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Dritter Prozess um Mord an 23-jähriger Studentin in Niedersachsen begonnen
Rund sechs Jahre nach einem tödlichen Gewaltverbrechen an einer 23-jährigen Studentin im niedersächsischen Rehburg-Loccum hat am Mittwoch in Osnabrück ein dritter Prozess gegen den Verdächtigen begonnen. Zwei vorangegangene Urteile gegen den 53-Jährigen wurden zuvor vom Bundesgerichtshof (BGH) aufgehoben.
Techniker Krankenkasse verzeichnet für 2020 weniger Frühgeburten
Die Techniker Krankenkasse (TK) verzeichnet für das Coronajahr 2020 einen Rückgang bei der Zahl der Frühgeburten um zehn Prozent. 2019 habe der Anteil zu früh geborener Kinder bei der TK noch bei 6,4 Prozent gelegen, 2020 seien es 5,8 Prozent gewesen, teilte die Kasse am Mittwoch in Hamburg mit. Nun müsse geschaut werden, "ob der Trend anhält und was eventuelle Gründe dafür sein könnten", erklärte der Vorstandsvorsitzende Jens Baas.
Nordrhein-Westfalen erinnert mit Gedenkstunde im Landtag an Hochwasseropfer
Knapp zwei Monate nach der verheerenden Überflutungen hat Nordrhein-Westfalen mit einer Gedenkstunde im Landtag seiner Opfer gedacht. Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sprach in seiner Rede mit Blick auf die schwere Naturkatastrophe und die parallele Corona-Pandemie von einer "Heimsuchung, die wir im Moment erleiden". "Sie wird prägend bleiben in unserem geschichtlichen Bewusstsein", sagte er. Die Ereignisse hätten dem Menschen "die Grenzen seiner Macht gezeigt", aber die Erinnerung an die Toten werde bleiben.
Hilfsorganisation startet Corona-Massentest in Bangkoks größtem Slum
Auch Thailand kämpft derzeit gegen eine dritte Corona-Infektionswelle - Schnelltests zur Feststellung einer Infektion sind für arme Familien in dem südostasiatischen Land aber kaum erschwinglich. Diesem Problem hat sich die Hilfsorganisation Bangkok Community Help Foundation angenommen: Sie startete einen Massentest im größten Slum der Hauptstadt Bangkok, in dem rund 100.000 Menschen auf engstem Raum zusammenleben.
Samoas Regierungschefin warnt in Klimafragen vor "schlimmer" Zukunft
Samoas neue Regierungschefin Fiame Naomi Mataafa hat angesichts des Klimawandels vor einer "schlimmen" Zukunft gewarnt. Die Pazifik-Region sei in der Klimadebatte lange Zeit eine "vereinzelte Stimme" gewesen, doch inzwischen hätten die wissenschaftlichen Berater die internationale Aufmerksamkeit auf dieses Problem gelenkt, sagte die 64-jährige, die seit Juli als erste Regierungschefin des Inselstaats im Amt ist, der Nachrichtenagentur AFP.
Mit Mutter extrem zerstrittener Vater darf nicht an Einschulung teilnehmen
Ein umgangsberechtigter Vater, der mit der Mutter seines Kinds extrem zerstritten ist, darf nicht an der Einschulungsfeier teilnehmen. Eine Eskalation auf offener Bühne mit schlimmstenfalls traumatischen Folgen für das Kind müsse verhindert werden, erklärte das Oberlandesgericht (OLG) im rehinland-pfälzischen Zweibrücken am Mittwoch und wies einen Eilantrag zurück. Der Mann hatte der Kindsmutter früher vorgeworfen, ihre Kinder sexuell missbraucht zu haben. (Az. 2 UFH 2/21)
Betrunkene Maskenmuffel verprügeln Busfahrer in Nordrhein-Westfalen
Im nordrhein-westfälischen Altena haben zwei Brüder einen Busfahrer angegriffen, der sie zum richtigen Tragen ihrer Masken aufforderte. Die beiden betrunkenen Männer hätten die Aufforderung zunächst ignoriert und sich stattdessen Zigaretten angezündet, teilte die Polizei am Dienstagabend mit. Als der Busfahrer sie an der Haltestelle zum Verlassen des Fahrzeugs aufgefordert habe, hätten sie ihn ins Gesicht geschlagen und ihm mehrere Finger gebrochen.
