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Französischer Konzern Alstom erhält Auftrag für bis zu 200 Züge
Der französische Konzern Alstom hat einen Auftrag aus Norwegen für die Fertigung von bis zu 200 Regionalzügen erhalten. "Mit einem Volumen von über 1,8 Milliarden Euro handelt es sich um die bedeutendste Investition in die Schiene in der norwegischen Geschichte", erklärte Alstom am Dienstag. Die Züge sollen demnach im niedersächsischen Salzgitter gefertigt werden.
Mehrheit der Haushalte offen für häufigere Nutzung von ÖPNV oder Fahrrad
Bei der Verkehrswende zeigen sich viele Bundesbürger offen für Veränderungen - vorausgesetzt die Infrastruktur stimmt. Laut dem am Dienstag veröffentlichten Energiewendebarometer 2021 der Förderbank KfW können sich drei Viertel der Haushalte, die aktuell mehrmals pro Woche das Auto nutzen, eine häufigere ÖPNV-Nutzung vorstellen. Als wichtigste Voraussetzungen werden eine bessere Anbindung (63 Prozent), geringere Kosten (49 Prozent) und mehr Komfort (19 Prozent) genannt.
Chinamutter der MV Werften jault über "politische Motivation"
Im Streit um die insolventen MV Werften in Mecklenburg-Vorpommern hat ein Anwalt des Mutterkonzerns Genting Hongkong der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns vorgeworfen, zugesagte Gelder nicht ausgezahlt zu haben. Es sei in den Verhandlungen über die weitere Finanzierung ein "Konstrukt präsentiert worden, das die politische Motivation kaschieren" solle, sagte der Vertreter von Genting Hongkong am Dienstag vor dem Landgericht Schwerin.
Bundesbankpräsident Nagel warnt vor langer hoher Inflation
Der neue Bundesbankpräsident Joachim Nagel hat die Europäische Zentralbank (EZB) angesichts der hohen Inflation zur Wachsamkeit gemahnt. Er sehe derzeit die Gefahr, "dass die Inflationsrate länger erhöht bleiben könnte als gegenwärtig erwartet", sagte Nagel bei seiner Amtseinführung am Dienstag. Die Geldpolitik müsse "auf alle Fälle auf der Hut sein". Finanzminister Christian Lindner (FDP) nannte Preisstabilität eine "unabdingbare Voraussetzung" für die Funktionsfähigkeit der Marktwirtschaft.
Neuer Bundesbankpräsident für stabilitätsorientierte Geldpolitik
Der neue Bundesbankpräsident Joachim Nagel will die stabilitätsorientierte Geldpolitik seines Vorgängers Jens Weidmann fortsetzen. Er sehe derzeit die Gefahr, "dass die Inflationsrate länger erhöht bleiben könnte als gegenwärtig erwartet", sagte Nagel bei der feierlichen Amtsübergabe am Dienstag. Zwar seien die aktuellen Inflationsraten auch auf Sondereffekte zurückzuführen, "aber nicht nur", sagte Nagel weiter. Auch der mittelfristige Preisausblick sei "außergewöhnlich unsicher".
Frauen in Spitzenpositionen nach wie vor unterrepräsentiert
Der Anteil von Frauen in Führungspositionen in Deutschland steigt - doch noch immer sind sie auf der obersten Ebene von Unternehmen stark unterrepräsentiert. Wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit am Dienstag mitteilte, lag der Anteil von Frauen an der Spitze privatwirtschaftlicher Betriebe im Jahr 2020 in Deutschland bei 27 Prozent. Das ist ein Prozentpunkt mehr als 2018.
WWF betrachtet eine weltweite Energiewende als unumkehrbar
Die Umweltschutzorganisation WWF hält die Energiewende im globalen Maßstab für unumkehrbar. Windkraft und Photovoltaik hätten sich dank sinkender Kosten zu "weltweiten Schlüsseltechnologien für das 21. Jahrhundert" entwickelt, erklärte die Organisation in einem am Dienstag in Berlin veröffentlichten Report über die "Megatrends der globalen Energiewende". Da Strom aus der Verbrennung fossiler Energieträger zugleich systematisch immer teurer werde, sei eine "Trendumkehr nicht mehr vorstellbar", resümieren die WWF-Experten.
