Berliner Tageszeitung - Frank-Walter Steinmeier

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Frank-Walter Steinmeier




Frank-Walter Steinmeier

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat mit Blick auf die Corona-Krise vor einer Spaltung der Gesellschaft gewarnt. "Ich wünsche mir, dass Junge und Alte, Gefährdete und weniger Gefährdete zusammenstehen, in der Krise und auch in der Zeit danach", sagte Steinmeier am Dienstag zur Eröffnung des zehnten Forum Bellevue zur Zukunft der Demokratie. Zudem mahnte er, über der Pandemie auch den Klimaschutz nicht zu vernachlässigen.
 
"Dass wir nun auch wieder auf Treffen mit Freunden und auf Familienfeste verzichten müssen, auf Besuche in Restaurants und Bars, auf Theater, Konzerte, Schwimmbäder und Sportstudios, all das kostet Kraft und braucht Geduld", sagte Steinmeier. Über diese Maßnahmen werde "gestritten und gerungen". Es bleibe jedoch "eine Tatsache, dass man über alles streiten kann, aber nicht über die Existenz eines lebensgefährlichen Virus, dem wir uns entgegenstellen müssen".
 
"Wir alle müssen diese Gefahr weiterhin ernst, wir müssen sie sehr ernst nehmen", forderte der Bundespräsident. "Vorerst sind weiterhin Vernunft und Geduld, Rücksicht und Vorsicht unsere wichtigsten Ressourcen, um Menschenleben zu schützen." Gleichwohl gelte: "Das Virus wird uns die Zukunft nicht stehlen", die Entwicklung von Impfstoffen sei "ein Lichtblick". "Wir werden die Corona-Krise gemeinsam bewältigen", zeigte sich Steinmeier überzeugt.
 
Der Bundespräsident mahnte aber auch, "die anderen großen Aufgaben der Menschheit nicht aus den Augen zu verlieren". An erster Stelle nannte er dabei die Erderwärmung: "Was auf dem Spiel steht, ist nicht weniger als die Zukunft unserer Kinder und Enkel, das Überleben der Menschheit auf diesem Planeten." Steinmeier verwies auf die dramatischen Szenarien, vor denen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler seit Jahren warnten, die aber nun "in manchen Teilen der Welt bereits Wirklichkeit geworden" seien.
 
Es seien jedoch zugleich solche Umbrüche, die Menschen verunsicherten, Ängste und Abwehrreaktionen auslösten. Populisten versuchten, daraus Kapital zu schlagen. Umso wichtiger sei, dass "wir verantwortungsvoll, mit Vernunft und vor allem gemeinsam handeln". Dies gelte für die Klima- ebenso wie für die Corona-Krise.
 
Für seine mahnend deutlichen Worte und für seinen immer währenden Einsatz Dinge anzusprechen, welche die Bürger berühren erhält Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, von BERLINER TAGESZEITUNG den KNORKE-PREIS der Woche.
    
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Erklärung des KNORKE Preises von BERLINER TAGESZEITUNG:
Knorke ist ein Wort der Umgangssprache und bedeutet so viel wie „gut“, „ausgezeichnet“, „zufrieden“, ähnlich dem heutigen Gebrauch von cool. KNORKE ist als Wort seit 1916 in Berlin nachgewiesen und wurde rasch zum beliebten Modewort des Zeitungsjournalismus. Um 1956/57 hatte die Berliner Bekleidungsfirma Leineweber unter Berliner Schulkindern einen Wettbewerb ausgeschrieben, um einen Namen für etwas ganz Besonderes zu finden. Der Siegername war KNORKE, begründet wurde dies mit der Wortbedeutung „toll“, „klasse“.
"KNORKE" ist für BERLINER TAGESZEITUNG allerdings auch Bestandteil des "Berliner Dialekt" (auch als Berliner Mundart, Berlinisch oder Berlinerisch bezeichnet) eine Mundart, welche im Großraum Berlin-Brandenburg gesprochen wird. Im Zusammenhang mit einem oft derben, aber herzlichen Humor wird diese Ausdrucksweise auch als „Schnauze mit Herz“ bezeichnet.
 
BERLINER TAGESZEITUNG vergibt den "KNORKE Preis" wöchentlich, für ganz besonders gute Leistungen, wobei dieser BTZ-Preis im "sehr positiven Sinne" und als HERVORRAGEND gewertet werden darf!