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Mützenich befürchtet Vernachlässigung der Corona-Politik durch Unions-Machtkampf
Der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Rolf Mützenich, hat der Union vorgeworfen, im Streit um die Kanzlerkandidatur die Corona-Bekämpfung zu vernachlässigen. "Tag um Tag vertändeln CDU und CSU leichtfertig mit ihrem internen Streit um Macht und Eitelkeiten, statt sich um die wichtigen Dinge zu kümmern", sagte er der "Bild am Sonntag". Der SPD-Politiker forderte eine schnelle Einigung über die Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes.
Pariser Berufungsgericht bestätigt Haftstrafen gegen Jugendliche nach Angriff auf Polizisten
Gut vier Jahre nach einem brutalen Angriff auf Polizisten in der Pariser Banlieue hat ein Berufungsgericht die Haftstrafen zwischen sechs und 18 Jahren gegen fünf Jugendliche bestätigt. Acht weitere wurden freigesprochen. Die Verlesung des Urteils in der Nacht zum Sonntag wurde durch einen Gewaltausbruch im Gerichtssaal unterbrochen. Wie ein AFP-Reporter berichtete, brach auf der Anklagebank ein Streit aus. Die Polizei musste eingreifen.
Mehrheit der Deutschen plant Sommerurlaub in der Heimat
Die meisten Deutschen wollen ihren Sommerurlaub in der Heimat verbringen. Laut einer der "Welt am Sonntag" vorliegenden Auswertung des Online-Ferienhausvermittlers HomeToGo entfielen 57 Prozent aller Suchanfragen auf dem Portal für Juli und August auf Reiseziele innerhalb Deutschlands. Das ist den Angaben zufolge ein Plus von 80 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Jeweils rund zehn Prozent der Nutzer suchten nach Orten in Kroatien und Italien.
Fünf Soldaten sterben bei Hubschrauberunglück in Peru
Bei einem Hubschrauberabsturz im Südosten von Peru sind mindestens fünf Soldaten ums Leben gekommen. Wie das Militär mitteilte, stürzte der Hubschrauber am Samstag (Ortszeit) mit 12 Menschen an Bord in den Fluss Vilcanota. Zwei Soldaten werden den Angaben zufolge vermisst und fünf weitere wurden leicht verletzt. Als Grund für den Unfall nannten die Streitkräfte technisches Versagen.
Rettungskräfte in Kolumbien bergen zwei Leichen aus illegaler Goldmine
Nach 22 Tagen haben Rettungskräfte im Nordwesten Kolumbiens zwei Leichen aus einer illegalen Goldmine geborgen. Die anderen Arbeiter würden noch vermisst, teilten die Behörden am Samstag mit. Die insgesamt elf Bergarbeiter waren am 26. März nach einem Wassereinbruch in der El-Bosque-Mine in Neira im Verwaltungsbezirk Caldas eingeschlossen worden.
Schweizer Dorf Champagne darf seinen Namen nicht für seine Weine nutzen
Das kleine Schweizer Dorf Champagne darf künftig nicht mehr "Gemeinde Champagne" auf die dort produzierten Weine schreiben. Dies entschied das Verfassungsgericht des Kantons Waadt laut einem Bericht der Nachrichtenagentur SDA vom Samstag zugunsten des französischen Wirtschaftsverbands der Champagner-Produzenten. Die Schaffung einer geschützten Herkunftsbezeichnung (AOC) durch die Kantonsbehörden verstoße gegen bilaterale Abkommen zwischen der Schweiz und der EU.
Großbritannien nimmt Abschied von Prinz Philip
Mit einer landesweiten Schweigeminute hat Großbritannien Abschied von Prinz Philip genommen. An Bahnhöfen, in Geschäften und bei Sportveranstaltungen hielten die Menschen am Samstag schweigend inne, als der Sarg mit den sterblichen Überresten des Ehemannes von Königin Elizabeth II. an der St. Georges Chapel auf Schloss Windsor ankam. Anschließend verabschiedeten sich die Queen und die Familie bei einer Trauerfeier im engsten Kreis von dem vor einer Woche im Alter von 99 Jahren verstorbenen Prinzgemahl.
Großbritannien gedenkt Prinz Philips mit landesweiter Schweigeminute
Mit einer landesweiten Schweigeminute hat Großbritannien Abschied von Prinz Philip genommen. Nach der Ankunft des Sarges mit den sterblichen Überresten des Ehemannes von Königin Elizabeth II. an der St. Georges Chapel auf Schloss Windsor am Samstagnachmittag hielten Militärvertreter und Familienangehörige ebenso wie Menschen im ganzen Land schweigend inne.
