Bayern wollen nach Berlin: "Es geht ums Ganze"
Berlin, Berlin - der FC Bayern will endlich wieder nach Berlin. "Es ist klar, es geht ums Ganze. Wir sind sechs Jahre nicht in Berlin gewesen. Das heißt, wir haben Nachholbedarf. Natürlich wollen wir dieses Spiel gewinnen", sagte der Münchner Vorstandschef Jan-Christian Dreesen vor dem Viertelfinale im DFB-Pokal am Mittwoch (20.45 Uhr/ARD und Sky) gegen RB Leipzig mit Nachdruck.
Auch Sportvorstand Max Eberl unterstrich die Bedeutung der Partie für den Rekordpokalsieger. "Wir waren jetzt schon lange, lange nicht mehr in Berlin gewesen. Jetzt hast du ein Viertelfinale zu Hause mit zwei Mannschaften, die vielleicht momentan nicht ganz ihr Top-Niveau haben. Es wird ein spannendes Spiel", sagte Eberl.
Der letzte von bisher 20 Pokalsiegen gelang den Bayern 2020 durch ein 4:2 gegen Bayer Leverkusen. In den Jahren danach war dreimal sogar schon in der zweiten Runde Endstation, je einmal scheiterten die erfolgsverwöhnten Münchner im Viertel- sowie im Achtelfinale. Nun soll es endlich wieder ins Finale nach Berlin am 23. Mai gehen.
Die Bayern hatten die Generalprobe am Sonntag beim 5:1 im Topspiel gegen die TSG Hoffenheim mit Bravour gemeistert. Dass nun gleich am Mittwoch das Duell gegen RB ansteht, sieht Trainer Vincent Kompany entspannt. "Wir haben jetzt drei Spiele in sechs Tagen – das ist wieder diese ganz kurze, knappe Woche. Aber wir sind das gewöhnt", sagte er: "Und wir konnten drei, vier Spieler ziemlich früh auswechseln. Das war eigentlich ein perfektes Einlaufen für das nächste Spiel." Am Samstag geht es für die Bayern dann in der Liga in Bremen weiter.
Gegen Hoffenheim konnte Kompany erstmals in dieser Saison aus dem Vollen schöpfen. Min-Jae Kim, der zuletzt in Hamburg sogar noch in der Startelf gestanden hatte, musste auf die Tribüne. "Es wird Rotation geben, mal sind die Jungs dabei, mal nicht. Es geht nicht darum, dass einer etwas falsch gemacht hat", sagte der Bayern-Trainer und sprach von "gesunder Konkurrenz".
A. Bogdanow--BTZ