Ärmere Haushalte geben deutlich mehr für Strom und Wärme aus
Die Energiekosten sind vor allem für ärmere Haushalte ein erheblicher Kostenfaktor - und das nicht erst seit der jüngsten Preissteigerung bei Gas oder Strom. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte, gaben im Jahr 2020 Haushalte mit einem monatlichen Nettoeinkommen unter 1300 Euro im Schnitt 95 Euro für Wohnenergie aus. Das entsprach einem Anteil von 9,5 Prozent an den Konsumausgaben insgesamt.
Bundesregierung will Heizkostenzuschuss im Januar
Die Bundesregierung will noch in diesem Monat einen Heizkostenzuschuss für Bezieherinnen und Bezieher von Wohngeld beschließen. Nach der Einleitung der Ressortabstimmung am Montag sei eine Kabinettsbefassung bereits am 26. Januar "sehr wahrscheinlich", teilte das Bundesbauministerium in Berlin mit. Der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), Klaus Müller, kritisierte, dass die geplante Höhe des einmaligen Zuschusses mit 135 Euro für eine Einzelperson "deutlich zu niedrig" angesetzt sei. Hintergrund ist, dass die privaten Haushalte in diesem Winter von enorm gestiegenen Heizkosten belastet werden. Laut einer Berechnung des Vergleichsportals Verivox müssen sie bei Gas für den Zeitraum von September bis Dezember durchschnittlich 54 Prozent mehr zahlen als ein Jahr zuvor. Für Haushalte mit Ölheizung dürften die Preise demnach sogar um durchschnittlich 99 Prozent steigen. Laut dem Portal Check24 haben die Gasgrundversorger bereits in 1066 Fällen Preise erhöht oder Preiserhöhungen angekündigt. Allein im neuen Jahr heben sie demnach in 708 Fällen die Preise an; im Durchschnitt betragen die Preiserhöhungen 71,2 Prozent und betreffen gut 3,6 Millionen Haushalte. Für einen Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden (kWh) bedeute das "zusätzliche Kosten von durchschnittlich 1078 Euro pro Jahr", erklärte das Portal am Montag. Verbraucherschützer Müller mahnte angesichts dieser Entwicklung "Erste-Hilfe-Sofortmaßnahmen" wie einen Heizkostenzuschuss für ärmere Haushalte an. Nötig seien überdies "grundsätzliche Entscheidungen, um die Preiskrise der fossilen Energien zu lösen", sagte er nach Information von BERLINER TAGESZEITUNG, in einem aktuellen Interview. Die größte Sorge der Verbraucherinnen und Verbraucher zu Jahresbeginn seien die Lebenshaltungskosten - "ganz eindeutig". Im Kurzbotschaftendienst Twitter erklärte Müller am Montag, es sei "gut, dass die Bundesregierung Haushalte mit niedrigem Einkommen wegen der hohen Energiekosten unterstützen will". Allerdings sei "der einmalige Heizkostenzuschuss von 135 Euro für Einzelpersonen und 175 Euro für einen Zweipersonenhaushalt deutlich zu niedrig angesetzt". Der wohnpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Bernhard Daldrup, hob hervor, dass der Bund laut dem Referentenentwurf aus dem Ministerium einen einmaligen Heizkosten-Zuschuss von insgesamt 130 Millionen Euro vorsehe. "Damit helfen wir 710.000 Haushalte, die heute schon Probleme haben, mit ihrem Einkommen die Miete zu bezahlen", erklärte er in Berlin. "Wer alleine wohnt, soll 135 Euro bekommen; für zwei Personen in einem Haushalt sind 175 Euro vorgesehen." Eine Verrechnung mit anderen Leistungen, wie dem Kinderzuschlag, solle es nicht geben, fügte Daldrup hinzu. "Damit setzen wir ein klares Zeichen der Solidarität und lassen niemanden in einer kalten Wohnung zurück." (P. Rasmussen--BTZ)
Air France erhöht Ticketpreise für Einsatz von Biokraftstoff
Die Fluggesellschaft Air France will wegen des Einsatzes von bis zu einem Prozent Biokraftstoff die Ticketpreise erhöhen. Pro Ticket erhöhe sich der Preis um bis zu vier Euro für die Economy- und bis zu zwölf Euro für die Businessklasse, teilte Air France am Montag mit. Der Treibstoff auf Basis von Pflanzenöl werde bei Flügen von Frankreich und den Niederlanden aus eingesetzt.
