 2 bereit für Gastransport
Der erste Strang der umstrittenen Pipeline Nord Stream 2 ist bereit für den Transport von Gas. Die Befüllung mit sogenanntem technischen Gas sei erfolgreich abgeschlossen worden, teilte die Nord Stream 2 AG am Montag in Zug in der Schweiz mit. Für den zweiten Strang laufen demnach die technischen Vorbereitungen.
Chinas Wirtschaft wächst im dritten Quartal nur um 4,9 Prozent
Chinas Wirtschaft ist im dritten Quartal von Juli bis Ende September um 4,9 Prozent im Vorjahresvergleich gewachsen. Das teilte die chinesische Statistikbehörde am Montag mit. Grund für das für die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt niedrige Wachstum sind die Krise in der Immobilienbranche und die Stromausfälle, die auch die Exportindustrie belasten.
Ansteckungsgefahr? Gastgewerbe: Umsatz nur gering gestiegen
Ist es die große Angst vor der Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus? Der Umsatz im Gastgewerbe ist angesichts der zunehmenden Lockerung der Corona-Beschränkungen im August nur gering gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte, legte der Umsatz gegenüber dem Vormonat Juli kalender-, saison- und preisbereinigt um 5,9 Prozent zu. Weiterhin lag er damit aber noch 16,5 Prozent unter dem Niveau des Februars 2020, dem Monat vor Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland.
Rohstoffknappheit: Verlags-Chef Beck beklagt Papiermangel
Die Rohstoffknappheit trifft auch die Verlage: Ihnen fehlt das Papier, um Bücher zu drucken. "Das ist ein großes Problem“, sagte Jonathan Beck, Chef des Publikumsverlags bei C.H. Beck, nach Information von BERLINER TAGESZEITUNG, in einem aktuellen Interview vom Montag. "Bei vielen Büchern wissen wir jetzt schon, dass vor Weihnachten kein Nachdruck mehr möglich ist", sagte Beck. "Wenn der jetzige Bestand verkauft sein wird, kommt erst nächstes Jahr Nachschub."