Texanischer Senator Ted Cruz sorgt mit Cancún-Reise für Empörung
Ganz Texas bibbert, und Ted Cruz fliegt ins warme Cancún: Mit einer Reise in den berühmten mexikanischen Badeort inmitten einer tödlichen Kältewelle in seinem Heimatstaat hat der republikanische Senator für Empörung gesorgt. US-Medien berichteten am Donnerstag, der Parlamentarier und wichtige Unterstützer von Ex-Präsident Donald Trump sei mit seiner Familie nach Mexiko geflogen.
In den sozialen Netzwerken zirkulierten Fotos, die Cruz am Flughafen der texanischen Millionenmetropole Houston und in einem Flugzeug zeigen. Das Büro des Senators antwortete zunächst nicht auf eine Anfrage der Nachrichtenagentur AFP.
Für den 50-Jährigen hagelte es schnell Kritik und Spott, denn Texas durchlebt derzeit wegen eines heftigen Wintereinbruchs mit Stromausfällen für hunderttausende Haushalte eine schwere Krise. Die Demokraten in Texas riefen den Senator zum Rücktritt auf. In den sozialen Netzwerken verulkten Nutzer Cruz, den Trump einst als "Lyin Ted" (lügender Ted) bezeichnet hatte, als "Flyin Ted" (fliegender Ted).
Als Senator hat Cruz zwar keine direkte Rolle im Krisenmanagement in seinem Heimatstaat. Die Reise ins sonnige Cancún, wo für Donnerstag Temperaturen von 29 Grad vorhergesagt waren, ist aber ohne jeden Zweifel politisch ungeschickt.
Cruz war in den vergangenen Monaten einer der wichtigsten Unterstützer Trumps, als dieser sich mit völlig unbegründeten Wahlbetrugsvorwürfen gegen seine Abwahl stemmte. Das war nicht ohne Ironie: 2016 hatte sich Cruz selbst um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner beworben - und war dabei regelmäßig heftig mit Trump aneinandergeraten.
(O. Petrow--BTZ)