Klageregister gegen Sparkasse KölnBonn wegen Gebührenerhöhung eröffnet
Im Streit um die Rückzahlung erhöhter oder neu eingeführter Gebühren hat das Bundesamt für Justiz (BfJ) das Klageregister für eine Musterfeststellungsklage gegen die Sparkasse KölnBonn eröffnet. Betroffene Kunden können somit ab sofort ihre Ansprüche anmelden und sich in das Register eintragen, wie das Bundesamt am Montag mitteilte. Die Klage gegen zu Unrecht erhobene Gebühren hatte der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) beim Oberlandesgericht in Hamm eingereicht.
Frankreich hält an seiner Deckelung des Strompreises fest
Frankreichs Wirtschaftsminister Bruno Le Maire hält an der geplanten Deckelung des Strompreises fest. Bis Ende der Woche solle eine technische Lösung gefunden werden, um den Anstieg auf höchstens vier Prozent zu begrenzen, sagte Le Maire am Montag dem Sender LCI. Premierminister Jean Castex hatte die Preisbremse bereits im September zugesagt.
Wieso verkauft man Chinesen eine Werft? MV Werften Insolvenz
Die MV Werften mit Standorten in Wismar, Rostock und Stralsund sowie die Lloyd-Werft in Bremerhaven haben am Montag Insolvenzanträge gestellt. Das bestätigten am Montag Sprecher der Amtsgerichte in Schwerin und Bremerhaven der Nachrichtenagentur AFP. Die Unternehmen gehören zur Genting-Gruppe in Hongkong.
Pro-Kopf-Verbrauch von Kartoffeln steigt um zwei Kilogramm
In der Corona-Pandemie haben die Deutschen mehr frische Kartoffeln gekauft und weniger Pommes frites oder Kartoffelsalat. Der Verbrauch frischer Kartoffeln stieg von Juli 2020 bis Juni 2021 um drei Kilogramm auf 24,2 Kilogramm pro Kopf, wie die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) am Montag mitteilte. Insgesamt lag der Verbrauch bei 59,4 Kilogramm Kartoffeln pro Bundesbürger - das waren zwei Kilo mehr als im Vorjahreszeitraum.
Fahrerinnen und Fahrer von Lieferando bekommen Dienstfahrrad und -smartphone
Der Essenslieferdienst Lieferando verbessert die Arbeitsbedingungen und erhöht den Lohn: Fahrerinnen und Fahrer würden ein Dienst-Fahrrad und ein Dienst-Smartphone inklusive Daten-Flatrate angeboten, teilte Lieferando am Montag mit. Der Basislohn sei seit 1. Januar auf elf Euro pro Stunde gestiegen. Vorher betrug er zehn Euro.
Großdemonstration für Agrarwende Ende Januar abgesagt
Das Aktionsbündnis "Wir haben es satt" hat seine jährliche Großdemonstration in Berlin coronabedingt verschoben. Stattdessen ist am 22. Januar eine "bildstarke Aktion" am Reichstagsgebäude geplant; zudem ein Traktor-Protest am Bundeslandwirtschaftsministerium, wie das Bündnis am Montag mitteilte. Der Zusammenschluss von über 60 Organisationen fordert von der Ampel-Regierung einen "agrarpolitischen Neustart".
Verbraucherschützer Müller fordert rasche Energiepreisentlastung
Deutschlands oberster Verbraucherschützer Klaus Müller hat wegen der stark gestiegenen Energiekosten "Erste-Hilfe-Sofortmaßnahmen" wie einen Heizkostenzuschuss für ärmere Haushalte gefordert. Nötig seien überdies "grundsätzliche Entscheidungen, um die Preiskrise der fossilen Energien zu lösen", sagte der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) der "Passauer Neuen Presse" vom Montag. Die größte Sorge der Verbraucherinnen und Verbraucher zu Jahresbeginn seien die Lebenshaltungskosten - "ganz eindeutig".
2021 rund eine Million Tonnen Äpfel geerntet - Vorjahresniveau
Rund eine Million Tonnen Äpfel sind im vergangenen Jahr in Deutschland geerntet worden. Das entspricht in etwa der Erntemenge des Vorjahres, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. Mehr als drei Viertel der Ernte wurden als Tafelobst zum Verkauf angeboten; der Rest - bis auf einen kleinen Anteil für den Eigenverbrauch - wurde zu Fruchtsaft, Konserven oder Apfelwein verarbeitet.
Baupreise so stark gestiegen wie seit mehr als 50 Jahren nicht mehr
Die stark gestiegenen Preise für Baumaterialien wie Holz haben die Baupreise für Wohngebäude in die Höhe getrieben. Von November 2020 bis November 2021 stiegen sie um 14,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. Das war demnach der höchste Anstieg der Baupreise gegenüber dem Vorjahresmonat seit August 1970, als die Preise binnen Jahresfrist um 17 Prozent zugelegt hatten.
