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Letzte Nachrichten
Papst reist im September nach Ungarn und in die Slowakei
Papst Franziskus reist im September nach Ungarn und in die Slowakei. Vom 12. bis zum 15. September werde er die Slowakei besuchen, sagte das Oberhaupt der Katholiken nach dem Mittagsgebet am Sonntag auf dem Petersplatz. Zuvor werde er am 12. September die Abschlussmesse des Eucharistischen Kongresses in der ungarischen Hauptstadt Budapest feiern.
Le Pen als Chefin von Rassemblement National wiedergewählt
Marine Le Pen ist als Vorsitzende des rechtspopulistischen Rassemblement National (Nationale Sammlungsbewegung) wiedergewählt worden. Die 52-Jährige erhielt beim Parteitag im südfranzösischen Perpignan am Sonntag gut 98 Prozent der Stimmen. Gegenkandidaten gab es nicht. Le Pen steht seit 2011 an der Spitze der früheren Front National, die sich 2018 in Rassemblement National (RN) umbenannt hatte.
Terror: Taliban erobern wichtigen Bezirk in Provinz Kandahar
Die Taliban haben einen strategisch wichtigen Bezirk im Süden Afghanistans erobert. Der Gouverneur des Bezirks Pandschwai, Hasti Mohammed, sagte der Nachrichtenagentur AFP am Sonntag, die Regierungstruppen hätten sich nach heftigen Kämpfen in der Nacht aus dem Gebiet in der Provinz Kandahar zurückgezogen. Der Vorsitzende des Provinzrates, Sajed Dschan Chakriwal bestätigte den Verlust von Pandschwai und warf der Armee vor, sich "absichtlich" zurückgezogen zu haben.
Giffey bei schweren Straftaten für Abschiebung auch nach Afghanistan und Syrien
Die Berliner SPD-Spitzenkandidatin Franziska Giffey hat sich für die konsequente Abschiebung bei schweren Straftaten auch nach Afghanistan oder Syrien ausgesprochen. "Ich bin da ganz klar: Schwerverbrecher und terroristische Gefährder müssen abgeschoben werden", sagte die frühere Bundesfamilienministerin der "Bild am Sonntag".
Altmaier: Klimapolitik der Grünen trägt zu gesellschaflicher Spaltung bei
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat den Grünen vorgeworfen, mit ihrer entschiedenen Klimapolitik zunehmend gesellschaftliche Spaltungen in Deutschland zu riskieren. "Klimaschutz darf keine Frage des dicken Geldbeutels werden und nicht auf den Schultern der Geringverdiener ausgetragen werden", sagte Altmaier dem "Tagesspiegel".
Biden schließt Urheberschaft Russlands bei Cyberattacke auf Kaseya nicht aus
Nach der Cyberattacke auf die IT-Firma Kaseya hat US-Präsident Joe Biden eine Urheberschaft Russlands nicht ausgeschlossen. Zunächst sei angenommen worden, "dass es nicht die russische Regierung war, aber wir sind noch nicht sicher", sagte Biden am Samstag. Für den Fall, dass Russland damit zu tun habe, habe er Kreml-Chef Wladimir Putin bereits gesagt, "dass wir reagieren werden".
Virologin fordert neues Corona-Testkonzept für Schulen nach den Sommerferien
Auf die Regierungen von Bund und Ländern wächst der Druck, vor Beginn des neuen Schuljahrs bessere Vorsorge zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu treffen. Die Virologin Melanie Brinkmann vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) etwa fordert ein neues Testkonzept für Schulen. Es sei "wichtig, auch Kinder und Jugendliche vor einer Infektion mit Sars-CoV-2 zu schützen", sagte sie dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.
Zehntausende demonstrieren gegen Bolsonaros Corona-Krisenmanagement
Aus Protest gegen das Corona-Krisenmanagement von Jair Bolsonaro sind in Brasilien erneut zehntausende Menschen gegen den rechtsextremen Staatschef auf die Straße gegangen. "Bolsonaro Völkermörder" und "Ja zu Impfungen" stand am Samstag auf Transparenten zehntausender Demonstranten in der Metropole São Paulo zu lesen.
