"Nicht zielführend": Baumann lehnt Torwart-Diskussion ab
Von der andauernden Diskussion um die Nummer eins der deutschen Nationalmannschaft hält DFB-Torhüter Oliver Baumann wenig - und übt sich deswegen selbst in Zurückhaltung. "Ich finde es einfach nicht zielführend, wenn von außen immer wieder diese Debatte angefeuert wird", sagte der 35-Jährige im Gespräch mit der Zeit. Sicherlich wäre jeder Einsatz bei der WM im Sommer in den USA, Mexiko und Kanada "das absolut Größte auf der Welt für mich, die Erfüllung meines Lebenstraums", erklärte der Torwart.
Aber es helfe nicht, "wenn ich mich hinstelle und sage, ich bin die Eins, solange mein Chef das nicht gesagt hat", betonte Baumann mit Blick auf Bundestrainer Julian Nagelsmann. Die Aussage, dass er inzwischen die Nummer eins sei, nehme er deswegen "auch nicht in den Mund", erklärte der Torhüter, der erst im Oktober 2024 sein Länderspieldebüt feierte und seitdem zehn Einsätze für die Mannschaft absolvierte.
Dank seiner starken Leistungen im Nationalteam und bei der TSG Hoffenheim sowie aufgrund der erneuten Verletzung von Nationaltorwart Marc-André ter Stegen ist Baumann seit Wochen Mittelpunkt der Debatte um die Torhüterfrage für die Weltmeisterschaft im Sommer. Ein klares Bekenntnis vermeidet Nagelsmann noch immer.
Folglich hält sich auch Baumann zurück, ohnehin sei er "kein Freund großer Sprüche". Seine persönliche Strategie zumindest ist ihm klar: "Ich finde, meine Taten auf dem Platz sollen zählen". Am 14. Juni zumindest, der Tag des deutschen Auftaktspiels in Houston, hoffe er jedoch "stark, dass ich da in Amerika bin. Bestenfalls im Tor", so Baumann.
A. Lefebvre--BTZ