Berliner Tageszeitung - Tausende britische Schüler beteiligen sich an Klimaprotesten

Börse
DAX -0.7% 12030.07
SDAX -1.48% 10369.51
TecDAX -0.6% 2654.81
MDAX -1.15% 22116.11
Euro STOXX 50 -0.84% 3290.46
Goldpreis 0.1% 1673.6 $
EUR/USD -0.22% 0.9779 $

Tausende britische Schüler beteiligen sich an Klimaprotesten




Tausende britische Schüler beteiligen sich an Klimaprotesten

Tausende britische Schüler haben am Freitag den Unterricht ausfallen lassen, um für mehr Klimaschutz zu demonstrieren. "Rettet unseren Planeten", riefen die Schulkinder auf dem Platz vor dem Parlament in London. "Wir Menschen haben uns in diese Bredouille gebracht. Es ist unsere Verantwortung, da wieder rauszukommen", sagte der 15-jährige Schüler Hal aus Westlondon.

Textgröße:

Die Proteste seien eine Botschaft an die Politiker, sowie ein Weg, das Bewusstsein für den Klimawandel zu stärken, sagte der Jugendliche. Vor dem Parlament schwenkten die Schüler Plakate mit Aufschriften wie "Kühlt die Welt wieder ab" und "Wir stehen ein für das, worauf wir stehen". Ein Schüler rief die Politiker auf, den Brexit endlich geregelt zu bekommen, um sich auf "wichtigere Fragen" wie die Umwelt konzentrieren zu können.

In Brigthon, Leeds, Manchester, Oxford und dutzenden weiteren Städten gab es am Freitag ähnliche Schülerproteste. Der "Youth Strike 4 Climate" ist Teil einer europaweiten Bewegung, die vergangenes Jahr von der Protestaktion der 16-jährigen schwedischen Schülerin Greta Thunberg vor dem Parlament in Stockholm inspiriert wurde. Inzwischen gab es ähnliche Schülerstreiks in Deutschland, Frankreich und Belgien.

Das Büro von Premierministerin Theresa May erklärte, es sei gut, dass junge Leute "sich für Fragen engagieren, die sie betreffen", doch würden die Proteste "Unterrichtszeit vergeuden, die Lehrer sorgfältig vorbereitet haben". Die Schülerin Paige Reardon sagte jedoch, ihre Lehrer seien "froh, dass ich hingehe". "Politiker sollten verstehen, dass es ihre Kinder und Enkel sein werden, die leiden. Sie sollten aufhören, selbstsüchtig zu sein", sagte Reardon.

(A. Lefebvre--BTZ)