Uefa prüft Beschlagnahmung von Regenbogenfahne in EM-Stadion in Baku
Der europäische Fußballverband Uefa prüft nach eigenen Angaben die Beschlagnahmung einer Regenbogenfahne im EM-Stadion in Baku. Ordner in dem Stadion in der aserbaidschanischen Hauptstadt hatten das Symbol der LGBTQ-Bewegung am Samstagabend einem dänischen Fan beim Viertelfinale Tschechien gegen Dänemark weggenommen. "Die Uefa hat den Stadionordnern in Baku oder in irgendeinem anderen Stadion niemals die Anweisung gegeben, die Regenbogenfahne zu konfiszieren", versicherte der Verband in einer Stellungnahme gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.
"Sonntagstrend": Union mit zehn Punkten Vorsprung vor den Grünen
Die Union hat laut einer Umfrage in der Wählergunst inzwischen einen deutlichen Vorsprung von zehn Prozentpunkten vor den zweitplatzierten Grünen. Im "Sonntagstrend", den das Meinungsforschungsinstitut Insa wöchentlich für die "Bild am Sonntag" erhebt, kommen CSU und CSU in dieser Woche weiterhin auf 28 Prozent, die Grünen hingegen fallen um einen Punkt auf 18 Prozent.
Hunderte protestieren gegen Inhaftierung von Südafrikas Ex-Präsident Zuma
Hunderte Anhänger des früheren südafrikanischen Präsidenten Jacob Zuma haben am Samstag vor dessen Anwesen in Nkandla gegen seine bevorstehende Inhaftierung protestiert. Nach einer Verurteilung durch das Verfassungsgericht wegen Missachtung der Justiz muss Zuma am Sonntag eine 15-monatige Haftstrafe antreten. Der 79-Jährige war trotz gerichtlicher Vorladungen mehrfach den Anhörungen einer Anti-Korruptions-Kommission ferngeblieben, die zu Korruptionsvorwürfen aus seiner neunjährigen Amtszeit ermittelt.
Le Pens Rechtspopulisten zu Parteitag zusammengekommen
Eine Woche nach der herben Niederlage bei den französischen Regionalwahlen sind die Delegierten des rechtspopulistischen Rassemblement National (Nationale Sammlungsbewegung) am Samstag zu einem zweitägigen Parteitag zusammengekommen. Parteichefin Marine Le Pen wird auf dem Parteitag im südfranzösischen Perpignan aller Voraussicht nach als Vorsitzende bestätigt werden, Gegenkandidaten gibt es nicht.
Vatikangericht erhebt Anklage gegen Kardinal Becciu und neun weitere Verdächtige
Im Vatikan müssen sich ein einflussreicher Kardinal und neun weitere Verdächtige wegen mutmaßlicher finanzieller Vergehen vor Gericht verantworten. Das teilte das vatikanische Presseamt am Samstag mit. Unter den Angeklagten ist demnach der italienische Kardinal Angelo Becciu, der früher als enger Vertrauter von Papst Franziskus galt.
Früherer EU-Ratspräsident Tusk wird Oppositionsführer in Polen
Der frühere EU-Ratspräsident Donald Tusk hat in Polen vorläufig die Leitung der oppositionellen Bürgerplattform (PO) übernommen. In einem Votum des PO-Nationalrats am Samstag wurde Tusk zum kommissarischen Nachfolger des zurückgetretenen Parteichef Borys Budka bestimmt, wie ein Parteisprecher mitteilte. Im weiteren Verlauf des Jahres soll dann die neue Parteiführung in einer umfassenderen Abstimmung gekürt werden.
Regierung: Hunderte Taliban-Kämpfer bei Gefechten mit afghanischer Armee getötet
Bei Gefechten mit Regierungstruppen in mehreren Provinzen Afghanistans sind laut Behördenangaben hunderte Taliban-Kämpfer getötet worden. Wie das Verteidigungsministerium am Samstag mitteilte, wurden bei den Kämpfen binnen 24 Stunden mehr als 300 Mitglieder der radikalislamischen Miliz getötet. Kurz zuvor hatten die USA angekündigt, ihren Truppenabzug aus Afghanistan bis Ende August abzuschließen.