Beginn des Trauerzugs für Prinz Philip
Auf Schloss Windsor hat der Trauerzug für den vor einer Woche verstorbenen Prinz Philip begonnen. Auf einem speziell für diesen Anlass umgebauten Landrover wurde der Sarg mit den sterblichen Überresten des Ehemannes von Königin Elizabeth II. von der Schlosskapelle zur St. Georges Chapel gefahren, gefolgt von den Söhnen und Enkelsöhnen des Verstorbenen. Die Queen fuhr in einer Karosse.
Riesenmuscheln im Wert von 20 Millionen Euro auf den Philippinen beschlagnahmt
Bei einer Razzia auf den Philippinen sind als bedroht geltende Riesenmuscheln im Wert von umgerechnet mehr als 20 Millionen Euro sichergestellt worden. Wie die Küstenwache am Samstag mitteilte, seien vier Verdächtige auf einer abgelegenen Insel in der Sulusee festgenommen worden. Es seien rund 200 Tonnen Riesenmuscheln beschlagnahmt worden - so viele wie nie zuvor.
Björn Ulvaeus von Abba will für unbekannte Musiker kämpfen
Ex-Abba-Mitglied Björn Ulvaeus hat sich in der Corona-Pandemie für fairere Bezahl-Modelle für Musiker ausgesprochen. Die Corona-Pandemie habe Licht auf "die Not der Songschreiber" und die Probleme der Musikbranche geworfen, sagte Ulvaeus der Nachrichtenagentur AFP. Die existierenden Strukturen würden vor allem Superstars zugute kommen, weniger bekannte Musiker benachteiligen und der künstlerischen Freiheit schaden.
Nasa-Astronautin und zwei Kosmonauten nach ISS-Mission zur Erde zurückgekehrt
Nach sechs Monaten auf der Internationalen Raumstation ISS sind die US-Astronautin Kate Rubins und zwei russische Kollegen wieder zur Erde zurückgekehrt. Die russische Sojus-Raumkapsel landete am Samstagmorgen in der kasachischen Steppe, wie Bilder der russischen Raumfahrtbehörde zeigten.
Queen veröffentlicht vor Beisetzung von Prinz Philip Foto aus glücklichen Tagen
Mit einem persönlichen Foto aus glücklichen gemeinsamen Tagen hat Königin Elizabeth II. ihre Landsleute auf die Beisetzung ihres Ehemannes Prinz Philip eingestimmt: Die Aufnahme aus dem Jahr 2003 zeigt die Queen und ihren Mann entspannt und lächelnd im Gras des schottischen Nationalparks Cairngorms. Der Buckingham-Palast veröffentlichte das Bild wenige Stunden vor der Trauerfeier auf Schloss Windsor am Samstagnachmittag.
Gefängnisbehörden in Panama fangen vierbeinigen Drogenkurier ab
Die Behörden in Panama haben vor einem Gefängnis der Karibik-Provinz Colón einen kleinen vierbeinigen Drogenkurier abgefangen. Aufmerksame Wachen der Anstalt Nueva Esperanza schnappten sich eine weiß-rot gefleckte Katze, die mit einem kleinen Beutel am Leib auf dem Weg in den Komplex war. In dem Tuch befanden sich Päckchen mit Kokain, Crack und Marihuana, wie der für den Drogenhandel zuständige Staatsanwalt der Provinz, Eduardo Rodríguez, mitteilte.
Rund 23.800 Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland
In Deutschland sind innerhalb eines Tages 23.804 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Samstagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden zudem 219 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf 160,7.
Kanadische Provinz Ontario verschärft Corona-Maßnahmen
Angesichts eines sprunghaften Anstiegs der Corona-Fälle haben die Behörden der kanadischen Provinz Ontario die Corona-Regeln verschärft. "Das Tempo unserer Impfkampagne hat nicht mit der Verbreitung der neuen Covid-Varianten Schritt gehalten", sagte Ontarios Regierungschef Doug Ford vor Journalisten. Zu den strikteren Maßnahmen zählt demnach ein Verbot von nicht notwendigen Reisen innerhalb der Provinz.
São Paulo kündigt trotz hoher Corona-Zahlen Öffnungsschritte an
Trotz der hohen Corona-Infektionszahlen in Brasiliens bevölkerungsreichstem Bundesstaat São Paulo dürfen Geschäfte und Kirchen ab Sonntag wieder öffnen. Der Bundesstaat mit 46 Millionen Einwohnern werde in eine "Übergangsphase" eintreten, erklärte die Regierung am Freitag (Ortszeit). Ab dem 24. April sollen auch Schönheitssalons, Kinos und Theater wieder öffnen dürfen.
