Vater und Sohn nach Waldbrand in den USA der Brandstiftung beschuldigt
Nach einem verheerenden Waldbrand in Nordkalifornien im vergangenen Sommer haben die Behörden einen Vater und seinen Sohn festgenommen. Laut Angaben der Staatsanwaltschaft des Bezirks El Dorado vom Mittwoch (Ortszeit) wurden die beiden Männer wegen fahrlässiger Brandstiftung angeklagt. Dem 66-Jährigen und seinem 32-jährigen Sohn wird vorgeworfen, im August in der Nähe des bei Touristen beliebten Lake Tahoe ein Feuer entfacht zu haben, das sich zu dem als "Caldor Fire" bekannten Waldbrand ausweitete.
Das "Caldor Fire" vernichtete rund 200.000 Hektar Wald. Erst nach 67 Tagen gelang es den Einsatzkräften, das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Bei dem Brand wurden nach Angaben der kalifornischen Feuerwehr fünf Menschen verletzt und etwa 1000 Häuser zerstört.
Zwar sind Waldbrände in Kalifornien keine Seltenheit. Eine lang anhaltende Dürreperiode sowie fortwährende Hitze, die laut Experten auf den Klimawandel zurückzuführen sind, haben große Teile des Westens der USA aber besonders anfällig für Waldbrände gemacht.
Der Lake Tahoe ist für sein klares Wasser und sein Bergpanorama bekannt. Die umliegenden Gebiete bieten eine spektakuläre Landschaft, darunter einige der beliebtesten Wintersportgebiete im Westen der USA.
(U. Schmidt--BTZ)