Opposition fordert von Regierung bessere Vorbereitung auf Corona-Herbst
Die Oppositionsparteien Grüne, Linke und FDP drängen die Bundesregierung, das Land besser auf möglicherweise steigende Corona-Infektionszahlen im Herbst vorzubereiten. Insbesondere die Schulen müssten vorbereitet werden, sagte Linken-Chefin Janine Wissler in einem Interview für die neue Ausgabe des Magazins "Spiegel". Im vergangenen Sommer sei dies komplett versäumt worden. Ähnliche Forderungen kamen von Grünen und FDP. Auch beim Thema Impfen sehen die Oppositionsparteien Handlungsbedarf.
UNO: 400.000 Menschen in äthiopischer Konfliktregion Tigray von Hunger betroffen
Die humanitäre Krise in der äthiopischen Konfliktregion Tigray hat sich nach Angaben der UNO weiter verschärft. Mehr als 400.000 Menschen seien dort inzwischen von akutem Hunger betroffen, sagte der amtierende Chef des UN-Büros für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (Ocha), Ramesh Rajasingham, am Freitag bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats.
Maduro wirft den USA auch unter Biden gegen ihn gerichtete Mordpläne vor
Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro hat den USA vorgeworfen, seine Ermordung zu planen. "Hat Joe Biden die Anordnungen von Donald Trump bestätigt, Venezuela in einen Bürgerkrieg zu stürzen und uns zu töten? Ja oder nein?", sagte Maduro am Freitag (Ortszeit) mit Blick auf den amtierenden US-Präsidenten Biden und seinen Amtsvorgänger.
CSU-Politiker Weber erwägt Kandidatur für Vorsitz des EU-Parlaments
Der CSU-Europapolitiker Manfred Weber erwägt eine Kandidatur um das Amt des EU-Parlamentspräsidenten. Er wolle im Herbst entscheiden, ob er als Nachfolger des sozialdemokratischen Amtsinhabers David Sassoli kandidiere, sagte Weber der "Augsburger Allgemeinen" (Samstagsausgabe). "Wenn ich mich zur Wahl stelle, dann möchte ich natürlich auch gewählt werden", fügte der stellvertretende CSU-Chef hinzu.
Hausärzteverband bemängelt zu späte Einbindung bei neuer Stiko-Empfehlung
Die neue Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) zur Kreuzimpfung gegen Corona stellt die Hausärzte nach eigenen Angaben vor schwierige Herausforderungen. "Die ad-hoc Anpassung der Empfehlung hat bereits am ersten Tag in vielen Praxen für einen enormen Mehraufwand gesorgt", sagte der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbands, Ulrich Weigeldt, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (Samstagsausgaben). Die Stiko empfiehlt nun, nach einer Erstimpfung mit dem Astrazeneca-Impfstoff bei der zweiten Sprizte ein mRNA-Vakzin zu verwenden.
Baerbock fordert nach Plagiatsvorwürfen mehr Fairness im Bundestagswahlkampf
Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock hat nach den Plagiatsvorwürfen gegen sie mehr Fairness im Bundestagswahlkampf gefordert. Es gebe "Beharrungskräfte, die Veränderung verhindern und sachliche Debatten über die besten Ideen für unser Land überdecken wollen", sagte Baerbock den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstagsausgaben) und der französischen Zeitung "Ouest-France". "Ich finde es wichtig, dass demokratische Parteien in Respekt und Anstand miteinander diskutieren - vor allem über die großen Zukunftsfragen."
Gemeinsame Erklärung von 16 rechten Parteien im Europaparlament
Der Rassemblement National der französischen Rechtspopulistin Marine Le Pen, die Fidesz-Partei von Ungarns Regierungschef Victor Orban und andere rechte Parteien haben eine gemeinsame Erklärung zur Vorbereitung eines großen Bündnisses im EU-Parlament veröffentlicht. Es handele sich um den "ersten Stein" für den Aufbau einer Allianz, um "Europa zu reformieren", betonten die 16 beteiligten Parteien in der Erklärung, die am Freitag von Le Pens Partei veröffentlicht wurde.
