Zahl der Todesopfer nach Vulkanausbruch in Indonesien steigt auf 34
Nach dem Ausbruch des indonesischen Vulkans Semeru ist die Zahl der Todesopfer auf 34 gestiegen. Das sei "der letzte Stand vor Ort, 34 Menschen sind gestorben, 17 werden vermisst", sagte ein Sprecher der Katastrophenschutzbehörde am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Fast 3700 Bewohner seien aus dem betroffenen Gebiet in Sicherheit gebracht worden.
Bei dem Ausbruch des Vulkans am Samstag waren rund ein Dutzend Dörfer auf der Insel Java in Asche gehüllt worden. Rote Lava floss den mit 3676 Metern höchsten Berg Javas hinab. Tausende Anwohner ergriffen die Flucht.
Die Rettungskräfte suchen unter gefährlichen Bedingungen nach Überlebenden. Die sich zunehmend erhärtende Lava und mit Regenwasser vermischte Asche erschweren die Arbeit. Auch Hunde kamen bei der Suche nach möglichen weiteren Opfern zum Einsatz.
Der Semeru ist seit seinem Ausbruch am Wochenende weiter aktiv, am Dienstag meldeten die Behörden drei kleinere Eruptionen. Die Einsatzkräfte mussten sich zwischenzeitlich zurückziehen, als der Vulkan wieder Asche ausspuckte. Die Anwohner wurden aufgerufen, Gebiete im Umkreis von fünf Kilometern des Vulkankraters aufgrund der Luftverschmutzung zu meiden.
Indonesien hat rund 130 aktive Vulkane. Der südostasiatische Inselstaat liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring. Dort stoßen mehrere tektonische Platten aufeinander, so dass sich besonders häufig Erdbeben und Vulkanausbrüche ereignen.
(A. Walsh--BTZ)