Baupreise für Wohngebäude im November: 14 Prozent gestiegen
Die stark gestiegenen Preise für Baumaterialien wie Holz haben die Baupreise für Wohngebäude in die Höhe getrieben. Von November 2020 bis November 2021 stiegen sie um 14,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. Das war demnach der höchste Anstieg der Baupreise gegenüber einem Vorjahr seit August 1970.
Ifo: 14 Prozent der Unternehmen sehen sich in Existenz bedroht
Knapp jedes siebte Unternehmen in Deutschland (14 Prozent) sieht sich einer Umfrage des Ifo-Instituts zufolge durch die Folgen der Corona-Pandemie in seiner Existenz bedroht. Besonders gefährdet fühlen sich die Reisebüros und -veranstalter mit 73,2 Prozent sowie Unternehmen aus der Veranstaltungswirtschaft mit 67,4 Prozent, wie das Ifo in München am Montag mitteilte. Im Einzelhandel sprachen demnach im Dezember 17,1 Prozent der Betriebe von einer existenzbedrohenden Lage.
Personalmangel bei Pflegekräften in Krankenhäusern verschärft
Der Personalmangel bei den Pflegefachkräften in den Krankenhäusern hat sich im vergangenen Jahr weiter zugespitzt. Auf den Normalstationen seien sechs Prozent der Stellen und auf den Intensivstationen zwölf Prozent der Stellen unbesetzt geblieben, sagte der Vorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, nach Information von BERLINER TAGESZEITUNG, in einem aktuellen Interview). "Das ist gerade in Zeiten andauernd hoher Belastung eine sehr schwierige Situation", erklärte Gaß.
Nord Stream 2: Linken-Politiker Ernst verlangt sofortigen Start
Mit Blick auf steigende Energiepreise will der Linken-Politiker Klaus Ernst eine schnelle Zertifizierung der umstrittenen Ostsee-Pipeline Nord Stream 2. "Angesichts der leeren Erdgasspeicher ist Nord Stream 2 durchaus eine Möglichkeit, das Angebot zu erhöhen und die Erdgasspeicher rasch aufzufüllen", sagte der Vorsitzende des Ausschusses für Klimaschutz und Energie im Bundestag nach Information von BERLINER TAGESZEITUNG, in einem aktuellen Interview. "Hierdurch könnte man den schmerzlich hohen Energiepreisen entgegenwirken." Diese träfen "insbesondere kleine und mittlere Einkommen besonders hart", sagte Ernst. Gas stelle gleichzeitig "eine wichtige Brückentechnologie" für die Energiewende dar. "Die Alternative wäre teures, umweltschädliches Fracking-Gas aus den USA." Schon jetzt sei das Pipeline-Projekt "unnötig in die Läge gezogen worden“, kritisierte Ernst. "Eine milliardenteure Bauruine in der Ostsee zu wollen, obwohl sie ein wichtiges Infrastrukturprojekt für uns darstellt, ist unvorstellbar". Ernst setzt auf eine Zertifizierung der Pipeline "innerhalb des ersten Halbjahres 2022". Bundesnetzagenturchef Jochen Homann hatte jedoch erklärt, im ersten Halbjahr nicht mehr mit einer Entscheidung im Zertifizierungsverfahren zu rechnen. Die mehr als 1230 Kilometer lange Ostseepipeline verbindet Russland mit Deutschland. Die russischen Gaslieferungen nach Deutschland sollen damit verdoppelt werden. Gegner des Projekts kritisieren die Leitung als Druckmittel in den Händen Moskaus. (P. Hansen--BTZ)
Ministerin fordert längere Lebensdauer für Akku-Zahnbürsten
Bundesverbraucherschutzministerin Steffi Lemke (Grüne) hat die Pläne der Koalition für ein Recht auf Reparatur bekräftigt und eine längere Lebensdauer auch für elektrische Zahnbürsten gefordert. Lemke will die Hersteller dazu verpflichten, dass es bei elektrischen Zahnbürsten künftig eine Akku-Wechselmöglichkeit geben muss, wie sie dem "Tagesspiegel" (Montagsausgabe) sagte. "Eine elektrische Zahnbürste sollte kein Wegwerfprodukt sein."