Frankreich nimmt Zusammenarbeit mit malischer Armee wieder auf
Frankreich nimmt seine wegen des jüngsten Putsches ausgesetzte Zusammenarbeit mit der malischen Armee wieder auf. Nach Konsultationen mit Malis Übergangsregierung und den Nachbarländern habe Frankreich "entschieden, die gemeinsamen Militäroperationen sowie die nationalen Beratungsmissionen, die seit dem 3. Juni ausgesetzt waren, wieder aufzunehmen", teilte das Verteidigungsministerium in Paris am Freitag mit.
Gewerkschaft der Polizei: Grenzkontrollen wegen Delta-Variante nicht machbar
Trotz der Urlaubssaison und der zunehmenden Verbreitung der hochansteckenden Delta-Variante des Coronavirus wird es auch aus Kapazitätsgründen vorerst keine stationären Grenzkontrollen der Bundespolizei geben. "Im Moment gibt es keine Anweisung für Kontrollen an den Grenzen", sagte der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) für die Bundespolizei, Andreas Roßkopf, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (Samstagsausgaben). "Bleibt es so wie jetzt, ist damit auch nicht zu rechnen."
UNO fordert Aufständische in Tigray zur Einhaltung des Waffenstillstands auf
Die Vereinten Nationen haben die Aufständischen in der äthiopischen Konfliktregion Tigray aufgefordert, den von der Regierung ausgerufenen Waffenstillstand anzuerkennen. "Ein von allen Parteien eingehaltener Waffenstillstand würde nicht nur die Bereitstellung von humanitärer Hilfe erleichtern, sondern wäre auch ein Ausgangspunkt für die notwendigen politischen Bemühungen, einen Weg aus der Krise zu finden", sagte die stellvertretende UN-Generalsekretärin Rosemary DiCarlo am Freitag bei einer öffentlichen Sitzung des UN-Sicherheitsrats.
Weißes Haus bestätigt geplante Nominierung von Gutmann als Botschafterin in Berlin
Das Weiße Haus hat offiziell bestätigt, dass die Hochschulpräsidentin Amy Gutmann neue Botschafterin in Deutschland werden soll. Das Weiße Haus erklärte am Freitag, Präsident Joe Biden werde die 71-jährige Politikwissenschaftlerin für den Botschafterposten in Berlin nominieren. Die Personalie muss noch vom US-Senat bestätigt werden. Gutmann wäre dann die erste Frau, die als US-Botschafterin in die Bundesrepublik entsandt wird.
Brasiliens Staatsanwaltschaft leitet Vorermittlungen gegen Bolsonaro ein
Die brasilianische Staatsanwaltschaft nimmt Vorermittlungen zur Rolle von Präsident Jair Bolsonaro in einem mutmaßlichen Korruptionsfall auf. Damit solle festgestellt werden, ob die Voraussetzungen für eine Anklage des rechtsextremen Staatschefs vorliegen, teilte die Staatsanwaltschaft am Freitag mit. Am Montag hatten drei Abgeordnete Klage wegen Amtspflichtverletzung gegen Bolsonaro vor dem Obersten Gericht des Landes eingereicht.
USA wollen Truppenabzug aus Afghanistan bis "Ende August" abschließen
Die USA werden ihren Truppenabzug aus Afghanistan nach Angaben des Weißen Hauses bis Ende August abschließen. "Wir erwarten, dass er bis Ende August abgeschlossen wird", sagte die Sprecherin von Präsident Joe Biden, Jen Psaki, am Freitag zu Journalisten.