Prozess um Paketbomben gegen Lebensmittelfirmen in Heidelberg begonnen
Vor dem Landgericht Heidelberg hat am Mittwoch der Prozess um eine Paketbombenserie mit vier Verletzten bei mehreren Lebensmittelunternehmen in Süddeutschland begonnen. Zum Prozessauftakt wurde die Anklage verlesen. Angeklagt ist ein 66-Jähriger aus dem Raum Ulm wegen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion, gefährlicher Körperverletzung und versuchter schwerer Körperverletzung. Klaus S. wies die Vorwürfe nach Verlesung der Anklage zurück.
Behörden identifizieren zwei weitere Opfer der Anschläge vom 11. September 2001
Kurz vor dem 20. Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September 2001 in den USA haben die Behörden zwei weitere Todesopfer identifiziert. Das Büro der leitenden Gerichtsmedizinerin der Stadt New York teilte am Dienstag mit, es habe die Opfer Nummer 1646 und 1647 des Angriffs auf das World Trade Center identifiziert. Es handelt sich um die ersten Identifizierungen von Opfern des Einsturzes der Zwillingstürme seit Oktober 2019.
Global Fund: Corona-Pandemie hat "verheerende" Auswirkungen auf Kampf gegen Aids
Die Coronavirus-Pandemie hat laut dem Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria "verheerende" Auswirkungen auf den Kampf gegen diese Epidemien. "Die Auswirkungen von Covid-19 auf den Kampf gegen HIV, Tuberkulose und Malaria sowie auf die von uns unterstützten Gemeinschaften waren verheerend", erklärte der Exekutivdirektor des Fonds, Peter Sands, am Mittwoch anlässlich der Vorstellung eines Berichts über die Arbeit der internationalen Organisation im vergangenen Jahr.
Europol: Belgien und Niederlande sind neues Einfalltor für Kokain nach Europa
Belgien und die Niederlande sind laut eines Berichts der europäischen Polizeibehörde Europol zu den Hauptumschlagplätzen für den Kokainhandel in Europa geworden. Damit haben sie laut dem am Dienstag veröffentlichten Bericht Spanien als Haupteinfallstor nach Europa abgelöst. Kriminelle Organisationen nutzen demnach die Häfen von Rotterdam, Hamburg und vor allem Antwerpen, um die Drogen in die Niederlande zu bringen, von wo aus sie über ganz Europa verteilt werden.
Chirurgen finden Handy im Magen von Häftling
Einen ungewöhnlichen Fremdkörper haben Chirurgen im Kosovo aus dem Magen eines Häftlings herausgeholt: Bei einer Operation entfernten sie ein Handy, wie der leitende Arzt Skener Telaku am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP schilderte. Der Patient hatte demnach seit Tagen über Bauchschmerzen geklagt und wurde schließlich in die Uni-Klinik in Pristina eingeliefert. Dort vertraute er den Ärzten an, dass er vier Tage zuvor ein Mobiltelefon verschluckt hatte.
Räuber machen Millionenbeute bei Überfall auf Luxus-Juwelier in Paris
Bei einem Überfall auf ein Luxus-Juweliergeschäft hat eine Räuberbande in Paris Beute im Wert von rund zehn Millionen Euro gemacht. Nach Polizeiangaben flüchteten die Täter nach den Überfall am zentral gelegenen Vendôme-Platz am Dienstagmittag mit einem Auto und zwei Motorrollern. Zwei mutmaßliche Täter wurden gefasst.
Um Arbeitszeit totzuschlagen: Angestellter ruft sich stundenlang selbst an
Um sich vor der Arbeit zu drücken, hat ein schwedischer Finanzbeamter stundenlang seine eigene Telefonnummer angerufen. Anstatt Anrufe von Kunden entgegenzunehmen, rief der 28-Jährige sich selbst mit seinem Mobiltelefon an, wie aus dem Disziplinarbericht der schwedischen Steuerbehörde hervorgeht. Dadurch erschien er im System seines Arbeitsgebers als "besetzt" und alle Kundenanrufe wurden an andere Mitarbeiter weitergeleitet.
Biden will in Kampf gegen Corona-Pandemie "Sechs-Punkte-Strategie" vorstellen
Angesichts stark gestiegener Infektionszahlen will US-Präsident Joe Biden neue Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie ergreifen. Biden werde seine "Sechs-Punkte-Strategie" am Donnerstag in einer Rede vorstellen, sagte ein Vertreter des Weißen Hauses am Dienstag. Es gehe darum, die Ausbreitung der Delta-Variante zu stoppen und die Zahl der Impfungen zu steigern.
