Franzose Quartararo neuer MotoGP-Weltmeister
Motorrad-Pilot Fabio Quartararo ist zum ersten Mal Weltmeister in der MotoGP. Der Yamaha-Pilot profitierte beim drittletzten Saisonrennen in Misano vom Sturz seines letzten verbliebenen Titelrivalen Francesco Bagnaia wenige Runden vor Rennende.
Quartararo (22) fuhr beim 16. von 18 Saisonrennen beim Großen Preis der Emilia-Romagna in Misano auf den vierten Platz - doch das war egal, nachdem Bagnaia drei Runden vor Rennende in Führung liegend alle Chancen verspielt hatte. Der Italiener war mit 52 Punkten Rückstand auf Quartararo ins drittletzte Saisonrennen gegangen. Den Sieg holte sich der Spanier Marc Marquez (Honda). Erstmals triumphiert ein Franzose in der Motorrad-Königsklasse, erstmals seit 2011 kommt der Weltmeister nicht aus Spanien.
Der neunmalige Motorrad-Weltmeister Valentino Rossi kam bei seinem letzten Heimrennen auf den zehnten Platz. Rossi, der nach der Saison seine beeindruckende Karriere beendet, war vom letzten Platz gestartet.
Marcel Schrötter belegte in der Moto2 den 15. Platz und sicherte sich nach zwei Rennen ohne Punkte zumindest wieder einen Zähler. Schrötter war von Platz 21 ins 16. Saisonrennen gestartet.
In der Moto2-Weltmeisterschaft baute Spitzenreiter Remy Gardner (Australien) mit Platz sieben seinen Vorsprung wieder etwas aus. Sein direkter Konkurrent Raul Fernandez (Spanien) stürzte in Führung liegend elf Runden vor Schluss und schied aus. Gardner liegt bei zwei noch ausstehenden Rennen nun 18 Punkte vor Fernandez. Der Sieg ging an Sam Lowes (Großbritannien). Der 31-Jährige hatte am Samstag mit seiner 17. Pole Position die alleinige Führung in dieser Statistik erobert.
In der Moto3 geht der Kampf um die Weltmeisterschaft ebenfalls weiter. Der WM-Zweite Dennis Foggia (Italien) verkürzte mit seinem Sieg in Misano den Rückstand auf den WM-Führenden Pedro Acosta auf nur noch 21 Punkte. Der Spanier fuhr am Sonntagmittag auf Rang drei.
(L. Pchartschoy--BTZ)