Bericht: Im vergangenen Jahr gaben 39 Energieversorger Geschäft auf
Angesichts der stark gestiegenen Strom- und Gaspreise haben im vergangenen Jahr 39 Energielieferanten in Deutschland ihr Geschäft aufgegeben. Dies berichtete das Portal "Business Insider" unter Berufung auf die Bundesnetzagentur. Demnach hat sich die Zahl der Pleiten im Vergleich zu den vergangenen Jahren nahezu verdoppelt. Zwischen 2016 und 2020 hätten im Schnitt 20 Energieversorger ihre Lieferungen beendet.
US-Arbeitslosenquote rutscht wieder unter vier Prozent-Marke
In den USA ist die Arbeitslosenquote erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie unter die Marke von vier Prozent gerutscht. Die Quote sank im Dezember im Vergleich zum Vormonat um 0,3 Punkte auf 3,9 Prozent, wie das Arbeitsministerium in Washington am Freitag mitteilte. Allerdings wurden im Dezember lediglich 199.000 neue Jobs geschaffen und damit deutlich weniger als erwartet. Analysten hatten mit rund 440.000 neuen Arbeitsplätze gerechnet.
Billigflieger Ryanair zieht sich vom Flughafen Frankfurt zurück
Der irische Billigflieger Ryanair zieht sich nach fast fünf Jahren wieder vom Flughafen Frankfurt am Main zurück. Zum 31. März werde die dortige Basis geschlossen, alle danach geplanten Flüge von und nach Frankfurt würden storniert, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Grund seien gestiegene Flughafengebühren.
Steinmeier ernennt Nagel zum neuen Bundesbankpräsidenten
Joachim Nagel ist zum neuen Präsidenten der Bundesbank ernannt worden. Der 55-Jährige bekam am Freitag im Schloss Bellevue in Berlin seine Ernennungsurkunde von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreicht. Das Bundeskabinett hatte die Berufung von Nagel an die Spitze der deutschen Zentralbank bereits im Dezember beschlossen. Er folgt auf Jens Weidmann, der im Oktober angekündigt hatte, seinen Posten zum Jahresende "aus persönlichen Gründen" vorzeitig zu verlassen.
Inflation in Eurozone: Neues Rekordhoch von 5,0 Prozent in 2021
Die hohen Energiepreise haben die Inflation in der Eurozone auf einen neuen Höchststand getrieben: Die Verbraucherpreise stiegen im Dezember im Schnitt um 5,0 Prozent im Vorjahresvergleich, wie die EU-Statistikbehörde Eurostat am Freitag auf Grundlage einer ersten Schätzung mitteilte. Die Preise für Energie legten dabei um 26,0 Prozent zu. Nahrungsmittel wurden um 3,2 Prozent teurer, Dienstleistungen um 2,4 Prozent.
Frauenanteil in Vorständen deutscher Konzerne mit 13 Prozent auf neuem Höchststand
In die Vorstände der börsennotierten Unternehmen in Deutschland ziehen mehr und mehr Frauen ein. Ihr Anteil erreichte im Januar 13,4 Prozent und damit einen neuen Höchststand, wie die Unternehmensberatung EY mitteilte. Binnen fünf Jahren habe sich der Frauenanteil damit verdoppelt. Dennoch: Die Hälfte aller börsennotierten Unternehmen (52 Prozent) hat aktuell keine einzige Frau im Vorstand. EY erwartet, dass sich das wegen der seit August 2021 gültigen Frauenquote für Vorstände "signifikant" ändern wird.
Deutschland: Industrieproduktion legt im November leicht zu
Lieferprobleme haben die deutsche Industrie im vergangenen Jahr wiederholt gebremst - im November hat die Industrieproduktion nun erneut zugelegt, wenn auch nur leicht. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte, erhöhten die Industrieunternehmen die Produktion im Vergleich zum Vormonat Oktober 2021 um 0,2 Prozent. Die Produktion im gesamten verarbeitenden Gewerbe - also inklusive der Baubranche und des Energiebereichs - sank hingegen um 0,2 Prozent.
Deutschlands Exporte im November gestiegen - wegen Preise
Deutschlands Exporte sind im November weiter gewachsen: Im Vergleich zum schwachen Vorjahresmonat legten sie um 12,1 Prozent zu, im Vergleich zum Oktober immerhin um 1,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Grund seien aber überwiegend Preissteigerungen, nicht ein Mehr an Gütern, erläuterte der DIHK. Und nach China, dem zweitwichtigsten Handelspartner, waren die Ausfuhren rückläufig. Der DIHK sieht den Export "weiterhin in schwierigem Fahrwasser".