Das Coronavirus und der Beginn von Ende der Idee: EU?
Österreichs Bundeskanzler Kurz kritisierte kürzlich massiv die Impfstoffverteilung in Europa, nun haben sich ihm fünf weitere EU-Regierungschefs angeschlossen. Sie warnen vor "riesigen Ungleichheiten" und fordern Gipfelberatungen.
Sechs EU-Länder dringen auf hochrangige Gespräche in der Europäischen Union über eine gerechtere Verteilung der Corona-Impfdosen. Das derzeitige Bestellsystem würde sonst "bis zum Sommer riesige Ungleichheiten unter Mitgliedsstaaten schaffen und vertiefen", schrieben die Regierungschefs von Österreich, Bulgarien, Lettland, Slowenien, Kroatien und Tschechien an den EU-Ratspräsidenten Charles Michel und die Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.
Die Länder kritisieren, dass die "Lieferung von Impfstoffen durch Pharmaunternehmen an einzelne EU-Mitgliedstaaten nicht auf gleicher Basis" erfolge. Bei all dem fragwürdigen Gerangel um den lebensnotwendigen Impfstoff ist nicht mehr viel übrigen geblieben von der Idee: Europäischen Union und so manch Bürger fragt sich, ist das endlich der Anfang von Ende der Europäischen Union und fallen die Länder in Nationalstaatsdenken zurück? (O.Kleinschmidt--BTZ)