London und Berlin: Brauchen mehr Zusammenarbeit
Eine Stärkung der deutsch-britischen Beziehungen und regelmäßige Regierungskonsultationen: Auf diese Punkte haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der britische Premierminister Boris Johnson bei ihrem Treffen in Großbritannien geeinigt. Nach dem Brexit sollten "ganz praktische Formate" für enge Kontakte gefunden werden, damit habe Deutschland gute Erfahrungen gemacht, sagte Merkel am Freitag nach ihrem Gespräch mit Johnson in Chequers nordwestlich von London. Im Anschluss wurde Merkel von Queen Elizabeth II. auf Schloss Windsor empfangen. Nach dem Brexit sei es "eine gute Gelegenheit, in den deutsch-britischen Beziehungen ein neues Kapitel zu öffnen", betonte die Kanzlerin. Sie wünsche sich besonders eine Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft, Energie und Kultur. Die Grünen-Europapolitikerin Franziska Brantner hatte vor dem Treffen die Kanzlerin vor deutschen Alleingängen innerhalb der EU im Post-Brexit-Verhältnis zu London gewarnt. "Wir brauchen enge und gute Beziehungen zu Großbritannien auf neuer Grundlage. Doch bilaterale Abkommen und Gespräche dürfen nicht zum Spaltpilz in Europa werden", sagte Brantner. Ein wichtiger Punkt auf der Tagesordnung von Merkel und Johnson war auch der Kampf beider Länder gegen die Corona-Pandemie. Die Kanzlerin stellte geimpften Briten Erleichterungen bei der Einreise nach Deutschland in Aussicht. "Ich gehe davon aus, dass in wirklich absehbarer Zeit die doppelt Geimpften" wieder reisen können, "ohne in Quarantäne zu gehen", sagte Merkel. "Wir wollen ja die Menschen ermuntern, sich impfen zu lassen", fügte sie hinzu. In Großbritannien sind die Ansteckungszahlen wegen der Ausbreitung der Delta-Variante erstmals seit zweieinhalb Monaten wieder stark gestiegen. Auch die Zahl der neuen Todesfälle hat sich innerhalb von zwei Wochen fast verdoppelt, von täglich zehn auf 17 in der vergangenen Woche. Merkel betonte, dass die Delta-Variante mittlerweile auch in Deutschland auf dem Vormarsch sei. In Hinblick auf die bei den Finalspielen der Fußball-Europameisterschaft in Großbritannien zugelassenen Zuschauer sagte Merkel: "Ich bin sorgenvoll und skeptisch, ob das gut ist und nicht ein bisschen viel." Das Wembley-Stadion in London ist Austragungsort der Halbfinalspiele und des Endspiels, mit einer reduzierten Kapazität von bis zu 60.000 Zuschauern. Im Anschluss an den Besuch bei Johnson traf Merkel Queen Elizabeth II. auf dem rund 40 Kilometer von London entfernten Schloss Windsor. Sie sei "hocherfreut, hier zu sein", sagte Merkel bei der Begrüßung. Für Merkel, die nach 16 Jahren ihr Amt nach der Bundestagswahl im September abgibt, war es voraussichtlich der letzte Besuch als Bundeskanzlerin in Großbritannien. (V.Sørensen--DTZ)
Jüdische Siedler haben illegalen Außenposten im Westjordanland verlassen
Nach wochenlangen Spannungen mit benachbarten Palästinensern haben israelische Siedler einen illegal errichteten Außenposten im Westjordanland verlassen. Israelische Soldaten und Polizisten waren anwesend, als das letzte Siedler-Fahrzeug am Freitag Eviatar in der Nähe von Nablus verließ, wie ein AFP-Reporter berichtete. Die errichteten Gebäude sollen jedoch zunächst bleiben und werden von der Armee bewacht.
Merkel und Johnson wollen enge Zusammenarbeit
Bei ihrem Treffen mit Großbritanniens Premierminister Boris Johnson hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sich für eine Stärkung der deutsch-britischen Beziehungen ausgesprochen. Nach dem Brexit sollten "ganz praktische Formate" für enge Kontakte gefunden werden, so hätten sich beide Seiten auf regelmäßige Regierungskonsultationen geeinigt, sagte Merkel am Freitag nach ihrem Gespräch mit Johnson in Chequers nordwestlich von London. Sie fügte auch hinzu: "Wir sind sehr gerne bereit, von deutscher Seite aus, an einem Freundschaftsvertrag oder Kooperationsvertrag gemeinsam zu arbeiten".