SpaceX soll neue Mondlandefähre für die Nasa bauen
Das Raumfahrtunternehmen SpaceX von High-Tech-Pionier Elon Musk soll eine neue Mondlandefähre für die US-Raumfahrtbehörde Nasa bauen. Wie die Nasa-Managerin Lisa Watson-Morgan am Freitag bekanntgab, gewann SpaceX die Ausschreibung zur Entwicklung einer neuen Landefähre für bemannte Mondmissionen. Um die Auftrag hatten sich auch das Raumfahrtunternehmen Blue Origin von Amazon-Gründer Jeff Bezos und die Rüstungsfirma Dynetics beworben.
Studie: Sozial Benachteiligte erkranken und sterben häufiger an Corona
Für sozial benachteiligte Menschen besteht Studien zufolge eine höheres Risiko, an Corona zu erkranken und zu sterben. Das berichteten die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND, Samstagsausgaben) unter Berufung auf zwei Studien des Robert-Koch-Instituts (RKI). Während der zweiten Coronawelle stieg die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus demnach in sozial benachteiligten Regionen Deutschlands am stärksten. Das Risiko, am Coronavirus zu sterben, war dort um 50 bis 70 Prozent höher als in wohlhabenderen Regionen.
Fedex-Angreifer in Indianapolis war 19-jähriger Ex-Mitarbeiter
Bei dem Angreifer, der in einem Verteilzentrum des Paketdienstes Fedex in Indianapolis acht Menschen erschoss, handelt es sich um einen 19-jährigen Ex-Mitarbeiter. Die Polizei der US-Großstadt gab am Freitag die Identität des Schützen bekannt, der sich nach der Attacke offenbar selbst erschossen hatte. "Die Person wurde als der 19 Jahre alte Brandon Hole identifiziert", sagte der Vize-Polizeichef von Indianapolis, Craig McCartt, vor Journalisten.
Luxemburg startet Astrazeneca-Impfkampagne speziell für Jüngere
Luxemburg startet eine Impfkampagne mit dem Corona-Vakzin von Astrazeneca speziell für Jüngere im Alter von 30 bis 54 Jahren. Freiwillige können sich ab der kommenden Woche für eine Impfung mit dem Präparat registrieren, wie die Regierung am Freitag mitteilte. Damit soll verhindert werden, dass Impfstoffdosen ungenutzt liegen bleiben.
US-Regierung stellt 1,7 Milliarden Dollar für Corona-Forschung bereit
Im Kampf gegen drohende neue Varianten des Coronavirus stellt die US-Regierung 1,7 Milliarden Dollar (1,4 Milliarden Euro) bereit. Das Geld soll in die Gen-Sequenzierung fließen, um neue und potenziell gefährliche Mutationen des Virus rasch aufspüren zu können, wie das Weiße Haus am Freitag mitteilte. Die Mittel sind Teil des 1,9 Billiarden Dollar schweren Corona-Investitionspakets, das der Kongress im vergangenen Monat verabschiedet hatte.
Draghi stellt Lockdown-Lockerungen für Italien in Aussicht
Der italienische Regierungschef Mario Draghi hat eine Lockerung der Lockdown-Regelungen ab dem 26. April angekündigt. Nach einem Rückgang der Neuinfektionen und Fortschritten bei der Impfkampagne sei seine Regierung bereit, ein "kalkuliertes Risiko" einzugehen, sagte Draghi am Freitag.
EU könnte Impfstoff-Liefervertrag mit Astrazeneca nicht verlängern
Nach Einschätzung der französischen Industrieministerin Agnes Pannier-Runacher wird die EU ihren Liefervertrag mit dem Corona-Impfstoffhersteller Astrazeneca voraussichtlich nicht erneuern. "Es ist noch nicht entschieden", sagte Pannier-Runacher am Freitag dem Radiosender RMC. Aber es sei "am wahrscheinlichsten", dass die EU ihre Abmachung mit dem britisch-schwedischen Unternehmen nicht über 2021 hinaus verlängern werde.
Weltgrößter Impfstoffhersteller fordert von Biden Ende des US-"Rohstoffembargos"
Der Chef des weltgrößten Impfstoffherstellers Serum Institute of India (SII) hat sich mit einem Appell zur weltweiten Corona-Vakzinversorgung direkt an US-Präsident Joe Biden gewandt. Die Vereinigten Staaten müssten ihr "Rohstoffembargo" beenden, schrieb SII-Chef Adar Poonawalla am Freitag im Onlinedienst Twitter. Die Stoffe werden zur Produktion von Corona-Impfstoffen benötigt und wurden jüngst knapp.