Venedigs weltberühmte Rialto-Brücke nach Rundum-Sanierung wiedereröffnet
Venedig hat am Dienstag die Wiedereröffnung der rundum sanierten Rialto-Brücke gefeiert. Star-Tenor Andrea Bocelli stimmte zu dem Festakt Opernklänge an. Die Rialto-Brücke, die zwischen 1588 und 1591 errichtet wurde und für viele Besucher ein Inbegriff der Schönheit Venedigs ist, überspannt den Canal Grande an seiner schmalsten Stelle.
Klinik ersetzt Materialwert für verschwundenen Zahnersatz von Verstorbener
Im Streit um Schadenersatz für die verschwundene Zahnprothese einer inzwischen verstorbenen Frau haben sich der Erbe und das Krankenhaus vor Gericht auf einen Vergleich geeinigt. Die Klinik zahle dem Mann 1400 Euro für den Materialwert, teilte eine Sprecherin des Oberlandesgerichts (OLG) Dresden am Dienstag auf Anfrage mit. Die Frau hatte den Zahnersatz vor einer Untersuchung in der Klinik herausgenommen, er tauchte später nicht mehr auf. (Az. 4 U 760/21)
Jane Birkin sagt nach Schlaganfall alle Auftritte bis Jahresende ab
Nach einem "leichten Schlaganfall" sind alle Auftritte der britischen Schauspielerin Jane Birkin bis zum Jahresende abgesagt worden. Die 74-Jährige solle sich auf Rat ihrer Ärzte ausruhen, teilte ihre Familie am Dienstag mit. Im kommenden Jahr könne sie wieder auftreten.
In Auto verbrannte Leiche nach Hausexplosion in Bayern als Ehemann identifiziert
Fünf Tage nach der Explosion eines Hauses in Rohrbach im bayerischen Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm hat die Polizei die im Auto der Familie verbrannte Leiche identifiziert. Es handle sich um den Ehemann der bereits früher identifizierten Hausbewohnerin, teilte die Polizei in Ingolstadt am Dienstag mit. Die bisherigen Erkenntnissen legten nahe, dass der 55-Jährige für die Explosion verantwortlich sei.
EU-Daten: 2021 heißester Sommer aller Zeiten in Europa
Europa hat im Jahr 2021 laut EU-Daten den heißesten Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen erlebt. Die durchschnittliche Temperatur von Anfang Juni bis Ende August habe fast ein Grad über dem Durchschnitt der Jahre 1991 bis 2020 gelegen, teilte am Dienstag das Erdbeobachtungsprogramm Copernicus der Europäischen Union mit. Es verwies unter anderem auf die Rekordtemperaturen im August in den von verheerenden Bränden heimgesuchten Mittelmeerländern.
Elton John singt in Paris für Klimaschutz und gegen Armut
Popstar Elton John will in Paris für den Klimaschutz und gegen Armut singen. Der britische Sänger werde bei dem Konzert der Organisation Global Citizen am 25. September in der französischen Hauptstadt auftreten, teilten die Organisatoren am Dienstag mit. "Ich fühle mich geehrt, mit anderen großartigen Künstlern in Paris auf die Bühne zu treten", erklärte Elton John. Er wolle damit die Ziele der Nichtregierungsorganisation unterstützen.
Berliner Landeskriminalamt ermittelt wegen sexuellen Missbrauchs in Kita
Das Berliner Landeskriminalamt hat Ermittlungen wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs von Kindern in einer Kindertagesstätte im Bezirk Spandau eingeleitet. Nach bisherigen Erkenntnissen soll ein 32-jähriger Beschäftigter während der Betreuungszeiten sexuelle Handlungen an Kindern vorgenommen haben, wie die Polizei am Dienstag mitteilte.
Praxismitarbeiterin soll mit Arzneibestellungen Millionenschaden verursacht haben
Eine frühere Mitarbeiterin einer Arztpraxis im Raum Filderstadt bei Stuttgart soll unberechtigterweise tausende Packungen eines Medikaments bestellt und so einen Schaden von mehr als einer Million Euro verursacht haben. Die Frau stehe im verdacht, seit 2018 eigenständig entsprechende Rezepte auf den Namen von Patienten ausgestellt zu haben, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag mit.
