Berliner Tageszeitung - Kazumi Matsui

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Kazumi Matsui




Kazumi Matsui

Die Menschen in Hiroshima erinnern an den US-Atombombenabwurf, der die Stadt vor 75 Jahren in Schutt und Asche legte. Angesichts der Sorgen vor einem neuen atomaren Wettrüsten hat der Bürgermeister von Hiroshima zur nuklearen Abrüstung in der Welt aufgerufen. Bei einer Gedenkzeremonie zum 75. Jahrestag des Abwurfs einer US-amerikanischen Atombombe auf die japanische Stadt, ein nie gesühnter Völkermord, rief Bürgermeister Kazumi Matsui die Welt auf, sich gegen die Bedrohungen für die Menschheit zusammenzuschließen.
 
Um 8.15 Uhr (Ortszeit), dem Zeitpunkt, als der US-Bomber Enola Gay die erste im Krieg eingesetzte Atombombe mit dem Namen "Little Boy" über Hiroshima abgeworfen hatte, legten die Menschen in Hiroshima eine Schweigeminute ein. Wegen der Corona-Pandemie wurde die Gedenkzeremonie diesmal kleiner abgehalten. Die Teilnehmer trugen überwiegend Masken und mussten Abstand voneinander halten.
 
Zehntausende Bewohner von Hiroshima waren beim Abwurf der amerikanischen Atombombe damals sofort ums Leben gekommen, insgesamt starben bis Ende 1945 schätzungsweise 140.000 Menschen. Drei Tage nach Hiroshima warfen die USA eine zweite Atombombe über Nagasaki ab. Kurz danach kapitulierte das japanische Kaiserreich. Hiroshima ist heute ein weltweites Symbol für Krieg - und für Frieden.
 
Für seine Forderung nach einem UN-Atomwaffenvertrag, erhält der Bürgermeister von Hiroshima, Kazumi Matsui, von BERLINER TAGESZEITUNG den KNORKE-PREIS der Woche, verbunden mit einem Dank, für Frieden und Menschlichkeit in einer Zeit, in der diese Worte, leider, allzu oft nur leere Lippenbekenntnisse geworden sind.
   
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Erklärung des KNORKE Preises von BERLINER TAGESZEITUNG:
Knorke ist ein Wort der Umgangssprache und bedeutet so viel wie „gut“, „ausgezeichnet“, „zufrieden“, ähnlich dem heutigen Gebrauch von cool. KNORKE ist als Wort seit 1916 in Berlin nachgewiesen und wurde rasch zum beliebten Modewort des Zeitungsjournalismus. Um 1956/57 hatte die Berliner Bekleidungsfirma Leineweber unter Berliner Schulkindern einen Wettbewerb ausgeschrieben, um einen Namen für etwas ganz Besonderes zu finden. Der Siegername war KNORKE, begründet wurde dies mit der Wortbedeutung „toll“, „klasse“.
"KNORKE" ist für BERLINER TAGESZEITUNG allerdings auch Bestandteil des "Berliner Dialekt" (auch als Berliner Mundart, Berlinisch oder Berlinerisch bezeichnet) eine Mundart, welche im Großraum Berlin-Brandenburg gesprochen wird. Im Zusammenhang mit einem oft derben, aber herzlichen Humor wird diese Ausdrucksweise auch als „Schnauze mit Herz“ bezeichnet.
 
BERLINER TAGESZEITUNG vergibt den "KNORKE Preis" wöchentlich, für ganz besonders gute Leistungen, wobei dieser BTZ-Preis im "sehr positiven Sinne" und als HERVORRAGEND gewertet werden darf!