Prognose: Ex-Außenminister Christodoulides nach Präsidentenwahl in Zypern vorn
Nach der Stichwahl um die Präsidentschaft in Zypern liegt Ex-Außenminister Nikos Christodoulides ersten Prognosen zufolge in Führung. Fünf Fernsehsender veröffentlichten am Sonntag ihre Prognosen, wonach der 49-Jährige, der von Mitte-Rechts-Parteien unterstützt wird, auf zwischen 50,5 und 53,5 Prozent der Stimmen kam. Sein Rivale, der Linkskandidat Andreas Mavroyiannis, erhielt demnach zwischen 46,5 und 49,5 Prozent der Stimmen.
Der Sieger der Stichwahl wird die Nachfolge des 76-jährigen Nicos Anastasiades antreten, der nach zehn Jahren aus dem Amt ausscheidet. Der Präsident in Zypern vereint auf sich das Amt des Staatsoberhauptes und des Regierungschefs.
Rund 500.000 Menschen waren auf der Mittelmeerinsel zur Wahl aufgerufen. Zentrale Themen des Wahlkampfes waren die gestiegenen Lebenshaltungskosten, der Kampf gegen die Korruption sowie die irreguläre Migration.
Zypern ist seit 1974 geteilt. Die Türkei ist der einzige Staat, der die 1983 ausgerufene Türkische Republik Nordzypern anerkennt. Die griechischsprachige Republik Zypern trat 2004 der Europäischen Union bei.
O. Larsen--BTZ