London: Letzte Vorbereitungen für Beerdigung von Prinz Philip
Rund um Schloss Windsor sind am Freitag letzte Vorbereitungen für die Beerdigung von Prinz Philip getroffen worden. Die Polizei patrouillierte um die Mauern des Schlosses westlich von London, während Sendeteams aus aller Welt ihren Platz für die Berichterstattung über die Trauerfeier für den britischen Prinzgemahl suchten. Vor dem Schloss legten weiter Menschen Blumen zu Ehren des Verstorbenen nieder.
Bewaffnete Räuber überfallen englischen AS-Rom-Spieler Smalling zu Hause
Der AS-Rom-Spieler und frühere englische Nationalspieler Chris Smalling ist in seinem Haus in der italienischen Hauptstadt Opfer eines bewaffneten Raubüberfalls geworden. Drei Bewaffnete seien am Freitag gegen 05.00 Uhr morgen bei Smalling eingedrungen, berichteten die italienischen Nachrichtenagenturen Ansa und AGI. Sie hätten ihn gezwungen, einen Safe zu öffnen, der Schmuck und Uhren enthielt. Im Haus befanden sich den Berichten zufolge auch Smallings Frau und Sohn sowie andere Angehörige.
Dänemark fährt Corona-Maßnahmen schneller zurück als geplant
Zuschauer in den Stadien und Gäste im Restaurant: Wegen einer guten Entwicklung der Infektionszahlen lockert Dänemark die Corona-Beschränkungen schneller als bisher geplant. "Dänemark befindet sich in einer Situation, in der wir noch mehr öffnen können", erklärte die Regierung am Freitag. "Das ist verantwortbar und sehr positiv, aber wir müssen unsere guten Gewohnheiten beibehalten."
Pfizer-Chef: "Wahrscheinlich" dritte Corona-Impfdosis binnen zwölf Monaten nötig
Bei der Corona-Impfung mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer ist nach Einschätzung von Pfizer-Chef Albert Bourla "wahrscheinlich" eine dritte Dosis innerhalb eines Jahres nötig. "Ein wahrscheinliches Szenario" sei eine dritte Dosis binnen sechs bis zwölf Monaten und dann jährliche Auffrischungsimpfungen, sagte der Chef des US-Pharmariesen am Donnerstag (Ortszeit) dem US-Sender CNBC. Dies müsse aber noch genauer geklärt und bestätigt werden.
Fernsehkoch Steffen Henssler kritisiert Lockdown-Strategie in Pandemie
Der Fernsehkoch Steffen Henssler sieht lange Lockdowns in der Pandemie kritisch. "Es wird so getan, als ob die Lockdowns in dem Umfang alternativlos wären", sagte der 48-Jährige dem Magazin "Playboy" laut Mitteilung vom Freitag. Er finde das "schwierig". Als betroffener Gastronom habe er natürlich eine Meinung dazu, "denn wir haben viele wirksame Vorkehrungen getroffen". Er empfinde es als bevormundend, "wenn gesagt wird, wir machen alles zu, aber als Belohnung dürft ihr dann mal zum Friseur".
UNO will humanitäre Mission in Afghanistan weiter fortführen
Trotz des geplanten Rückzugs der internationalen Truppen aus Afghanistan will die UNO ihre politische und humanitäre Mission in dem Land fortführen. "Wir werden die Situation weiter untersuchen, aber unsere Arbeit in Afghanistan wird weitergehen", sagte UN-Sprecher Stéphane Dujarric. Es sei "klar und offensichtlich", dass der Abzug der Nato- und US-Truppen "eine Auswirkung auf das Land als Ganzes haben wird".
Covax hofft auf weitere zwei Milliarden Dollar für Impfstoffe
Die internationale Covax-Initiative benötigt weitere zwei Milliarden Dollar zur Bereitstellung von Corona-Impfungen für ärmere Länder. Dazu startete die Initiative am Donnerstag eine Finanzierungskampagne. "Menschen auf der ganzen Welt sollten Zugang zu streng getesteten, sicheren und wirksamen Covid-19-Impfstoffen haben", sagte US-Außenminister Antony Blinken. Solange das Virus sich auf der Welt ausbreite, stelle es eine Bedrohung für die gesamte Weltbevölkerung dar.