Opfer sexueller Gewalt in der Familie können oft kaum entkommen
Bei sexualisierter Gewalt gegen Kinder innerhalb der Familie können die Opfer kaum entkommen und werden oft massiv unter Schweigedruck gesetzt. Dieses Schweigegebot sei besonders wirkmächtig, wenn ohnehin vermittelt werde, dass alles in der Familie "unter uns" bleiben müsse, sagte die Pädagogin Sabine Andresen am Montag in Berlin. Die Vorsitzende der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs stellte eine von ihr geleitete Studie zum Thema vor.
Ausgestorbener Tasmanischer Tiger nun auch in Farbe zu bewundern
Fast hundert Jahre alte Aufnahmen des letzten bekannten Tasmanischen Tigers in Gefangenschaft sind durch Koloration wieder zum Leben erweckt worden. Ein 80-sekündiger Schwarz-Weiß-Film des Tieres namens Benjamin sei nun in Farbe zu bewundern, teilte das australische Film- und Tonarchiv mit. Die frohe Kunde wurde am Dienstag verbreitet - dem nationalen Tags der gefährdeten Arten. Dieser wird in Australien jedes Jahr am 7. September in Gedenken an den Todestag von Benjamin im Jahr 1936 begangen.
Anruf bei echtem Notruf durchkreuzt Tatplan von falschen Polizisten
Durch einen Anruf beim echten Notruf hat eine Seniorin aus Baden-Württemberg unbeabsichtigt den Tatplan von falschen Polizisten durchkreuzt, die ihr mehrere tausend Euro stehlen wollten. Wie die Polizei in Heilbronn am Dienstag mitteilte, kontaktierte die Frau die Notrufzentrale und sagte, sie habe ihr gesamtes Geld weisungsgemäß vor die Haustür gelegt.
Potsdam: Mordanklage gegen Pflegerin nach Bluttat erhoben
Nach dem vierfachen Tötungsdelikt in einer Potsdamer Behinderteneinrichtung Ende April hat die Staatsanwaltschaft Mordanklage gegen die 52-jährige tatverdächtige Pflegerin erhoben. Der Frau werden Mord in vier Fällen sowie versuchter Mord in drei Fällen jeweils in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung vorgeworfen, wie die Behörde am Dienstag in Potsdam mitteilte. Die Frau soll demnach allerdings vermindert schuldfähig sein.
Frankreich nimmt Abschied von Schauspiel-Legende Belmondo
Mit einer Trauerfeier im Pariser Invalidendom will Frankreich am Donnerstag Abschied von Schauspiel-Legende Jean-Paul Belmondo nehmen. Wie der Elysée-Palast am Dienstag mitteilte, wird es zu Ehren Belmondos eine nationale Trauerfeier geben.
Fünf Jahre Haft für Vietnamese wegen Corona-Ansteckungen
Ein Gericht in Vietnam hat einen Mann zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt, weil er andere mit dem Coronavirus infiziert hatte. Wie das Gericht in der südlichen Provinz Ca Mau auf seiner Internetseite mitteilte, war der 28-Jährige im Juli aus Ho-Chi-Minh-Stadt, einem der Infektions-Hotspots in Vietnam, in seine Heimatprovinz Ca Mau gereist und hatte gegen eine Quarantäne-Anordnung verstoßen.
RKI: Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt leicht auf 83,8
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist zum ersten Mal seit Tagen wieder leicht gesunken. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Dienstagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, liegt die Inzidenz nun bei 83,8 Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen.
Kuba beginnt als weltweit erstes Land mit Coronavirus-Impfungen für Kleinkinder
Kuba hat als erstes Land der Welt mit der Coronavirus-Impfung für Kleinkinder begonnen. Am Montag begannen die Behörden in der Provinz Cienfuegos mit den Impfungen für die Altersgruppe der Zwei- bis Elfjährigen. Die Kinder erhalten die in Kuba entwickelten Corona-Impfstoffe Abdala und Soberana, die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) allerdings nicht anerkannt werden. Seit Freitag schon werden Kinder ab zwölf Jahren geimpft.
US-Schauspieler Michael K. Williams tot in Wohnung gefunden
Der US-Schauspieler Michael K. Williams ist tot. Der 54-jährige Star der Serie "The Wire" sei tot in seiner Wohnung in New York aufgefunden worden, teilte die Polizei am Montag mit.