Stiko-Empfehlung zu Astrazeneca-Kreuzimpfung
Bund und Länder wollen ab sofort die Empfehlung der Ständigen Impfkommission umsetzen, nach einer Erstimpfung mit Astrazeneca als zweite Dosis ein anderes Präparat zu verabreichen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) empfahl am Freitag ausdrücklich eine solche Kreuzimpfung, der die Wissenschaft eine hohe Wirksamkeit zuschreibt. Nicht zuletzt wegen des Fortschritts bei den Impfungen rechnen Bund und Länder nicht mit einem erneuten Lockdown im Herbst. Schon ab Freitag solle flächendeckend damit begonnen werden, als zweite Dosis nach Astrazeneca allen einen mRNA-Impfstoff zu verabreichen, sagte Spahn nach Beratungen mit seinen Länderkollegen. Bislang wurde die Kreuzimpfung nur für Menschen unter 60 Jahren empfohlen. Die Kombination von Impfstoffen sei nach wissenschaftlichen Erkenntnissen "besonders wirksam", sagte Spahn. Sie biete einen "sehr, sehr hohen Impfschutz". Er verwies dabei auf die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko), wonach der zeitliche Abstand zwischen den beiden Dosen einer Kreuzimpfung auf vier Wochen verkürzt werden könne - bei zweimaliger Astrazeneca-Verabreichung gelten neun bis zwölf Wochen. Der Gesundheitsminister sieht gerade wegen des verkürzten Intervalls in der Kreuzimpfung eine gute Möglichkeit, die Impfkampagne zu beschleunigen. Er verwies aber darauf, dass Menschen unter 60 Astrazeneca nur nach ärztlicher Konsultation bekommen sollten. Nach einigen Thrombose-Fällen vor allem bei jüngeren Frauen im Zuge einer Impfung mit Astrazeneca war Deutschland dazu übergegangen, Menschen unter 60 Jahren als zweite Dosis in der Regel einen anderen Impfstoff zu verabreichen. Nach Spahns Worten steht bei 500.000 bis 700.000 Menschen in der kommenden Woche eine Zweitimpfung mit Astrazeneca an. Diese Menschen können sich jetzt alternativ für einen mRNA-Impfstoff entscheiden. Möglich wird das Angebot einer Kreuzimpfung bei allen Menschen, die Astrazeneca einmal bekommen haben oder künftig noch erhalten, wegen der "zunehmende Verfügbarkeit von mRNA-Impfstoffen in den kommenden Wochen", wie es in einem GMK-Beschluss heißt. Der GMK-Vorsitzende, Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU), betonte ausdrücklich, dass die Kreuzimpfungen auch bei künftigen Erstimpfungen mit Astrazeneca empfohlen werde. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sagte der Düsseldorfer "Rheinischen Post", die Wirkung der Kreuzimpfung sei "vergleichbar hoch" wie die einer reinen Impfung mit Biontech oder Moderna. "Damit wird der Astrazeneca-Impfstoff aufgewertet und kann für die Erstimpfungen der Älteren als wichtiges Instrument der Pandemiebekämpfung eingesetzt werden." Die Stiko hatte am Donnerstag die Empfehlung für eine Kreuzimpfung aus Astrazeneca und einem der beiden mRNA-Vakzine von Biontech/Pfizer oder Moderna ausgesprochen und dabei auf Studien verwiesen, die eine hohe Wirksamkeit belegen. Spahn rief die Bürger auf, nicht auf die Zweitimpfung zu verzichten - diese sei besonders wichtig zur Abwehr der besonders infektiösen Delta-Variante des Coronavirus. Zu möglichen neuen harten Einschränkungen sagte Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) dem MDR: "Solange die Impfungen gut wirken, kommt ein Lockdown zu Lasten derer, die vollständig geimpft sind, nicht in Frage." Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) sagte nach Information von BERLINER TAGESZEITUNG, in einem aktuellen Interview: "Wenn wir eine Quote von 70 Prozent erreichen, sind wir so resilient, dass wir keinen flächendeckenden Lockdown mehr brauchen werden." Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) sagte nach Information von BERLINER TAGESZEITUNG, die Bundesnotbremse habe sich als überflüssig erwiesen. "Sollten die Infektionszahlen im Herbst wieder steigen, werden Länder und Kommunen sachgerecht reagieren." (M. Taylor--BTZ)